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Wegweiser Mecklenburg-Vorpommern 2026 · Vertiefung

Positionen im Vergleich — vertiefte Fassung

Pro Thema erst die Kurzübersicht in Parteifarbe, zum Aufklappen die Details mit Zahlen, Zitaten und Seitenangaben

Stand: 23. August 2026

So liest sich diese Seite: Unter jedem Thema siehst du zuerst sieben farbige Kästchen — eine Partei, ein Satz, auf einen Blick. Willst du es genauer wissen, klapp die Partei in der Liste darunter auf; dort steht die ausführliche Fassung mit konkreten Zahlen, wörtlichen Zitaten und Seitenangaben aus dem Originalprogramm. Am Ende jedes Themas findest du unter „Wo die eigentliche Trennlinie verläuft" einen kurzen Hinweis darauf, worin sich die Parteien bei diesem Thema tatsächlich unterscheiden — und worin nicht.

Alle Angaben auf dieser Seite stammen ausschließlich aus den sieben offiziellen Wahlprogrammen 2026 (Volltext-Auswertung der Original-PDFs) — keine Presseberichte, keine Sekundärquellen, keine Bewertung. Seitenangaben beziehen sich auf die Seiten des jeweiligen PDF-Dokuments. Für Bilanz, Spitzenkandidat:innen, Umfragen und Einordnung siehe Abschnitt 4 des Haupt-Wegweisers.

Die Reihenfolge der Parteien folgt dem amtlichen Stimmzettel: zuerst die Parteien nach der Zahl ihrer Zweitstimmen bei der Landtagswahl 2021, danach die übrigen Landeswahlvorschläge in der von der Bekanntmachung des Landeswahlleiters vom 18. August 2026 festgelegten Reihenfolge (§ 22 Abs. 2 LKWG M-V) — und ist in allen Themen identisch, damit sich Positionen leichter vergleichen lassen.

Zum Nachprüfen: Hinter jeder Aussage steht eine kleine Ziffer wie 1. Ein Klick darauf öffnet das Original-PDF des jeweiligen Wahlprogramms genau auf der zitierten Seite. Beim Überfahren mit der Maus zeigt die Ziffer Partei und Seitenzahl an. Das vollständige Quellenverzeichnis mit allen Ziffern steht am Ende der Seite. Damit die Links funktionieren, müssen die sieben Programm-PDFs im selben Ordner liegen wie diese Datei.
SPD AfD CDU Die Linke Grüne FDP BSW

💼 Wirtschaft, Arbeit & maritime Industrie

Nach der Insolvenz der MV Werften 2022 sind aus den drei großen Standorten ein Marinearsenal (Rostock), ein U-Boot-Werk (Wismar) und ein kommunaler Gewerbepark (Stralsund) geworden. Ob die maritime Industrie künftig militärisch, zivil oder gar nicht mehr gedacht wird, ist die schärfste wirtschaftspolitische Trennlinie dieser Wahl — und in einem Programm kommt sie überhaupt nicht vor.

SPD

Tariftreue- und Vergabegesetz behalten, Werften und Häfen fördern, eigene Landesförderbank gründen, Branchenmix fortsetzen.

AfD

Lohnpolitische Kriterien aus dem Vergaberecht streichen, Werften auf Spezial- und Behördenschiffbau ausrichten, Meisterförderung auf 90 Prozent.

CDU

Ansiedlungsoffensive als Chefsache, Drei-Monate-Genehmigungsfiktion, Landesrecht bis 2029 entrümpeln — Werften kommen nicht vor.

Die Linke

Förderung nur gegen soziale Kriterien, Werftstandorte stabilisieren, ziviler Schiffbau vorrangig, langfristig 35-Stunden-Woche.

Grüne

Günstiger Grünstrom als Standortvorteil für energieintensive Industrie, Werftgenehmigungen beschleunigen, Schiffsrecycling ermöglichen.

FDP

„Wirtschaftliche Freiheitszonen", Vergabe-Mindestlohn ersatzlos streichen, keine Rettungsversuche mit Steuergeld.

BSW

Maritime Wirtschaft konsequent zivil, keine Umwandlung von Werften in Rüstungsstandorte, mehr Tarifbindung, regionale Vergabe.

SPD — mehr Details

Das Programm knüpft ausdrücklich an die „Strategien der SPD-geführten Landesregierungen" an, einen Branchenmix aus Energiewirtschaft, maritimer Industrie, Gesundheitswirtschaft, Landwirtschaft und Tourismus zu stärken9. Kern ist das seit 2024 geltende Tariftreue- und Vergabegesetz: Öffentliche Aufträge gehen nur an Unternehmen, die Tariflöhne oder tarifgleiche Löhne zahlen; Wirksamkeit und Praktikabilität will die SPD „laufend beobachten"9. Die angehobenen Vergabegrenzen bleiben10. Zur maritimen Wirtschaft nennt das Programm konkret Wismar (tkms, U-Boote, Forschungsschiffe), das Marine-Arsenal Rostock, einen kommunalen maritimen Gewerbepark in Stralsund und die Peenewerft Wolgast9. Für die Häfen fordert die SPD vom Bund „dauerhaft jährlich mindestens 500 Millionen Euro" für See- und Binnenhäfen11 sowie die Erweiterung des Überseehafens Rostock9. Neu angekündigt sind eine eigene Landesförderbank12 und eine „Landesstrategie Daten und KI"12. Der Bund soll alle Berichtspflichten für kleine und mittlere Unternehmen zwei Jahre aussetzen10. Die Fachkräftestrategie MV von Anfang 2025 wird umgesetzt13, die Praktikumsprämie im Handwerk auf weitere Branchen ausgeweitet10, das „Zukunftsbündnis" mit Gewerkschaften, Arbeitgebern und Kammern fortgeführt14.

Aus dem Programm:
  • „Mit dem Tariftreue- und Vergabegesetz MV erhalten Unternehmen auch in Zukunft nur dann öffentliche Aufträge, wenn sie Tariflöhne oder tarifgleiche Löhne zahlen."10
  • „Das Land steht zu seinen Werften: Mit dem Bau von Forschungsschiffen und U-Booten bei tkms in Wismar"9
  • „Mit einer eigenen Landesförderbank werden wir Förderprogramme flexibler und passgenauer auf die regionale Wirtschaft zuschneiden."12

Quelle: Kapitel „Gute Arbeit. Starke Wirtschaft."15, Häfen11, Fachkräfte16.

AfD — mehr Details

Leitbild ist ein Staat, der nur den Rahmen setzt; die soziale Marktwirtschaft soll als Staatsziel in die Landesverfassung aufgenommen werden1. Das Tariftreue- und Vergabegesetz wird als „Bürokratiemonster" bezeichnet: Lohnpolitische Kriterien sollen aus dem Vergaberecht gestrichen und die Schwellenwerte für freihändige Vergabe deutlich erhöht werden1. GRW-Mittel des Bundes und ESF-Mittel sollen umgewidmet, das Mikrodarlehenprogramm überarbeitet und ein „Runder Tisch Wirtschaft" mit Mittelstand, IHK und Handwerkskammer eingerichtet werden2. Beim Fachkräftemangel setzt das Programm auf Aktivierung im Inland, Rückgewinnungsprogramme für Abgewanderte sowie Robotik, Automatisierung und KI; die Meisterförderung soll 90 Prozent der Kosten abdecken3. Für die Gesundheitswirtschaft ist eine „Life Sciences"-Wachstumsoffensive mit Technologie-Transfer-Stelle und Industriestipendien vorgesehen; das Programm beziffert die Forschungs- und Entwicklungsquote des Landes mit 1,7 Prozent gegenüber 3,2 Prozent in Sachsen4. Die Werften sollen auf Spezialschiffbau und öffentliche Auftraggeber ausgerichtet werden — Marine, Munitionsbergung, Küstenschutz, Forschung, Rettungsdienste; Schiffsbürgschaften soll es nur nach „strengster Risikoprüfung" geben, nachdem Bürgschaftsversagen „hunderte Millionen Euro" gekostet habe5. Hinzu kommen eine Liberalisierung des Ladenschlusses und KI-Rechenzentren mit grundlastfähigen Gaskraftwerken im Cluster Lubmin1,6.

Aus dem Programm:
  • „Wir werden das Gesetz grundlegend überarbeiten und lohnpolitische Kriterien aus dem Vergaberecht streichen."1
  • „Unser Schwerpunkt liegt dabei auf dem Spezialschiffbau sowie auf Schiffen für öffentliche Zwecke, etwa für Marine, Munitionsbergung, Küstenschutz, Forschung, Behörden, Rettungsdienste und Infrastrukturaufgaben."4
  • „Die Forschungs- und Entwicklungsquote in Mecklenburg-Vorpommern liegt bei nur 1,7 Prozent, in Sachsen sind es 3,2 Prozent."4

Quelle: Kapitel „Wirtschaftsland MV"7.

CDU — mehr Details

Das Kapitel eröffnet mit der Diagnose, zwischen Mai 2022 und Mai 2026 sei die Zahl der Arbeitslosen um mehr als 8.100 Personen beziehungsweise 14,9 Prozent gestiegen20. Kernstück ist eine „Ansiedlungsoffensive": ein landeseigener „Start-up-Fonds MV", ein landesweiter Investitionsfonds zur Erschließung von Industrie- und Gewerbeflächen, ein Wirtschaftsforum aus Kammern und Verbänden sowie eine „Hafen-Offensive Rostock" mit grünem Wasserstoff, Cruise-Terminal und hafennahen Gewerbeflächen21. Strategisch benannt werden die Achse Hamburg–Schwerin–Stettin, der Korridor A14–A20–A24, die Fehmarnbelt-Querung und der Flughafen Parchim22. Genehmigungen sollen einer „Drei-Monate-Genehmigungsfiktion" unterliegen23, das gesamte Landesrecht bis 2029 auf überflüssige Regeln geprüft und ein „Effizienz- und Wachstumstest" für jedes neue Gesetz eingeführt werden24. Beim Vergaberecht heißt es, die verbindliche Anwendung von UVgO und VOB/A für kommunale Auftraggeber werde „weitgehend abgeschafft"25. Für Fachkräfte sind eine Azubi-Prämie von 3.000 Euro in Engpassberufen, eine kostenfreie Meisterausbildung, eine „Talentfabrik MV" und ein MV-Stipendium für Mangelberufe vorgesehen26; die tägliche Höchstarbeitszeit soll durch eine wöchentliche ersetzt werden27. Bundeswehrstandorte und Rüstungsunternehmen werden ausdrücklich als Wirtschaftsfaktor unterstützt28; die Digitrans-Richtlinie soll mit mindestens 20 Millionen Euro jährlich wiederkommen27.

Aus dem Programm:
  • „Wir setzen ein Raster an jedes Gesetz: Trägt es zur Effizienzsteigerung bei? Fördert es das Wachstum? Wenn nicht, wird es gestrichen."20
  • „Deshalb machen wir neue, attraktive Jobs zur Chefsache: Wir holen gezielt moderne Industrie nach MV, die wettbewerbsfähige Löhne zahlt."29
  • „Daher soll die tägliche Höchstarbeitszeit durch eine wöchentliche Höchstarbeitszeit ersetzt werden."27

Quelle: Kapitel A „Wirtschaftsland"30.

Die Linke — mehr Details

Das Arbeitsmarktkapitel fordert ein Recht auf Vollzeit und ein Rückkehrrecht aus Teilzeit, sechs Wochen Urlaub für alle Beschäftigten und „langfristig die 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich, im engen Dialog mit Unternehmen und Gewerkschaften"17. Arbeitszeitgesetz und Achtstundentag sollen verteidigt, die Arbeitsschutzbehörden personell aufgestockt, das Tariftreuegesetz weiterentwickelt und das Personalvertretungsgesetz evaluiert werden. Leiharbeit und sachgrundlose Befristungen sollen in landeseigenen Unternehmen begrenzt werden; für Beschäftigte im Homeoffice sind ein Verbot von Überwachungssoftware und ein Recht auf Nichterreichbarkeit vorgesehen. Wirtschaftsförderung wird an soziale Kriterien gekoppelt, ergänzt um Pilotprojekte zur Gemeinwohl-Bilanzierung, Belegschaftsgenossenschaften mit Vorkaufsrechten für Mitarbeitende, einen Landes-Beteiligungsfonds, Handwerksförderung für Meisterqualifizierung und Betriebsnachfolge sowie eine „Dorf-Büro-Offensive" für Co-Working im ländlichen Raum17. Als Zukunftsfelder benennt das Programm die Gesundheitswirtschaft samt landeseigener Wirkstoffproduktion, eine verstetigte Finanzierung von BioCon Valley und einen „Masterplan Gaming MV". Maritim sollen Werftstandorte stabilisiert und modernisiert, der zivile Schiffbau vorrangig behandelt, Konverter- und Munitionsentsorgungsplattformen mit dem Bund entwickelt, die Binnenschifffahrtsflotte umgerüstet und Offshore-Wind gestärkt werden; hinzu kommt eine Tourismusabgabe18.

Aus dem Programm:
  • „Werftstandorte stabilisieren und modernisieren, zivilen Schiffbau vorrangig behandeln"18
  • „Wirtschaftsförderung an soziale Kriterien koppeln, keine Förderung bei Dumpinglöhnen oder schlechten Arbeitsbedingungen."17
  • „Dabei liegt die Verantwortung für die betriebliche Fachkräftesicherung und Fachkräftegewinnung zuvorderst bei den Unternehmen selbst."18

Quelle: Kapitel 5 „Arbeit, Wirtschaft und Energie"19.

Grüne — mehr Details

Das Wirtschaftskapitel setzt beim Strompreis an: Mecklenburg-Vorpommern solle „die Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für die Ansiedlung energieintensiver Industrien wie zum Beispiel Batterieproduktionen, Rechenzentren, Metallverarbeitung und Zementherstellung" anstreben31. Zweite Säule ist eine ressortübergreifende Landesstrategie für Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft31,32, flankiert von ÖKOPROFIT MV über das Landesförderinstitut, einem Förderprogramm für sozial-ökologische Gründungen und Unternehmensnachfolgen und einem landesweiten Reparaturbonus für Elektrogeräte33. Für die maritime Wirtschaft nennt das Programm ein Landesförderprogramm für maritime Start-ups, die Ermöglichung von Schiffsrecycling, eine beschleunigte Genehmigungspraxis für Ausbau und Modernisierung von Werften, grüne Schifffahrtskorridore sowie die Modernisierung der Hafeninfrastruktur samt Bahn-Hinterlandanbindung34. Bei der Arbeit setzt es auf die Vergabe: „konsequente Einhaltung tariflicher Standards, guter Arbeitsbedingungen und von Nachhaltigkeitskriterien bei der Vergabe öffentlicher Aufträge"35 — ohne Vergabegesetz oder Vergabemindestlohn zu beziffern. Für Fachkräfte sind One-Stop Agencies und Welcome Center, beschleunigte Anerkennungsverfahren und Patenschaften zwischen Schule und Betrieb vorgesehen36, für Auszubildende ein Azubi-Start-Bonus von zinsfreien 1.500 Euro, der nach einem Jahr Facharbeit im Land nicht zurückgezahlt werden muss37. Als Anlass für die Industriepolitik nennt das Programm die Schließung des Nordex-Rotorblattwerks in Rostock31.

Aus dem Programm:
  • „eine beschleunigte Genehmigungspraxis für die Ertüchtigung, den Ausbau und die Modernisierung von Werften"34
  • „damit Werften verlässliche Aufträge erhalten und Arbeitsplätze langfristig gesichert werden"31
  • „Hier erhalten Azubis zum Start der ersten Ausbildung ein Darlehen von zinsfreien 1.500,00 €."37

Quelle: Kapitel 4 „Wirtschaft: Wir schaffen eine starke Zukunft"38.

FDP — mehr Details

Ausgangspunkt ist die Diagnose fehlenden nachhaltigen Wachstums, ausbleibender Investitionen und langer Planungsverfahren51. Instrumente sind ein landesweites Gewerbeflächenmanagement, die Verzahnung von Landes-, Regional- und Bauleitplanung sowie befristete „wirtschaftliche Freiheitszonen" in strukturschwachen Regionen mit vereinfachtem Regelwerk, beschleunigten Verfahren, reduzierten Dokumentationspflichten und steuerlicher Investitionsbegünstigung51,52. Ein sofortiges Regulierungs- und Bürokratiemoratorium setzt nicht zwingend notwendige Berichtspflichten aus; für jede neue Landesvorgabe fallen zwei alte weg, alle Gesetze erhalten ein Verfallsdatum, ein unabhängiges Normenkontrollgremium prüft die Bürokratiefolgen52,53. Das Tariftreue- und Vergabegesetz wird abgelöst, Vergabe-Mindestlohn und Mindestarbeitsbedingungen ersatzlos gestrichen und die Schwellenwerte an das EU-Recht angeglichen — 216.000 Euro für Dienstleistungen, 5.404.000 Euro für Bauleistungen54. Maritim sollen „maritime Wertschöpfungszentren" entstehen: Spezialschiffe, Offshore-Technologie, Konverterplattformbau, Munitionsbergung, Verteidigungsindustrie, klimafreundliche Antriebe55. Zugleich soll es keine „kopf- und planlosen Rettungsversuche mit Steuergeld" mehr geben56. Hinzu kommen eine Agentur für Sprunginnovationen, ein revolvierender Nachfolgefonds, ein Gründungsstipendium nach nordrhein-westfälischem Vorbild, ein zinsgünstiges Übernahmeprogramm für Betriebe bis 20 Mitarbeitende und eine ausgeweitete Meisterprämie57,58,59.

Aus dem Programm:
  • „In besonders strukturschwachen Regionen wollen wir wirtschaftliche Freiheitszonen einrichten."51
  • „Die Vielzahl von vergabefremden Regelungen, wie beispielsweise der Vergabe-Mindestlohn und Mindest-Arbeitsbedingungen müssen ersatzlos gestrichen werden."54
  • „Steuergeld ist kein Ersatz für tragfähige Geschäftsmodelle"56

Quelle: Kapitel 1 „Wirtschaft und Arbeit"60.

BSW — mehr Details

Das Wirtschaftskapitel ist mit 23 Seiten das längste des Programms. Kleine und mittlere Unternehmen stellten „über 90 Prozent" der Betriebe39; als Standortnachteile gelten hohe Energie-, Rohstoff- und Arbeitskosten, Steuer- und Abgabenlast und Bürokratie40. Die maritime Wirtschaft — „Rund 500 Unternehmen mit etwa 13.000 Beschäftigten"41 — soll als industrieller Anker konsequent zivil gestärkt werden: Häfen, Schiffbau, Meerestechnik, zivile Offshore- und Energieanwendungen, Wasserstoff; Bundesförderung soll „im Rahmen der Nationalen Hafenstrategie des Bundes" eingefordert werden42. Für die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie gilt: öffentliche Förderung nur unter strengen Kriterien, Vorrang für Dual-use mit ziviler Nutzung, keine Förderung von Rüstungsproduktion für Angriffskriege, Konversions- und Diversifizierungsstrategien43. Die Gesundheitswirtschaft wird mit „rund 15 Prozent der Bruttowertschöpfung und mehr als 160.000 Beschäftigten" beziffert42. Arbeitsmarktpolitisch fordert das Programm mehr Flächentarifverträge, die Überführung von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, das Ende sachgrundloser Befristungen und Tariftreue bei öffentlichen Aufträgen44. Ein landeseigenes Arbeitsmarktprogramm für Langzeitarbeitslose soll erstmals aufgelegt werden45. Hinzu kommen Innovationsgutscheine, öffentliche Gründungs- und Beteiligungsfonds, ein One-Stop-Gründungs- und Nachfolgeservice, ein Landes-Bodenfonds und die Aufteilung von Vergaben in Lose46,47.

Aus dem Programm:
  • „Rund 500 Unternehmen mit etwa 13.000 Beschäftigten sichern qualifizierte Industriearbeitsplätze"41
  • „Wir setzen uns dafür ein, die maritime Wirtschaft konsequent im zivilen Bereich zu stärken und sie als zukunftsfähige Industrie weiterzuentwickeln."41
  • „Mecklenburg-Vorpommern ist das einzige Bundesland, das über kein landeseigenes Arbeitsmarktprogramm für Langzeitarbeitslose verfügt."45

Quelle: Kapitel 3 „Wirtschaftliche Vernunft"48, Kapitel 2 „Soziale Gerechtigkeit"49.

Wo die eigentliche Trennlinie verläuft: Alle sieben Parteien wollen Bürokratie abbauen — der Unterschied liegt in den Bedingungen. FDP und AfD wollen das Tariftreue- und Vergabegesetz abschaffen oder entkernen, SPD und Linke wollen es behalten und weiterentwickeln, die Grünen wollen tarifliche Standards bei der Vergabe durchsetzen, ohne ein Gesetz zu nennen, das BSW will die Tarifbindung stärken, und die CDU erwähnt das Thema gar nicht. Die zweite, für ein Küstenland zentrale Trennlinie betrifft die Werften: AfD und FDP wollen sie ausdrücklich auch für Marine- und Verteidigungsaufträge, das BSW ausdrücklich nur zivil, die Linke „vorrangig zivil", SPD und Grüne beschreiben die maritime Wirtschaft ohne diese Frage zu beantworten — und im CDU-Programm kommen Werften überhaupt nicht vor.

⚡ Energie & Klima

Mecklenburg-Vorpommern erzeugt weit mehr Strom aus erneuerbaren Quellen, als es selbst verbraucht — nach Branchenangaben über 80 Prozent Ökostromanteil bei 2.165 Windenergieanlagen. Zugleich sind die Netzentgelte hier traditionell hoch. An dieser Beobachtung setzen fast alle Parteien an, mit sehr gegensätzlichen Schlüssen. Es ist das Feld mit den größten Unterschieden.

SPD

Ausbau fortsetzen bei 1.000 Metern Mindestabstand und verpflichtender finanzieller Bürgerbeteiligung — ohne Klimaziel-Jahr.

AfD

Windkraftausbau ablehnen, Nord Stream 2 Strang B in Betrieb nehmen, Kernenergie-Wiedereinstieg, CO₂-Besteuerung abschaffen.

CDU

Ausbaustopp für Wind und große Freiflächen-PV bis zum Bedarfsnachweis, 30 Euro Strompauschale je Einwohner, Geothermie.

Die Linke

Klimaneutral bis spätestens 2045, −38 % bis 2030 und −75 % bis 2035, Industrierabatte abbauen, Energiepreise sozial gestalten.

Grüne

Treibhausgasneutral bis 2035, Klimaschutz in die Landesverfassung, volle Netzentgeltbefreiung im 2-Kilometer-Umkreis.

FDP

Emissionshandel statt Vorgaben, ausdrücklich keine vom Bund abweichenden Landesklimaziele, Wärmeplanungspflicht abschaffen.

BSW

Flächenziel durch Leistungsziel ersetzen, 180-Grad-Regel mit 5.000 Metern Abstand, Gaslieferungen aus Russland wieder aufnehmen.

SPD — mehr Details

Das Programm stellt fest, Mecklenburg-Vorpommern erzeuge „mehr als das Doppelte seines eigenen Strombedarfs aus erneuerbaren Energien"75. Rechtsrahmen ist das „neue Klimaverträglichkeitsgesetz"75 — ein Zieljahr für Klimaneutralität wird nirgends genannt, ebenso wenig ein Flächenziel für Windkraft. Genehmigungsverfahren seien „gestrafft und beschleunigt" worden; über das Landesplanungsgesetz gelten „landeseinheitliche Mindestabstände von 1.000 Metern zu Ortschaften"76. Das seit 2016 bestehende Bürger- und Gemeindenbeteiligungsgesetz wurde erweitert: Die finanzielle Beteiligung von Anwohnerinnen, Anwohnern und Kommunen im Umkreis von Windrädern und Solarparks ist künftig verpflichtend76. Ausgebaut werden sollen Wind, Solar einschließlich einer Balkon-PV-Förderung, Bio- und Geothermie sowie Sektorenkopplung und kommunale Wärmeplanung mit Stadtwerken als zentralen Akteuren77. Beim Wasserstoff seien über IPCEI-Projekte „Bundesfördermittel und Unternehmensinvestitionen im Wert von über einer halben Milliarde Euro" ins Land geholt worden; die Pipeline Rostock–Güstrow und die Anbindung über den Speicher Kraak nach Hamburg sollen folgen, Importkooperationen mit Norwegen und Brasilien werden vorbereitet78. Preisseitig verweist das Programm darauf, die Netzentgelte seien auf Bundesebene gesenkt worden; eine Aufteilung der Stromgebotszone „bleibt für uns eine Option", zusätzliche Umlagen auf den Strompreis werden abgelehnt79. Kernenergie, Kohle und heimische Erdgasförderung kommen nicht vor.

Aus dem Programm:
  • „Mit einer Änderung des Landesplanungsgesetzes haben wir landeseinheitliche Mindestabstände von 1.000 Metern zu Ortschaften festgelegt."76
  • „Eine Aufteilung der bundeseinheitlichen Stromgebotszone bleibt für uns eine Option."79
  • „Politische Kräfte, die sich gegen den Ausbau erneuerbarer Energie sperren, machen unser Land schwächer und erpressbarer."79

Quelle: Kapitel „Bezahlbare Energie: Sicher. Erneuerbar. Aus MV."80.

AfD — mehr Details

Energiepolitisches Leitbild ist der „Dreiklang aus Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz"63. Erneuerbare Anlagen sollen ihren Nutzen künftig „ohne Vorrangeinspeisung und ohne Dauersubventionen" nachweisen63. Windkraft wird als Preistreiber, Naturschadensfaktor und Rückbauproblem beschrieben — Rückbau nach 20 bis 25 Jahren, nicht recycelbare Rotorblätter64; der weitere Ausbau wird abgelehnt65, Umweltverträglichkeitsprüfungen sollen verschärft und „staatlich inszenierte Bürgerforen" eingestellt werden66. Politischer Hebel ist die Abschaffung oder grundlegende Überarbeitung des Windenergieflächenbedarfsgesetzes des Bundes64. Freiflächen-Photovoltaik auf Ackerland wird abgelehnt; Vorrang haben Dachflächen und vorbelastete Flächen67. Das LNG-Terminal vor Rügen soll durch Pipelineverbindungen abgelöst und dann abgeschaltet werden68. Zu Nord Stream: Strang B von Nord Stream 2 soll in Betrieb gehen, beschädigte Leitungen repariert, die Hintergründe der Sprengung aufgeklärt und Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden69. Bei der Kernenergie sollen stillgelegte Kraftwerke reaktiviert, Small Modular Reactors mitentwickelt und eine Machbarkeitsstudie zu Standorten im Land erstellt werden; dafür ist ausdrücklich eine Bundesratsinitiative vorgesehen70. Für die Wärme gelten Gas und Heizöl als gleichberechtigt, eine Wärmepumpenpflicht wird abgelehnt; unter zwei Dritteln der Landesfläche lagerten Thermalsole-Reservoire, bis zu 86 Gemeinden könnten Geothermie nutzen71.

Aus dem Programm:
  • „Die einzigartige Kulturlandschaft ist die Grundlage dieses Tourismus. Wir lehnen den weiteren Ausbau von Windkraftanlagen ab."65
  • „Der noch intakte Strang B von Nord Stream 2 soll so schnell wie möglich in Betrieb genommen, die beschädigten Leitungen sollen zeitnah repariert werden."72
  • „Deswegen fordern wir, dass die stillgelegten Kraftwerke so schnell wie möglich wieder in Betrieb genommen werden."70

Quelle: Kapitel „Energieland MV"73, Tourismus74.

CDU — mehr Details

Das Programm stellt fest, Mecklenburg-Vorpommern produziere bereits heute mehr erneuerbare Energie, als es selbst verbrauche84, und leitet daraus ein Ausbau-Moratorium für Windenergie und große Photovoltaik auf landwirtschaftlichen Flächen ab; falls PV-Ausbau nötig werde, seien zuerst öffentliche Gebäude und Flachdächer kommunaler Wohnungsgesellschaften zu belegen84. Zentrale Entlastung ist der „MV-Bonus": 30 Euro pro Einwohner und Jahr, 120 Euro für eine vierköpfige Familie, basierend auf einem angenommenen Stromrabatt von 3 Cent je Kilowattstunde85,86; ergänzend sind „direkte Stromgutschriften für Menschen in Regionen mit Windkraftanlagen" vorgesehen87. Beim Bund soll eine Überarbeitung der Flächenziele im Wind-an-Land-Gesetz erreicht88 und die Länderöffnungsklausel für Mindestabstände genutzt werden89. Repowering hat Vorrang vor Neuerrichtung, der Ausbau erfolgt „netzausbauorientiert"87; Windkraft im Wald wird grundsätzlich abgelehnt90. Gefördert werden sollen tiefe und oberflächennahe Geothermie mit einem revolvierenden Fonds zur Absicherung von Probebohrungen91, Biogasanlagen als grundlastfähige Quelle92,87, Großspeicher, CCS und CCU93 sowie eine Wasserstoffregion um Rubenow und Lubmin samt Erweiterung des Wasserstoffkernnetzes von Rostock nach Laage93. Industriepolitisches Prinzip: „Industrie folgt dem Strom"94. Das Klimaverträglichkeitsgesetz des Landes will die CDU „praxisnah überarbeiten"95.

Aus dem Programm:
  • „Deshalb soll der weitere Ausbau von Windenergie und vor allem großer Photovoltaikanlagen, insbesondere auf landwirtschaftlichen Nutzflächen, solange gestoppt werden, bis der Bedarf nachweislich nicht mehr gedeckt werden kann."84
  • „Wir setzen uns für eine Überarbeitung der Flächenziele im Wind-an-Land-Gesetz des Bundes ein, um den Ausbau der Windkraft an tatsächlichen Bedarfen zu orientieren"88
  • „Wir stoppen den Flächenfraß. Wir bauen dort aus, wo Netze verfügbar sind."87

Quelle: Kapitel I „Flächenland — Mobilität und ländlicher Raum", Abschnitt Energie96.

Die Linke — mehr Details

Die Zielarchitektur steht im Klimakapitel: Mecklenburg-Vorpommern soll „bis spätestens 2045 klimaneutral" werden, mit einer Reduktion der Treibhausgasemissionen um mindestens 38 Prozent bis 2030 und 75 Prozent bis 2035, sektoralen Höchstmengen für Industrie, Verkehr, Landwirtschaft und Energie, einer klimaneutralen Landesverwaltung bis 2030 sowie Beteiligung, Evaluation und Nachsteuerung als festen Bestandteilen der Umsetzung des Klimaverträglichkeitsgesetzes81. Im Energiekapitel gefordert werden Unterstützung der Wind- und Photovoltaik-Wirtschaft und „mehr Akzeptanz durch transparente Bürger:innenbeteiligung", Förderung von Batteriespeichern, Stärkung der Offshore-Windenergie und der Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten für Wasserstoff und Power-to-X. Grüner Wasserstoff soll „nur dort" etabliert werden, „wo es noch keine klimafreundlichere Alternative gibt, etwa in der Chemie- oder Schwerlastindustrie, im Luft- und Schiffsverkehr oder in Reservekraftwerken"; die Abwärme aus Herstellung und Umwandlung soll für Fernwärmenetze nutzbar gemacht werden18. Preispolitisch will das Programm „ungerechtfertigte Industrierabatte abbauen und Energiepreise sozial gestalten" und sich auf Bundesebene für eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne einsetzen18. Klimaschädliche Subventionen sollen beendet, Haushalte und kleine Unternehmen entlastet werden. Verbraucherseitig sind der Ausbau der Energieberatung, Schutz vor Energiearmut, die Vermeidung von Versorgungssperren und eine Schlichtungsstelle Energie einschließlich Fernwärme vorgesehen82.

Aus dem Programm:
  • „Mecklenburg-Vorpommern bis spätestens 2045 klimaneutral machen."81
  • „Die Reduktion der Treibhausgasemissionen um mindestens 38 Prozent bis 2030 und 75 Prozent bis 2035."81
  • „Ungerechtfertigte Industrierabatte abbauen und Energiepreise sozial gestalten."18

Quelle: Kapitel 5 „Arbeit, Wirtschaft und Energie"19, Kapitel 13 „Klima-, Natur- und Umweltschutz"83.

Grüne — mehr Details

Das Klimakapitel ist das programmatische Zentrum. Ziel: „Mecklenburg-Vorpommern soll bis 2035 treibhausgasneutral werden"98 — verbindlich festgelegt, ergänzt um Klimaschutz als Staatsziel in der Landesverfassung „mit verbindlichen Zielen, Maßnahmen und regelmäßigem Monitoring"99, einen verbindlichen Klimacheck für alle Landesgesetze, Programme und Haushalte, Klimaschutzmanager:innen in allen Landesbehörden und Kommunen sowie den Ausbau der Landesenergie- und Klimaschutzagentur zur zentralen Beratungs-, Förder- und Datenstelle98. Kernstück beim Strompreis ist die Netzentgeltbefreiung: Haushalte im Zwei-Kilometer-Radius um Windenergieanlagen und im 500-Meter-Radius um Freiflächen-Photovoltaik sollen vollständig von den Netzentgelten befreit werden; die Entlastung wird mit „bis zu einem Viertel" beziffert99,100. Beim Ausbau: ein landeseinheitlicher Wind- und Solar-Erlass mit verbindlichen Fristen, zusätzliche Offshore-Flächen in der Ostsee „naturverträglich" und konfliktfrei zu Schutzgebieten, PV auf Dächern, Parkplätzen, Radwegen und als Agri-PV, eine Neuauflage der Balkonsolar-Förderung samt Kleinspeichern, ein Bürgerenergiefonds und bevorzugter Zugang zu Landesflächen101. Bei den Netzen: eine Matching-Plattform für gemeinsame Netzanschlusspunkte, Power-to-Heat und Bürgerbeteiligung an Batteriespeichern regionaler Versorger102. Neue Gaskraftwerke sollen nur noch wasserstofffähig, mit Umrüst-Roadmap, begrenzten Einsatzstunden, dezentral und mit Abwärmenutzung zugelassen werden103.

Aus dem Programm:
  • „Unser Ziel ist klar: Mecklenburg-Vorpommern soll bis 2035 treibhausgasneutral werden."98
  • „Haushalte im unmittelbaren Umfeld von Windenergieanlagen (2 km Radius) sowie von Freiflächen-Photovoltaikanlagen (500 m Radius) befreien wir vollständig von den Netzentgelten auf ihren Stromverbrauch."100
  • „neue Gaskraftwerke nur noch zulassen, wenn sie auf Wasserstoff umgerüstet werden können, nur begrenzte Einsatzstunden haben, dezentral verteilt werden und Abwärme nutzen."103

Quelle: Kapitel 1 „Klima: Wir wollen gute Aussichten für alle"104.

FDP — mehr Details

Das Programm nennt den Klimawandel „eine der größten Bedrohungen unserer Freiheit"114 und setzt auf den Ausbau des EU-Emissionshandels auf alle Wirtschaftszweige, langfristig auf eine globale Ausweitung, auf die Einbeziehung von CO₂-Bindung durch Aufforstung und neue Technologien und darauf, den Zertifikatspreis am Markt entstehen zu lassen; ein politisch fixierter CO₂-Preis wird abgelehnt115. Ein vom Bundesziel abweichendes Landesziel zur Klimaneutralität wird als „illusorisch" bezeichnet und ausdrücklich abgelehnt114,116 — ein eigenes Zieljahr nennt das Programm nicht. Zur Preisfrage heißt es, Mecklenburg-Vorpommern gehöre „zu den Regionen mit den weltweit höchsten Stromkosten"116; vorgeschlagen wird ein europaweites Strommarktsystem mit knotenspezifischer Preisbildung statt eines einheitlichen Großhandelspreises117. Netzausbau und Speicher werden als gleichrangiges Ziel neben dem Erzeugungsausbau eingestuft118. Schwerpunkt ist Wasserstoff: bestehende Windüberkapazitäten in Wasserstoff oder Batterien überführen, dafür eine EEG-Reform auf Bundesebene, Prüfung der Erdgas-Pipelineinfrastruktur für Wasserstoff, Häfen als Importstandort und der Seehafen Rostock als Exportinfrastruktur119,120. Gaskraftwerke gelten als Rückfallebene; Kernenergie und Kernfusion erscheinen in der Aufzählung technologieoffener Felder, verbunden mit einer aktiven Begleitung des Fusionsexperiments „Wendelstein" am IPP Greifswald119,116,121. Die verpflichtende kommunale Wärmeplanung soll abgeschafft und durch Freiwilligkeit ersetzt werden121.

Aus dem Programm:
  • „keine von den Bundeszielen zur Erreichung der Klimaneutralität abweichenden Landesziele setzen."114
  • „Mecklenburg-Vorpommern gehört heute zu den Regionen mit den weltweit höchsten Stromkosten."116
  • „die ineffiziente verpflichtende kommunale Wärmeplanung abschaffen und zur Freiwilligkeit zurückkehren, damit Wärmeplanung dort gemacht wird, wo echter Mehrwert entsteht."121

Quelle: Kapitel 1, Abschnitt Klima115, Kapitel 3 „Infrastruktur – Digitalisierung – Energie"122.

BSW — mehr Details

Ziel ist eine „sichere, bezahlbare und verlässliche Versorgung", technologieoffen und verbrauchsnah105. Zur Windenergie heißt es: „Bis die notwendigen Übertragungsnetze und effektive Speichermöglichkeiten geschaffen sind, lehnen wir den beschleunigten Ausbau von Windkraftanlagen ab."106 Das „starre Flächenziel" soll durch ein Leistungsziel ersetzt werden; vor neuen Flächenausweisungen sind Repowering und Zielerreichung zu prüfen106. Drei Abstandsregeln werden konkret benannt: Der gesetzliche Mindestabstand von 1.000 Metern bleibt; eine 180-Grad-Regel löst bei einem zweiten Windpark außerhalb des ersten Halbkreises einen erweiterten Abstand von mindestens 5.000 Metern aus; und höhenabhängig gelten bis 150 Meter Gesamthöhe 1.000 Meter, darüber mindestens 2.000 Meter107. Rückbau- und Entsorgungskosten sollen bei der Genehmigung „inflationsgesichert" abgesichert werden108. Gemeinden sollen „ohne zusätzliche Beantragung" verbindlich, dauerhaft und zweckfrei an Erträgen beteiligt werden106. Bei Netzen und Märkten fordert das Programm eine bundesweite Angleichung und Senkung der Netzentgelte, eine landeseigene Energiehandelsplattform, die Rückführung von Netzinfrastruktur in kommunale Hand und die Genehmigung von Großanlagen nur bei gesicherter Netzanbindung109. LNG und Fracking-Gas werden abgelehnt, stattdessen „sichere Pipeline-Lieferungen"110. Vorgesehen ist ein „Gezielter und maßvoller Einsatz von Wasserstoff", mit Vorrang für den Grundwasserschutz111.

Aus dem Programm:
  • „Wir setzen uns dafür ein, das bisherige starre Flächenziel beim Ausbau der Windenergie durch ein Leistungsziel zu ersetzen."106
  • „Konsequente Aufklärung der Sprengung der Nordstream Pipelines und deren Reparatur sowie Wiederaufnahme von direkten Gaslieferungen aus Russland."112
  • „Die Senkung von Kohlendioxidemissionen ist ein wichtiges Ziel, muss jedoch mit Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und wirtschaftlicher Vernunft vereinbar sein."110

Quelle: Kapitel 3 „Wirtschaftliche Vernunft", Abschnitt Energie113, Wasserstoff111.

Wo die eigentliche Trennlinie verläuft: Sie verläuft nicht zwischen „für" und „gegen" Erneuerbare, sondern zwischen vier Antworten auf dieselbe Ausgangslage. Weiter ausbauen und die Bevölkerung beteiligen: SPD (1.000 Meter plus verpflichtende Beteiligung), Grüne (Netzentgeltbefreiung im Umkreis), Linke (Bürgerbeteiligung plus Klimaziele). Ausbau bremsen und Bedarf nachweisen: CDU (Moratorium) und BSW (Leistungsziel statt Flächenziel, größere Abstände). Ausbau beenden und Energiequelle wechseln: AfD (Nord Stream, Kernenergie). Zieldebatte ganz vermeiden: FDP (Emissionshandel, keine eigenen Landesziele). Ein Zieljahr für Klimaneutralität nennen nur zwei Parteien — Grüne 2035, Linke 2045; bei CDU, SPD, AfD, BSW und FDP fehlt es. Und drei Parteien knüpfen Entlastungsversprechen an Netzentgelte, die ein Land nicht selbst festsetzen kann.

🏫 Bildung & Schule

Zu Beginn des Schuljahres 2025/26 waren in Mecklenburg-Vorpommern 397 Lehrerstellen unbesetzt. Weil die Schülerzahlen sinken, streiten die Parteien zugleich um die „demografische Rendite": Soll das frei werdende Personal Gruppen verkleinern oder den Haushalt entlasten? Die Kita ist seit 2020 beitragsfrei — an dieser Errungenschaft rüttelt keine Partei, aber nicht alle erwähnen sie.

SPD

Kita bleibt beitragsfrei, kleinere Gruppen nach festem Stufenplan ab 2027, 600 Millionen Euro für Schulen, Bildungscampus.

AfD

400 abgeordnete Lehrkräfte zurück in die Schulen, verpflichtende Vorschule, Vorschaltklassen, mehrgliedriges Schulsystem erhalten.

CDU

Grundschul-Garantie 8–14 Uhr, 105 Prozent Unterrichtsversorgung, Sprachtest vor der Einschulung, Gymnasium und Förderschule erhalten.

Die Linke

300-Millionen-Bildungspaket, 950 zusätzliche Lehrkräftestellen, Unterrichtsverpflichtung auf 25 Wochenstunden senken.

Grüne

Kita-Schlüssel 1:4/1:10/1:17 ohne Personalabbau, Pflichtstunden senken, Abitur wahlweise nach 12 oder 13 Jahren.

FDP

105, mittelfristig 108 Prozent Lehrerversorgung als Vertretungsreserve, Rückkehr zu einem stärker gegliederten Schulsystem.

BSW

Beitragsfreie Kita sichern, verpflichtendes Vorschuljahr, höchstens 24 Schüler je Klasse, keine Tablets bis Klasse 4.

SPD — mehr Details

Die Beitragsfreiheit in Krippe, Kindergarten, Hort und Tagespflege bleibt und wird „garantiert"12,134; der beitragsfreie Ferienhort wurde in dieser Wahlperiode ergänzt134. Der „Zukunftsplan Kita" legt einen Stufenplan für Gruppengrößen fest: Krippe zum 1. Januar 2027 von 6 auf 5 Kinder je Fachkraft, Hort zum 1. August 2027 von 22 auf 21, Kindergarten ab 1. Januar 2028 auf 13, Hort ab 1. Januar 2029 auf 2012. Gemeinsam mit den Kommunen fließen „über eine Milliarde Euro" in frühkindliche Bildung134 und „über eine Milliarde Euro in moderne Schulen und Berufsschulen inkl. ihrer Internate"12. Der größte Einzelposten des MV-Plans 2035 — 600 der 1,92 Milliarden Euro — geht in Schulen; bis 2035 sollen „möglichst alle Schulen im Land saniert und digitalisiert werden"135; das 400-Millionen-Schulbauprogramm wird ausgebaut135. Strukturell setzt die SPD auf den Bildungscampus mit allen Schularten und Abschlüssen an einem Ort12,135,136, auf multiprofessionelle Teams als Grundausstattung136, auf einen landeseigenen Sozialindex zur bedarfsgerechten Mittelverteilung137 und auf je eine Modellschule in Mecklenburg und in Vorpommern136. Bei den „Gebundenen Ganztagsschulen" ist das Ziel, „dass diese Schulform landesweiter Standard wird"138. Zum Lehrkräftemangel bleibt es beim Ziel eines Zuwachses, gestützt auf Quer- und Seiteneinstieg137. Für Berufsschulen wurden 150 zusätzliche Stellen geschaffen; bis 2037 sind 250 Millionen Euro vorgesehen139.

Aus dem Programm:
  • „Auch zukünftig werden wir an der Kita-Beitragsfreiheit festhalten!"134
  • „Der größte Einzelposten der Sondermittel des Bundes – 600 Mio. der 1,92 Mrd. Euro – wird in MV im Bereich Schule investiert."135
  • „Für uns bleibt das Ziel, den Lehrkräftemangel durch einen Zuwachs an qualifizierten Lehramtsstudentinnen und Lehramtsstudenten und Lehrkräften zu bewältigen."137

Quelle: Kapitel „Gute Bildung"140, Vorwort12.

AfD — mehr Details

Rund 400 Lehrerstellen, die derzeit ins Bildungsministerium, in die staatlichen Schulämter und ins Institut für Qualitätsentwicklung abgeordnet sind, sollen zurück in die Schulen123. Schulverwaltungsassistenten sollen entlasten, die Schulsozialarbeit wird Landesaufgabe, die Zahl der Schulpsychologen angepasst123. Kurzfristig sind Seiteneinsteiger vorgesehen, langfristig ein regulärer Vorbereitungsdienst mit Zweiter Staatsprüfung sowie eine neue Pädagogische Hochschule mit vergüteter Ausbildung und Übernahmeperspektive124. Im letzten Kindergartenjahr wird eine verpflichtende Vorschule mit allgemeinverbindlichem Lehrplan eingeführt, ohne die Schulpflicht auszuweiten; der Grundwortschatz bis Jahrgangsstufe 4 steigt von 800 auf mindestens 900 Wörter125. Kinder ohne ausreichende Deutschkenntnisse sollen Vorschaltklassen besuchen126. Das mehrgliedrige Schulsystem bleibt; für das Gymnasium ist bei einer Note schlechter als 2,5 ein Eignungstest vorgesehen125, Förderschulen bleiben dauerhaft erhalten127. Sozialkunde soll wieder ab Klasse 8 beginnen128, der Beutelsbacher Konsens wird bekräftigt127, private Handynutzung bis Klasse 7 per Verordnung unterbunden129. Genannte Zahlen: 10,4 Prozent der Schülerinnen und Schüler verlassen die Schule ohne Abschluss, fast jeder fünfte Berufsschüler scheitert an Prüfungen130; Gewaltvorkommnisse gegen Lehrkräfte stiegen in fünf Jahren von 138 auf 321131. An den Hochschulen sollen Studiengebühren ab 1.500 Euro pro Semester für Nicht-EU-Ausländer eingeführt werden132.

Aus dem Programm:
  • „Gut ausgebildete Lehrkräfte gehören in die Klassen, nicht auf Schreibtischposten in Behörden."124
  • „Den Umfang des bis zum Ende der Jahrgangsstufe 4 zu vermittelnden Grundwortschatzes werden wir von derzeit 800 Wörtern auf mindestens 900 Wörter erhöhen"125
  • „Wir werden fachabhängige Studiengebühren ab 1.500 Euro pro Semester einführen."132

Quelle: Kapitel „Bildungsland MV"133.

CDU — mehr Details

Leitidee ist die „demographische Rendite": rechnerisch frei werdende Personalkapazitäten sollen in kleinere Gruppen, Förderung und Qualität fließen — in der Kita145 wie in der Schule146,147. Für die Kita verweist das Programm auf eine Erzieher-Kind-Relation von 1:3 in der Krippe und 1:7,5 in der Kita, die über einen „Perspektivplan" erreicht werden soll145. Vorgesehen sind eine verpflichtende Sprachstandsfeststellung zwischen viertem und fünftem Lebensjahr, bei Förderbedarf ein verpflichtendes Kita-Jahr oder eine Vorschulklasse und ein Antragsrecht der Schulen auf Zurückstellung148,149. Es folgen die Grundschul-Garantie (Montag bis Freitag, 8 bis 14 Uhr, ohne Ausfall, S. 46), ein Bekenntnis zu 105 Prozent Grundunterrichtsversorgung146 und die Ankündigung, ab dem Schuljahr 2027/28 die Unterrichtsverpflichtung um zwei Stunden zu senken, zunächst als Überstunden im Arbeitszeitkonto150. Strukturell: Erhalt von Gymnasium, Regionaler Schule und Förderschule, Ablehnung von „Einheitsschule" und „Einheitslehrer", dessen Ausbildung man „rückabwickeln" will151,152. Der Zugang zum Gymnasium wird verschärft: mindestens befriedigende Leistungen in Deutsch, Mathematik und erster Fremdsprache oder ein Potenzialtest153. Kopfnoten und Vergleichsarbeiten werden bekräftigt154, ein Handyverbot bis Klasse 10 eingeführt155, ein Modellstudiengang „Duales Lehramt" aufgelegt und die Schulsozialarbeit verstetigt156.

Aus dem Programm:
  • „Wir führen die landesweite Grundschul-Garantie ein: Unterricht findet ohne Ausfall oder Notlösungen von Montag bis Freitag zwischen 8 und 14 Uhr statt."149
  • „Wir bekennen uns zu einer Grundunterrichtsversorgung von 105 Prozent."146
  • „Die Zugangsvoraussetzungen zum Gymnasium werden verschärft"153

Quelle: Kapitel C „Bildungsland"157.

Die Linke — mehr Details

Kern ist ein 300-Millionen-Euro-Bildungspaket und ein zu verhandelnder „Bildungsfrieden" für durchgängige Bildungsbiografien, sichere Schulstandorte und zuverlässige Unterrichtsversorgung141. Bei der Kita: Beitragsfreiheit erhalten, Qualitätsverbesserungen „beginnend in Krippe und Hort, da die Bedarfe dort am drängendsten sind", Garantie wohnortnaher Tagesbetreuung, Absenkung der Gruppengröße in der Krippe auf vier Kinder und im Hort auf 18 Kinder, flächendeckende Sprachstandsfeststellungen bei Viereinhalbjährigen, zusätzliche Sprachfachkräfte, Startchancen-Kitas über den Bund, Profil-Kitas und ein verbindliches Vorschuljahr141. Beim Personal nennt das Programm konkrete Zahlen: 950 zusätzliche Lehrkräftestellen, 500 Alltagshilfen, 100 Verwaltungsfachkräfte, 100 Psycholog:innen, 300 unterstützende pädagogische Fachkräfte und 2.000 Anrechnungsstunden für Schulleitungen141. Bei den Arbeitsbedingungen: Schulsozialarbeit an jeder Schule, schrittweise Absenkung der Unterrichtsverpflichtung „an allen Schularten" auf 25 Wochenstunden, beförderungsersetzende Höhergruppierungen an Grund- und Regionalschulen, eine Klassenleiterstunde an beruflichen Schulen. Für Schülerinnen und Schüler: maximal zwei Klausuren pro Woche, Ruhe- und Gemeinschaftsräume, Abschaffung der Benotung in Kunst, Musik und Sport außerhalb von Leistungskursen, ein Fach „Beziehungen, Sexualkunde und Gesundheit" nach britischem Vorbild, flächendeckende Digitalgeräte, kostenlose Menstruationsprodukte und Lernmittelgutscheine142. Alle Förderschulen sollen schrittweise in inklusive Regelschulen umgewandelt werden143.

Aus dem Programm:
  • „Ein 300-Millionen-Euro-Bildungspaket auf den Weg bringen, um Personal und individuelle Förderung zu stärken."141
  • „950 zusätzliche Lehrkräftestellen, um die Unterrichtsverpflichtung zu senken."141
  • „Alle Förderschulen schrittweise in inklusive Regelschulen umwandeln."143

Quelle: Kapitel 1 „Gute Bildung – Gutes Leben"144, Inklusion143.

Grüne — mehr Details

Das Bildungskapitel beginnt mit der Diagnose, die Schulabbruchquote habe „mit über 10 Prozent wieder Rekordwerte" erreicht (S. 40, erneut S. 43 mit ausdrücklicher Zuweisung an „die rot-rote Koalition"). Für die Kita fordern die Grünen Betreuungsschlüssel von 1:4 in der Krippe, 1:10 in der Kita und 1:17 im Hort158 — ausdrücklich ohne Entlassungen: „Sinkende Geburtenzahlen dürfen deshalb kein Vorwand für Stellenabbau sein"158. Ein gesetzlicher „Zukunftspakt Kita" soll Standards verankern, hinzu kommen ein Recht auf einen vollen Ganztagsplatz, ein Förderprogramm für regionale und ökologische Verpflegung nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, eine bessere Bezahlung qualifizierter Kindertagespflegepersonen und die Aufwertung der Horte als Bildungsorte. Zur Beitragsfreiheit heißt es knapp: „Wir stehen zur beitragsfreien Kita"158. Bei den Lehrkräften: Absenkung der Pflichtstundenzahl mit Verweis darauf, dass Mecklenburg-Vorpommern „zu den Bundesländern mit der höchsten Arbeitsbelastung für Lehrkräfte" gehöre; weniger Abordnungen und Verwaltungsaufgaben, Wiederbesetzung offener Stellen mit vollständig ausgebildeten Lehrkräften, Senkung der Abbruchquoten im Lehramtsstudium, ein Stipendienprogramm für Mangelfächer und multiprofessionelle Teams159. Zur Schulorganisation: mehr Eigenständigkeit auch für Regionalschulen, eine MINT-Landesstrategie, eine entschlackte Stundentafel, längeres gemeinsames Lernen bis Klasse 6 möglichst an einem Standort und ein Abitur wahlweise nach 12 oder 13 Jahren160. Bei der Mitbestimmung: verbindliche Schulkonferenzen und eigene Schulbudgets von 1.000 bis 4.000 Euro, über die Schüler:innen selbst entscheiden161.

Aus dem Programm:
  • „Wir wollen keine Erzieher*innen entlassen, sondern stattdessen mehr Qualität und kleinere Gruppen (1:4 Krippe, 1:10 Kita, 1:17 Hort)"158
  • „eigene Schulbudgets (1.000-4.000 € je nach Schulgröße) einführen, über deren Verwendung die Schüler*innen in demokratischen Prozessen selbst bestimmen."161
  • „Wir ändern das Schulgesetz des Landes, sodass Kinder in den Erstaufnahmeeinrichtungen endlich ein Recht auf Schulbesuch erhalten."161

Quelle: Kapitel 6 „Bildung: Wir wollen Chancengerechtigkeit von Anfang an"162.

FDP — mehr Details

Das Bildungskapitel ist mit 40 der 152 Seiten das umfangreichste des Programms. Kern ist die Personalreserve: „in einem ersten Schritt eine mindestens 105%ige, mittelfristig eine 108%ige Lehrerversorgung"174, verbunden mit einer Unterrichtsgarantie und einer genauen Erfassung des Unterrichtsausfalls samt transparenter Definition von entfallendem und vertretenem Unterricht175,176. Bei der Struktur will die FDP „ein vielfältiges Schulangebot mit Grundschulen, Förderschulen, Hauptschulen, Realschulen, Gesamtschulen, Gymnasien und Berufsbildenden Schulen wieder einführen" bei hoher Durchlässigkeit175; Gymnasien sollen selbst über sechs- oder siebenjährige Bildungswege entscheiden175, der Gymnasialbesuch an Aufnahmeprüfungen nach transparenten Bildungsstandards geknüpft werden175,176. Schulnoten bleiben177. Bei der Inklusion gilt „Inklusion mit Augenmaß"; die „umfassende, teilweise übereilte Schließung von Förderzentren" wird abgelehnt178. Für die Kita sind keine neuen pauschalen Vollzeitversprechen vorgesehen, sondern die verlässliche Erfüllung des bestehenden Rechtsanspruchs, eine stufenweise und gegenfinanzierte Verbesserung der Fachkraft-Kind-Relation, eine duale Erzieherausbildung, Modularisierung, Sprachförderung und Trägervielfalt einschließlich privater Träger und Betriebskindergärten179. An den Hochschulen: mehr Autonomie, Globalhaushalte, elternunabhängiges BAföG und die Wiedereinführung des Examensstudiengangs Rechtswissenschaften in Rostock180,181. Hinzu kommen ein MINT-Lehramt für alle Fächer in Greifswald182, ein duales Lehramtsstudium183, ein Berufsabitur in vier Jahren und der Abbau von „weit über 3.000 unbesetzten Ausbildungsplätzen"184.

Aus dem Programm:
  • „in einem ersten Schritt eine mindestens 105%ige, mittelfristig eine 108%ige Lehrerversorgung als Vertretungs- und Gestaltungsreserve zur Verfügung stellen. So garantieren wir mehr Lehrerstellen, statt Leerstellen."174
  • „ein vielfältiges Schulangebot mit Grundschulen, Förderschulen, Hauptschulen, Realschulen, Gesamtschulen, Gymnasien und Berufsbildenden Schulen wieder einführen"175
  • „Qualität vor pauschaler Subventionierung setzen. Zusätzliche Mittel wollen wir prioritär in Personal, Sprachförderung und Verlässlichkeit investieren."185

Quelle: Kapitel 6 „Beste Bildung für Mecklenburg-Vorpommern"186.

BSW — mehr Details

Frühkindlich fordert das Programm, die „Beitragsfreie Kita sichern, bei gleichzeitig höherer Kostenbeteiligung des Landes"163, einen besseren Betreuungsschlüssel, die tarifliche Aufwertung des Erzieherberufs, eine „Frühe verbindliche Sprachstandsfeststellung ab dem vierten Lebensjahr"164 und ein verpflichtendes Vorschuljahr für alle Kinder164. In der Schule sollen Klassen höchstens 24 Schülerinnen und Schüler umfassen165, ergänzt um multiprofessionelle Teams aus Sozialarbeit, Gesundheitsförderung, Schulpsychologie und IT-Support, mindestens eine qualifizierte Schulsozialarbeits-Fachkraft je Schule166, eine verbindliche Klassenleiterstunde und den Erhalt des Schwimmunterrichts. Strukturell sollen Förderschulen „dauerhaft erhalten" bleiben als „gleichwertige Wahlmöglichkeit"165, Regionalschulen gestärkt und das Gymnasium als eigenständige Schulform mit bindender Laufbahnempfehlung oder Aufnahmeprüfung geführt werden167. Digitalpolitisch fällt das Programm mit einer klaren Ansage auf: „Keine Smartphones und Tablets im Unterricht bis zur 4. Klasse!"168. Für Lehrkräfte sind eine Reduzierung der Unterrichtsverpflichtung über Lebensarbeitszeitkonten, eine realistische Arbeitszeiterfassung, ein praxisnäheres duales Studium, Entlastung im Referendariat, Wohnungshilfen für Junglehrer und die Lösung der Ungleichbehandlung zwischen verbeamteten und nicht verbeamteten Lehrkräften vorgesehen168. In der beruflichen Bildung: eine Investitionsoffensive für Berufsschulen169, Prämien für zusätzliche Ausbildungsplätze, Produktionsschulkonzepte und die Prüfung einer „Berufsausbildung mit Abitur"170. An den Hochschulen: ein „Hochschulsozialpakt", keine Kürzungen und eine Zivilklausel171.

Aus dem Programm:
  • „Wir setzen uns für ein verpflichtendes Vorschuljahr für alle Kinder ein."164
  • „Keine Smartphones und Tablets im Unterricht bis zur 4. Klasse!"168
  • „Dauerhafter Erhalt und Weiterentwicklung von Förderschulen als gleichwertige Wahlmöglichkeit"165

Quelle: Kapitel 4.1 „Bildung"172, Wissenschaft173.

Wo die eigentliche Trennlinie verläuft: Erstens beim Personal: Linke (950 Stellen), FDP (105 bis 108 Prozent Versorgung), CDU (105 Prozent plus Grundschul-Garantie) und AfD (400 zurückverlagerte Stellen) nennen Zielgrößen — SPD und Grüne nicht. Zweitens bei der demografischen Rendite: Grüne, Linke und CDU wollen sie ausdrücklich in kleinere Gruppen investieren, die Grünen am schärfsten formuliert. Drittens bei der Schulstruktur: AfD, CDU, BSW und FDP wollen ein gegliedertes System mit Förderschulen erhalten oder ausbauen, die Linke will alle Förderschulen in Regelschulen umwandeln, die Grünen wollen längeres gemeinsames Lernen bis Klasse 6 — die SPD nennt keine Schulart beim Namen. Und viertens beim Sprachtest: AfD, CDU, BSW und Linke wollen ihn verpflichtend vor der Einschulung; nur AfD und CDU knüpfen daran verpflichtende Vorschaltklassen oder Zurückstellungen.

🏥 Gesundheit & Pflege

In einem Flächenland mit langen Wegen entscheidet sich Gesundheitspolitik an der Erreichbarkeit. Die Krankenhausreform des Bundes mit Leistungsgruppen und Mindestmengen setzt dabei einen Rahmen, den ein Land nicht überschreiben kann — genau deshalb ist aufschlussreich, welche Programme sie überhaupt erwähnen. Zwei von sieben nennen sie beim Namen.

SPD

Alle Krankenhausstandorte erhalten, 250 Millionen Euro Investition, Landarztquote, Amtshebammen-Pilotprojekt nach Bremer Vorbild.

AfD

Grundversorgung, Notaufnahmen und Geburtshilfe über individuelle Budget-Vereinbarungen absichern, Landarzt-Studiendarlehen, Corona-Untersuchungsausschuss.

CDU

Alle Standorte erhalten, 30 Minuten Erreichbarkeit, 100 zusätzliche Medizinstudienplätze, Härtefallfonds von 15 Millionen Euro.

Die Linke

Krankenhausstandorte als Ankerpunkte erhalten, Gewinne aus dem Klinikbetrieb verhindern, Landesfonds für den Pakt für Pflege.

Grüne

Regionale Gesundheitszentren in jeder mittelgroßen Stadt, Gemeindeschwestern, mehr Medizinstudienplätze, hebammengeleitete Kreißsäle.

FDP

Landeskinder-Stipendien „MV-Health-Pioniere", Community Health Nurse, digitale One-Stop-Agency statt neuer Strukturen.

BSW

Versorgung als Daseinsvorsorge, kommunale Trägerschaft ausbauen, Suchthilfe stärken, Pflege-Eigenanteile auf 1.000 Euro deckeln.

SPD — mehr Details

Bilanzsatz und Versprechen zugleich: „Wir haben es geschafft, dass alle Krankenhäuser im Land erhalten worden sind"197. Zugesagt wird eine „flächendeckende stationäre Versorgung in der Regel- und Grundversorgung in allen Regionen" bei gleichzeitiger Spezialisierung und stärkerer Kooperation der Häuser197. Aus dem Bundes-Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität fließen 250 Millionen Euro in die Krankenhäuser des Landes197. Für den ambulanten Bereich verweist das Programm auf die Sicherstellungspflicht der Kassenärztlichen Vereinigung, fordert sie „konsequent ein" und stützt sie mit Ansiedlungsprogrammen, dem Hausärzteprogramm und der weiter „kraftvoll" verfolgten Landarztquote197. Medizinische Versorgungszentren in gemeinwohlorientierter und kommunaler Trägerschaft sollen ausgebaut, mobile Ärzteteams und Telemedizin genutzt werden198. Bei den Terminfristen bleibt es bei maximal 35 Tagen über die Terminservicestelle, in psychotherapeutischen Akutfällen bei zwei Wochen199. Ein weiterer Rettungshubschrauber kommt nach Westmecklenburg197; das Konzept der Gemeindekrankenschwestern soll wieder etabliert werden199. In der Geburtshilfe nennt das Programm ein Eltern-Kind-Zentrum in Rostock, ein viertes Sozialpädiatrisches Zentrum, ein Pilotprojekt Amtshebamme nach Bremer Vorbild, die bundesrechtliche Verankerung des Hebammenkreißsaals und das Ziel einer Eins-zu-eins-Betreuung200. In der Pflege: ein „Pakt für Pflege", ein Wohnformen- und Teilhabegesetz, ein Modellprojekt „Pflegefinder" und eine gesetzlich garantierte Pflegezeit mit Lohnersatz201. Die Universitätsmedizin Greifswald und Rostock wird als „tragende Säule" gestärkt; in Rostock entstehe „in den nächsten 15 Jahren die größte Baustelle des Landes"202.

Aus dem Programm:
  • „Wir haben es geschafft, dass alle Krankenhäuser im Land erhalten worden sind."197
  • „Aus dem Sondervermögen für Infrastruktur- und Klimaneutralität des Bundes stärken wir die Krankenhäuser in MV mit insgesamt 250 Millionen Euro."197
  • „Trotz zunehmenden Ärztemangels werden wir alles daransetzen, diese Fristen einzuhalten und möglichst zu verkürzen."199

Quelle: Kapitel „Sozialer Zusammenhalt"203, Universitätsmedizin204.

AfD — mehr Details

Das Programm stellt selbst fest: „Die landespolitischen Zuständigkeiten in der Gesundheitspolitik sind zwar begrenzt"187. Gegen die Krankenhausreform des Bundes werden Bedenken formuliert, sie könne zu einem „Kliniksterben in der Fläche" führen; regionale Grundversorgung, Notaufnahmen und Geburtshilfestationen sollen durch individuelle Budget-Vereinbarungen abgesichert werden188. Die Schließungen in Wolgast, Bergen und Crivitz werden ausdrücklich benannt188. Für die Frühchenversorgung am Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum in Neubrandenburg wird eine Ausnahme von der Mindestmenge von 25 Fällen pro Jahr für Perinatalzentren Level 1 gefordert; über 100.000 Menschen hätten dafür unterschrieben189. Beide Universitätskliniken sollen alle Leistungsgruppen vorhalten188. Gegen den Ärztemangel: Überarbeitung der Bedarfsrichtlinien der Kassenärztlichen Vereinigung, Hinterfragen ihrer Monopolstellung, eine Landarztquote mit zehnjähriger Praxisverpflichtung und ein Studiendarlehen, das sich pro Jahr Landarzttätigkeit anteilig tilgt190. Gemeindeschwestern, mobile Versorgung, Regionalbudgets und kommunale Medizinische Versorgungszentren als „letztes Mittel" ergänzen das191,192. Die 2026 eingeführte Kopplung der Praxis-Finanzierungspauschale an Impfquoten soll abgeschafft werden190. In der Pflege hat die häusliche Pflege Vorrang; ein Landespflegegeld soll „nach Überwindung der Landesschuldenkrise" kommen, die generalistische Pflegeausbildung rückabgewickelt und ein Notfallversorgungsfonds „Pflege in Not" mit 2,5 Millionen Euro aufgelegt werden193.

Aus dem Programm:
  • „Regionale Grundversorgung, Notaufnahmen und Geburtshilfestationen werden wir daher durch individuelle Budget-Vereinbarungen flächendeckend absichern."188
  • „Den Erhalt einer flächendeckenden Hebammenversorgung und einer wohnortnahen Geburtshilfe halten wir für unverzichtbar."190
  • „Wir werden daher ein Notfallversorgungsfonds „Pflege in Not" in Höhe von 2,5 Millionen € auflegen"194

Quelle: Kapitel „Gesundheitsland MV und Soziales"195, Frühchenversorgung189.

CDU — mehr Details

Das Programm sichert „eine verlässliche Zukunftsperspektive für alle Krankenhausstandorte" zu und definiert als Erreichbarkeitsmaßstab maximal 30 Minuten Pkw-Fahrtzeit zu Grundversorgung und stationärer Notaufnahme209. Die reguläre Investitionsförderung soll auf einen Zielwert von 8 Prozent der Krankenhausumsätze steigen, ergänzt um einen Härtefallfonds von 15 Millionen Euro pro Jahr für angeschlagene Häuser209. Kleinere Krankenhäuser sollen sich zu regionalen Gesundheitszentren mit ambulanter, kurzstationärer und pflegerischer Versorgung entwickeln210. Beim Nachwuchs sind 100 zusätzliche Humanmedizin-Studienplätze vorgesehen, dazu die Stärkung von Landarzt-, Landzahnarzt- und Landapothekerquote, mindestens 25 Landarztstudienplätze im EU-Ausland mit Rückkehrverpflichtung, eine PJ-Vergütung auf BAföG-Höchstsatz und die Wiedereinführung des Landarztstipendiums211,212. Ärztinnen und Ärzte sollen durch nichtärztliche Praxisassistenz entlastet werden85,210. Im Rettungsdienst: eine Ersthelfer-App nach dem Vorbild „LandIRetter", eine Novelle des Landesrettungsdienstgesetzes mit flexibleren Hilfsfristen, temporären Standorten in Tourismusregionen, einer kommunalen Experimentierklausel, Integrierten Notfallzentren und einer Studie zur Luftrettung213. In der Pflege: Trägervielfalt, „ambulant vor stationär", ein Landesinvestitionsprogramm für stationäre Einrichtungen, die Verstetigung des Kurzzeitpflege-Programms, ein „Fast-Lane"-Verfahren für ausländische Berufsabschlüsse und die Reduktion der Eigenanteile über eine Landesbeteiligung an Investitionskosten und Ausbildungsumlage214.

Aus dem Programm:
  • „Die Erreichbarkeit der Grundversorgung sowie der stationären Notaufnahmen soll innerhalb von maximal 30 Minuten PKW-Fahrtzeit gewährleistet werden"209
  • „Zusätzlich wird ein Härtefallfonds in Höhe von 15 Millionen Euro pro Jahr eingerichtet, um finanziell angeschlagene Krankenhäuser zu unterstützen."209
  • „Indem wir durch eine Landesbeteiligung an den Investitionskosten und der Ausbildungsumlage die Eigenanteile reduzieren, machen wir Pflege bezahlbarer."215

Quelle: Kapitel E „Gesundheitsland"216, Medizinstudienplätze211.

Die Linke — mehr Details

Das Gesundheitskapitel setzt auf sektorenübergreifende Versorgungsnetzwerke: Modellregionen für sektorenübergreifende Versorgung und Vergütung, die Nutzung von Erfahrungen aus Netzwerken wie dem „Haff-Net", regionale Gesundheitszentren und Hebammenzentren, flächendeckende Telemedizin und einen bürokratieärmeren Zugang zur Psychotherapie205. Beim Personal: beschleunigte Anerkennungsverfahren für ausländische Fachkräfte im ärztlichen und nichtärztlichen Bereich unter ausdrücklicher Vermeidung von Brain-Drain, Ausschöpfung von Landarztquoten, Assistenz-Studiengänge und Auslandsstipendien, eine existenzsichernde Vergütung im Praktischen Jahr, die Wiederbelebung des „Schwester-Agnes"-Modells für arztentlastende Dienste und Gesundheitslots:innen. Ordnungspolitisch ist das Kapitel am schärfsten formuliert: Das Gesundheitswesen sei „dem Profitprinzip" zu entziehen, Gewinne aus dem Krankenhausbetrieb sollen verhindert werden205. In der Pflege soll ein neu zu schaffender Landesfonds den „Pakt für Pflege" unterstützen; hinzu kommen die Stärkung häuslicher Pflege und Nachbarschaftshilfe, der Ausbau der Pflegestützpunkte um Wohnberatung und Demenzangebote, ein Investitionsprogramm für vollstationäre Einrichtungen, damit die Eigenanteile nicht schneller steigen, eine Novellierung des Landespflegegesetzes, eine Landesstrategie Demenz und ein Netzwerk „Gewaltfreie Pflege" nach Berliner Vorbild206. In der Frauengesundheit sollen Hebammenversorgung und Geburtshilfe ausgebaut, Versorgungslücken durch besser vergütete Beleghebammen geschlossen und Schwangerschaftsabbrüche im Land gesichert werden207.

Aus dem Programm:
  • „Das Netz der Krankenhausstandorte im Zuge der Umsetzung der bundesweiten Krankenhausreform als Ankerpunkte der medizinischen Versorgung erhalten und weiterentwickeln."208
  • „Gewinne aus dem Betrieb von Krankenhäusern verhindern und Steuergelder ausschließlich für die Versorgung einsetzen."208
  • „Die Hebammenversorgung und Geburtshilfe im Land stärken und ausbauen, damit Schwangere wohnortnah betreut werden können."207

Quelle: Kapitel 10 „Gesundheit"205, Pflege206, Frauengesundheit207.

Grüne — mehr Details

Das Gesundheitskapitel steht unter dem Leitsatz „Praxis? Nah!"219. Vier Kernforderungen: regionale Gesundheitskonferenzen und den „Aufbau eines flächendeckenden Netzes von regionalen Gesundheitszentren mit interdisziplinären Teams aus (Fach-)Ärzt*innen, Pflegekräften und Therapeut*innen in jeder mittelgroßen Stadt"; die Krankenhausreform „vorantreiben" durch sektorenübergreifende Versorgung, eine „bedarfsgerechte Öffnung der Krankenhäuser für ambulante Leistungen im ländlichen Raum" und eine „angemessene Investitionsfinanzierung"; mobile Praxen, Telemedizin und Gesundheitskioske; sowie flächendeckende „Community Health Nurses", also Gemeindeschwestern219. Beim Personal: eine Vergütung des Praktischen Jahres im Medizinstudium „einheitlich auf Grundlage des aktuellen BAföG-Höchstsatzes", beschleunigte Anerkennung ausländischer Abschlüsse, eine Erhöhung der Zahl der Medizinstudienplätze an beiden Landesuniversitäten und Digitalisierung in der Pflege220. In den Pflegeberufen: verlässliche Personalbemessung, planbare Dienste, eine zentrale Koordinierungsstelle „Pflegeausbildung", Teilzeit- und berufsbegleitende Ausbildungswege und Durchlässigkeit von der Assistenz bis zur akademischen Ausbildung221. Zur seelischen Gesundheit: Abbau von Wartezeiten, flächendeckende Krisendienste, Suchtberatung einschließlich Drugchecking, Angebote für neurodivergente Menschen222. Hinzu kommen Gesundheitslots:innen und unabhängige Patient:innenbeauftragte in jedem Landkreis223 sowie der Ausbau der bestehenden 19 Pflegestützpunkte zu einem Pflege-Netzwerk mit mobilen Teams und präventiven Hausbesuchen224. Die Geburtshilfe steht im Kapitel zu Frauen, Kindern und FLINTA*225.

Aus dem Programm:
  • „mit dem Aufbau eines flächendeckenden Netzes von regionalen Gesundheitszentren mit interdisziplinären Teams aus (Fach-)Ärzt*innen, Pflegekräften und Therapeut*innen in jeder mittelgroßen Stadt"219
  • „die bestehenden 19 Pflegestützpunkte in MV zu einem Pflege-Netzwerk mit mobilen Teams ausbauen"224
  • „die Stärkung der Geburtshilfe: d. h. hebammengeleitete Kreißsäle, den Ausbau von Geburtshäusern und mobilen Hebammenangeboten."225

Quelle: Kapitel 9 „Gesundheit: Wir sind füreinander da, überall"226, Geburtshilfe225.

FDP — mehr Details

Grundsatz ist ein duales System aus starker privater und gesetzlicher Krankenversicherung mit jährlichen Wechselmöglichkeiten unter klaren Voraussetzungen234. Zur Versorgung im ländlichen Raum schlägt das Programm eine „digitale One-Stop-Agency für Investitionen im Gesundheitssektor" mit zentralem Portal, festem Ansprechpartner, Statusverfolgung und einem digitalen Versorgungsatlas zu Demografie, Morbidität und Infrastruktur vor235. Beim Personal: Erhöhung der Studienkapazitäten in medizinischen Fächern, Vergabe von Studienplätzen an Bewerberinnen und Bewerber, die sich anschließend im Land niederlassen, ein „gezieltes Stipendiensystem für Landeskinder" und ein Landesstipendienprogramm „MV-Health-Pioniere", das zu mindestens fünf Jahren Tätigkeit in unterversorgten ländlichen Regionen verpflichtet236. Neu eingeführt werden soll das Berufsbild Community Health Nurse mit einem Masterstudiengang an der Hochschule Neubrandenburg und der Universitätsmedizin Rostock, abgesichert über eine Bundesratsinitiative zum Pflegekompetenzgesetz236. Im Krankenhausbereich: integrierte Bedarfsplanung, Medizinische Versorgungszentren auf Level I für die Grundversorgung, eine jährliche Landesbettenplanung, die Bündelung hochspezialisierter Leistungen an Unikliniken und Maximalversorgern, ausdrückliche Unterstützung privater Trägerschaften und eine bessere Investitionsfinanzierung; die Vorhaltekosten sollen „zunächst durch eine Art regionale Basisfinanzierung der Länder" gedeckt werden237. In der Pflege: flexible Anpassung der Fachkraftquote, Vorrang der ambulanten Pflege, eine verpflichtende trägerübergreifende digitale Pflegeplattform mit tagesaktuellen Kapazitäten, ein Online-Register für Kurzzeitpflegeplätze und der Abbau von Doppelprüfungen238,239.

Aus dem Programm:
  • „ein Landesstipendienprogramm ‚MV-Health-Pioniere' zur Gewinnung von Fachkräften auflegen. Studierende erhalten finanzielle Unterstützung, wenn sie sich verpflichten, nach Abschluss mindestens fünf Jahre in unterversorgten ländlichen Regionen des Landes tätig zu sein."236
  • „eine zentrale, digitale One-Stop-Agency für Gesundheitsinvestitionen einrichten. Diese Agentur fungiert als einziger Ansprechpartner für alle Vorhaben"235
  • „eine Deckung der zusätzliche Vorhaltekosten zunächst durch eine Art regionale Basisfinanzierung der Länder sichern."240

Quelle: Kapitel 2 „Selbstbestimmtheit braucht Versorgungssicherheit im ganzen Land"241.

BSW — mehr Details

Leitsatz ist: „Gesundheit ist keine Ware, sondern ein Grundrecht."227 Gefordert werden Erhalt und Weiterentwicklung von Krankenhäusern und Medizinischen Versorgungszentren als Daseinsvorsorge, die Förderung „kommunaler und gemeinwohlorientierter Trägerstrukturen", integrierte Versorgungsmodelle und die „Entwicklung und Umsetzung von Konzepten zur kommunalen Trägerschaft der Gesundheitsversorgung"227,228. Ein eigener Landesfonds soll Verhütungsmittel für Jugendliche und Menschen mit geringem Einkommen bezahlbar machen227. Das Therapiekapitel verlangt den Ausbau von Physio-, Ergo-, Logo- und Psychotherapie, kürzere Wartezeiten, mobile und aufsuchende Angebote, eine kostenfreie Ausbildung in therapeutischen Berufen, mehr Schulpsychologen und dauerhaft finanzierte Schulsozialarbeit229. Ungewöhnlich ausführlich fällt das Suchtkapitel aus: Wiedereinführung einer eigenständigen Förderrichtlinie für Sucht- und Drogenberatung, Suchtprävention als Pflichtaufgabe der Gesundheitsämter, „Mindestens zwei hauptamtliche Präventionsfachkräfte in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt"230, mindestens ein Prozent der Glücksspielerlöse des Vorjahres für Glücksspielsuchtprävention231 und eine Regulierung von Lootboxen. In der Pflege sind eine verlässliche Personalausstattung, Tarifbindung in allen öffentlich finanzierten Einrichtungen, Pflege-Wohngemeinschaften und Kurzzeitpflege vorgesehen; das Land soll die Investitionskosten stationärer Einrichtungen übernehmen, um die Eigenanteile zu senken, und auf Bundesebene eine solidarische Pflegevollversicherung mit einer Deckelung der Eigenanteile auf 1.000 Euro fordern232.

Aus dem Programm:
  • „Erhalt und Weiterentwicklung von Krankenhäusern und medizinischen Versorgungszentren als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge."227
  • „Senkung der Eigenanteile pflegebedürftiger Personen in stationären Pflegeeinrichtungen durch Übernahme der Investitionskosten der Einrichtungen durch das Land"232
  • „Wir fordern auf Bundesebene eine solidarische Pflegevollversicherung sowie die Deckelung der Eigenanteile auf 1.000 Euro."232

Quelle: Kapitel 5 „Gesundheit, Therapie, Suchtprävention und Pflege"233.

Wo die eigentliche Trennlinie verläuft: Nicht bei der Frage, ob Krankenhäuser erhalten bleiben — das wollen alle —, sondern bei der Frage, wie ehrlich die Bundesreform mitgedacht wird. Nur Linke und AfD nennen die Krankenhausreform beim Namen und beziehen Position dazu; SPD, CDU, BSW und Grüne versprechen Standorterhalt beziehungsweise Erreichbarkeit, ohne die bundesrechtlichen Leistungsgruppen zu erwähnen (die Grünen wollen die Reform „vorantreiben", ohne sie zu benennen). Die zweite Trennlinie ist die Trägerschaft: Linke („Gewinne verhindern") und BSW („kommunale Trägerschaft") auf der einen, FDP (ausdrückliche Unterstützung privater Träger) auf der anderen Seite. Und die dritte ist eine Leerstelle: Geburtshilfe und Hebammen kommen bei CDU und BSW überhaupt nicht vor, bei der FDP nur in einem Nebensatz — während AfD, SPD, Linke und Grüne dazu jeweils eigene Instrumente nennen.

👮 Innere Sicherheit & Justiz

Auffällig ist zunächst, worüber hier nicht gestritten wird: Grenzkontrollen zu Polen kommen in keinem einzigen der sieben Programme vor. Gestritten wird stattdessen über Technik — vier Parteien positionieren sich ausdrücklich zur Analysesoftware Palantir — und über die Personalmarke von rund 6.200 Polizeistellen, die drei Programme unabhängig voneinander nennen.

SPD

Aufwuchs auf mindestens 6.183 Polizeibeamte, alle Revierstandorte bleiben, ausdrücklicher Verzicht auf Palantir.

AfD

6.200 Polizeibeamte, eigene Grenz- und Rückführungspolizei, Strafmündigkeit ab 12 über den Bundesrat, Verfassungsschutz umbauen.

CDU

Soll-Stärke rund 6.200, je 50 Stellen mehr bei Kripo und Staatsanwaltschaften, Taser, eigenes Landesversammlungsgesetz.

Die Linke

Keine Staatstrojaner, keine Gesichtserkennung, kein Palantir, Kontrollquittungen und unabhängige Beschwerdestelle.

Grüne

Moratorium für biometrische Überwachung, kein Palantir, „Bürger*innen-Polizei" nach skandinavischem Vorbild, mehr Justizpersonal.

FDP

Nur ein Drittel der Stellen im Streifendienst — mehr Polizei auf die Straße durch Entbürokratisierung, rund 300 Proberichter.

BSW

Mehr Streifendienst statt Videoüberwachung, alle Gerichtsstandorte erhalten, Beobachtungsbereich „Delegitimierung" abschaffen.

SPD — mehr Details

Die Landespolizei sei personell, technisch und organisatorisch modernisiert worden, ergänzt um einen Direkteinstieg bei der Kriminalpolizei, zwei neue Hubschrauber und Investitionen in die Fachhochschule Güstrow254. Für die kommende Wahlperiode gilt: „Deshalb werden wir am weiteren Personalaufwuchs auf mindestens 6.183 Polizeibeamte" festhalten255, an anderer Stelle als „mindestens knapp 6.200 Polizeibeschäftigte" beziffert256. Die Polizei bleibt „an den bisherigen Revierstandorten dauerhaft vertreten"257. Schwerpunkte sind Cybercrime, Kinderpornografie, Trick- und Enkelbetrug sowie Schockanrufe257. Technikpolitisch grenzt sich das Programm doppelt ab: Automatische KI-Entscheidungssysteme werden abgelehnt, und bei entscheidungsunterstützenden Systemen wird ausdrücklich „auf den Einsatz von Palantir" verzichtet, zugunsten einer europäischen Alternative257. Breiten Raum nimmt der Bevölkerungsschutz ein: Ein 50-Millionen-Programm tauschte über 300 Feuerwehrfahrzeuge aus, ein zweites 50-Millionen-Programm finanziert Gerätehäuser, dazu kommen 45 Millionen Euro aus dem Bundes-Sondervermögen für Städte, 5 Millionen Euro für die Löschwasserversorgung und 5 Millionen Euro für den Katastrophenschutz258. Die Landesfeuerwehrschule Malchow wird neu gebaut256; vom Bund wird die vollständige Finanzierung nach dem Zivilschutz- und Katastrophenhilfegesetz gefordert259. Beim Extremismus setzt das Programm auf verschärfte Waffenbesitzkontrollen, die Aufarbeitung von NSU und Nordkreuz und das Festhalten an der Trennung von Verfassungsschutz und Polizei260. In der Justiz: „DIE Justiz 2030", die elektronische Akte in allen Gerichtsbarkeiten und eine PEBB§Y-Reform261.

Aus dem Programm:
  • „Deshalb werden wir am weiteren Personalaufwuchs auf mindestens 6.183 Polizeibeamte"255
  • „werden wir im Bereich der entscheidungsunterstützenden Systeme (Decision Support Systems oder DSS) auf den Einsatz von Palantir verzichten"257
  • „Die Aufarbeitung von NSU und Nordkreuz hat für uns weiterhin einen hohen Stellenwert."262

Quelle: Kapitel „Innenpolitik"263, Wehrhafte Demokratie260, Justiz261.

AfD — mehr Details

Am Ziel von 6.200 Beamten der Landespolizei wird festgehalten; die Cybercrime-Kompetenz des Landeskriminalamts soll durch zusätzliche Experten steigen, freiwillige Sicherheitshelfer werden geprüft243. Die von der Koalition beschlossenen Dokumentationspflichten im Sicherheits- und Ordnungsgesetz sollen „sofort" zurückgenommen, Distanz-Elektroimpulsgeräte flächendeckend eingeführt und Körper- und Fahrzeugkameras geprüft werden244. Zur Lagebild-Transparenz fordert das Programm mehr Angaben zur Ausländerkriminalität auf Kreisebene, den Ausweis von Mehrfach-Staatsangehörigkeiten auch in Presseinformationen, ein LKA-Lagebild „Kriminalität im Kontext von Zuwanderung" und regelmäßige Dunkelfeldbefragungen245. Im Katastrophenschutz: Helfergleichstellung, alle fünf Jahre angepasste Aufwandsentschädigungen, eine Feuerwehrrente auf Landesebene, der Ausbau der zentralen Beschaffungsstelle, der Wiederaufbau des Sirenennetzes und eine vertiefte zivil-militärische Zusammenarbeit mit der Bundeswehr246. Der Verfassungsschutz soll auf Cybercrime, Spionageabwehr und „Abwehr politischer Militanz" ausgerichtet werden; eine vollständige Reorganisation der Behörde sei „kein Tabu"247. In der Justiz: kürzere Verfahrensdauern, Prüfung einer Revision der Gerichtsstrukturreform, eine dreistufige ordentliche Gerichtsbarkeit, ein unabhängiger Richterwahlausschuss und die Abschaffung des Sonderrechts für Politikerbeleidigungen248. Die anlasslose Vorratsdatenspeicherung wird abgelehnt, stattdessen Quick-Freeze249. Über den Bundesrat soll die Strafmündigkeit von 14 auf 12 Jahre gesenkt werden250.

Aus dem Programm:
  • „Wir halten am Ziel von 6200 Beamten der Landespolizei fest."243
  • „Wir werden in den Bundesrat die Initiative einbringen, die Strafmündigkeit von derzeit 14 auf 12 Jahre abzusenken."250
  • „Ziel ist eine eigene Grenz- und Rückführungspolizei innerhalb der Landespolizei mit entsprechenden Kompetenzen und Ressourcen."251

Quelle: Kapitel „Sicherheitsland MV"252, Grenz- und Rückführungspolizei251.

CDU — mehr Details

Die Landespolizei soll ihre Soll-Stärke von rund 6.200 Beamtinnen und Beamten innerhalb der 9. Legislaturperiode erreichen, ohne die Qualifikationsanforderungen abzusenken268. Hinzu kommen 50 zusätzliche spezialisierte Stellen bei der Kriminalpolizei269 sowie 50 zusätzliche Stellen bei den Staatsanwaltschaften und eine bedarfsgerechte Personalausstattung der Gerichte270. Technisch sind ein mehrjähriges IT-Investitionsprogramm, aufgerüstete Streifenwagen mit Laptops und Dokumentenscannern, eine landesweit vernetzte Massendateninfrastruktur, KI-gestützte Auswertung insbesondere bei sexualisierter Gewalt gegen Kinder, OSINT- und Cybercrime-Zentren sowie Drohnenabwehr vorgesehen271. Eingeführt werden soll das Distanzelektroimpulsgerät als Hilfsmittel der körperlichen Gewalt272. Das Datenschutzrecht soll reformiert und ein eigenes Landesversammlungsgesetz geschaffen werden, das Videoüberwachung bei Versammlungen „grundrechtskonform" erlaubt272; Platzverweise und Aufenthaltsverbote sollen ausgeweitet, die Ingewahrsamnahme geprüft werden272. In der Justiz: elektronische Akte in allen Rechtsgebieten, KI nur als Hilfsmittel ohne Entscheidungsbefugnis, Schwerpunktstaatsanwaltschaften für Cyberkriminalität, eine Justizzulage auf Polizeizulagen-Niveau und das erste juristische Staatsexamen an der Universität Rostock273. Im Bevölkerungsschutz: Verdopplung der Landesmittel für Katastrophenschutz-Fahrzeuge auf 2 Millionen Euro jährlich, Neubau der Landesfeuerwehrschule Malchow und ein Zuschuss zum Lkw-Führerschein274.

Aus dem Programm:
  • „Wir werden die Ausbildungskapazitäten hochhalten, damit trotz vieler Altersabgänge die Soll-Stärke der Landespolizei von rund 6.200 Polizistinnen und Polizisten innerhalb der 9. Legislaturperiode erreicht werden kann."268
  • „Wir setzen uns für die landesweite Einführung des Distanzelektroimpulsgeräts (DEIG) als ergänzendes Einsatzmittel der Landespolizei ein."272
  • „Daher werden wir die Justiz durch 50 zusätzliche Stellen bei den Staatsanwaltschaften (MV-Sicherheit) sowie eine angemessene Personalausstattung der Gerichte anhand der rechnerischen Personalbedarfe massiv stärken."270

Quelle: Kapitel B „Sicherheitsland"275.

Die Linke — mehr Details

Das Kapitel beginnt mit dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung: „kein Einsatz von Staatstrojanern, Vorratsdatenspeicherung oder automatisierter Gesichtserkennung", ausdrücklich auch keine Nutzung von Palantir und keine allgegenwärtige Videoüberwachung; alle Sicherheitsbefugnisse sollen kritisch auf Bürger:innen- und Freiheitsrechte geprüft werden208. Die Polizei soll „durch ausreichende personelle und sachliche Ausstattung" unterstützt, Demokratie- und Grundrechtsbildung in Aus- und Fortbildung gestärkt und die Resilienz gegen extrem rechte Einstellungen gefördert werden. Kontrollseitig fordert das Programm, den Polizeibeauftragten zur Anlaufstelle „für ‚alle'" zu machen, Kontrollquittungen einzuführen und eine von der Polizei unabhängige Beschwerdestelle „mit ausreichendem Mandat, Ressourcen und Befugnissen" zu schaffen265. Der Verfassungsschutz soll effektiver demokratisch kontrolliert und der Einsatz von V-Personen „auf das absolut Notwendige" begrenzt werden265. Für Brand- und Katastrophenschutz ist ein Landesprogramm zur Modernisierung samt Zentralisierung der Beschaffung vorgesehen, um Kosten für Kommunen und Kreise zu senken. Die Justiz soll personell gestärkt, Standorte erreichbar gehalten und Zweigstellen an Vollgerichten geprüft werden; hinzu kommen zusätzliche Stellen im Strafvollzug, höhere Zulagen auf Polizeiniveau, dauerhaft abgesicherte Opferambulanzen und ein KI-Einsatz, der nur unterstützend, nie richterlich entscheidend sein darf266.

Aus dem Programm:
  • „Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung sicherstellen: kein Einsatz von Staatstrojanern, Vorratsdatenspeicherung oder automatisierter Gesichtserkennung."208
  • „Eine von der Polizei unabhängige Beschwerdestelle mit ausreichendem Mandat, Ressourcen und Befugnissen, um Fehlverhalten der Polizei effektiv zu verfolgen und aufzuklären."265
  • „Die effektive und demokratische Kontrolle des Verfassungsschutzes stärken und den Einsatz von V-Personen auf das absolut Notwendige begrenzen."265

Quelle: Kapitel 11 „Inneres"267, Kapitel 15 „Justiz"266.

Grüne — mehr Details

Das Bürgerrechtskapitel ist mit acht Seiten eines der umfangreichsten des Programms und argumentiert vom Grundrechtsschutz her: „Mehr Überwachung schafft nicht automatisch mehr Sicherheit"279. Gefordert werden ein „sofortiges Moratorium für den Einsatz biometrischer Überwachung im öffentlichen Raum", ausdrücklich „keine Zusammenarbeit mit Unternehmen wie Palantir Technologies", eine unabhängige Evaluierung bestehender und geplanter Überwachungsmaßnahmen und eine „transparente Überwachungsgesamtrechnung"279; hinzu kommen ein Verbot von „Predictive Policing" und diskriminierenden KI-Anwendungen sowie ein Verbot vollautomatisierter Entscheidungen in Sozialhilfe und Strafverfolgung280. Bei der Polizei: „ausreichende Neueinstellungen" ohne Zahl, eine Reform der Aus- und Fortbildung mit höherem Anteil politischer Bildung, ein Polizeigesetz mit hohen Hürden für Grundrechtseingriffe, Vorkehrungen gegen Racial Profiling, verpflichtende Bodycams bei Androhung und Anwendung körperlicher Gewalt, ein Verzicht auf Online-Durchsuchung und Quellen-TKÜ, ein unabhängiger Polizeibeauftragter, eine wissenschaftliche Längsschnittstudie als Reaktion auf rechtsextremistische Vorkommnisse bei der Landespolizei und ein periodischer Sicherheitsbericht, der gruppenbezogene Hasskriminalität sichtbar macht281. Prävention — Streetwork, Jugendclubs, Suchtberatung, psychologische Betreuung — soll „unter anderem durch die Umwidmung ineffektiver Überwachungsausgaben" finanziert werden282. Im Versammlungsrecht: numerische Kennzeichnungspflicht, Anerkennung von Sitzblockaden als legitimes Mittel passiven Widerstands, Ende des anlasslosen Abfilmens283. In der Justiz: deutlich mehr Richter:innen und Staatsanwält:innen, die Wiedereinführung des Jura-Studiengangs mit Erstem Staatsexamen an der Universität Rostock und eine Einschränkung des Weisungsrechts gegenüber der Staatsanwaltschaft283.

Aus dem Programm:
  • „keine Zusammenarbeit mit Unternehmen wie Palantir Technologies, die unsere Sicherheitsbehörden in intransparente Abhängigkeiten führen."279
  • „eine ‚Bürger*innen-Polizei' nach skandinavischem Vorbild stärken, mit mehr Präsenz vor Ort, etwa durch Beamt*innen zu Fuß in den Quartieren"282
  • „an der Universität Rostock wieder einen Studiengang Jura mit dem Abschluss des Ersten juristischen Staatsexamens einführen."283

Quelle: Kapitel 12 „Bürgerrechte. Wir sichern Freiheit und Gerechtigkeit"284.

FDP — mehr Details

Die Lagebeschreibung ist die schärfste aller sieben Programme: „Derzeit steht nur ein Drittel der Polizeistellen tatsächlich für den Dienst auf der Straße zur Verfügung"294; die Landesregierung habe die Pensionierungswelle verschlafen, die Ausbildungsstätte Güstrow arbeite an ihren Grenzen. Zwei Schritte werden genannt: höhere Ausbildungskapazitäten und weniger polizeifremde Aufgaben; Dokumentations- und Verwaltungspflichten sollen auf Verwaltungsangestellte übergehen, Streifenwagen interaktiv und die Erfassung mobil werden295. Ausdrücklich abgelehnt werden flächendeckende Videoüberwachung, automatisierte Gesichtserkennung, anlasslose Vorratsdatenspeicherung, flächendeckende Kfz-Erfassung und der Staatstrojaner; stattdessen Quick-Freeze296. Bürgerrechtlich ergänzend: eine pseudonymisierte Kennzeichnungspflicht für alle Polizeibeamten im Einsatz, eine gestärkte Funktion des Polizeibeauftragten und die lückenlose Aufklärung extremistischer Umtriebe in Polizei, LKA und Verfassungsschutz mit Verweis auf den Fall Caffier und die Gruppe „Nordkreuz"295. Ein zusätzlicher Standort der Bereitschaftspolizei ist für Anklam vorgesehen297. Beim Gewaltschutz: Femizid-Prävention und eine elektronische Fußfessel bei häuslicher Gewalt über das Sicherheits- und Ordnungsgesetz, bis eine Bundesregelung greift298. In der Justiz stellt das Programm fest: „Rund zwei Drittel der Richter sowie der Staatsanwälte gehen in den Ruhestand"299; rund 300 Proberichter müssten eingestellt werden181. Im Katastrophenschutz: eine einheitliche Ersthelfer-App, ein Mix aus Sirenen, Warn-Apps, Cell Broadcast und Pegelüberwachung, Notstrom für kritische Infrastruktur und eine Zweckbindung der Feuerschutzsteuer300.

Aus dem Programm:
  • „Derzeit steht nur ein Drittel der Polizeistellen tatsächlich für den Dienst auf der Straße zur Verfügung. Das ist zu wenig."294
  • „eine pseudonymisierte Kennzeichnungspflicht für alle Polizeibeamtinnen und -beamte bei Einsätzen einführen."298
  • „eine flächendeckende Videoüberwachung und automatisierte Gesichtserkennung klar und deutlich ablehnen. Freiheit darf nicht permanenter Beobachtung weichen."298

Quelle: Kapitel 8 „Rechtsstaatlichkeit"301, Katastrophenschutz300.

BSW — mehr Details

Grundton des Kapitels: „Sicherheit darf nicht auf Kosten der im Grundgesetz verankerten Bürger- und Menschenrechte gehen."286 Bei der Polizei fordert das Programm mehr Personal im Streifen- und Ermittlungsdienst, „Präsenz vor Technik: mehr Einsatzkräfte statt Ausweitung von Videoüberwachung im öffentlichen Raum"286, den Erhalt von Polizeirevieren im ländlichen Raum, eine Angleichung von Besoldung und Zulagen „an das Niveau westlicher Bundesländer und des Bundes" und eine professionelle Fehlerkultur287. Für Feuerwehr und Katastrophenschutz: moderne Ausstattung für Feuerwehr, Rettungsdienste und DLRG, stärkere Landesunterstützung kommunaler Beschaffungen, die Berücksichtigung von „Flächenlandfaktoren in der Finanzierung", Schutz Ehrenamtlicher vor beruflichen Nachteilen — und die Festlegung: „Katastrophenschutz bleibt zivil"288. In der Justiz: mehr Richter, Staatsanwälte und Servicekräfte, schnellere Verfahren und Vollstreckung, „Erhalt aller bestehenden Gerichtsstandorte" plus Prüfung der Wiederaufwertung von Zweigstellen, öffentlich geförderte Rechtsberatung, Prüfung der Wiederaufnahme einer vollwertigen juristischen Ausbildung an der Universität Rostock und ein Bund-Länder-Justizportal289. Beim Verfassungsschutz: strikte Wahrung des Trennungsgebots, Ablehnung jeder Befugnisausweitung „auf Meinungsdelikte", Ausbau der parlamentarischen Kontrolle, Abschaffung des Beobachtungsbereichs „Delegitimierung des Staates" und Konzentration auf „gewaltbereiten Extremismus"290. Beim Gewaltschutz: Ausbau von Frauenhausplätzen und Schutzwohnungen, ein Landesaktionsplan gegen Gewalt, Täterarbeit und konsequente Wegweisungen291.

Aus dem Programm:
  • „Präsenz vor Technik: mehr Einsatzkräfte statt Ausweitung von Videoüberwachung im öffentlichen Raum."286
  • „Der Beobachtungsbereich „Delegitimierung des Staates" ermöglicht willkürliche Überwachung und die Kriminalisierung legaler politischer Kritik, wir fordern seine Abschaffung."292
  • „Katastrophenschutz bleibt zivil: keine politische Instrumentalisierung als Werbung für Kriegstüchtigkeit oder Aufrüstung."288

Quelle: Kapitel 6.1 „Innere Sicherheit"293.

Wo die eigentliche Trennlinie verläuft: Beim Personal gibt es kaum Streit — AfD, CDU und SPD landen unabhängig voneinander bei rund 6.200 Stellen, die FDP setzt am Anteil im Streifendienst an, Grüne, Linke und BSW nennen keine Zahl. Die scharfe Linie verläuft bei der Technik: SPD, Linke, Grüne und FDP lehnen Palantir, Gesichtserkennung oder flächendeckende Videoüberwachung ausdrücklich ab — die CDU will Videoüberwachung auch bei Versammlungen erlauben und KI-gestützte Massendatenauswertung ausbauen, die AfD will Taser, mehr Kameras und ein Lagebild zur „Kriminalität im Kontext von Zuwanderung". Die zweite Linie betrifft den Verfassungsschutz: AfD („vollständige Reorganisation kein Tabu") und BSW (Abschaffung eines Beobachtungsbereichs) wollen ihn umbauen, Linke und Grüne wollen ihn stärker kontrollieren, die SPD will die Trennung von Polizei und Nachrichtendienst erhalten — und die CDU erwähnt ihn nicht.

🌍 Migration & Integration

Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Mecklenburg-Vorpommern 809 Asylerstanträge gestellt — rund 35 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Fast alle konkreten Instrumente in diesem Feld — Asylverfahren, Aufenthaltsrecht, Abschiebungen, Familiennachzug — sind Bundes- oder EU-Recht. Umso aussagekräftiger ist, welche Vokabeln ein Programm überhaupt verwendet: Die Bezahlkarte kommt in fünf der sieben Programme vor, mit vier verschiedenen Schlussfolgerungen.

SPD

Sprache, Arbeit, Anerkennung — Abschiebung, Rückführung und Bezahlkarte kommen im Programm nicht vor.

AfD

Landesweiter Aufnahmestopp als Option, landeseigene Abschiebungshaft, „Bett-Brot-Seife-Prinzip", „Remigration" vorbereiten.

CDU

Rückführungen konsequent umsetzen, Aufenthaltsrecht verschärfen — zugleich gezielte Arbeitsmigration ausdrücklich erwünscht.

Die Linke

Asylrecht unverhandelbar, Bezahlkarte abschaffen, Abschiebestopp in Kriegsgebiete, Landesaufnahmeprogramm Afghanistan.

Grüne

Bezahlkarte abschaffen, dezentral unterbringen, Kürzungen in der Integrationsarbeit zurücknehmen, Abschiebestopp für drei Gruppen.

FDP

Schnellere Verfahren, konsequente Abschiebungen, Bezahlkarte beibehalten, Einwanderungsgesetz mit Punktesystem.

BSW

Asylgrundrecht bejahen, Zuwanderung zugleich begrenzen und steuern, Ausreisepflichten durchsetzen, verpflichtende Deutschkurse.

SPD — mehr Details

Das Kapitel trägt den Titel „Asyl und Migration mit Humanität und klaren Regeln"310. Es beginnt mit Dank an die Kommunen und der Feststellung, Integration werde vor Ort geleistet; Ziel seien „stabile Nachbarschaften, gemischte Quartiere" und die Vermeidung einer Überforderung einzelner Quartiere311. Grundlagen sind das Integrations- und Teilhabegesetz und das Jugendbeteiligungs- und Vielfaltsgesetz; die Integrationsbeauftragte bleibt erhalten311. Für Kinder gilt: schneller Zugang zu Kita, Schule, Sport und Kultur; „Aufenthalte in der Erstaufnahme sollen so kurz wie möglich sein, Familien früh in die Kommunen umziehen können"311. Über das Startchancen-Programm sollen Integrationsfachkräfte an Schwerpunktschulen eingesetzt werden311. Sprachförderung, Sprachmittlung in Kitas, Schulen und Behörden sowie „verlässliche Budgets für Übersetzungen" werden ausgebaut, der Integrationsfonds fortgeführt310. Arbeitsmarktseitig sollen Übergänge „aus dem Asylsystem in die Erwerbsmigration" erleichtert, die Anerkennung von Berufsabschlüssen beschleunigt und Frauen gezielt gefördert werden312. Auf Bundesebene fordert das Programm ein „Freiwilliges integrierendes Jahr" nach dem Vorbild des Freiwilligen Sozialen Jahres312. An anderer Stelle kommen die Fachkräfteservicezentrale als zentrale Anlaufstelle313, eine Kampagne zur Willkommenskultur mit den Arbeitgeberverbänden313, beschleunigte Anerkennungsverfahren in Medizin-, Pflege- und Verwaltungsberufen314 und das Bekenntnis „zur dringend notwendigen Einwanderung von Auszubildenden, Arbeits- und Fachkräften" hinzu314.

Aus dem Programm:
  • „Mecklenburg-Vorpommern bleibt ein weltoffenes Land, das Schutz gewährt und Perspektiven bietet. Wir stellen die Menschenrechte nicht infrage – wir verteidigen sie."311
  • „Geltendes Recht wird konsequent umgesetzt, ohne die Würde des Menschen zu relativieren."311
  • „Wir erleichtern Übergänge aus dem Asylsystem in die Erwerbsmigration, beschleunigen die Anerkennung von Berufsabschlüssen"312

Quelle: Kapitel „Asyl und Migration mit Humanität und klaren Regeln"310, Fachkräfte16,314.

AfD — mehr Details

Als „Ultima Ratio" beansprucht das Programm die Option eines landesweiten Aufnahmestopps302. Vorgesehen sind eine eigene Grenz- und Rückführungspolizei innerhalb der Landespolizei, eine polizeiliche Task-Force gegen ausländische Straftäter sowie eine Änderung des Flüchtlingsaufnahmegesetzes mit kommunaler Mitsprache251. Die kommunale Unterbringungsstruktur soll zurückgebaut werden: „Wir streben die Unterbringung in wenigen großen Unterkünften an."; kriminelle und gewaltauffällige Ausreisepflichtige sollen außerhalb von Ortschaften untergebracht werden303. Eine landeseigene Abschiebungshafteinrichtung soll entstehen; bis dahin ist eine separate Unterbringung in Justizvollzugsanstalten und eine elektronische Fußfessel für gefährliche Ausreisepflichtige vorgesehen304. In Ausreiseeinrichtungen sollen „keinerlei Geldleistungen" mehr ausgegeben werden; es gelte das „Bett-Brot-Seife-Prinzip"304. Der „Missbrauch der Bezahlkarte" soll beendet und die Gemeinnützigkeit einzelner Vereine überprüft werden305. Für syrische Schutzberechtigte fordert das Programm umfassende Widerrufs- und Rücknahmeverfahren und will „Remigration" aktiv vorbereiten306. Unbegleitete minderjährige männliche Asylbewerber ab 16 Jahren sollen regelmäßig in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht, Altersfeststellungen generell durchgeführt werden306. Weiter gefordert werden die Aussetzung des Familiennachzugs, eine Überprüfung ukrainischer Leistungsbezieher, eine Reform des Asylbewerberleistungsgesetzes und reduzierte Kindergeldzahlungen ins Ausland307. Das Integrations- und Teilhabegesetz soll durch ein Migrationsordnungsgesetz ersetzt werden308.

Aus dem Programm:
  • „Hierzu gehört explizit die Option, einen landesweiten Aufnahmestopp zum Schutze unserer Bürger auszurufen."302
  • „Zukünftig gilt stattdessen das „Bett-Brot-Seife-Prinzip" für Asylbewerber und Ausreisepflichtige."304
  • „Fachkräfteeinwanderung kann dort ein sinnvolles Instrument sein, wo alle anderen Maßnahmen ausgeschöpft sind und ein konkreter Bedarf nachgewiesen wird."8

Quelle: Kapitel „Ordnungsland MV"309, Fachkräfte8.

CDU — mehr Details

Migration hat im CDU-Programm kein eigenes Kapitel; die Punkte stehen als Nummern 5 bis 9 im Justizteil des Sicherheitskapitels317. Kernaussage: Migration wird „konsequenter" gesteuert, indem Rückführungen bei fehlendem Bleiberecht umgesetzt werden; Integration wird dort gefördert, wo Menschen anerkannt dauerhaft bleiben278. Gefordert wird eine „grundlegende Verschärfung des Aufenthaltsrechts im Umgang mit straffälligen nicht-deutschen Staatsangehörigen"318. Die Handyortung soll gezielt bei untergetauchten Ausreisepflichtigen eingesetzt werden, um gescheiterte Abschiebungen zu reduzieren; dafür brauche es eine Regelung auf Bundesebene mit „Einzelfallcharakter"278. In den Kommunen sollen flächendeckend Arbeitsgelegenheiten für Asylbewerber geschaffen werden278. Zur Bezahlkarte heißt es, der Missbrauch werde man „in Abstimmung mit dem Bund konsequent beenden"; zugleich sollen Barbershops und Spätis in den Branchenkatalog des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes aufgenommen werden318. Ein verfassungsfester Rechtsrahmen für vollständige Gesichtsverhüllung im öffentlichen Raum soll auf Bundesebene geschaffen werden318. Positiv gewendet erscheint Migration im Wirtschaftskapitel: Gezielte Arbeitsmigration sei nötig, um wachsen zu können319; Willkommens-, Anerkennungs- und Integrationsangebote werden zentral gebündelt320. In der Pflege soll ein „Fast-Lane"-Verfahren die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse beschleunigen321, und die Sprachförderung erfolgt verpflichtend vor der Einschulung149.

Aus dem Programm:
  • „Wir werden Migration konsequenter steuern, indem Rückführungen bei fehlendem Bleiberecht umgesetzt werden."278
  • „Wir wollen eine grundlegende Verschärfung des Aufenthaltsrechts im Umgang mit straffälligen nicht-deutschen Staatsangehörigen."318
  • „Unser Land benötigt gezielte Arbeitsmigration, um wirtschaftlich wachsen zu können."319

Quelle: Kapitel B „Sicherheitsland", Abschnitt Rechtsstaat/Justiz/Migration317, Wirtschaft322.

Die Linke — mehr Details

Migration ist als Unterabschnitt im Sozialkapitel verortet315. Eingangs heißt es, für Die Linke MV sei „das Grundrecht auf Asyl unverhandelbar"; Aufnahme, Integration und Teilhabe von Geflüchteten seien eine gesellschaftliche Pflicht, Integration „ein wechselseitiger Prozess". Konkret gefordert werden: die Beendigung lebensgefährlicher Abschiebungen, besonders bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, die uneingeschränkte Anwendung der UN-Kinderrechtskonvention, legale und sichere Fluchtwege, die Unterstützung der zivilen Seenotrettung und ein landeseigenes Aufnahmeprogramm für Afghanistan. Die dezentrale Unterbringung soll priorisiert, verpflichtende Schutzkonzepte mit unabhängigen Beschwerdestrukturen in bestehenden Unterkünften eingeführt und psychosoziale Angebote insbesondere in Erstaufnahmeeinrichtungen ausgebaut werden. Integration wird als Querschnittsaufgabe definiert: Beratung, „sanktionsfreier Zugang zum Arbeitsmarkt", Zugang zum Gesundheitssystem, frühzeitige Sprachförderung, gezielte Förderung von Kindern und Jugendlichen, Zugang zu Kultur und Sport. Ein „Fonds für Willkommenskommunen" soll die freiwillige Aufnahme unterstützen, die Position der Integrationsbeauftragten verstetigt werden. Gefordert wird ferner ein Stopp aller Abschiebungen in Kriegsgebiete „inklusive Syrien, Afghanistan und den Iran" sowie eine verbindliche Bleibeperspektive für Geflüchtete in Ausbildung. Zur Bezahlkarte verlangt das Programm deren Abschaffung „in der jetzigen Form" samt Aufhebung der Bargeldbegrenzung.

Aus dem Programm:
  • „Für Die Linke MV ist das Grundrecht auf Asyl unverhandelbar"143
  • „Alle Abschiebungen in Kriegsgebiete inklusive Syrien, Afghanistan und den Iran stoppen"143
  • „Die Abschaffung der Bezahlkarte in der jetzigen Form, eine gleichberechtigte Teilhabe am Finanzverkehr"316

Quelle: Kapitel 7 „Soziales", Abschnitt Migration und Integration315.

Grüne — mehr Details

Migration verteilt sich bei den Grünen auf mehrere Kapitel. Im Asylabschnitt heißt es: „Wir schaffen die Bezahlkarte ab und ermöglichen allen Geflüchteten einen selbstbestimmten Alltag" — stattdessen soll es Zugang zu einem eigenen Konto samt Debitkarte „ohne Limits für Auszahlung und Abhebung von Bargeld oder regionalen Einschränkungen" geben323. Es folgen eine eigenständige Härtefallkommission, flächendeckende behördenunabhängige Beratung, die Ablehnung von Abschiebungen „aus Schutzräumen wie Schulen, Krankenhäusern, Kirchen sowie solche, die Familien auseinanderreißen" und einen „konsequenten Abschiebestopp von Afghan*innen, Iraner*innen und Jesid*innen" auf Landesebene323. Bei der Unterbringung: weniger Gemeinschaftsunterkünfte, mehr dezentrales Wohnen, verbindlicher Gewaltschutz, Umsetzung der UN-Kinderrechts- und der UN-Behindertenrechtskonvention auch für Geflüchtete. Zur Integration stellt das Programm fest, das Land verschärfe die Lage „mit den Kürzungen sehr"; diese sollen zurückgenommen und die Integrationsarbeit dauerhaft finanziert werden, einschließlich migrantischer Selbstorganisationen, Dolmetscherpools und psychosozialer Zentren324. Hinzu kommen eine Überarbeitung des Integrations- und Teilhabegesetzes, ein Antidiskriminierungsgesetz und die interkulturelle Öffnung der Landesverwaltung. Zur Fachkräfteeinwanderung sollen One-Stop Agencies und Welcome Center zu „zugewandten und serviceorientierten Zentren" ausgebaut, Anerkennungsverfahren beschleunigt, Nachqualifikation unterstützt und „ergänzende Sprach- und Integrationskurse" angeboten werden, „um Lücken in der Bundesförderung zu schließen"36. Beim Wahlrecht fordern die Grünen ein Kommunalwahlrecht für Nicht-EU-Bürger:innen nach mehr als fünf Jahren Aufenthalt325.

Aus dem Programm:
  • „Wir schaffen die Bezahlkarte ab und ermöglichen allen Geflüchteten einen selbstbestimmten Alltag."323
  • „Auf Landesebene setzen wir uns daher für einen konsequenten Abschiebestopp von Afghan*innen, Iraner*innen und Jesid*innen ein."323
  • „ergänzende Sprach- und Integrationskurse, um Lücken in der Bundesförderung zu schließen."36

Quelle: Kapitel 14 „Vielfalt: Wir denken an alle"326, Fachkräfte36, Wahlrecht325.

FDP — mehr Details

Das Migrationskapitel steht unter der Überschrift „Rechtsstaatlichkeit"332. Leitsatz ist ein modernes Einwanderungsgesetz, dessen Maßstab die eigenständige Sicherung des Lebensunterhalts ist; auch Kriegsflüchtlinge könnten auf dieser Grundlage einen Antrag stellen, aber „Es gibt jedoch keine Vorzugsbehandlung für bereits Eingewanderte"333. Der humanitäre Schutz bleibt: Asyl für Verfolgte, subsidiärer Schutz für Kriegsflüchtlinge. Asylverfahren sollen beschleunigt werden; Menschen ohne Bleibeperspektive sollen nicht erst auf die Kommunen verteilt, sondern in den Erstaufnahmeeinrichtungen belassen und von dort direkt rückgeführt werden; für die Abschiebungshaft sollen ausreichend Plätze bereitstehen, „Vollzugsdefizite bei Abschiebungen darf es nicht geben"332. Sozialleistungen sollen nur bei geklärter Identität gewährt werden, wobei die Behörden bei der Dokumentenbeschaffung unterstützen333. Das landesweit einheitliche Bezahlkartensystem soll „konsequent umgesetzt und beibehalten werden"333. Integration erfolgt über verbindliche Sprach- und Integrationskurse, einen direkten Zugang zu Jobs und ein „klares Bekenntnis zum Grundgesetz"; junge Geflüchtete bis 27 sollen gezielt in Ausbildung gebracht werden, mit Planungssicherheit während der Erstausbildung und zwei Jahre danach333. Die Ausländerbehörden werden personell und organisatorisch gestärkt. Auf Bundesebene fordert das Programm eine Weiterentwicklung des Fachkräfteeinwanderungsrechts „zu einem modernen Einwanderungsgesetz mit integriertem Punktesystem"59 sowie eine Vereinheitlichung und Beschleunigung der Anerkennung ausländischer Abschlüsse durch Digitalisierung und Antragstellung in englischer Sprache334.

Aus dem Programm:
  • „Daher muss das landesweit einheitliches Bezahlkartensystem konsequent umgesetzt und beibehalten werden. Es schafft Transparenz und beugt Missbrauch vor."333
  • „Abschiebungen müssen bei Vorliegen der Voraussetzungen konsequent umgesetzt werden. Vollzugsdefizite bei Abschiebungen darf es nicht geben."333
  • „Toleranz endet dort, wo Intoleranz beginnt."333

Quelle: Kapitel 8 „Rechtsstaatlichkeit", Abschnitt Migration332, Fachkräfte335.

BSW — mehr Details

Das Kapitel beginnt mit einem Bekenntnis: „Das Grundrecht auf Asyl für politisch verfolgte Menschen ist eine zentrale rechtsstaatliche Errungenschaft. Für dieses Grundrecht stehen wir ein."327 Zugleich heißt es, nur ein geringer Teil der Ankommenden erhalte einen Schutzstatus, „Ungesteuerte Migration überfordert Kommunen"; die Zahl der Zugewanderten dürfe „die Aufnahme- und Integrationsfähigkeit unserer Gesellschaft nicht übersteigt"327. Vier Instrumentenblöcke folgen. Erstens Fluchtursachen: Frieden und keine Politik, „die durch Kriege, Waffenexporte oder geopolitische Eskalation neue Fluchtbewegungen erzeugt", sowie wirtschaftliche Perspektiven in den Herkunftsregionen328. Zweitens Ordnung: Begrenzung „durch geordnete und rechtsstaatliche Verfahren", Unterstützung von „Asylverfahren an EU-Außengrenzen oder in sicheren Drittstaaten, unter Wahrung rechtsstaatlicher Standards", zügige faire Verfahren, konsequente Durchsetzung bestehender Ausreisepflichten „menschenwürdig und nachvollziehbar" sowie Härtefallregelungen für gut Integrierte328. Drittens Kommunen: gerechte Verteilung „nach der tatsächlichen Leistungsfähigkeit von Kommunen", verlässliche Finanzierung durch Land und Bund, Schutz von Kitas, Schulen und Wohnungsmarkt vor Überforderung329. Viertens Integration: „Ausbau kostenfreier Deutschkurse und Sprachprüfungen mit verbindlicher Teilnahme, auch digital", Aufwertung ehrenamtlichen Sprachunterrichts, früher Arbeitsmarktzugang, schnellere Anerkennung ausländischer Abschlüsse, gemeinnützige Tätigkeit während des Asylverfahrens und erleichterte Familienzusammenführung bei binationalen Ehen329. Abschließend fordert das Kapitel „Konsequentes Vorgehen gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit"329.

Aus dem Programm:
  • „Zuwanderung muss daher begrenzt, gesteuert und leistbar sein."327
  • „Wir unterstützen Asylverfahren an EU-Außengrenzen oder in sicheren Drittstaaten, unter Wahrung rechtsstaatlicher Standards."328
  • „Ausbau kostenfreier Deutschkurse und Sprachprüfungen mit verbindlicher Teilnahme, auch digital"329

Quelle: Kapitel 6.2 „Zuwanderung"330, Fachkräfte331.

Wo die eigentliche Trennlinie verläuft: Am schärfsten an der Bezahlkarte — sie ist die einzige migrationspolitische Maßnahme, bei der ein Land tatsächlich mitentscheidet. FDP will sie beibehalten, CDU und AfD wollen ihren „Missbrauch" beenden, Grüne und Linke wollen sie abschaffen; im BSW-Programm kommt sie nicht vor, und im SPD-Programm — obwohl die eigene Regierung sie eingeführt hat — ebenfalls nicht. Die zweite Linie verläuft entlang der Vokabeln: AfD, CDU, FDP und BSW sprechen von Rückführung, Ausreisepflicht und Abschiebung; SPD, Linke und Grüne von Sprache, Anerkennung und Teilhabe — wobei Linke und Grüne Abschiebestopps fordern und das SPD-Programm das Wort „Abschiebung" gar nicht enthält. Einig sind sich fast alle in einem Punkt, der selten so genannt wird: Sechs von sieben Programmen fordern eine schnellere Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse.

🏖️ Tourismus, Küste, Landwirtschaft & Mobilität

33,3 Millionen Übernachtungen und 8,2 Millionen Gästeankünfte im Jahr 2025 — das zweitbeste Tourismusjahr seit der Wende. Gleichzeitig fehlt in Küstenorten Wohnraum, die Ostsee gilt als eines der am stärksten belasteten Meere, und die Frage, ob der Bus im Dorf fährt, entscheidet über Alltag. In diesem Kapitel treffen alle diese Themen aufeinander.

SPD

Tourismusstrategie grundlegend überarbeiten, Deutschlandticket sichern, 16 Regio-Buslinien und Rufbus, Wolfsentnahme rechtssicher.

AfD

„Qualität statt Masse", Ganzjahrestourismus auch im Binnenland, Tourismusgesetz ablehnen, Wolf-Bestandsbegrenzung, Deutschland-Takt.

CDU

Tourismus entbürokratisieren, EU-Recht „eins zu eins" umsetzen, Wolfsbestände regulieren, Rufbus-Garantie für jedes Dorf.

Die Linke

Deutschlandticket auf 49 Euro deckeln, Bahnstrecken reaktivieren, 25 Prozent Ökolandbau, alle Moore bis 2045 wiedervernässen.

Grüne

Ostsee entlasten, landesweit mindestens Stundentakt, Deutschlandticket unter 27 kostenfrei — der Wolf kommt nicht vor.

FDP

Sonntagsöffnungsverbot aufheben, Bestandsmanagement für Wolf und Kormoran, Bahn auf 160 km/h, Deutschlandticket erhalten.

BSW

„Qualität vor Quantität", Ferienwohnungsumwandlung begrenzen, wolfsfreie Zonen, Deutschland-Ticket dauerhaft absichern.

SPD — mehr Details

Der Tourismus wird mit „über 160.000 Beschäftigten" beziffert347; der reduzierte Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent soll verteidigt werden348. Strukturell bleibt es beim „Drei-Ebenen-Modell" mit sieben Destinationsmanagementorganisationen; die Tourismusstrategie soll evaluiert und grundlegend überarbeitet werden, dazu kommt eine Tourismusakademie348. Gästekarten sollen die kostenlose ÖPNV-Nutzung enthalten und auch Einheimischen offenstehen348; der Bund soll baugesetzlich ermöglichen, Hotelprojekte an Beschäftigtenwohnraum zu koppeln349. Bei der Mobilität: 16 neue Regio-Buslinien, ein landesweites Rufbussystem und autonome Rufbusse im Landkreis Ludwigslust-Parchim350, dazu die Prüfung eines landesweiten Einstundentakts bei starker Nachfrage351. Das Deutschlandticket wird weiter unterstützt, sein Fortbestand im Bund eingefordert350; Senioren- und Azubiticket bleiben, ein MV-Jugendticket wird geprüft352. Auf der Schiene: Reaktivierung von Darßbahn, Südanbindung Usedom und Südbahn, Vorpommernmagistrale auf 160 km/h, zweigleisiger Ausbau Stralsund–Rostock und ein Fernverkehrsanschluss für Neubrandenburg353. In der Landwirtschaft prüft das Programm ein Agrarstrukturgesetz mit Genehmigungspflicht für Flächen- und Betriebsverkäufe354 und fordert die Übertragung der BVVG-Flächen in Landeshoheit354; 30 Prozent Ökobetriebe sind das Ziel355. Beim Wolf verweist die SPD darauf, ihn 2024 ins Landesjagdgesetz aufgenommen zu haben, und will eine „schnelle und rechtssichere Entnahme" auffälliger Tiere bei fortbestehendem Herdenschutzvorrang356. Für Hochwasser- und Küstenschutz sind rund 25 Millionen Euro jährlich vorgesehen357; beim Breitband nennt das Programm 2,9 Milliarden Euro Fördermittel und rund 247.000 zusätzlich angeschlossene Haushalte13.

Aus dem Programm:
  • „Das Deutschlandticket werden wir weiterhin gezielt unterstützen und uns nachdrücklich im Bund für dessen Fortbestand einsetzen"350
  • „setzen uns für ein umfängliches Monitoring und für eine schnelle und rechtssichere Entnahme von auffälligen Wölfen ein"356
  • „Wir sehen aber die seit Jahren anhaltende Konzentration von Flächen und den Erwerb durch landwirtschaftsferne Investoren mit Besorgnis."354

Quelle: Kapitel „Tourismusland MV"358, Verkehr359, Landwirtschaft und Umwelt360.

AfD — mehr Details

Leitbilder sind „Qualität statt Masse, Ganzjahresattraktivität statt Saisonabhängigkeit, Gleichklang von Binnenland und Küste"337. Vorgesehen sind eine Winterkampagne „Winterliches MV – Ruhepol im Norden", länger gestaffelte Ferientermine, ein EU-Antrag für die Route der Megalithkultur, Modellregionen für Wildcampen mit Waldführerschein und der Ausbau des Reittourismus mit über 250 Reiterhöfen samt Novellierung des Landeswaldgesetzes74. Das geplante Tourismusgesetz wird abgelehnt338. Bei der Mobilität: Wiedererrichtung der Zecheriner Brücke, zweigleisige Bahnverbindungen aus den Metropolregionen, eine Schnellverbindung Berlin–Schwerin–Lübeck–Kopenhagen im Zuge des Fehmarnbelt-Tunnels und die Umsetzung des Deutschland-Takts mit zweigleisigem Ausbau Stralsund–Rostock sowie Elektrifizierung Richtung Stettin und Lübeck65,339. Radverkehrsmaßnahmen sollen kommunale Pflichtaufgabe werden, ein lückenloses touristisches Fernradwegenetz entstehen340. Für den Straßenbau sind mehr Haushaltsmittel vorgesehen; die CO₂-Besteuerung soll entfallen und die Pendlerpauschale über den Bundesrat erhöht werden339. In der Landwirtschaft: Leitbild inhaber- und familiengeführter Betriebe, integrierter Pflanzenbau, Ausbau des Nitratmessstellennetzes, Wiederaufbau regionaler Schlachtkapazitäten, öffentliche Vorkaufsrechte am Bodenmarkt, Unterstützung von Junglandwirten, EU-Herkunftssiegel für regionale Produkte341. In der Fischerei: Bekenntnis zur Stellnetzfischerei und Verpachtung landeseigener Gewässer nur an ortsansässige Fischer342. Beim Wolf fordert das Programm eine „klare Bestandsbegrenzung"343.

Aus dem Programm:
  • „Beim Wolf setzen wir auf eine klare Bestandsbegrenzung."343
  • „Wir bekräftigen die Forderungen des Deutschland-Takts. Das bedeutet im Einzelnen den zweigleisigen Ausbau der Strecke Stralsund-Rostock, sowie die Elektrifizierung der Hauptbahnen mit ihren Anschlüssen nach Stettin und Lübeck."340
  • „Die Verpachtung der landeseigenen Gewässer darf nur an ortsansässige Fischer erfolgen; eine bundesweite Ausschreibung lehnen wir ab."342

Quelle: Kapitel „Flächenland MV"344, „Naturland MV"345.

CDU — mehr Details

Im Tourismus fordert das Programm eine neue Tourismuskonzeption, die „nicht in Schubladen verstaubt", eine Ausdehnung des Ferienkorridors im Dialog mit der Kultusministerkonferenz, die Positionierung als „Gesundheits-Magnet Europas", eine Investitionsoffensive für Kur- und Heilbäder, den Ausbau von Schleusen und Wasserwegen, praxisnahe Strand- und Küstenregelungen, liberalere verkaufsoffene Sonntage, eine verbesserte Wohnraumförderung für Mitarbeiterwohnungen in Tourismusregionen und mehr Landesunterstützung bei Radwegen366. In der Landwirtschaft wird EU- und Bundesrecht „eins zu eins" umgesetzt und nicht durch Landesrecht verschärft; Landeswassergesetz, Klimaverträglichkeitsgesetz und Dauergrünlanderhaltungsgesetz werden überarbeitet367. Starre Bio-Quoten und eine einseitige Bevorzugung des Ökolandbaus werden abgelehnt367,368, neue Züchtungstechniken ausdrücklich befürwortet369. Der Wolf soll wildbiologisch gemanagt werden; über das Landesjagdgesetz sollen die rechtlichen Voraussetzungen für Eingriffe in die Bestände geschaffen werden370,92. Beim Küstenschutz: Sicherung und Modernisierung von Deichen, Dünen und Hochwasserschutzanlagen, Reduzierung von Müll-, Schadstoff- und Nährstoffeinträgen, ein Aktionsplan Gewässerdurchgängigkeit und die Wiederansiedlung von Aal und Lachs95,90. Bei der Mobilität: eine Rufbus-Garantie für jedes Dorf, ein Ende des Haltepunkt-Sterbens, Unterstützung für Südbahn, Darßbahn, Kaiserbahn und Zecheriner Brücke, ein vergünstigtes Deutschlandticket bis 27 Jahre nach dem Vorbild des Seniorentickets, ein Wahlrecht für Auszubildende zwischen Gratis-Ticket und Führerscheinzuschuss, kostenfreie Fahrradmitnahme im ÖPNV, autonomes Fahren sowie Glasfaser- und 5G-Ausbau samt Schließung von Funklöchern371,372.

Aus dem Programm:
  • „Die Wolfsbestände werden wir regulieren und dadurch insbesondere die Weidetierhaltung wirksamer als bisher schützen."370
  • „Die Rufbus-Garantie wollen wir mit fairer Finanzierung und verlässlicher Anbindung jedes Dorfes absichern. Gleichzeitig wird das Haltepunkt-Sterben gestoppt."373
  • „Wir sehen das Deutschland-Ticket als Chance, ergänzt durch ein zusätzliches Busangebot im ländlichen Raum, um Mobilität flächendeckend zu sichern."374

Quelle: Kapitel A, Abschnitt Tourismus366, Kapitel F „Landwirtschaftsland"375, Kapitel I, Abschnitt Mobilität376.

Die Linke — mehr Details

Bei der Mobilität ist das Programm am konkretesten in Preisfragen: Das Deutschlandticket soll „wieder bezahlbar" gemacht und auf maximal 49 Euro gedeckelt werden, für Studierende auf 29 Euro; im Bund will die Partei für ein 9-Euro-Ticket kämpfen, im Land den ÖPNV für alle unter 21 Jahren kostenfrei stellen und ein 10-Euro-Monatsticket für die Fahrradmitnahme einführen. Gegenfinanziert werden soll das unter anderem durch eine Nahverkehrsabgabe für Betriebe ab 50 Mitarbeitenden265. Auf der Schiene: Planungsausschreibung für die Mecklenburgische Südbahn, Reaktivierungspläne für Kaiserbahn, Neubrandenburg–Friedland und Greifswald–Lubmin, Bau der Darßbahn ab dem Abschnitt Barth–Bresewitz, Südanbindung Usedoms und zweigleisiger Ausbau der Hauptentwicklungsachse; die Ortsumgehungen für Zirchow und Wolgast will das Programm „endlich umsetzen"361. Im Tourismus fordert das Programm eine Tourismusabgabe zur Sicherung von Infrastruktur, Qualität und Beschäftigtenwohnraum, den Ausbau des Kinder- und Jugendtourismus und die energetische Sanierung von Jugendherbergen und Schullandheimen18. In der Landwirtschaft: flächendeckende Tarifverträge, ein armutsfester Mindestlohn und Sozialversicherung für Saisonarbeitskräfte, ein Agrarstrukturgesetz gegen Bodenspekulation, Vorrang für ortsansässige und junge Landwirt:innen, Ökolandbau auf mindestens 25 Prozent der Flächen, eine deutliche Reduktion von Pflanzenschutzmitteln, keine neuen überdimensionierten Tierhaltungsanlagen und ein Waldanteil von mindestens 30 Prozent bis 2030362. Für Küste und Wasser: Wiedervernässung aller entwässerten Moorstandorte bis 2045, Paludikultur, ein Bewirtschaftungsverbot im Sieben-Meter-Uferbereich und Schutz der Küstengewässer363. In der Fischerei sollen Berufs- und Freizeitfischerei erhalten, „Sea Ranger" ausgebaut und neue Einkommensperspektiven für Küstenfischer entwickelt werden364.

Aus dem Programm:
  • „Das Deutschlandticket wieder bezahlbar machen, besonders für Menschen mit kleinem Einkommen. Dazu gehört eine Deckelung auf maximal 49 Euro."265
  • „Managementpläne und Monitoring für geschützte Arten, insbesondere für Wolf und Biber, voranbringen."363
  • „Ökologischen Landbau auf mindestens 25 Prozent der Flächen ausweiten."365

Quelle: Kapitel 12 „Verkehr und Mobilität"361, Kapitel 13 „Klima-, Natur- und Umweltschutz"83, Kapitel 14 „Landwirtschaft, Forst und Fischerei"362.

Grüne — mehr Details

Der Meeresschutz ist bei den Grünen kein Unterkapitel, sondern eine Leitachse: Die Ostsee wird in der Präambel „das bedrohteste Meer auf unserer Erde" genannt377. Gefordert werden ein effektiver Schutz von Meeresschutzgebieten, die Wiederherstellung von Seegraswiesen und Steinriffen, eine Reduktion von Nährstoffeinträgen sowie Öl-, Plastik- und Mikroplastikbelastung, der Ausbau der Schutzmaßnahmen gegen Ölunfälle „etwa durch die marode russische Schattenflotte" und eine Allianz zur Rettung des Schweinswals im Rahmen der Ostseeparlamentarier-Konferenz378; Munitionsaltlasten sollen gemeinsam mit Bund und Ostseeanrainern geborgen werden379. Gas- und Ölbohrungen in der Ostsee und an Land werden abgelehnt380. In der Fischerei: wissenschaftsbasierte Fangmengen, Schutz von Laichgebieten, finanzielle Unterstützung der handwerklichen Fischerei bei der Umstellung auf naturverträgliche Fangmethoden381. In der Landwirtschaft: Bürokratieabbau bei Förderanträgen, Investitionshilfen für tiergerechte Ställe, ein deutlicher Ausbau des Ökolandbaus mit Ökomodellregionen und mehr Bio in Kantinen, Kitas, Schulen und Kliniken, eine Weiterentwicklung des Düngerechts, ein Existenzgründungsfonds für Bio-Junglandwirte und eine Obergrenze für Tierbestände pro Anlage und Region382,383. Bei der Mobilität ist ein Landesverkehrsplan vorgesehen, der „im ganzen Land mindestens einen Stundentakt verbindlich sicherstellt"384; reaktiviert und ausgebaut werden sollen Südanbindung Usedoms über die Karniner Brücke, Darßbahn, Nord-Süd-Bahn, Kaiserbahn, Friedländer Bahn und die Strecke Rostock–Stralsund. Hinzu kommen barrierefreier ÖPNV bis 2035, ein landesweiter Verkehrsverbund mit einheitlicher App, ein kostenfreies Deutschlandticket für alle unter 27, ein Landesradnetz und Radschnellwege385. Im Tourismus ist ein Neustart des Landestourismusgesetzes mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Akzeptanz vorgesehen386.

Aus dem Programm:
  • „einen Landesverkehrsplan erarbeiten, der die Mobilitätsbedürfnisse der Bürger*innen abbildet und im ganzen Land mindestens einen Stundentakt verbindlich sicherstellt."384
  • „das Deutschlandticket für alle unter 27 kostenfrei machen"387
  • „Schutzmaßnahmen gegen Ölunfälle, etwa durch die marode russische Schattenflotte, deutlich ausbauen."388

Quelle: Kapitel 2 „Umwelt"389, Kapitel 3 „Mobilität"385, Tourismus386, Europa390.

FDP — mehr Details

Der Tourismus wird mit „Fast 8 Millionen Gästeankünfte und über 30 Millionen Übernachtungen" beziffert; rund ein Drittel der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze hänge direkt oder indirekt daran402. Gefordert werden der Abbau von Auflagen, digitale Melde- und Nachweispflichten, die Ablehnung von Betten- und Übernachtungsteuer, die Förderung von Camping- und Wohnmobilstellplätzen, ein branchengetragenes Tourismusmarketing, der Ausbau des Tagungstourismus zwischen Hamburg, Berlin, Stettin und Ostseeraum — und die vollständige Aufhebung des Sonntagsöffnungsverbots403. In der Landwirtschaft: keine Bevormundung bei der Bewirtschaftungsform, eine praxisgerechte Düngeverordnung, die Ablehnung nationaler Sonderwege, die Honorierung von Naturschutzmaßnahmen über die zweite Säule mit Einkommenskomponente, die Ermöglichung neuer Züchtungstechniken und die Ablehnung einer Begrenzung der Großvieheinheit pro Hektar404,405. Beim Wolf fordert das Programm ein „sachgerechtes Bestandsmanagement für Biber, Wildgänse, Kormoran und Wolf" mit „klaren Bestandszielen und rechtssicheren Entnahmen bei Problemwölfen"406. In der Fischerei sollen Fangverbote bei Dorsch und Aal zugunsten von Fangbegrenzungen abgeschafft, Aquakulturen aufgebaut, ein Kormoran-Management eingeführt und die EU-Melde-App für Küstenfänge abgeschafft werden407. Der Meeresschutz wird vor allem über Munitionsaltlasten adressiert, gemeinsam mit den anderen Küstenländern im Bund408. Bei der Mobilität: Elektrifizierung und Ertüchtigung der Bahnstrecken auf 160 km/h, Ausbau der Wassertiefe in Rostock, Wismar, Sassnitz und Stralsund, eine leistungsfähige Ost-West-Bundesstraße, ein landesweites ÖPNV-Konzept, der Erhalt des Deutschlandtickets mit landesseitigen Zuschüssen, die Gigaliner-Freigabe des gesamten Autobahnnetzes und ein Modellversuch „Begleitetes Fahren mit 16"409. Beim Breitband: Gigabit-Netze, 5G-Priorisierung nach einem Funkloch-Screening, Richtfunk und Satellit für weiße Flecken410.

Aus dem Programm:
  • „das Sonntagsöffnungsverbot vollständig aufheben."402
  • „Beim Wolf setzen wir uns für ein wirksames Management mit klaren Bestandszielen und rechtssicheren Entnahmen bei Problemwölfen ein."406
  • „uns für den Erhalt eines Deutschlandtickets mit einem zukunftsfesten Finanzierungskonzept einsetzen und die notwendigen landesseitigen Zuschüsse leisten."411

Quelle: Kapitel 1, Abschnitte Tourismus403, Landwirtschaft412 und Fischerei407; Kapitel 3, Mobilität und Digitales413.

BSW — mehr Details

Im Tourismus gilt „Qualität vor Quantität": Wohnraum in Tourismusregionen soll geschützt und die Umwandlung von Wohnraum in Ferienwohnungen deutlich begrenzt werden391,392; die Kurtaxenpflicht für Einwohnerinnen und Einwohner des Landes im eigenen Bundesland soll abgeschafft, das Tourismusgesetz praxisnah novelliert und auf die Bebauung sensibler Außenbereiche verzichtet werden41. In der Landwirtschaft fordert das Programm eine „drastische Reduzierung der Agrarbürokratie" mit digitalem Ein-Fenster-System, gebündelten Kontrollen und verbindlichen Bearbeitungsfristen, einen Masterplan Tierhaltung mit der Orientierungsgröße von einer Großvieheinheit je Hektar393, eine Weidetierprämie, einen Landes-Bodenfonds, den Ausschluss von Share-Deals bei landeseigenen Flächen und die „Überführung der BVVG-Flächen vollständig in Landeshoheit"394. Beim Wolf verlangt es eine vollständige Entschädigung bei Schäden sowie ein „praxistaugliches Wolfsmanagement mit schneller Entnahme auffälliger Tiere und wolfsfreien Zonen"395. Für Ostsee und Küste ist eine Klimaanpassungsstrategie für äußere und innere Küsten gegen Meeresspiegelanstieg, Erosion und Sturmfluten vorgesehen, dazu naturnaher Küstenschutz und „Keine neuen Öl- und Gasbohrungen in ökologisch sensiblen Meeresgebieten der Ostsee"396,397. In der Fischerei fordert das Programm eine „Praxisnahe Fischereipolitik statt Bürokratie aus Brüssel", eine Begrenzung der Flächenkonkurrenz auf See bei Offshore-Projekten und Krisenhilfe bei Fangverboten398. Bei der Mobilität: Erweiterung des MV-Takts, Ausbau, Reaktivierung und Elektrifizierung von Bahnstrecken einschließlich einer dritten Achse Berlin–Rostock, Bahnhöfe als Mobilitätsknoten, „Wartesäle und Toiletten an allen Bahn- und Busknotenpunkten", ein flächendeckender Rufbus, die dauerhafte Absicherung des Deutschland-Tickets und ein kostenfreier ÖPNV für Schulkinder und Auszubildende399.

Aus dem Programm:
  • „Praxistaugliches Wolfsmanagement mit schneller Entnahme auffälliger Tiere und wolfsfreien Zonen."395
  • „Dauerhafte Absicherung des Deutschland-Tickets verbunden mit auskömmlicher Finanzierung der ÖPNV-Aufgabenträger und -anbieter."400
  • „Abschaffung der Kurtaxenpflicht für Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns im eigenen Bundesland"41

Quelle: Kapitel 3.2 Tourismus392, Kapitel 8 „Landwirtschaft, Umwelt und Klima"401, Kapitel 9.1 Mobilität399.

Wo die eigentliche Trennlinie verläuft: Beim Wolf gibt es eine seltene Sechs-gegen-eins-Konstellation: AfD („Bestandsbegrenzung"), CDU („regulieren"), FDP („rechtssichere Entnahmen"), BSW („wolfsfreien Zonen"), SPD („schnelle und rechtssichere Entnahme") und Linke („Managementpläne und Monitoring") beziehen Position mit abnehmender Schärfe — bei den Grünen kommt das Wort nicht vor. Beim Deutschlandticket bekennen sich sechs Parteien zum Erhalt, aber mit gegensätzlichen Preisen: Grüne wollen es unter 27 verschenken, die Linke auf 49 Euro deckeln, CDU es für unter 27 vergünstigen, FDP und BSW es finanziell absichern, die SPD sich im Bund dafür einsetzen — im AfD-Programm kommt es nicht vor. Und bei der Frage, ob der Tourismus Grenzen braucht, trennen sich BSW und Linke (Ferienwohnungsumwandlung begrenzen, Tourismusabgabe) von der FDP (keine Bettensteuer, Sonntagsöffnung frei).

🤝 Soziales, Familie & Wohnen

Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den Ländern mit den niedrigsten Löhnen und Renten. Trotzdem kommt das Stichwort Rentenangleichung Ost in keinem einzigen der sieben Programme vor, und „Kinderarmut" nur in zweien. Wohnungspolitisch ist die Lage doppelt: Leerstand im Binnenland, Verdrängung an der Küste — die Programme setzen an sehr unterschiedlichen Enden an.

SPD

Beitragsfreie Kita als größte Entlastung, Mietpreisbremse halten, Elterngeld auf 3.200 Euro und Rentenniveau als Bundesforderungen.

AfD

Baby-Begrüßungsgeld 3.000 Euro für „Staatsbürger", Kita-Schlüssel 1:4/1:10/1:17, Grunderwerbsteuer senken, Gehörlosengeld.

CDU

MV-Baukindergeld 15.000 Euro je Kind, Zukunftsprogramm Geburtshilfe, bis zu 2.000 Euro Führerscheinzuschuss fürs Ehrenamt.

Die Linke

Kinderkarte 50 Euro im Monat, Aktionsplan gegen Armut, Wohnkosten dauerhaft unter 30 Prozent des Haushaltseinkommens.

Grüne

Landesarmuts- und Reichtumsbericht, Landesbodenfonds, Mietpreisbremse durchsetzen, Housing First, Nachbarschaftstreffs.

FDP

Kommunen bei Teilhabeleistungen voll refinanzieren; beim Wohnen allein mehr Bauen statt Mietregulierung.

BSW

Kinder- und Altersarmut bekämpfen, sozialen Wohnungsbau stärken, Rentensystem nach österreichischem Vorbild fordern.

SPD — mehr Details

Das größte Entlastungsversprechen bleibt die beitragsfreie Kita, laut Programm „die größte Entlastung der Familien in der Geschichte unseres Landes"134. Bundespolitisch fordert die SPD eine Anhebung von Mindest- und Höchstsatz beim Elterngeld auf 80 Prozent des früheren Einkommens mit einem Maximalwert von 3.200 Euro und jährlicher Inflationsanpassung428. Bei der Rente verweist sie auf das festgelegte Niveau von „mindestens 48 Prozent" und will Betriebsrenten im Land stärken429. Beim Wohnen: Festhalten an der Mietpreisbremse in Rostock, Greifswald und „mehreren touristischen Hotspots", solange sich die Märkte nicht entspannen, dazu Zweckentfremdungssatzungen in Tourismusregionen430. In der zurückliegenden Wahlperiode seien Investitionen in soziale Infrastruktur „mit über 120 Millionen Euro" flankiert und die Landesbauordnung umfassend überarbeitet worden431. Ziel sind 1.000 neue oder sanierte Wohnheimplätze für Auszubildende und Studierende12, die Förderung modularen und seriellen Bauens sowie „Gemeinwohl vor Spekulation" bei Grund und Boden432; neu aufgegriffen wird Housing First in der Wohnungslosenhilfe432. Bei der Gleichstellung: ein gleichstellungspolitisches Rahmenprogramm, der Erhalt des Frauentags als Feiertag352, die Umsetzung des Gewalthilfegesetzes mit Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung, die Modernisierung von Frauenhäusern, Richterschulungen zu Femiziden und die Istanbul-Konvention433 sowie die Streichung der §§ 218 und 218a StGB433. Bei der Inklusion: Fortschreibung des Maßnahmenplans zur UN-Behindertenrechtskonvention, Prüfung einer unabhängigen Monitoringstelle und ein Budget für Arbeit434. Für Jugendliche: ein 50-50-Taxi-Ticket und ein zinsloses Darlehen für den ersten Führerschein352,435.

Aus dem Programm:
  • „Deshalb halten wir an der Mietpreisbremse in Rostock und Greifswald sowie mehreren touristischen Hotspots fest"430
  • „Wir werden uns außerdem bundespolitisch dafür einsetzen, dass die Höhe des Elterngeldes auf 80 % des früheren Einkommens angehoben und der Maximalwert auf 3.200 Euro gebracht wird."428
  • „Durch unseren Einsatz wurde das Rentenniveau auf mindestens 48 Prozent des jeweils aktuellen Durchschnittseinkommens festgelegt."429

Quelle: Kapitel zu Inklusion, Familien, Jugend und Gleichstellung436, „Gutes und bezahlbares Wohnen"437, Kita134.

AfD — mehr Details

Zentrale Leistung ist ein Baby-Begrüßungsgeld von 3.000 Euro in drei Raten — zur Geburt, zum vollendeten dritten und zum sechsten Lebensjahr —, das „Staatsbürger mit Hauptwohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern" erhalten sollen414. Die beitragsfreie Kita wird bejaht; zugleich sollen die Betreuungsquoten auf 1:4 in der Krippe, 1:10 im Kindergarten und 1:17 im Hort verbessert und eine an den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes angelehnte Vergütung garantiert werden — das Land habe „bundesweit den schlechtesten Betreuungsschlüssel"415. Eine verbindliche Familienverträglichkeitsprüfung für alle Landesgesetze und -verordnungen wird eingeführt416; auf Bundesebene fordert das Programm ein Familiensplitting416. Beim Kinderschutz: Ausbau der „Childhood-Häuser" und eine Stabilisierung der Finanzierung von Mutter-Kind-Einrichtungen über kostendeckende Tagesentgelte417. Bei der Rente geht es um die Anerkennung von Ansprüchen aus DDR-Zusatzversorgungssystemen und das Ende der Benachteiligung geschiedener DDR-Frauen418. Bei Behinderung: barrierefreier Zugang, höhere Beschäftigung Schwerbehinderter, Nachteilsausgleiche und ein neues Gehörlosengeld analog zum Blindengeld419. Beim Ehrenamt: eine überarbeitete Ehrenamtskarte mit ÖPNV-Vergünstigungen, regelmäßig angepasste Aufwandsentschädigungen und ein Beiblatt zum Zeugnis für Schülerinnen und Schüler420. Beim Wohnen stellt das Programm fest, das Land habe „bundesweit die zweitniedrigste Wohneigentumsquote aller Flächenländer"421; die Grunderwerbsteuer von sechs Prozent soll für die erste selbstgenutzte Immobilie ganz entfallen und sonst schrittweise auf 5,0 Prozent sinken422.

Aus dem Programm:
  • „Wir werden ein Baby-Begrüßungsgeld in Höhe von 3.000 Euro einführen."414
  • „Wir führen ein Gehörlosengeld analog zum Blindengeld ein."423
  • „Wenn Einheimische ihre Heimat verlassen müssen, weil Ferienwohnungen und Zweitwohnsitze den Wohnraum verknappen und verteuern, läuft etwas grundlegend falsch."424

Quelle: Kapitel „Familienland MV"425, Soziales426, „Heimatland MV"427.

CDU — mehr Details

Zentrales Instrument ist das MV-Baukindergeld: 15.000 Euro pro Kind beim Ersterwerb selbstgenutzten Wohneigentums in den ersten zehn Jahren, auch für in diesem Zeitraum geborene Kinder, ergänzt um zinsgünstige Darlehen des Landesförderinstituts und — als „weitere Zielstellung" — eine Senkung der Grunderwerbsteuer85,445,446. Für den Mietwohnungsbau ist ein eigenständiges Programm vorgesehen, das kommunale und genossenschaftliche Unternehmen bei Neubau und Modernisierung unterstützt, ergänzt um Nachverdichtung und Leerstandsabbau445. Studierendenwohnheime werden zum Schwerpunkt der Landeswohnungsbauförderung; die Zweitwohnsitzsteuer für Studierende und Auszubildende wird abgeschafft447. In der Familienpolitik: Ausbau von Kinder- und Familienzentren, ein Zukunftsprogramm Geburtshilfe nach bayerischem Vorbild, eine geprüfte Familienkarte und weitere Childhood-Häuser im östlichen Landesteil448. Für Jugendliche: mobile Kinder- und Jugendzentren, ein Landesprogramm Jugend- und Straßensozialarbeit, eine „Lappenprämie", die Anrechnung von Ehrenamt auf Wartesemester und ein geprüftes Kulturticket449. Beim Ehrenamt: bis zu 2.000 Euro Führerschein-Zuschuss bei mindestens drei Jahren Engagement plus ein zinsloses Darlehen bis 4.000 Euro sowie die Übernahme von GEMA-Gebühren450. Für Seniorinnen und Senioren: eine Querschnittstelle in der Landesregierung, Mehrgenerationenhäuser, „Wohnen für Hilfe" und „Wunschgroßeltern"449. Bei der Teilhabe stellt das Programm fest, Mecklenburg-Vorpommern weise „bundesweit den höchsten Anteil schwerbehinderter Menschen" auf; Reformen der Eingliederungshilfe dürften „nicht zu Leistungseinschränkungen bei den Betroffenen führen"450.

Aus dem Programm:
  • „Um Familien beim Ersterwerb von Wohneigentum zu unterstützen, werden wir ein MV-Baukindergeld in Höhe von 15.000 Euro pro Kind in den ersten zehn Jahren einführen."445
  • „Mecklenburg-Vorpommern weist bundesweit den höchsten Anteil schwerbehinderter Menschen auf, was durchschnittlich jede siebte Person betrifft."450
  • „Wir werden einen landesfinanzierten Zuschuss von bis zu 2.000 Euro für den Führerschein der Klasse B anbieten"450

Quelle: Kapitel A, Abschnitt Bauwirtschaft und Wohnen445, Kapitel G „Familienland"451.

Die Linke — mehr Details

Beim Wohnen fordert das Programm eine Bundesratsinitiative, um Wohnen als Grundrecht im Grundgesetz zu verankern142. Die Wohnkosten für niedrige und mittlere Einkommen sollen „dauerhaft unter 30 Prozent des Haushaltseinkommens" gehalten, ein bundesweiter Mietendeckel für angespannte Märkte unterstützt und die Mietpreisbremse reformiert werden. Kommunale und genossenschaftliche Wohnungsunternehmen sollen stabilisiert, Privatisierungen verhindert, Altschulden abgebaut, Landes- und Kommunalflächen geschützt und eine landeseigene Wohnungsgesellschaft geprüft werden142. Bei den Kindern nennt das Programm als einziges neben dem BSW eine Größenordnung: „Kinderarmut ist ein strukturelles Problem: Mindestens jedes sechste Kind in MV ist betroffen"18. Gefordert werden eine echte Kindergrundsicherung mit erhöhtem Kindergeld und Zuschlägen, eine Kinderkarte von 50 Euro monatlich für alle bis 18 Jahre, mindestens eine Schulsozialarbeitskraft pro Schule und ein:e Kinder- und Jugendbeauftragte:r mit Kabinettsrang438. Bei Armut und Alter: ein landesweiter Aktionsplan gegen Armut mit verbindlichen Zielen, die Nutzung von „Housing First"-Erkenntnissen, armutsfeste Renten und ein armutsfester Mindestlohn im Bund, eine Erwerbstätigenversicherung inklusive Beamt:innen, der Erhalt des Senior:innentickets, ein verstetigtes Rufbussystem und ein runder Tisch gegen Altersarmut439,440. Bei der Inklusion: Barrierefreiheit als Vergabekriterium, Mindestlohn in Werkstätten, eine eigene Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen und ein Landesgehörlosengeld analog zum Landesblindengeld441. Bei der Gleichstellung: Fortschreibung des Landesaktionsplans zur Istanbul-Konvention, mehr Frauenhausplätze, ein landesweites Hochrisikomanagement gegen Femizide und eine Paritätsregelung für die nächsten Kommunalwahlen442.

Aus dem Programm:
  • „Kinderarmut ist ein strukturelles Problem: Mindestens jedes sechste Kind in MV ist betroffen."18
  • „Eine Kinderkarte von 50 Euro monatlich für alle Kinder bis 18 Jahre, um Sport, Kultur und Bildung zu ermöglichen."443
  • „Eine Bundesratsinitiative starten, um Wohnen als Grundrecht im Grundgesetz zu verankern."142

Quelle: Kapitel 2 „Wohnen"142, Kapitel 6 „Kinder- und Jugendpolitik"438, Kapitel 7 „Soziales"444, Kapitel 8 „Gleichstellung"442.

Grüne — mehr Details

Das Sozialkapitel rahmt Armut strukturell: „Bei Armutsbekämpfung geht es nicht um individuelles Versagen, sondern um strukturelle Ungleichheit"453. Zentrales Instrument ist ein regelmäßig evaluierter Landesarmuts- und Reichtumsbericht, aus dessen Datengrundlage Maßnahmen in Mobilität, Wohnen, Bildung, Arbeit, Ernährung und Energie abgeleitet werden; ein Kinder- und Jugendbericht wird integriert454. Hinzu kommen eine Landesbeteiligung an zertifizierter Kita- und Schulverpflegung, der Ausbau von Schulküchen und Nachbarschaftstreffs „in jeder Kommune und jedem Stadtteil", in denen Veranstaltungen für Menschen unter 25 und über 65 kostenlos sind. Bei den Familien: Stärkung der Tarifbindung in sozialen Einrichtungen, eine Landeskoordinierungsstelle Selbsthilfe, flächendeckende Sozial-, Schuldner-, Sucht- und psychosoziale Beratung sowie die langfristige Sicherung und der Ausbau der bestehenden 16 Modellzentren für Kinder und Familien455. Beim Arbeitsmarkt: Verzicht des öffentlichen Dienstes auf sachgrundlose Befristungen, ein Landesarbeitsmarktprogramm für Langzeiterwerbslose und der Einsatz „für einen armutsfesten gesetzlichen Mindestlohn auch in Werkstätten für behinderte Menschen"456. Beim Wohnen: Aufstockung und Reform des Landeswohnraumförderprogramms mit zinsgünstigeren Darlehen, höheren Tilgungszuschüssen und möglichst langer Mietpreisbindung; ein Landesbodenfonds mit günstigen Landeskrediten für den strategischen Grundstücksankauf der Kommunen; Vergabe öffentlicher Flächen vorrangig im Erbbaurecht; konsequente Anwendung der Mietpreisbremse in Universitätsstädten sowie Küsten- und Tourismusregionen plus Zweckentfremdungsverbot; eine höhere Sozialwohnungsquote bei Neubauten; Housing First; die Landesprogramme „Neuer Schwung für alte Orte" und „Jung kauft Alt"457. Gleichstellung und Gewaltschutz stehen in einem eigenen Kapitel: dauerhafte Finanzierung von Frauenhäusern, Gender-Budgeting im Landeshaushalt und eine einheitliche Femizid-Definition458.

Aus dem Programm:
  • „Wohnen ist kein Luxusgut, sondern ein Grundrecht."459
  • „Wir holen daher den Boden zurück in öffentliche Hand und steuern damit z. B. den sozialen Wohnungsbau"460
  • „unseren Einsatz für einen armutsfesten gesetzlichen Mindestlohn auch in Werkstätten für behinderte Menschen und eine strukturelle Reform der Bezahlung."456

Quelle: Kapitel 8 „Wohnraum"457, Kapitel 10 „Zusammenleben: Wir bekämpfen Armut strukturell"461, Kapitel 13462.

FDP — mehr Details

Familienpolitisch stellt das Programm Wahlfreiheit und Trägervielfalt in den Mittelpunkt und bekennt sich zu allen Lebens- und Familienmodellen; Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität wird abgelehnt469. Die zentrale Finanzzusage richtet sich an die Kommunen: Sie sollen „bei den Leistungen nach dem Bundesteilhabegesetz vollständig und verlässlich" refinanziert werden469 — das Gesetz werde in Mecklenburg-Vorpommern „bislang nicht ausreichend umgesetzt"238. Hinzu kommen ein Landesprogramm für Familien mit unerfülltem Kinderwunsch, Ombudspersonen in Jugendämtern, der Ausbau von Kinder- und Jugendparlamenten, die flächendeckende Möglichkeit eines unkomplizierten Schwangerschaftsabbruchs samt Lehre der Techniken in der medizinischen Ausbildung und eine „vollständige Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs"470. Für Alter und Inklusion: Seniorenbegegnungsstätten gegen Vereinsamung, eine Stärkung des persönlichen Budgets, Vorrang der ambulanten vor der stationären Pflege, Kurzzeitpflege für Menschen mit Behinderungen, eine pragmatischere Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes über digitale Zugänge und einheitliche Antragsverfahren sowie Barrierefreiheit auch für sensorisch eingeschränkte Menschen238,471. Beim Gewaltschutz benennt das Programm einen alarmierenden Anstieg häuslicher und sexualisierter Gewalt, unterfinanzierte Beratungsstellen und zu wenige Frauenhausplätze und fordert eine stärkere Finanzierung des Beratungs- und Hilfenetzes sowie ein Monitoringsystem472. Wohnen kommt fast ausschließlich instrumentell vor: für Mitarbeiter- und Azubiwohnungen „weniger Bürokratie, schnellere Genehmigungen und flexiblere baurechtliche Rahmenbedingungen … statt … neue Förderprogramme"59; für Studierende soll „endlich mehr Bauen" die Mieten senken473. Steuerlich flankierend: Senkung der Grunderwerbsteuer auf 3,5 Prozent und ein Freibetrag von 500.000 Euro für selbstgenutzten Wohnraum474.

Aus dem Programm:
  • „die Kommunen bei den Leistungen nach dem Bundesteilhabegesetz vollständig und verlässlich refinanzieren."469
  • „nicht nur neue staatliche Wohnheimprogramme auflegen, sondern endlich mehr Bauen ermöglichen, damit ein größeres Wohnungsangebot die Mieten auch für Studierende wieder senkt."473
  • „Wohneigentum ist kein Luxusgut."475

Quelle: Kapitel 2, Abschnitte Familie, Alter und Inklusion476, Wohneigentum und Steuern474.

BSW — mehr Details

Das Sozialkapitel ist mit elf Seiten das zweitlängste des Programms. Gegen Kinderarmut sind kostenfreie Freizeitangebote, die Förderung von Vereinen, die einkommensschwache Familien erreichen, sozialraumorientierte Armutsprävention, Schulsozialarbeit an jeder Schule und eine verlässliche statt befristete Projektfinanzierung in der Kinder- und Jugendhilfe vorgesehen463. Für ältere Menschen: Stärkung von Landesseniorenbeirat und Altenparlament, seniorenpolitische Gesamtkonzepte in allen Kommunen, barrierefreier ÖPNV, ein landesweit einheitliches Rufbussystem und Demenzangebote464. Bei der Rente wird das Programm ungewöhnlich konkret: „Gesetzliche Renten unter 2.000 Euro sollten steuerfrei bleiben. Dafür muss die nächste Landesregierung eine Initiative in den Bundesrat einbringen." Zudem fordert es ein „solidarisches Rentensystem nach österreichischem Vorbild, in dem die Renten im Durchschnitt rund 800 Euro höher liegen als in Deutschland", mit einer Erwerbstätigenversicherung für Selbständige, Abgeordnete und Beamte464. Beim Wohnen benennt das Programm den Rückgang der Sozialwohnungen, nennt Wohnen ein „grundlegendes Menschenrecht" und fordert die Stärkung kommunaler und genossenschaftlicher Wohnungsunternehmen durch finanzielle Entlastung und zinsvergünstigte Kredite, einen bedarfsgerechten Ausbau des sozialen Wohnungsbaus, Baulandaktivierung, die Begrenzung der Ferienwohnungsumwandlung und eine landesweite Wohnraumstrategie465. Bei der Inklusion: „Inklusion mit Augenmaß – Wahlfreiheit und Verlässlichkeit sichern", Maßstab ist die UN-Behindertenrechtskonvention, dazu eine auskömmliche Eingliederungshilfe und der Ausbau rollstuhlgerechten Wohnraums466. Einsamkeit erhält einen eigenen Abschnitt samt „Landesstrategie gegen Einsamkeit"467.

Aus dem Programm:
  • „Gesetzliche Renten unter 2.000 Euro sollten steuerfrei bleiben. Dafür muss die nächste Landesregierung eine Initiative in den Bundesrat einbringen."464
  • „Bedarfsgerechter Ausbau des sozialen Wohnungsbaus durch verlässliche Förderprogramme des Landes."391
  • „Die Umwandlung von Wohnraum in Ferienwohnungen wollen wir deutlich begrenzen, insbesondere in touristisch geprägten Regionen"391

Quelle: Kapitel 2 „Soziale Gerechtigkeit"468.

Wo die eigentliche Trennlinie verläuft: Sozialpolitisch trennen sich hier zwei Logiken. Die eine setzt bei Geldleistungen für Familien an: AfD (3.000 Euro Begrüßungsgeld), CDU (15.000 Euro Baukindergeld), Linke (50 Euro Kinderkarte monatlich). Die andere setzt bei Infrastruktur und Datengrundlage an: Grüne (Armuts- und Reichtumsbericht, Nachbarschaftstreffs), SPD (beitragsfreie Kita, soziale Infrastruktur), BSW (Beratung, Einsamkeitsstrategie). Beim Wohnen ist die Trennlinie am schärfsten: Linke, Grüne, SPD und BSW wollen regulieren — Mietpreisbremse, Zweckentfremdungsverbot, Bodenfonds, Begrenzung der Ferienwohnungen —, CDU und AfD wollen Eigentumsbildung über Zuschüsse und niedrigere Grunderwerbsteuer, die FDP setzt allein auf mehr Bauen und erwähnt Mietregulierung überhaupt nicht. Auffällig ist, was fast alle auslassen: Die Rentenangleichung Ost kommt in keinem einzigen Programm vor.

🖥️ Verwaltung, Digitalisierung & Finanzen

Der Landeshaushalt 2026 umfasst rund 11,67 Milliarden Euro. Keines der sieben Programme nennt diese Zahl, und keines legt eine Gesamtfinanzierungsrechnung vor. Dafür trennen sich die Wege beim Umgang mit der Schuldenbremse — und bei der Frage, ob die Milliarden aus dem Bundes-Sondervermögen über Landesprogramme oder direkt an die Kommunen fließen sollen.

SPD

„MV-Plan 2035" mit rund 1,92 Milliarden Euro — bei eingeräumtem Konsolidierungsdruck in Milliardenhöhe.

AfD

Kassensturz in 100 Tagen, ein Ministerium einsparen, Stellen nicht nachbesetzen, Bekenntnis zur Landesschuldenbremse.

CDU

25 Prozent der Stellen in der Kernverwaltung bis 2035 streichen, Schuldenbremse in der Landesverfassung stärken, Investitionsquote 18 Prozent.

Die Linke

Schuldenbremse abschaffen, Vermögenssteuer reaktivieren (erwartet: 1,7 Mrd. Euro für MV), Gender Budgeting, Transparenzgesetz.

Grüne

Bundesmittel direkt an die Kommunen, echte Konnexität, Open-Source-Verwaltung, mehr Personal gegen Steuerbetrug.

FDP

„Kein Einnahmeproblem, ein Ausgabenproblem": strenge Schuldenregeln in die Landesverfassung, papierlos bis 2030.

BSW

Kommunen pauschal und auskömmlich finanzieren, Kredite nur investiv, keine „starren Schulden- oder Sparziele".

SPD — mehr Details

Das Finanzkapitel räumt ein: „Die kommenden Jahre werden von erheblichen Konsolidierungsanforderungen geprägt sein"; politische Vorhaben will die SPD „klar priorisieren"485. Trotz „eines hohen Konsolidierungsdrucks in Milliardenhöhe" sollen Errungenschaften wie die kostenlose Kita erhalten bleiben, „Einsparungen verantwortungsvoll an anderer Stelle" erfolgen485. Kernstück ist der MV-Plan 2035 mit „rund 1,92 Milliarden Euro" zusätzlicher Investitionen, davon 50.000 Euro pauschal für jede Gemeinde486; im Vorwort heißt dasselbe Instrument „MV-Investitionsplan 2035" mit „fast zwei Milliarden Euro"10, an anderer Stelle „MV-Investitionsfonds"256. Steuerpolitisch adressiert die SPD ausschließlich den Bund: die Wiedererhebung einer Vermögensteuer mit hohen Freibeträgen und Schutz produktiven Betriebsvermögens, eine Entlastung von Arbeit und Sozialbeiträgen sowie Reformen bei Einkommen-, Erbschafts- und Vermögensbesteuerung486. Für die Kommunen gilt: die Novelle des Finanzausgleichsgesetzes von 2020, der Grundsatz „Wer bestellt, bezahlt", eine seit 25 Jahren verfassungsrechtlich abgesicherte Konnexität und die Fortsetzung von Entschuldung und Konsolidierungshilfen487. Bei der Digitalisierung nennt das Programm Bilanzzahlen: rund 70 Prozent der Bauanträge werden vollständig digital eingereicht, rund zwei Drittel der Verwaltungsleistungen sind online, es gibt ein zentrales Bürgerportal und eine MV-Cloud488. Geprüft wird die Umstellung auf europäische Hersteller oder Open-Source-Lösungen bei Betriebssystemen und Bürosoftware489; KI soll Routineaufgaben unterstützen, grundrechtsrelevante Entscheidungen bleiben beim Menschen490. Hinzu kommen ein Landes-CERT und ein „Cybersicherheits-Schutzschirm"491.

Aus dem Programm:
  • „Rund 1,92 Milliarden Euro fließen zusätzlich in zentrale Zukunftsbereiche unseres Landes."486
  • „Eine wieder erhobene Vermögensteuer muss mit hohen Freibeträgen ausgestaltet werden"486
  • „Das Land sichert dies seit 25 Jahren durch die in der Verfassung abgesicherte Konnexität."492

Quelle: Finanzkapitel und MV-Plan 2035493, Kommunen494, Digitalisierung495.

AfD — mehr Details

Ausgangspunkt ist eine Zahl: „Ab 2028 klafft ein Defizit von einer Milliarde Euro in unserem Landeshaushalt" — „fast jeder zehnte Euro der geplanten Ausgaben" stehe nicht zur Verfügung422. In den ersten hundert Tagen sollen ein umfassender Kassensturz und ein bereinigter Nachtragshaushalt folgen477. Eine „Generalinventur der Verwaltung" mit Aufgabenkritik in allen Ministerien soll Doppelstrukturen und Beauftragtenposten ersatzlos streichen; frei werdende Verwaltungsstellen werden nicht nachbesetzt478. Ein Ministerium und Staatssekretärsposten werden eingespart, Ministerien zusammengelegt479,422. Als Glaubwürdigkeitssignal sollen die Gehälter und Privilegien von Ministern und Abgeordneten für die Dauer der Haushaltsunterdeckung reduziert und ein Anti-Korruptionsbeauftragter geschaffen werden422. Der Landeshaushalt soll künftig Pensionslasten und Investitionsstaus abbilden, der Pensionsfonds „unideologisch nach Rendite" bewirtschaftet werden478. Das Landesförderinstitut wird durch eine digitalisierte Landesförderbank ersetzt, die rund 250 bestehenden Förderprogramme werden gestrafft, alle Steuerpflichtigen erhalten eine vorausgefüllte Steuererklärung480. Bei den Kommunalfinanzen sollen Mittel vorrangig über den allgemeinen Finanzausgleich und die Infrastrukturpauschale statt über zweckgebundene Programme fließen; das Konnexitätsprinzip soll vollständigen Kostenausgleich sichern, und im Bundesrat wird die Zustimmung zu belastenden Bundesgesetzen ohne Ausgleich verweigert481. Steuerlich fordert das Programm auf Bundesebene einen höheren Grundfreibetrag, die Abschaffung der kalten Progression und niedrigere Sozialabgaben482. Mecklenburg-Vorpommern soll ein „bargeldfreundliches Land" werden483.

Aus dem Programm:
  • „Wir bekennen uns zur Landesschuldenbremse und lehnen neue Schulden über Umwege wie die sogenannte „Strukturkomponente" (Landesschulden über das Grundgesetz) entschieden ab."478
  • „Als Zeichen der Glaubwürdigkeit werden die Gehälter und Privilegien der Minister und Abgeordneten für die Dauer der Haushaltsunterdeckung reduziert."422
  • „Die rund 250 bestehenden Förderprogramme werden gestrafft."480

Quelle: Kapitel „Zukunftsland MV"484, Präambel479.

CDU — mehr Details

Bei der Digitalisierung setzt das Programm ein Enddatum: Bis spätestens 2030 sollen Modernisierung und Digitalisierung von Landes- und Kommunalverwaltung so weit abgeschlossen sein, dass alle Behördengänge digital möglich sind; alle Antragsverfahren bei Landesbehörden sollen ab 2028 für Unternehmen und ab 2029 für alle Antragsteller digital laufen85,501. Instrumente sind ein MV-Serviceportal mit App, ein digitales Postfach, E-Akte, E-Signatur und E-Rechnung, das Once-Only-Prinzip und ein registerbasierter Zensus 2031502. Zur Entbürokratisierung soll ein „Effizienzgesetz" alle bestehenden Berichts-, Dokumentations- und Aufbewahrungspflichten zum 31. Dezember 2028 auslaufen lassen; für neue Gesetze gelten Digital-, Bürokratie- und Belastungscheck, und: „Eine Übererfüllung von EU- und Bundesvorgaben wird es mit uns nicht geben"503. Beim Personal nennt das Programm die Ausgangslage: Bis 2035 scheide fast die Hälfte der Landesbeschäftigten altersbedingt aus; 25 Prozent der Stellen in der Kernverwaltung werden nicht neu besetzt501,504. Finanzpolitisch: Bekenntnis zur Schuldenbremse, Schuldenabbau, Aufteilung von Jahresüberschüssen zu 50 Prozent Tilgung, 25 Prozent Konjunktur- und Ausgleichsrücklage und 25 Prozent sonstige Zwecke505; Verankerung eines Mechanismus „analog zu der Schweizer Schuldenbremse" in Landesverfassung und Landeshaushaltsordnung505; eine Haushaltsstrukturkommission506; und eine Anhebung der eigenfinanzierten Investitionsquote um mindestens 2 Prozentpunkte auf dauerhaft mindestens 18 Prozent507. Für die Kommunen: uneingeschränkte Konnexität, eine Novelle des Finanzausgleichsgesetzes und eine Infrastrukturpauschale von mindestens 200 Millionen Euro508.

Aus dem Programm:
  • „Bis 2035 werden wir 25 Prozent der Stellen in der Kernverwaltung nicht neu besetzen."504
  • „Wir erlassen am Anfang der Legislaturperiode ein Effizienzgesetz, wonach alle bestehenden Berichts- und Dokumentations- und Aufbewahrungspflichten zum 31. Dezember 2028 auslaufen"503
  • „Das Konnexitätsprinzip wird uneingeschränkt angewendet, bestehende Aufgabenübertragungen werden überprüft und nachfinanziert."508

Quelle: Kapitel H „Zukunftsland"509, Kommunen508.

Die Linke — mehr Details

Das Finanzkapitel formuliert die Umverteilungslogik offen: Vermögen, Spitzenverdienste und Finanztransaktionen sollen „angemessen zur Finanzierung gesellschaftlicher Aufgaben herangezogen werden". Unter Berufung auf Finanzökonom:innen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung setzt das Programm einen Landesertrag von 1,7 Milliarden Euro jährlich aus einer wiedereingeführten Vermögenssteuer an496. Konkret gefordert werden: die Abschaffung der Schuldenbremse, die Reaktivierung der Vermögenssteuer nach Art. 106 Abs. 2 Nr. 1 GG mit einer Million Euro Freibetrag und Schonung selbstgenutzter Immobilien, eine Reform der Erbschaftssteuer, eine einmalige Vermögensabgabe, die Abschaffung des Ehegattensplittings und Gender Budgeting mit verpflichtender Genderanalyse bei der Haushaltsaufstellung497. Kommunal: Stärkung und Stabilisierung der Finanzausstattung, Weiterentwicklung der Gewerbesteuer zu einer konjunkturunabhängigeren Gemeindewirtschaftssteuer, vollständiger Ausgleich von Bundesgesetzfolgen nach dem Konnexitätsprinzip, Entlastung bei Projektbürokratie und Altschulden, eine Erhöhung pauschaler Zuweisungen wie Infrastrukturpauschale und Regionalbudgets und mehr Gestaltungsfreiheit bei freiwilligen Leistungen496,498. Die Verwaltungsstrukturen nach der Kreisgebietsreform sollen „auf Bürgernähe und Effizienz" überprüft werden498. Bei der Transparenz: grundsätzlich öffentlich tagende Ausschüsse und ein Transparenzgesetz mit Informationsregister nach Hamburger Vorbild498. Digital: eine Digitalstrategie „Digitales MV", flächendeckend Glasfaser und Mobilfunk bis 2030, der Ausbau des MV-Serviceportals, Priorität für Open Source und eine Stärkung der Datenschutzbeauftragten499.

Aus dem Programm:
  • „Die Schuldenbremse abschaffen, da sie notwendige Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Klimaschutz verhindert."496
  • „Dass Steuerausfälle oder Mehrkosten des Landes und seiner Kommunen durch Bundesgesetze auch durch die Bundesebene vollständig ausgeglichen werden (Konnexitätsprinzip)."496
  • „Ein Transparenzgesetz mit einem leicht zugänglichen Informationsregister nach Hamburger Vorbild einführen"498

Quelle: Kapitel 4 „Finanzen"497, Kapitel 16 „Kommunen und Landesentwicklung"500, Kapitel 18 „Digitales und Medien"499.

Grüne — mehr Details

Das Finanzkapitel räumt einleitend ein: „Gleichzeitig sind die Spielräume im Landeshaushalt begrenzt"510. Drei Kernforderungen stehen am Anfang: Bundesmittel direkt an die Kommunen weiterreichen statt über Landesförderprogramme; besser ausgestattete Finanzämter, Steuerfahnder und Staatsanwaltschaften; und kein Verkauf landeseigener Grundstücke, stattdessen Erbbaurecht. Bei den Investitionen will das Programm „die durch Änderungen an der Schuldenbremse gewonnenen Möglichkeiten für nachhaltige Zukunftsinvestitionen nutzen. Für Bildung, Verkehr, Umwelt- und Klimaschutz. Kredite zur Finanzierung von laufenden konsumtiven Einmalausgaben lehnen wir ab."511 Hinzu kommen ein Nachhaltigkeitscontrolling für Investitionen aus dem Bundes-Sondervermögen, nachhaltige Anlagestrategien der Landesfinanzen und eine ausgebaute unterjährige Berichterstattung an Landtag und Öffentlichkeit. Steuerpolitisch beschränkt sich das Kapitel auf den Vollzug: Stärkung von Steuerverwaltung, Ermittlungsbehörden und Justiz durch gute Bezahlung, Nachwuchsförderung und digitale Ausstattung sowie eine engere Zusammenarbeit mit der Financial Intelligence Unit512. Bei den Kommunalfinanzen: mehr direkte Zuweisungen statt komplizierter Förderprogramme, „eine echte Umsetzung von Konnexität", ein Klimapakt mit den Kommunen und ein Klimafonds, aus dem Kommunen bis zu 300.000 Euro für Machbarkeitsstudien, Wärmeplanung oder Effizienzmaßnahmen erhalten können — finanziert aus Einnahmen erneuerbarer Energien auf landeseigenen Flächen513. Bei der Digitalisierung: eine verbindliche landesweite Digitalstrategie, eine Stärkung des landeseigenen IT-Dienstleisters, eine Open-Source-Strategie „orientiert am Vorbild Schleswig-Holsteins", der Erhalt der eigenständigen Datenschutzaufsicht und ab 2028 nur noch vollständig barrierefreie Neu- und Weiterentwicklungen von Landessoftware514.

Aus dem Programm:
  • „eine echte Umsetzung von Konnexität zwischen Land und den Kommunen fördern: Wer bestellt, muss auch bezahlen."513
  • „Kommunen sollen daraus bis zu 300.000 Euro für Machbarkeitsstudien, Wärmeplanung oder Effizienzmaßnahmen erhalten können."513
  • „Kredite zur Finanzierung von laufenden konsumtiven Einmalausgaben lehnen wir ab."511

Quelle: Kapitel 16 „Finanzen"515, Kapitel 7 „Digitalisierung"514.

FDP — mehr Details

Die Leitthese ist die zugespitzteste aller sieben Programme: „Mecklenburg-Vorpommern hat kein Einnahmeproblem. Das Land hat ein Ausgabenproblem." — bei Steuereinnahmen auf Rekordniveau und einer drohenden „milliardenschwere[n] Finanzierungslücke"524. Gefordert werden: Ausgaben richten sich nach den Einnahmen; eine deutliche Reduktion konsumtiver Ausgaben, besonders für Gutachten und externe Berater; eine Prüfung aller Subventionen und Förderprogramme auf Wirksamkeit mit Beendigung unwirksamer Programme; ein aussagekräftiger Subventionsbericht; dezentrale Budgetverantwortung; eine Stärkung des Landesrechnungshofs; eine verpflichtende Folgekostenabschätzung vor jeder Beschlussfassung; ein konsolidierter Gesamtabschluss als „Konzernbilanz" des Landes inklusive impliziter Schulden wie Pensionszusagen und Bürgschaften; sowie mindestens vierteljährliche Berichte an den Landtag über Sondervermögen525. Verfassungsrechtlich: „Strenge Schuldenregeln gehören in die Landesverfassung"524, eine „verfassungsfeste und verbindliche Neuverschuldungsregel für Bund und Länder" in Grundgesetz und Landesverfassung526, Kredite nur für Investitionen. Steuerlich: Senkung der Grunderwerbsteuer von 6 auf 3,5 Prozent, ein Freibetrag von 500.000 Euro für selbstgenutzten Wohnraum, eine Grundsteuerreform-Evaluation mit Flächenmodell, eine Absage an Vermögen-, Erbschaft- und Gewerbekapitalsteuer, eine Anhebung des Grundfreibetrags um mindestens 1.000 Euro und eine Unternehmensteuer mit einer Gesamtbelastung von höchstens 20 Prozent527. Bei der Digitalisierung: ein Rechtsanspruch auf digitale Verwaltungsleistungen, das Once-Only-Prinzip, die E-Akte in allen Landesbehörden und das Ziel, bis 2030 keinen Antrag mehr auf Papier zu benötigen528. Bei den Kommunen: strikte Konnexität, Entflechtung der Finanzströme, die Eins-zu-eins-Weitergabe von Bundesmitteln, ein Mindestumfang freiwilliger Leistungen im Finanzausgleichsgesetz und eine Prüfung der Landkreisstruktur529.

Aus dem Programm:
  • „Mecklenburg-Vorpommern hat kein Einnahmeproblem. Das Land hat ein Ausgabenproblem. Die Steuereinnahmen liegen auf Rekordniveau."524
  • „Für uns Freie Demokraten ist klar: Strenge Schuldenregeln gehören in die Landesverfassung."524
  • „bis 2030 umsetzen, dass kein Antrag mehr auf Papier zu stellen ist und keine Formulare mehr per Post versendet werden."530

Quelle: Kapitel 4 „Finanzen und Haushalt"531, Kapitel 5 „Kommunen"532, Digitalisierung528.

BSW — mehr Details

Das Kommunalkapitel beginnt mit einer Diagnose: „Die Kommunen sind massiv verschuldet, haben keinen Spielraum mehr für Investitionen"516; zugleich erbrächten Kommunen „achtzig Prozent aller Verwaltungsleistungen in Deutschland"516. Gefordert werden eine auskömmliche Finanzierung statt eines „ausufernden, bürokratischen Förderwesens", pauschale Zuweisungen insbesondere aus dem Bundes-Sondervermögen und ein Verzicht auf kommunale Eigenanteile, wo sie „faktisch nicht leistbar sind"517. Der Grundsatz lautet: „Keine Aufgabenverlagerung des Landes an Kommunen ohne entsprechenden Kostenausgleich."516. Bei der Verwaltung: eine einheitliche Digitalisierung mit klaren Standards und Schnittstellen, eine Vereinheitlichung von Formularen und ausdrücklich der „Erhalt analoger Alternativen"517. Im Digitalkapitel: flächendeckender Ausbau von Glasfaser und 5G, das Schließen von Funklöchern, das Once-Only-Prinzip, medienbruchfreie Verfahren, Open-Source-Software, die Stärkung des Datenverarbeitungszentrums als zentraler IT-Integrator und der Leitsatz „Erst vereinfachen, dann digitalisieren"; bei KI gelten menschliche Letztentscheidung, Haftungsregeln und europäische Lösungen, dazu „Keine anlasslose Datensammlung und keine Chatkontrollen"518. Das Haushaltskapitel ist mit zwei Seiten das kürzeste des Programms: Umschichtung statt Neuverschuldung — „weg von Prestigeprojekten, ineffizienten Strukturen und überzogenen Rüstungsausgaben" —, Kreditaufnahme nur für langfristige Werte, Haushaltstransparenz auch für Sondervermögen und eine systematische Aufgabenkritik; als Negativbeispiel wird der Umbau der Alten Post in Schwerin zur Staatskanzlei genannt519. Steuerpolitisch bleibt das Programm zurückhaltend: Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen und kleiner Betriebe.

Aus dem Programm:
  • „Das Konnexitätsprinzip („Wer bestellt, bezahlt.") muss konsequent gelten."520
  • „Keine ideologischen Haushaltsvorgaben: Haushaltspolitik muss sich an realen Bedarfen orientieren, nicht an starren Schulden- oder Sparzielen, die soziale und wirtschaftliche Schäden verursachen."520
  • „Flächendeckender Ausbau von Glasfaser und 5G sowie konsequentes Schließen von Funklöchern."521

Quelle: Kapitel 7 „Starke Kommunen und Demokratie"522, Kapitel 9.2 Digitalisierung518, Kapitel 10 „Vernünftige Haushaltspolitik"523.

Wo die eigentliche Trennlinie verläuft: Bei der Schuldenbremse gibt es fünf verschiedene Haltungen — und zwei Schweigen. CDU und FDP wollen die Regel verschärfen und in der Landesverfassung verankern, die AfD bekennt sich zu ihr und lehnt Umwege ab, die Linke will sie abschaffen, die Grünen setzen bereits erweiterte Bundesspielräume voraus, ohne zur Landesverfassung Stellung zu nehmen — bei SPD und BSW kommt das Wort überhaupt nicht vor, obwohl beide Ausgabenprogramme vorlegen. Die zweite Trennlinie betrifft die Bundesmilliarden: Die SPD bündelt sie im „MV-Plan 2035", Grüne, BSW und AfD wollen sie stattdessen pauschal und direkt an die Kommunen weiterreichen. Beim Personal wollen AfD und CDU aktiv abbauen (25 Prozent der Kernverwaltung bis 2035), Grüne und Linke wollen die Steuerverwaltung ausbauen. Und eine Gemeinsamkeit gibt es auch: Alle sieben fordern eine strengere Anwendung des Konnexitätsprinzips.

🗳️ Demokratie, Kultur & Zusammenhalt

In diesem Kapitel liegen die größten Extreme dieser Wahl beieinander: Ein Programm beginnt mit fünf Seiten Friedens- und Militärpolitik, ein anderes will den NDR-Staatsvertrag kündigen, ein drittes ein Verbotsverfahren gegen die AfD mitinitiieren — und zwei Programme erwähnen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit keinem Wort. Was in keinem der sieben vorkommt, ist die Klimastiftung MV.

SPD

Qualifizierte Volksbefragung einführen, Wahlalter 16 als eigene Bilanz, Bekenntnis zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

AfD

NDR-Staatsvertrag kündigen, Rundfunkbeitrag abschaffen, Quoren für Volksentscheide auf fünf Prozent senken, Demokratieklausel.

CDU

Kultur als Daseinsvorsorge, Demokratieklausel für geförderte Vereine, Gendern in Schule und Verwaltung untersagen.

Die Linke

AfD-Verbotsverfahren mitinitiieren, 8. Mai als Feiertag, Hürden für Volksentscheide senken, Kultur als Pflichtaufgabe.

Grüne

Bürger*innenräte gesetzlich verankern, Wählbarkeit ab 16 auf Kommunalebene, Kultur als Pflichtaufgabe, SED-Aufarbeitung stärken.

FDP

Meinungsfreiheit, verschlankter Rundfunk mit sinkendem Beitrag, Mahnmal für SED-Opfer — direkte Demokratie kommt nicht vor.

BSW

Frieden als Kapitel 1, Bürgerentscheide erleichtern, Rundfunkbeitrag auf 10 Euro begrenzen, Corona-Untersuchungsausschuss.

SPD — mehr Details

Als eigene Bilanz nennt das Programm die Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre, die Verankerung des Schutzes jüdischen Lebens in der Landesverfassung, die Aufhebung der Altersgrenzen für kommunale Wahlämter, ein modernes Petitionsrecht mit öffentlichen Online-Petitionen und die Förderung von Bürgerräten540. Neu ist die Ankündigung, „die qualifizierte Volksbefragung einführen" zu wollen541. Gegen Rechtsextremismus setzt die SPD auf verschärfte Waffenbesitzkontrollen und Entwaffnung, den Ausbau von Kriminalprävention und Repression, die Fortschreibung des Landesprogramms „Demokratie und Toleranz gemeinsam stärken!" samt Regionalzentren und Opferberatung sowie einen zu prüfenden „Demokratie- und Zusammenhaltsmonitor"260. Wer die Werte des Grundgesetzes nicht teile, dürfe nicht in der öffentlichen Verwaltung arbeiten262. Bei der Erinnerungskultur: Ausbau der Fachstelle Gedenkstättenarbeit, das Bildungs- und Dokumentationszentrum Prora, das Wehrmachtgefängnis Anklam, Golm und Peenemünde mit Erinnerung an „etwa 20.000 ermordeten Häftlinge" beim Bau der V2542. Medienpolitisch bekennt sich das Programm zu einem „starken und unabhängigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk", fordert zugleich aber, dass „die Strukturen effizient gestaltet werden, um weiterhin die Akzeptanz für eine solidarische Finanzierung aufrechtzuerhalten"543; hinzu kommen Bürgermedien und eine Zustellförderung für gedruckte Zeitungen254. In der Kultur soll der Theaterpakt auch nach 2028 fortgeführt werden544, ergänzt um Mindesthonorare, eine Debatte über „Kunst und Kultur als Staatsziel", einen Kulturatlas, das Pommersche Landesarchiv und ein Archäologisches Landesmuseum545. Außenpolitisch nennt das Programm eine „Ostsee-Allianz" mit Polen als „Herzstück" und eine Regionalpartnerschaft mit Tschernihiw264.

Aus dem Programm:
  • „Um Bürgerinnen und Bürger stärker an Entscheidungen zu beteiligen, wollen wir die qualifizierte Volksbefragung einführen."541
  • „Wir haben das Wahlalter auf 16 Jahre abgesenkt und damit jungen Menschen mehr Mitbestimmung ermöglicht."540
  • „Die SPD Mecklenburg-Vorpommern bekennt sich zu einem starken und unabhängigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk."542

Quelle: Kapitel zu Demokratie, wehrhafter Demokratie und Medien546, Kultur547, Europa548.

AfD — mehr Details

Vorbild der direkten Demokratie ist die Schweiz; verbindliche Volksentscheide sollen auch über „große Finanzausgaben sowie Beitritte oder Austritte zu supranationalen Organisationen" möglich sein535. Ein Volksbegehren soll bereits ab fünf Prozent der Wahlberechtigten zum Volksentscheid führen; einfache Gesetze bedürfen mehr als 50 Prozent, Verfassungsänderungen mehr als zwei Drittel der abgegebenen Stimmen; ein Beteiligungsquorum wird abgelehnt536. Kommunal soll das Bürgerbegehrensquorum auf fünf Prozent sinken, die Zulässigkeitsprüfung vorgezogen und die Gemeinde zu einer verbindlichen Kostenberatung verpflichtet werden536. Medienpolitisch sollen NDR-Staatsvertrag und Medienstaatsvertrag gekündigt und durch einen „schlanken Grundfunk" ersetzt werden, der sich auf Information, Bildung, Kultur und regionale Berichterstattung beschränkt; der Rundfunkbeitrag wird abgeschafft, aktive Berufspolitiker im Rundfunkrat nicht mehr zugelassen und überzähliges Vermögen in einen Abwicklungsfonds für Pensionslasten und Personalabbau überführt; das Jahresbudget des Systems wird mit über acht Milliarden Euro beziffert537. Jede finanzielle Förderung „diese[r] linksradikalen Netzwerke" soll enden; eine Demokratieklausel verpflichtet jeden Zuwendungsempfänger schriftlich zu Verfassungstreue und politischer Neutralität537. Ein Untersuchungsausschuss soll die Coronamaßnahmen aufarbeiten187. In der Kultur: Bekenntnis zum Theaterpakt, ein Förderschwerpunkt auf deutscher, niederdeutscher und europäischer Kultur einschließlich des Erbes Fritz Reuters, Erhalt und Sanierung von Krieger- und Gefallenendenkmälern sowie ein landesarchäologisches Museum in kosteneffizienter Ausführung538.

Aus dem Programm:
  • „Ein Beteiligungsquorum für Volksentscheide lehnen wir ab, um Boykottversuche durch Nichtteilnahme zu verhindern"536
  • „Der Rundfunkbeitrag wird abgeschafft."537
  • „Wir führen eine Demokratieklausel als verbindliche Voraussetzung für jede Landesförderung ein."537

Quelle: Kapitel „Freiheitsland MV"539, „Heimatland MV"427.

CDU — mehr Details

Kultur wird ausdrücklich als „öffentliche Daseinsvorsorge" bezeichnet, nicht als freiwillige Leistung554. Vorgesehen sind eine flächendeckende Förderung lokaler Kulturorte, ein Sofortprogramm Denkmalschutz mit festen Entscheidungsfristen, die Wiederauflage des Kirchensanierungsfonds mit Verankerung im Landeshaushalt, ein Kultur-Investitionsprogramm und mehrjährige Fördervereinbarungen555. Sprachpolitisch untersagt das Kernversprechen „MV-Sprache" das Gendern und verpflichtet Schule und Verwaltung auf die Vorgaben des Rats für deutsche Rechtschreibung; Niederdeutsch wird gefördert, seine Nennung auf Ortstafeln geprüft148,556. Bei der Erinnerungskultur sollen alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend einmal in der Schullaufbahn ein ehemaliges Konzentrationslager und eine Stasi-Gedenkstätte besuchen557,558; an der Universität Rostock soll ein „Arno-Esch-Zentrum" für vergleichende Kommunismus- und Diktaturgeschichte entstehen559. Gegenüber der Zivilgesellschaft gilt: Staatliche Fördermittel für Nichtregierungsorganisationen nur bei schriftlicher Verpflichtung auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung und schriftlicher Distanzierung von Antisemitismus — ausdrücklich auch für Träger des Bundesprogramms „Demokratie leben!"318. Schulen müssen Jugendoffiziere der Bundeswehr einladen560, eine Zivilklausel an Hochschulen wird ausgeschlossen561. Beim Rundfunk bekennt sich das Programm zum öffentlich-rechtlichen System, verbindet dies aber mit einer Strukturreform zugunsten der Beitragsstabilität und einer Konzentration auf den Informations- und Bildungsauftrag562.

Aus dem Programm:
  • „Mit uns gibt es staatliche Fördermittel für Nichtregierungsorganisationen (NGOs) ausschließlich dann, wenn diese sich schriftlich zur Einhaltung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung („Demokratieklausel") verpflichten"318
  • „Schülerinnen und Schüler aus Mecklenburg-Vorpommern sollen verpflichtend einmal in der Schullaufbahn ein ehemaliges Konzentrationslager und eine Stasi-Gedenkstätte besuchen."558
  • „Die freie kulturelle Lebensart wird geschützt, ideologische Bevormundung oder Cancel Culture finden keinen Platz."563

Quelle: Kapitel J „Kulturland"564, Demokratieklausel318, Erinnerungskultur557,559.

Die Linke — mehr Details

Das Demokratiekapitel verlangt eine bessere Ausfinanzierung der Landeszentrale für politische Bildung, eine stärkere Förderung von Kinder- und Jugendparlamenten und Bürger:innenräten sowie eine Absenkung der Voraussetzungen für Volksbegehren und Volksentscheide549. Zivilgesellschaftliche Demokratieförderung soll über ein Landesdemokratiefördergesetz und Projektlaufzeiten von mindestens zwei Jahren abgesichert werden; benannt werden die Landeszentrale, Regionalzentren, LOBBI, Bidaya und Exit. Gegen extrem rechte Strukturen fordert das Programm ein konsequentes Vorgehen gegen militant-rechte Netzwerke „einschließlich der Prüfung von Verboten sowie der Entwaffnung von Neonazis", eine wissenschaftliche Dauerbeobachtung, ein AfD-Verbotsverfahren und den 8. Mai als gesetzlichen Feiertag496. In der Kultur: Verankerung als Pflichtaufgabe, ein Kulturfördergesetz, mehrjährige Förderstrukturen, verbindliche Mindest- und Basishonorare, Ausstellungsvergütungen, baurechtlicher Bestandsschutz für Kulturorte und eine Stärkung von Denkmalschutz, Baukultur und Erinnerungskultur550. Medienpolitisch beschränkt sich das Programm auf die Stärkung der Medienanstalt MV durch Absenkung oder schrittweise Abschaffung des „Vorwegabzugs der Beitragszahlungen", den Ausbau der Medienbildung und, auf Bundesebene, Haftungs- und Sorgfaltspflichten für Tech-Konzerne551. Das Schlusskapitel zu Europa verortet die Partei ausdrücklich als „Teil einer Friedensbewegung", „für Sicherheitspartnerschaft statt Konfrontation, für Abrüstung statt Aufrüstung, für Entmilitarisierung statt Militarisierung" — ausdrücklich „auf dem Boden des Grundgesetzes", in dem „das Friedensgebot ebenso verankert" sei „wie der Verteidigungsauftrag"552.

Aus dem Programm:
  • „Ein Verbotsverfahren gegen die AfD durch das Bundesverfassungsgericht mitinitiieren."496
  • „Die Voraussetzungen für Volksbegehren und Volksentscheide absenken, um direkte Demokratie zugänglicher zu machen."549
  • „für Abrüstung statt Aufrüstung, für Entmilitarisierung statt Militarisierung des öffentlichen Lebens"552

Quelle: Kapitel 3 „Demokratie und Zusammenhalt"553, Kapitel 17 „Kunst und Kultur"550, Kapitel 18 „Digitales und Medien"499, Kapitel 20 „Europa"552.

Grüne — mehr Details

Das Demokratiekapitel fasst zusammen: „Beteiligung ist für uns kein Extra, sondern der Kern einer lebendigen Demokratie"565. Konkret gefordert werden eine Rechtsgrundlage für die Einsetzung von Bürger:innenräten auf Landes- und Kommunalebene, verbindliche Beteiligungs- und Anhörungsrechte, Kinder- und Jugendbeiräte mit Antragsrecht in den Fachausschüssen der Gemeindevertretungen, eine gesetzliche Verankerung des Landesprogramms „Demokratie und Toleranz gemeinsam stärken", eine erleichterte Bildungsfreistellung und ein Dorffest-Programm mit bis zu 5.000 Euro jährlich je Veranstaltung566. Bei der direkten Demokratie: eine verbindliche Vorabprüfung der Zulässigkeit von Volks- und Bürgerbegehren vor der Unterschriftensammlung, eine automatisch aufschiebende Wirkung erfolgreicher Begehren und die Reduzierung von Themenausschlüssen325. Beim Wahlrecht: Absenkung des Mindestalters für die Wählbarkeit in Gemeindevertretungen und Kreistagen auf 16 Jahre, ein Kommunalwahlrecht für Nicht-EU-Bürger:innen nach mehr als fünf Jahren in Deutschland und die Förderung geschlechterparitätischer Kandidat:innenlisten325. Bei der Erinnerungskultur: Sicherung von Gedenkstätten, Archiven und Initiativen zur SED-Aufarbeitung „statt Mittel zu kürzen" und eine verbindliche schulische Verankerung von SED-Diktatur, Nationalsozialismus und Holocaust — „Die Verbrechen des Nationalsozialismus und der Holocaust sind und bleiben singulär."567. Im Umgang mit Extremismus: Ausschöpfung der „zur Verfügung stehenden rechtsstaatlichen Mittel" gegen die rechtsextreme Szene und eine gesetzliche Grundlage für die Landeszentrale für politische Bildung568. In der Kultur: ein Kulturgesetz, Kultur als Pflichtaufgabe, institutionelle Förderung soziokultureller Orte, eine Fortschreibung und Dynamisierung des Theaterpakts, ein Games-Förderprogramm über eine Million Euro und der Erhalt des Reaktorblocks 6 in Lubmin als technikgeschichtliches Zeugnis569.

Aus dem Programm:
  • „das Landes- und Kommunalwahlgesetz so zu ändern, dass das Mindestalter für die Wählbarkeit in Gemeindevertretungen und Kreistagen auf 16 Jahre abgesenkt wird."325
  • „sicherstellen, dass erfolgreiche Volks- und Bürgerbegehren eine automatisch aufschiebende Wirkung haben"325
  • „Wir schöpfen die zur Verfügung stehenden rechtsstaatlichen Mittel aus, um gegen eine weitere Ausbreitung und die fortschreitende Radikalisierung der rechtsextremen Szene vorzugehen."568

Quelle: Kapitel 11 „Demokratie: Wir geben allen eine Stimme"570, Kapitel 14.1568, Kapitel 15 „Kultur"569.

FDP — mehr Details

Beteiligung wird bei der FDP vor allem lokal und beratend gedacht: frühzeitige digitale Beteiligungsverfahren über ein barrierefreies Online-Portal zu Gesetzentwürfen61, Bürgerhaushalte zur kommunalen Prioritätensetzung581 und die Förderung von Kinder- und Jugendparlamenten470. Medienpolitisch ist das Programm ausführlich: Der Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks soll neu definiert und auf „Public Value" fokussiert, Doppelstrukturen innerhalb der ARD sowie zwischen ARD, ZDF und Deutschlandradio abgebaut, die Zahl linearer Programme reduziert, Mediatheken gestärkt, Aufsichtsgremien ohne aktive Politiker besetzt, die „Dritten" auf Regionalberichterstattung ausgerichtet und die terrestrische TV-Ausstrahlung perspektivisch beendet werden; der Rundfunkbeitrag soll „mittel- bis langfristig deutlich" sinken, alleinlebende Schülerinnen, Studierende, Auszubildende und Freiwilligendienstleistende sollen befreit werden582. Bei der Meinungsfreiheit fordert das Programm die vollständige und ersatzlose Streichung des § 188 StGB und eine Änderung des Digitale-Dienste-Gesetzes, damit Plattformen Inhalte unterhalb der Strafbarkeitsschwelle nicht löschen dürfen583. Beim Extremismus lautet die Kapitelüberschrift „Jeder Extremist ist Mist" — abgelehnt werden Intoleranz, Links- und Rechtsextremismus, religiöser Fanatismus und die Reichsbürgerbewegung; bestehende Präventionsprogramme werden „überprüfen und an die Herausforderungen der Gegenwart anpassen"584. Bei der Erinnerungskultur: Unterstützung der Gedenkstätten Demmlerplatz Schwerin und ehemalige Stasi-Untersuchungshaft Rostock, ein Mahnmal für die Opfer der SED-Diktatur in Landtagsnähe per Gestaltungswettbewerb und ein gesetzlicher Anspruch auf kostenlose Aktenherausgabe für Betroffene585,586. In der Kultur: fünf namentlich beschriebene „Kulturtrassen", die Initiative „Kultur ist Bildung" und eine leistungsbezogene dynamische Förderung aller Kulturinstitutionen587. Sicherheitspolitisch sollen Jugendoffiziere der Bundeswehr niedrigschwellig an Schulen kommen, mit Verweis auf den „Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine"588.

Aus dem Programm:
  • „den Rundfunkbeitrag mittel- bis langfristig deutlich senken, indem der Finanzbedarf strikt am präzisierten Auftrag, den verschlankten Strukturen sowie den Grundsätzen von Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit ausgerichtet wird."582
  • „uns für die vollständige und ersatzlose Streichung des § 188 StGB einsetzen."583
  • „das Archäologische Landesmuseum in Rostock nur auf Grundlage eines belastbaren Finanzierungskonzepts mit verbindlichem Kostenrahmen weiterverfolgen; automatische Kostenübernahmen lehnen wir ab."589

Quelle: Kapitel 8 „Rechtsstaatlichkeit", Abschnitte Meinungsfreiheit, Extremismus und Rundfunk590, Kultur und Erinnerungskultur591,586.

BSW — mehr Details

Das Programm beginnt — vor Wirtschaft, Sozialem und Bildung — mit dem Kapitel „Frieden und Dialog"571. Es räumt selbst ein: „Auch wenn Außen- und Militärpolitik formell Bundessache sind, tragen Länder und Kommunen Verantwortung dafür, wie sich Kriegsfolgen auf das Leben der Menschen auswirken"572. Konkret gefordert werden: Einsatz des Landes auf Bundesebene für Abrüstung und gegen die Stationierung neuer Mittelstreckenwaffen, eine klare Positionierung gegen das NATO-Hauptquartier „Commander Taskforce Baltic" in Rostock, der Erhalt des Überseehafens Rostock als zivilen Hafen, keine weitere Aufstockung des Luftwaffengeschwaders in Laage, keine weitere Ausweitung des Truppenübungsplatzes Jägerbrück, eine Reduktion von Militärtransporten „auf das unvermeidbare Mindestmaß", volle Transparenz über militärische Aktivitäten gegenüber Landtag und Öffentlichkeit, die Ablehnung einer Wiedereinsetzung der Wehrpflicht und keine Rekrutierungs- und Werbeveranstaltungen der Bundeswehr an Schulen und Hochschulen, „soweit dies in der Zuständigkeit des Landes liegt"573. Bei der Beteiligung: „Ausbau von Bürgerbeteiligung, etwa durch Bürgerräte und Bürgerabstimmungen bei wichtigen kommunalen Entscheidungen" und eine „Absenkung von Hürden für Bürgerinitiativen, Bürgerbegehren und Bürgerentscheide"574. Beim Ehrenamt: ein digitales Vereinsportal, ein Ersatz für die Ehrenamtskarte und ein „Soforthilfefonds für kleine Vereine, etwa in Höhe von 1.000 Euro pro Verein"575. Medienpolitisch fordert das Programm einen „staatsfernen, bürgernahen und meinungspluralistischen" Rundfunk, eine Strukturreform, „angemessene[n] Intendantengehälter[n]" und eine Begrenzung des Rundfunkbeitrags auf zehn Euro monatlich576. Zur Corona-Aufarbeitung: ein Untersuchungsausschuss im Schweriner Landtag, die vollständige Veröffentlichung aller Protokolle, die Erstattung gezahlter Bußgelder und ein „Amnestie- und Rehabilitationsgesetz"577.

Aus dem Programm:
  • „Absenkung von Hürden für Bürgerinitiativen, Bürgerbegehren und Bürgerentscheide, um direkte Demokratie zu stärken."574
  • „Der Rundfunkbeitrag ist für Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen zu hoch. Wir setzen uns dafür ein, dass er auf zehn Euro im Monat begrenzt wird."578
  • „Jedes Gefallenendenkmal ist ein Mahnmal für den Frieden."579

Quelle: Kapitel 1 „Frieden und Dialog"571, Kapitel 4.3 Kultur580, Kapitel 6.1 Corona-Aufarbeitung577, Kapitel 7 „Starke Kommunen und Demokratie"522.

Wo die eigentliche Trennlinie verläuft: Bei der direkten Demokratie: AfD, Linke, Grüne und BSW wollen Hürden senken, die SPD schlägt eine schwächere „qualifizierte Volksbefragung" vor — CDU und FDP behandeln das Thema überhaupt nicht. Beim Rundfunk reicht die Spanne von „abschaffen" (AfD: Rundfunkbeitrag, NDR-Staatsvertrag kündigen) über „deutlich senken" (FDP) und „auf zehn Euro begrenzen" (BSW) bis zu „bekennen, aber effizienter" (SPD, CDU) — bei Linken und Grünen kommt der öffentlich-rechtliche Rundfunk gar nicht vor. Im Umgang mit der AfD nennt nur Die Linke sie beim Namen und fordert ein Verbotsverfahren; SPD, Grüne, CDU und FDP sprechen von „rechtsextremer Szene" oder „jeglichem Extremismus", ohne die Partei zu erwähnen. Und beim Frieden steht das BSW allein: Kein anderes Programm macht Militär- und Russlandpolitik zum ersten Kapitel — bei den Grünen, der Linken und der SPD kommt „Russland" als Wort gar nicht vor, bei CDU und AfD ebenfalls nicht.

💶 Wer bezahlt das? Ein Quervergleich

Ein Befund vorweg, der für alle sieben gilt: Keines der Programme enthält eine Gesamtfinanzierungsrechnung, und keines nennt das Volumen des Landeshaushalts (2026: rund 11,67 Milliarden Euro). Unterschiedlich ist, wie viele Zahlen überhaupt vorkommen — und woher das Geld kommen soll.

ParteiBezifferte Euro-BeträgeGrößte eigene PositionWoher das Geld kommen soll„Schuldenbremse" im Programm
SPD rund 22 1,92 Mrd. € MV-Plan 2035486, davon 600 Mio. € für Schulen135 Ganz überwiegend Bundes- und EU-Mittel (Sondervermögen, GRW, ELER/EFRE) sowie Rückschauzahlen; Steuererhöhungen ausschließlich an den Bund adressiert kommt nicht vor
AfD 6 insgesamt, davon 3 für eigene Vorhaben 2,5 Mio. € Fonds „Pflege in Not"194; 3.000 € Baby-Begrüßungsgeld je Kind414 Kassensturz, Einsparung eines Ministeriums, Nicht-Nachbesetzung von Stellen, Straffung von rund 250 Förderprogrammen — alles unbeziffert 1×, bejahend („Landesschuldenbremse", S. 56)
CDU rund 26 Nennungen für etwa 12 Positionen mind. 200 Mio. € Infrastrukturpauschale für Kommunen508; 80 Mio. € Hochschulmittel593 Verwaltungsverschlankung (25 % Stellen bis 2035), Aufgabenkritik, Haushaltsstrukturkommission — Summen werden nicht genannt 3×, bejahend („Schweizer Schuldenbremse" in der Landesverfassung, S. 109)
Die Linke 9 300 Mio. € Bildungspaket141 1,7 Mrd. €/Jahr aus einer reaktivierten Vermögenssteuer496 — eine Bundesgesetzgebung; dazu Tourismus- und Nahverkehrsabgabe ohne Satzangabe 2×, ablehnend (Abschaffung gefordert, S. 8)
Grüne 5 1 Mio. € Games-Förderprogramm594 — der größte bezifferte Posten des Programms Erweiterte Kreditspielräume nach Änderungen an der Schuldenbremse, Bundes-Sondervermögen, Einnahmen aus Erneuerbaren auf Landesflächen, besserer Steuervollzug 1×, Lockerung vorausgesetzt511
FDP 4 — keiner davon eine Ausgabenposition des Landeshaushalts keine bezifferte eigene Ausgabe; 500.000 € Grunderwerbsteuer-Freibetrag533 ist eine Mindereinnahme Reduktion konsumtiver Ausgaben und Beraterkosten, Beendigung unwirksamer Förderprogramme, vor allem Wachstum statt Steuererhöhungen kommt nicht vor (der Sache nach verschärft: „Strenge Schuldenregeln gehören in die Landesverfassung", S. 68)
BSW 6, davon 1 mit Landesbezug 1.000 € Soforthilfefonds je Verein595 — der einzige bezifferte reine Landesposten Umschichtung „weg von Prestigeprojekten … und überzogenen Rüstungsausgaben"519, Bundes- und EU-Mittel, investive Kredite kommt nicht vor (aber: „keine starren Schulden- oder Sparziele", S. 94)

Drei Beobachtungen zum Quervergleich

Erstens: Die größten Zahlen sind selten Landesgeld. Die 1,92 Milliarden Euro der SPD stammen aus dem Bundes-Sondervermögen; die 1,7 Milliarden Euro der Linken setzen eine Bundessteuer voraus, die es nicht gibt; die Grünen setzen Kreditspielräume voraus, über die der Bund entscheidet. Nur die CDU und die AfD beziffern überwiegend Positionen, die aus dem Landeshaushalt kämen — und auch sie ohne Gegenrechnung.

Zweitens: Die Zahl der Euro-Beträge sagt wenig über die Kosten aus. Die Grünen nennen fünf Beträge, aber ihre teuersten Vorhaben — Kita-Schlüssel 1:4/1:10/1:17, kostenfreies U27-Ticket, Netzentgeltbefreiung — sind unbeziffert. Umgekehrt ist der größte im FDP-Programm genannte Betrag ein EU-Schwellenwert für Vergaben, kein Vorhaben.

Drittens: Steuersenkungen ohne Mindereinnahmen. AfD (Grunderwerbsteuer auf null für die erste selbstgenutzte Immobilie), CDU (Senkung der Grunderwerbsteuer als „weitere Zielstellung") und FDP (Grunderwerbsteuer von 6 auf 3,5 Prozent plus 500.000 Euro Freibetrag) fordern Senkungen einer Landessteuer, ohne die Mindereinnahmen zu beziffern. Die FDP verlangt im selben Programm eine „umfassende und realistische Folgekostenabschätzung" vor jeder Beschlussfassung 526.

🕳️ Was in den Programmen fehlt

Diese Tabelle beruht auf einer Volltextsuche über alle sieben Programme. Geprüft wurde jeweils, ob der Begriff überhaupt vorkommt — nicht, ob er ausführlich behandelt wird. Ein „ja" kann also auch eine einzige Erwähnung bedeuten; wo das der Fall ist, steht es dabei. Die Prüfung erfolgte über mehrere Textextraktionsverfahren, weil mehrspaltiger Satz, weiche Trennstriche und fehlerhaft zugeordnete Ligaturen bei naiver Suche zu falschen Ergebnissen führen.

BegriffSPDAfDCDULinkeGrüneFDPBSW
Klimastiftung MVneinneinneinneinneinneinnein
Nord Streamneinjaneinneinneinneinja
Rentenangleichung Ost / „Ostrenten"neinneinneinneinneinneinnein
Grenzkontrolle (Grenze zu Polen)neinneinneinneinneinneinnein
Werft / Werftenjajaneinjajajaja (1×)
„MV Werften" (Firmenname)neinneinneinneinneinneinnein
Klimaneutralität mit Zieljahrneinneinneinja (2045)ja (2035)neinnein
Windkraft-Flächenziel in Prozentneinneinneinneinneinneinnein
Netzentgeltejaneinneinneinjaneinja
Unterrichtsausfallneinjajaneinneinjanein
Kinderarmutneinneinneinjaneinneinja
Hebamme / Geburtshilfejajaneinjajaja (1×)nein
Universitätsmedizinjaneinjaneinja (1×)ja (1×)nein
Landarzt(quote)jajajajaneinneinnein
Pflege-Eigenanteileneinneinjajaneinneinja
Bezahlkarteneinjajajajajanein
Tarifbindungjaneinneinjaja (1×)neinja
Deutschlandticketjaneinjajajaja (1×)ja
Wolfjajajajaneinjaja
Küstenschutzjaneinjaneinneinjaja
Schuldenbremseneinjajajaja (1×)neinnein
Bundesratsinitiative (Begriff)neinneinneinjaneinjaja
Volksentscheid (Landesebene)neinjaneinjaneinneinnein
Wahlalter 16janeinneinneinja (passiv, kommunal)neinnein
Rundfunkbeitragneinjajaneinneinjaja
„AfD" (als Wort)neinjaneinjaneinneinnein
Bundeswehrja (2×)jajaneinneinjaja
Russland (als Wort)neinneinneinneinneinja (1×)ja (1×)
Was daran auffällt: Vier Zeilen sind durchgängig leer. Die Klimastiftung MV — der Vorgang, der die Wahlperiode über vier Jahre parlamentarisch beschäftigt hat — kommt in keinem einzigen Programm vor. Ebenso wenig die Rentenangleichung Ost, obwohl Mecklenburg-Vorpommern zu den Ländern mit den niedrigsten Renten zählt. Ebenso wenig Grenzkontrollen, obwohl das Land eine Außengrenze zu Polen hat und das Thema bundespolitisch präsent ist. Und ein Windkraft-Flächenziel in Prozent nennt keine Partei — weder die, die ausbauen wollen, noch die, die bremsen wollen. Auch der Firmenname „MV Werften" fehlt überall, obwohl die Insolvenz und ihre Folgen in fünf Programmen indirekt behandelt werden.

Quellen

Sämtliche Angaben auf dieser Seite stammen aus den sieben offiziellen Wahlprogrammen zur Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026. Seitenangaben beziehen sich auf die Seiten des jeweiligen Original-PDF.

  • AfD Mecklenburg-Vorpommern — „Bereit für die blaue Wende. AfD-Regierungsprogramm zur Landtagswahl 2026", 93 Seiten, elf Kapitel nach dem Muster „…land MV". Ein Beschlussdatum ist im Dokument nicht angegeben.
  • SPD Mecklenburg-Vorpommern — „Regierungsprogramm 2026–2031. Aufschwung, Zusammenhalt und Respekt", 95 Seiten, rund 35.600 Wörter. Ein Beschlussdatum ist im Dokument nicht angegeben.
  • Die Linke Mecklenburg-Vorpommern — „Sozial. Gerecht. Antifaschistisch. Unser Programm zur Landtagswahl 2026", 30 Seiten, zweispaltig, rund 14.000 Wörter, beschlossen vom Landesparteitag am 30. Mai 2026, Stand Juni 2026.
  • CDU Mecklenburg-Vorpommern — Wahlprogramm 2026 („Besser. Nur mit uns."), 139 Seiten, rund 34.000 Wörter, zehn Kapitel A bis J. Ein Beschlussdatum ist im Dokument nicht angegeben.
  • Bündnis 90/Die Grünen Mecklenburg-Vorpommern — Wahlprogramm für die Landtagswahl 2026 (Titelclaim „Klare Kante Zukunft — Für Mensch und Natur in MV"), 112 Seiten, 17 Kapitel, Stand 16. Juli 2026; „Die endgültige Beratung und Beschlussfassung erfolgte auf dem Parteitag am 6. Juni 2026 in Stralsund." 592
  • FDP Mecklenburg-Vorpommern — „Programm zur Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026", 152 Seiten, acht Kapitel, rund 32.400 Wörter. Ein Beschlussdatum ist im Dokument nicht angegeben.
  • BSW Mecklenburg-Vorpommern — „Frischer Wind in MV! – Mit Vernunft. Für Gerechtigkeit.", 94 Seiten, zehn Kapitel, rund 22.500 Wörter, beschlossen auf dem III. Landesparteitag am 14. März 2026.

Für Umfragen, Kandidat:innen, Wahlrecht, Regierungsbilanz und Verfassungsschutz-Einstufungen siehe den Quellenabschnitt des Haupt-Wegweisers.

Zur Methode und zu ihren Grenzen. Jedes Zitat wurde gegen mindestens zwei unabhängige Textextraktionen des jeweiligen PDF geprüft. Das ist notwendig, weil die Vorlagen unterschiedlich gesetzt sind: Mehrere Programme sind mehrspaltig, wodurch eine layoutorientierte Extraktion Spalten verschränkt; in vielen Dokumenten stehen weiche Trennstriche innerhalb von Wörtern; und das BSW-PDF verwendet Ligaturglyphen ohne korrekte Zeichenzuordnung, sodass Buchstabenpaare wie „ft", „ti" und „tt" bei einfacher Textextraktion ersatzlos fehlen — eine Suche nach „Werft" oder „Bundesratsinitiative" schlägt dort ohne Korrektur fälschlich fehl. Für diese Seite wurde das BSW-Dokument deshalb zusätzlich zeichenweise neu extrahiert und die Ligaturen rückabgebildet. Die Aussage „kommt nicht vor" bezieht sich stets auf den exakten Begriff und auf den in der Zeile genannten Wortstamm; sie bedeutet nicht, dass die Sache inhaltlich nicht berührt wird — wo ein Programm dasselbe Thema mit anderen Worten behandelt, ist das in den Detailblöcken vermerkt. Diese Seite bewertet keine Position und gibt keine Wahlempfehlung.

Quellenverzeichnis

Jede Ziffer im Text verweist auf genau eine Seite (oder einen Seitenbereich) in einem der sieben Original-Wahlprogramme. Ein Klick öffnet das PDF an dieser Stelle; das Pfeilsymbol ↩ führt zurück zur ersten Fundstelle im Text. Alle Seitenangaben sind PDF-Seitenzahlen und wurden maschinell gegen den Volltext des jeweiligen Dokuments geprüft.

Wohin die Links führen: zu den Wahlprogrammen bei den Parteien selbst, nicht zu Kopien auf dieser Seite. Jede der sieben Dateien wurde am 9. September 2026 heruntergeladen und war byteidentisch mit der hier ausgewerteten Fassung, die Seitenzahlen stimmen also. Die Sprungmarke #page= funktioniert in Chrome, Edge, Firefox und Safari sowie in Adobe Acrobat — beim Programm der Grünen nicht, weil deren Server das PDF nur als Download ausliefert; dort führt der Link auf die Programmseite des Landesverbands, und die Seite steht in der Fußnote. Ändert eine Partei ihr PDF, kann sich die Seitenzählung verschieben; das Abrufdatum sagt, worauf sich die Angabe bezieht.

AfD Mecklenburg-Vorpommern: „Bereit für die blaue Wende. AfD-Regierungsprogramm zur Landtagswahl 2026"

Quelle: AfD-Regierungsprogramm-Mecklenburg-Vorpommern-2026.pdf beim Landesverband · 93 Seiten · Seitenangaben sind PDF-Seitenzahlen, geprüft am 9. September 2026. Beim Landesverband öffnen (abgerufen am 9. September 2026)

  1. 1 S. 13 ↩
  2. 2 S. 13–14 ↩
  3. 3 S. 15 ↩
  4. 4 S. 16 ↩
  5. 5 S. 16–17 ↩
  6. 6 S. 17 ↩
  7. 7 S. 12–17 ↩
  8. 8 S. 14 ↩
  9. 63 S. 81 ↩
  10. 64 S. 82 ↩
  11. 65 S. 68 ↩
  12. 66 S. 83 ↩
  13. 67 S. 83–84 ↩
  14. 68 S. 84 ↩
  15. 69 S. 84–85 ↩
  16. 70 S. 85–86 ↩
  17. 71 S. 86 ↩
  18. 72 S. 85 ↩
  19. 73 S. 80–87 ↩
  20. 74 S. 67–68 ↩
  21. 123 S. 24 ↩
  22. 124 S. 25 ↩
  23. 125 S. 27 ↩
  24. 126 S. 26–27 ↩
  25. 127 S. 29 ↩
  26. 128 S. 26 ↩
  27. 129 S. 31 ↩
  28. 130 S. 33 ↩
  29. 131 S. 32 ↩
  30. 132 S. 36 ↩
  31. 133 S. 23–36 ↩
  32. 187 S. 59 ↩
  33. 188 S. 61 ↩
  34. 189 S. 21–22 ↩
  35. 190 S. 62 ↩
  36. 191 S. 60 ↩
  37. 192 S. 62–63 ↩
  38. 193 S. 63–64 ↩
  39. 194 S. 64 ↩
  40. 195 S. 58–67 ↩
  41. 196 S. 22 ↩
  42. 243 S. 37 ↩
  43. 244 S. 38 ↩
  44. 245 S. 38–39 ↩
  45. 246 S. 39–40 ↩
  46. 247 S. 40–41 ↩
  47. 248 S. 41–43 ↩
  48. 249 S. 43 ↩
  49. 250 S. 44 ↩
  50. 251 S. 49 ↩
  51. 252 S. 37–45 ↩
  52. 253 S. 40 ↩
  53. 302 S. 48 ↩
  54. 303 S. 49–50 ↩
  55. 304 S. 50 ↩
  56. 305 S. 50–51 ↩
  57. 306 S. 51 ↩
  58. 307 S. 51–52 ↩
  59. 308 S. 53 ↩
  60. 309 S. 48–53 ↩
  61. 337 S. 67 ↩
  62. 338 S. 69 ↩
  63. 339 S. 70–71 ↩
  64. 340 S. 71 ↩
  65. 341 S. 73–76 ↩
  66. 342 S. 78 ↩
  67. 343 S. 79 ↩
  68. 344 S. 67–73 ↩
  69. 345 S. 73–80 ↩
  70. 346 S. 70 ↩
  71. 414 S. 19 ↩
  72. 415 S. 19–20 ↩
  73. 416 S. 21 ↩
  74. 417 S. 23 ↩
  75. 418 S. 65 ↩
  76. 419 S. 65–66 ↩
  77. 420 S. 66–67 ↩
  78. 421 S. 88 ↩
  79. 422 S. 55 ↩
  80. 423 S. 66 ↩
  81. 424 S. 90 ↩
  82. 425 S. 17–23 ↩
  83. 426 S. 63–67 ↩
  84. 427 S. 88–93 ↩
  85. 477 S. 55–56 ↩
  86. 478 S. 56 ↩
  87. 479 S. 10 ↩
  88. 480 S. 57 ↩
  89. 481 S. 57–58 ↩
  90. 482 S. 54 ↩
  91. 483 S. 58 ↩
  92. 484 S. 54–58 ↩
  93. 535 S. 45 ↩
  94. 536 S. 46 ↩
  95. 537 S. 47 ↩
  96. 538 S. 92–93 ↩
  97. 539 S. 45–47 ↩

SPD Mecklenburg-Vorpommern: „Regierungsprogramm 2026–2031. Aufschwung, Zusammenhalt und Respekt"

Quelle: SPD_MV_Programm_2026.pdf beim Landesverband · 95 Seiten · Seitenangaben sind PDF-Seitenzahlen, geprüft am 9. September 2026. Beim Landesverband öffnen (abgerufen am 9. September 2026)

  1. 9 S. 7 ↩
  2. 10 S. 3 ↩
  3. 11 S. 27 ↩
  4. 12 S. 4 ↩
  5. 13 S. 20 ↩
  6. 14 S. 23 ↩
  7. 15 S. 7–10 ↩
  8. 16 S. 20–23 ↩
  9. 75 S. 15 ↩
  10. 76 S. 16 ↩
  11. 77 S. 15–17 ↩
  12. 78 S. 17 ↩
  13. 79 S. 18 ↩
  14. 80 S. 15–19 ↩
  15. 134 S. 64 ↩
  16. 135 S. 65 ↩
  17. 136 S. 67 ↩
  18. 137 S. 68 ↩
  19. 138 S. 69 ↩
  20. 139 S. 70 ↩
  21. 140 S. 64–71 ↩
  22. 197 S. 28 ↩
  23. 198 S. 28–29 ↩
  24. 199 S. 29 ↩
  25. 200 S. 30 ↩
  26. 201 S. 31–32 ↩
  27. 202 S. 75 ↩
  28. 203 S. 27–34 ↩
  29. 204 S. 75–76 ↩
  30. 254 S. 45 ↩
  31. 255 S. 46 ↩
  32. 256 S. 48 ↩
  33. 257 S. 47 ↩
  34. 258 S. 45–46 ↩
  35. 259 S. 49 ↩
  36. 260 S. 42–43 ↩
  37. 261 S. 58–60 ↩
  38. 262 S. 42 ↩
  39. 263 S. 45–50 ↩
  40. 264 S. 93 ↩
  41. 310 S. 60–61 ↩
  42. 311 S. 60 ↩
  43. 312 S. 61 ↩
  44. 313 S. 22 ↩
  45. 314 S. 32 ↩
  46. 347 S. 10 ↩
  47. 348 S. 11 ↩
  48. 349 S. 12 ↩
  49. 350 S. 24 ↩
  50. 351 S. 25 ↩
  51. 352 S. 5 ↩
  52. 353 S. 24–25 ↩
  53. 354 S. 82 ↩
  54. 355 S. 84 ↩
  55. 356 S. 89 ↩
  56. 357 S. 86 ↩
  57. 358 S. 10–12 ↩
  58. 359 S. 24–27 ↩
  59. 360 S. 81–91 ↩
  60. 428 S. 35 ↩
  61. 429 S. 34 ↩
  62. 430 S. 54 ↩
  63. 431 S. 53 ↩
  64. 432 S. 55 ↩
  65. 433 S. 38 ↩
  66. 434 S. 34–35 ↩
  67. 435 S. 36 ↩
  68. 436 S. 34–41 ↩
  69. 437 S. 53–55 ↩
  70. 485 S. 62 ↩
  71. 486 S. 63 ↩
  72. 487 S. 50–51 ↩
  73. 488 S. 55–56 ↩
  74. 489 S. 56–57 ↩
  75. 490 S. 57 ↩
  76. 491 S. 57–58 ↩
  77. 492 S. 51 ↩
  78. 493 S. 62–63 ↩
  79. 494 S. 50–53 ↩
  80. 495 S. 55–58 ↩
  81. 540 S. 41 ↩
  82. 541 S. 6 ↩
  83. 542 S. 44 ↩
  84. 543 S. 44–45 ↩
  85. 544 S. 78 ↩
  86. 545 S. 78–80 ↩
  87. 546 S. 41–45 ↩
  88. 547 S. 76–80 ↩
  89. 548 S. 92–94 ↩

Die Linke Mecklenburg-Vorpommern: „Sozial. Gerecht. Antifaschistisch. Unser Programm zur Landtagswahl 2026"

Quelle: Linke_MV_Landtagswahlprogramm_2026.pdf beim Landesverband · 30 Seiten · Seitenangaben sind PDF-Seitenzahlen, geprüft am 9. September 2026. Beim Landesverband öffnen (abgerufen am 9. September 2026)

  1. 17 S. 9 ↩
  2. 18 S. 10 ↩
  3. 19 S. 9–10 ↩
  4. 81 S. 21 ↩
  5. 82 S. 28 ↩
  6. 83 S. 21–22 ↩
  7. 141 S. 5 ↩
  8. 142 S. 6 ↩
  9. 143 S. 13 ↩
  10. 144 S. 4–6 ↩
  11. 205 S. 18–19 ↩
  12. 206 S. 12 ↩
  13. 207 S. 15 ↩
  14. 208 S. 19 ↩
  15. 265 S. 20 ↩
  16. 266 S. 24–25 ↩
  17. 267 S. 19–20 ↩
  18. 315 S. 13–14 ↩
  19. 316 S. 14 ↩
  20. 361 S. 20–21 ↩
  21. 362 S. 23–24 ↩
  22. 363 S. 22 ↩
  23. 364 S. 24 ↩
  24. 365 S. 23 ↩
  25. 438 S. 10–11 ↩
  26. 439 S. 11–12 ↩
  27. 440 S. 16 ↩
  28. 441 S. 12–13 ↩
  29. 442 S. 14–16 ↩
  30. 443 S. 11 ↩
  31. 444 S. 11–14 ↩
  32. 496 S. 8 ↩
  33. 497 S. 8–9 ↩
  34. 498 S. 25 ↩
  35. 499 S. 27–28 ↩
  36. 500 S. 25–26 ↩
  37. 549 S. 7 ↩
  38. 550 S. 26–27 ↩
  39. 551 S. 27 ↩
  40. 552 S. 29 ↩
  41. 553 S. 7–8 ↩

CDU Mecklenburg-Vorpommern: Wahlprogramm 2026 „Besser. Nur mit uns."

Quelle: Wahlprogramm-CDU-MV-2026.pdf beim Landesverband · 139 Seiten · Seitenangaben sind PDF-Seitenzahlen, geprüft am 9. September 2026. Beim Landesverband öffnen (abgerufen am 9. September 2026)

  1. 20 S. 8 ↩
  2. 21 S. 9–11 ↩
  3. 22 S. 10 ↩
  4. 23 S. 11 ↩
  5. 24 S. 13 ↩
  6. 25 S. 14 ↩
  7. 26 S. 16–17 ↩
  8. 27 S. 17 ↩
  9. 28 S. 12 ↩
  10. 29 S. 9 ↩
  11. 30 S. 8–25 ↩
  12. 84 S. 115 ↩
  13. 85 S. 6 ↩
  14. 86 S. 116 ↩
  15. 87 S. 119 ↩
  16. 88 S. 117 ↩
  17. 89 S. 121 ↩
  18. 90 S. 93 ↩
  19. 91 S. 120 ↩
  20. 92 S. 94 ↩
  21. 93 S. 116–117 ↩
  22. 94 S. 118 ↩
  23. 95 S. 91 ↩
  24. 96 S. 115–121 ↩
  25. 97 S. 58 ↩
  26. 145 S. 45 ↩
  27. 146 S. 47 ↩
  28. 147 S. 59 ↩
  29. 148 S. 7 ↩
  30. 149 S. 46 ↩
  31. 150 S. 56 ↩
  32. 151 S. 48–49 ↩
  33. 152 S. 55 ↩
  34. 153 S. 48 ↩
  35. 154 S. 51 ↩
  36. 155 S. 53 ↩
  37. 156 S. 50 ↩
  38. 157 S. 44–60 ↩
  39. 209 S. 74 ↩
  40. 210 S. 73 ↩
  41. 211 S. 69 ↩
  42. 212 S. 72 ↩
  43. 213 S. 76 ↩
  44. 214 S. 77–78 ↩
  45. 215 S. 78 ↩
  46. 216 S. 71–84 ↩
  47. 217 S. 73–75 ↩
  48. 218 S. 97 ↩
  49. 268 S. 29 ↩
  50. 269 S. 27 ↩
  51. 270 S. 33 ↩
  52. 271 S. 29–31 ↩
  53. 272 S. 31 ↩
  54. 273 S. 34–36 ↩
  55. 274 S. 39 ↩
  56. 275 S. 26–43 ↩
  57. 276 S. 30 ↩
  58. 277 S. 35 ↩
  59. 278 S. 36 ↩
  60. 317 S. 36–37 ↩
  61. 318 S. 37 ↩
  62. 319 S. 15 ↩
  63. 320 S. 16 ↩
  64. 321 S. 77 ↩
  65. 322 S. 15–16 ↩
  66. 366 S. 20–23 ↩
  67. 367 S. 86 ↩
  68. 368 S. 89 ↩
  69. 369 S. 87 ↩
  70. 370 S. 88 ↩
  71. 371 S. 105–106 ↩
  72. 372 S. 122–126 ↩
  73. 373 S. 122 ↩
  74. 374 S. 124 ↩
  75. 375 S. 85–95 ↩
  76. 376 S. 122–127 ↩
  77. 445 S. 19 ↩
  78. 446 S. 114 ↩
  79. 447 S. 68 ↩
  80. 448 S. 96–97 ↩
  81. 449 S. 97–98 ↩
  82. 450 S. 99 ↩
  83. 451 S. 96–100 ↩
  84. 452 S. 130 ↩
  85. 501 S. 101 ↩
  86. 502 S. 103–104 ↩
  87. 503 S. 102 ↩
  88. 504 S. 104 ↩
  89. 505 S. 109 ↩
  90. 506 S. 110 ↩
  91. 507 S. 111 ↩
  92. 508 S. 41 ↩
  93. 509 S. 101–114 ↩
  94. 554 S. 128 ↩
  95. 555 S. 129–130 ↩
  96. 556 S. 131–132 ↩
  97. 557 S. 52 ↩
  98. 558 S. 132 ↩
  99. 559 S. 63 ↩
  100. 560 S. 57 ↩
  101. 561 S. 64 ↩
  102. 562 S. 131 ↩
  103. 563 S. 129 ↩
  104. 564 S. 128–132 ↩
  105. 593 S. 62 ↩

Bündnis 90/Die Grünen Mecklenburg-Vorpommern: Wahlprogramm für die Landtagswahl 2026

Quelle: Wahlprogramm_GrueneMV_LTW26-web-korr01.pdf beim Landesverband · 112 Seiten · Seitenangaben sind PDF-Seitenzahlen, geprüft am 9. September 2026. Beim Landesverband öffnen (abgerufen am 9. September 2026)

  1. 31 S. 27 ↩
  2. 32 S. 29 ↩
  3. 33 S. 28–29 ↩
  4. 34 S. 32 ↩
  5. 35 S. 28 ↩
  6. 36 S. 30 ↩
  7. 37 S. 31 ↩
  8. 38 S. 26–33 ↩
  9. 98 S. 7 ↩
  10. 99 S. 6 ↩
  11. 100 S. 9 ↩
  12. 101 S. 8–9 ↩
  13. 102 S. 10 ↩
  14. 103 S. 11 ↩
  15. 104 S. 5–11 ↩
  16. 158 S. 41 ↩
  17. 159 S. 42 ↩
  18. 160 S. 43 ↩
  19. 161 S. 44 ↩
  20. 162 S. 39–44 ↩
  21. 219 S. 57 ↩
  22. 220 S. 59 ↩
  23. 221 S. 58 ↩
  24. 222 S. 59–60 ↩
  25. 223 S. 60 ↩
  26. 224 S. 61 ↩
  27. 225 S. 83 ↩
  28. 226 S. 56–61 ↩
  29. 279 S. 74 ↩
  30. 280 S. 75 ↩
  31. 281 S. 77 ↩
  32. 282 S. 76 ↩
  33. 283 S. 78 ↩
  34. 284 S. 72–79 ↩
  35. 285 S. 109 ↩
  36. 323 S. 92 ↩
  37. 324 S. 91 ↩
  38. 325 S. 69 ↩
  39. 326 S. 88–93 ↩
  40. 377 S. 3 ↩
  41. 378 S. 14–15 ↩
  42. 379 S. 110 ↩
  43. 380 S. 14 ↩
  44. 381 S. 18 ↩
  45. 382 S. 13 ↩
  46. 383 S. 16–17 ↩
  47. 384 S. 22 ↩
  48. 385 S. 20–25 ↩
  49. 386 S. 33 ↩
  50. 387 S. 23 ↩
  51. 388 S. 15 ↩
  52. 389 S. 12–19 ↩
  53. 390 S. 105–110 ↩
  54. 453 S. 63 ↩
  55. 454 S. 63–64 ↩
  56. 455 S. 64 ↩
  57. 456 S. 65 ↩
  58. 457 S. 50–55 ↩
  59. 458 S. 81–85 ↩
  60. 459 S. 51 ↩
  61. 460 S. 53 ↩
  62. 461 S. 62–65 ↩
  63. 462 S. 80–87 ↩
  64. 510 S. 101 ↩
  65. 511 S. 102 ↩
  66. 512 S. 103 ↩
  67. 513 S. 104 ↩
  68. 514 S. 45–49 ↩
  69. 515 S. 100–104 ↩
  70. 565 S. 67 ↩
  71. 566 S. 67–68 ↩
  72. 567 S. 71 ↩
  73. 568 S. 90 ↩
  74. 569 S. 94–99 ↩
  75. 570 S. 66–71 ↩
  76. 592 S. 111 ↩
  77. 594 S. 98 ↩

BSW Mecklenburg-Vorpommern: „Frischer Wind in MV! – Mit Vernunft. Für Gerechtigkeit."

Quelle: BSW.pdf beim Landesverband · 94 Seiten · Seitenangaben sind PDF-Seitenzahlen, geprüft am 9. September 2026. Beim Landesverband öffnen (abgerufen am 9. September 2026)

  1. 39 S. 22 ↩
  2. 40 S. 23 ↩
  3. 41 S. 37 ↩
  4. 42 S. 38 ↩
  5. 43 S. 44 ↩
  6. 44 S. 19 ↩
  7. 45 S. 20 ↩
  8. 46 S. 30 ↩
  9. 47 S. 34–36 ↩
  10. 48 S. 22–44 ↩
  11. 49 S. 19–20 ↩
  12. 50 S. 36 ↩
  13. 105 S. 24 ↩
  14. 106 S. 25 ↩
  15. 107 S. 25–26 ↩
  16. 108 S. 26 ↩
  17. 109 S. 27–28 ↩
  18. 110 S. 27 ↩
  19. 111 S. 41–42 ↩
  20. 112 S. 28 ↩
  21. 113 S. 24–28 ↩
  22. 163 S. 45 ↩
  23. 164 S. 46 ↩
  24. 165 S. 48 ↩
  25. 166 S. 14 ↩
  26. 167 S. 48–49 ↩
  27. 168 S. 47 ↩
  28. 169 S. 31 ↩
  29. 170 S. 49–50 ↩
  30. 171 S. 51–52 ↩
  31. 172 S. 45–50 ↩
  32. 173 S. 50–54 ↩
  33. 227 S. 57 ↩
  34. 228 S. 59 ↩
  35. 229 S. 59–61 ↩
  36. 230 S. 63 ↩
  37. 231 S. 64 ↩
  38. 232 S. 66 ↩
  39. 233 S. 57–66 ↩
  40. 286 S. 67 ↩
  41. 287 S. 67–68 ↩
  42. 288 S. 68 ↩
  43. 289 S. 68–69 ↩
  44. 290 S. 69–70 ↩
  45. 291 S. 71–72 ↩
  46. 292 S. 69 ↩
  47. 293 S. 67–72 ↩
  48. 327 S. 72 ↩
  49. 328 S. 73 ↩
  50. 329 S. 74 ↩
  51. 330 S. 72–74 ↩
  52. 331 S. 30–31 ↩
  53. 391 S. 21 ↩
  54. 392 S. 36–37 ↩
  55. 393 S. 80 ↩
  56. 394 S. 82 ↩
  57. 395 S. 81 ↩
  58. 396 S. 85 ↩
  59. 397 S. 87 ↩
  60. 398 S. 87–88 ↩
  61. 399 S. 89–90 ↩
  62. 400 S. 90 ↩
  63. 401 S. 79–88 ↩
  64. 463 S. 13–14 ↩
  65. 464 S. 18 ↩
  66. 465 S. 20–21 ↩
  67. 466 S. 16–17 ↩
  68. 467 S. 15 ↩
  69. 468 S. 11–21 ↩
  70. 516 S. 75 ↩
  71. 517 S. 76 ↩
  72. 518 S. 90–92 ↩
  73. 519 S. 93 ↩
  74. 520 S. 94 ↩
  75. 521 S. 91 ↩
  76. 522 S. 75–78 ↩
  77. 523 S. 93–94 ↩
  78. 571 S. 6–10 ↩
  79. 572 S. 6 ↩
  80. 573 S. 6–9 ↩
  81. 574 S. 77 ↩
  82. 575 S. 77–78 ↩
  83. 576 S. 55–56 ↩
  84. 577 S. 70–71 ↩
  85. 578 S. 56 ↩
  86. 579 S. 55 ↩
  87. 580 S. 54–56 ↩
  88. 595 S. 78 ↩

FDP Mecklenburg-Vorpommern: „Programm zur Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026"

Quelle: Landtagswahlprogramm_2026_0.pdf beim Landesverband · 152 Seiten · Seitenangaben sind PDF-Seitenzahlen, geprüft am 9. September 2026. Beim Landesverband öffnen (abgerufen am 9. September 2026)

  1. 51 S. 4 ↩
  2. 52 S. 7 ↩
  3. 53 S. 9–10 ↩
  4. 54 S. 11 ↩
  5. 55 S. 5 ↩
  6. 56 S. 9 ↩
  7. 57 S. 7–8 ↩
  8. 58 S. 14 ↩
  9. 59 S. 17 ↩
  10. 60 S. 3–35 ↩
  11. 61 S. 10 ↩
  12. 62 S. 16 ↩
  13. 114 S. 32 ↩
  14. 115 S. 32–33 ↩
  15. 116 S. 63 ↩
  16. 117 S. 6 ↩
  17. 118 S. 64 ↩
  18. 119 S. 13 ↩
  19. 120 S. 63–65 ↩
  20. 121 S. 65 ↩
  21. 122 S. 54–66 ↩
  22. 174 S. 97 ↩
  23. 175 S. 86 ↩
  24. 176 S. 94 ↩
  25. 177 S. 85 ↩
  26. 178 S. 96 ↩
  27. 179 S. 82–83 ↩
  28. 180 S. 113–114 ↩
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  30. 182 S. 88 ↩
  31. 183 S. 93 ↩
  32. 184 S. 109–111 ↩
  33. 185 S. 82 ↩
  34. 186 S. 81–120 ↩
  35. 234 S. 40 ↩
  36. 235 S. 43 ↩
  37. 236 S. 44 ↩
  38. 237 S. 45–46 ↩
  39. 238 S. 39 ↩
  40. 239 S. 50–51 ↩
  41. 240 S. 46 ↩
  42. 241 S. 39–53 ↩
  43. 242 S. 42 ↩
  44. 294 S. 132 ↩
  45. 295 S. 132–133 ↩
  46. 296 S. 133–135 ↩
  47. 297 S. 134 ↩
  48. 298 S. 133 ↩
  49. 299 S. 137 ↩
  50. 300 S. 128–129 ↩
  51. 301 S. 130–152 ↩
  52. 332 S. 143–144 ↩
  53. 333 S. 143 ↩
  54. 334 S. 18 ↩
  55. 335 S. 17–18 ↩
  56. 336 S. 144 ↩
  57. 402 S. 19 ↩
  58. 403 S. 19–20 ↩
  59. 404 S. 22–24 ↩
  60. 405 S. 31 ↩
  61. 406 S. 23 ↩
  62. 407 S. 27–28 ↩
  63. 408 S. 35 ↩
  64. 409 S. 61–62 ↩
  65. 410 S. 58–59 ↩
  66. 411 S. 61 ↩
  67. 412 S. 22–31 ↩
  68. 413 S. 55–66 ↩
  69. 469 S. 37 ↩
  70. 470 S. 38 ↩
  71. 471 S. 49 ↩
  72. 472 S. 53 ↩
  73. 473 S. 114 ↩
  74. 474 S. 71–72 ↩
  75. 475 S. 71 ↩
  76. 476 S. 37–53 ↩
  77. 524 S. 68 ↩
  78. 525 S. 68–72 ↩
  79. 526 S. 70 ↩
  80. 527 S. 71–73 ↩
  81. 528 S. 55–57 ↩
  82. 529 S. 77–80 ↩
  83. 530 S. 56 ↩
  84. 531 S. 67–73 ↩
  85. 532 S. 74–80 ↩
  86. 533 S. 72 ↩
  87. 534 S. 73 ↩
  88. 581 S. 79 ↩
  89. 582 S. 152 ↩
  90. 583 S. 151 ↩
  91. 584 S. 145 ↩
  92. 585 S. 120 ↩
  93. 586 S. 146 ↩
  94. 587 S. 117–118 ↩
  95. 588 S. 103 ↩
  96. 589 S. 118 ↩
  97. 590 S. 145–152 ↩
  98. 591 S. 117–120 ↩
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