Positionen im Vergleich — vertiefte Fassung
Zehn Themenfelder, sieben Parteien: erst die Kurzübersicht, zum Aufklappen die Details mit Zahlen, Zitaten und Seitenbelegen
Wahltermin: Sonntag, 20. September 2026 Stand: 25. August 2026So liest sich diese Seite: Unter jedem Thema stehen zuerst sieben farbige Kästchen — eine Partei, ein Satz, auf einen Blick. Wer es genauer wissen will, klappt die Partei in der Liste darunter auf; dort steht die ausführliche Fassung mit konkreten Zahlen, wörtlichen Zitaten und Seitenbelegen aus dem Originalprogramm. Am Ende jedes Themas fasst der Abschnitt „Wo die eigentliche Trennlinie verläuft“ zusammen, worin sich die Parteien tatsächlich unterscheiden — und worin nicht.
Alle Angaben auf dieser Seite stammen ausschließlich aus den sieben offiziellen Wahlprogrammen zur Abgeordnetenhauswahl 2026 (Volltextauswertung der Original-PDFs) — keine Presseberichte, keine Sekundärquellen, keine Bewertung. Für Umfragen, Spitzenkandidat:innen und Einordnung siehe den Haupt-Wahlweiser, für die Regierungsbilanz die Bilanzseite.
Die Reihenfolge der Parteien ist in allen Themen identisch und folgt der amtlichen Nummernfolge des Stimmzettels nach § 36 Landeswahlordnung Berlin1 — sie ist keine Wertung.
Wohnen, Mieten & Bauen
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Berlin ist eine Mieterstadt: Der Wohnungsmarkt gilt als angespannt, Angebots- und Bestandsmieten klaffen auseinander, und der Neubau bleibt hinter den Zielen zurück. Gestritten wird vor allem über drei Fragen: wie stark das Land Mieten und Wohnungsbestände reguliert, wer neu baut – landeseigene Gesellschaften, Genossenschaften oder private Bauherren –, und was mit den letzten großen Flächen wie dem Tempelhofer Feld und dem ehemaligen Flughafen Tegel geschieht. Dahinter steht die offene Umsetzung des Volksentscheids „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ von 2021.
Bauen statt Regulieren: 100.000 neue Wohnungen bis 2031, Randbebauung des Tempelhofer Feldes, Eigentumsbonus – Mietendeckel und Enteignung abgelehnt.
Bauen und regulieren zugleich: 100.000 neue Wohnungen bis 2031, Sozialquote von 50 Prozent im Baulandmodell und eine Mietenaufsicht mit Ermittlungsgruppe.
Gemeinwohlorientierter Wohnungsmarkt nach Wiener Vorbild: Bezahlbare-Mieten-Gesetz für Großvermieter, Abrissverbot, Vergesellschaftung vorantreiben.
Mietendeckel für landeseigene Wohnungen in 100 Tagen, ein Vergesellschaftungsgesetz nach dem Entwurf der Initiative und 7.500 kommunale Neubauwohnungen im Jahr.
Weniger Regulierung, mehr privates Angebot und Wohneigentum – dazu ein Punktesystem, das geförderten Wohnraum vorrangig an Alteingesessene vergibt.
Angebot statt Regulierung: Bauland verkaufen, Mietpreisbremse und Milieuschutz beenden, Eigentum fördern, das Tempelhofer Feld am Rand bebauen.
Wohnen als Daseinsvorsorge: Volksentscheid umsetzen, Mietendeckel über den Bundesrat, 6.000 Sozialwohnungen im Jahr, kein Verkauf von Landesboden mehr.
CDU — mehr Details
Das Kapitel „Berlin wird größer – für alle“ umfasst im 128-seitigen Programm die Seiten 28 bis 38. Die CDU stellt die eigene Regierungsbilanz voran: Schneller-Bauen-Gesetz, neue Bauordnung und über 14.000 genehmigte Wohnungen im Vorjahr2. Für die Wahlperiode nennt sie eine Wohnoffensive mit 100.000 neuen Wohnungen bis 20313 und ein standardisiertes Mehrfamilienhaus in Typenbauweise, dessen Projekte vereinfachte Genehmigungen erhalten sollen3. Der Bestand der landeseigenen Gesellschaften soll auf 500.000 Wohnungen wachsen4, die sechs Unternehmen sollen zu höchstens drei verschmolzen werden5. Genossenschaften sollen jährlich mindestens 1.000 Wohnungen bauen, davon rund 800 gefördert, unterstützt durch zinsverbilligte Darlehen und angepasste Erbbaurechte4. Umwelt-, Arten- und Denkmalschutz will die Partei auf das nach Bundes- und Europarecht zwingend erforderliche Maß zurückführen, ergänzt um eine Grundsteuer C und das Baugebot nach § 176 BauGB46. Im Bestand setzt sie auf Vollzug statt neuer Instrumente: Die Mietpreisprüfstelle wird ausgebaut, die bezirklichen Mieterberatungen sollen in ihr aufgehen7, die Wohnungsaufsicht wird verstärkt und der Kampf gegen Zweckentfremdung zentral ausgewertet8. Mietendeckel und Enteignungen lehnt sie ausdrücklich ab7. Neu sind regelmäßige Einkommensprüfungen bei Neuvermietung von Sozialwohnungen mit vertraglichem Mietzuschlag8 sowie ein Eigentumsbonus von 10.000 Euro je Erwachsenem und 5.000 Euro je Kind, ein Berliner Mietkauf und ein teilweiser Grunderwerbsteuererlass beim Ersterwerb910. Am Tempelhofer Feld sollen am Rand mehr als 20.000 Wohnungen entstehen, in Tegel die Urban Tech Republic6. Gegen Wohnungslosigkeit nennt das Programm aufsuchende Sozialarbeit, ein Haus der Hilfe und ein Landesprogramm Safe Places11.
- „Populistischen Forderungen nach Enteignungen oder der Einführung eines Mietendeckels erteilen wir eine klare Absage.“7
- „Mit einer neuen Berliner Wohnoffensive wollen wir bis zum Jahr 2031 insgesamt 100.000 neue Wohnungen schaffen.“3
- „Wir bekennen uns klar zur Randbebauung des Tempelhofer Feldes. Auf den Randflächen des Feldes sollen mehr als 20.000 neue Wohnungen für etwa 50.000 Menschen entstehen.“6
Fundstelle: Kapitel III „Berlin wird größer – für alle“ mit den Abschnitten „Bezahlbare Mieten und Mieterschutz“, „Wohneigentum fördern“, „Berliner Mischung erhalten“, „Einfach mal bauen“ und „Wachsen mit Plan“ (S. 28–38); Wohnungslosigkeit S. 103–104; Zusammenlegung der Wohnungsunternehmen S. 93.
SPD — mehr Details
Das Wohnkapitel steht am Anfang des 66-seitigen Programms. Die SPD nennt ein Neubauziel von mindestens 230.000 zusätzlichen Wohnungen bis 2040 und 100.000 in der Wahlperiode 2026 bis 203112. Ein öffentliches Wohnungsbauprogramm soll im Jahresmittel 10.000 Fertigstellungen erreichen; mehr als die Hälfte der neuen Wohnungen soll bei landeseigenen Gesellschaften, Genossenschaften und anderen gemeinwohlorientierten Unternehmen entstehen12. Die Quote des kooperativen Baulandmodells will sie von 30 auf 50 Prozent anheben und das Modell auch ohne Bebauungsplan anwenden13. Beschleunigt werden soll über das Einfach-Bauen-Gesetz, einen Bau-Turbo und ein Zwei-Jahres-Ziel bei Bebauungsplänen13. In Tegel sollen bis zu 12.000 Wohnungen entstehen; am Tempelhofer Feld schließt das Programm Randbebauung aus, solange andere Flächen ungenutzt sind14. Im Bestand wird die Mietpreisprüfstelle zu einer Mietenaufsicht mit eigener Ermittlungsgruppe ausgebaut14, Mieterhöhungen der landeseigenen Unternehmen werden über ein auf 27 Prozent der Bruttokaltmiete bezogenes Leistbarkeitsversprechen begrenzt15. Hinzu kommen eine Spezialeinheit Wohnraumschutz und ein verschärftes Zweckentfremdungsverbot15 sowie ein Mieten- und Wohnungskataster, eine Leerstandsmeldepflicht und eine progressive Leerstandssteuer16. Als Ziel benannt ist ein rechtssicherer Mietendeckel über eine Länderöffnungsklausel oder auf Grundlage des Art. 15 GG16. Wohnungs- und Obdachlosigkeit sollen bis 2030 überwunden werden, unter anderem über ein SozialWohnWerk und Housing First17.
- „In der Legislaturperiode 2026 - 2031 sollen so 100.000 neue Wohnungen geschaffen werden.“12
- „Dabei ist unser Ziel auch die Einführung eines rechtssicheren Mietendeckels über eine Länderöffnungsklausel über die Bundesgesetzgebung oder auf Grundlage des Art. 15 GG.“16
- „Wohnungen am Feldrand kommen nicht in Frage, solang die bisherigen Flächen in Berlin ungenutzt sind – Vorrang haben bestehende Baupotenziale.“14
Fundstelle: Kapitel „Zuhause sein heute und morgen“ mit den Abschnitten „Mehr Wohnungen für Berlin“ und „Regulierungen von Wohnraum und Mietverträgen“ (S. 16–22); Wohnungslosenhilfe S. 51.
Bündnis 90/Die Grünen — mehr Details
Das Wohnkapitel 2.1 beginnt auf Seite 45 des 256-seitigen Programms. Ausgangspunkt ist das Recht auf angemessenen Wohnraum aus Artikel 28 der Landesverfassung19. Kernstück ist ein Bezahlbare-Mieten-Gesetz: Vermieterinnen und Vermieter mit mehr als 50 Wohneinheiten sollen einen Anteil ihrer Wohnungen zu bezahlbaren Preisen anbieten und Instandhaltungsmittel zurücklegen; bei Verstößen sind Treuhänderinnen und die Abschöpfung von Gewinnen vorgesehen20. Den Volksentscheid „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ wollen die Grünen weiter vorantreiben20. Beim Zweckentfremdungsverbot fordern sie ein Mindestbußgeld von 50.000 Euro, bei spekulativem Leerstand nach sechs Monaten Zwangsverwaltung und in letzter Konsequenz Vergesellschaftung; hinzu kommt ein Abrissverbot für Mehrfamilienhäuser21. Gegen Verdrängung durch Umwandlung sind eine Ankaufsagentur, ein Eigenbedarfskündigungskataster und ein Landesamt für Wohnungswesen vorgesehen22. Die landeseigenen Unternehmen mit fast 400.000 Wohnungen23 sollen einen Mietendimmer, eine höhere WBS-Quote und eine Privatisierungsbremse in der Verfassung erhalten24. Statt breiter Eigentumsförderung setzen die Grünen auf Genossenschaften und einen Genossenschaftspakt25; öffentliche Grundstücke sollen verpflichtend per Konzeptvergabe und Erbbaurecht vergeben werden26. Die Quote der kooperativen Baulandentwicklung soll auf 50 Prozent steigen27, ein Bürobau-Moratorium neues Baurecht für Bürogebäude ausschließen28. Das Tempelhofer Feld soll unbebaut bleiben29.
- „Wir werden den bereits beschlossenen Volksentscheid deshalb weiter vorantreiben und unterstützen weiterhin die Initiative „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“.“20
- „Dazu gehören für uns vor allem die Ermöglichung eines Mietendeckels entweder durch eine Länderöffnungsklausel oder als Bundesregelung, eine dauerhafte, starke und effektive Mietpreisbremse mit Sanktion bei Verstößen sowie eine wirksame Reform zur Bekämpfung von Mietwucher und Mietüberteuerung.“30
- „Das Tempelhofer Feld ist für uns unverzichtbar – der Volksentscheid ist bindend. Wir lehnen jede Bebauung ab.“29
Fundstelle: Kapitel 2.1 „Sicheres Wohnen – sozial, klimafreundlich und gemeinwohlorientiert“ und 2.2 „Moderne Stadtentwicklung“ (S. 45–65); Tempelhofer Feld S. 65; Wohnungslosigkeit S. 73–74.
Die Linke — mehr Details
„Mieten, Wohnen, Bauen“ ist das erste Kapitel des 336-seitigen Programms und reicht von Seite 14 bis 40. Innerhalb der ersten 100 Tage soll ein Mietendeckel für die landeseigenen Unternehmen einen einjährigen Mietenstopp bringen31; anschließend sollen Mieterhöhungen auf ein Prozent jährlich begrenzt, Mieten mehr als 20 Prozent über der Vergleichsmiete auf Antrag abgesenkt und Wiedervermietungen zehn Prozent darunter gedeckelt werden32. Innerhalb des S-Bahn-Rings sollen alle frei werdenden Wohnungen der Landeseigenen an Haushalte mit Wohnberechtigungsschein gehen32. Ein Vergesellschaftungsgesetz auf Grundlage des Gesetzentwurfs der Initiative ist als Top-Priorität benannt33. Das Sicher-Wohnen-Gesetz verpflichtet große Vermieter, je nach Bestandsgröße ein Drittel bis die Hälfte der jährlich frei werdenden Wohnungen gebunden zu vermieten34; durchgesetzt werden soll es von einem Landesamt für Mieterinnenschutz35. Im Neubau sollen die landeseigenen Unternehmen bis zu zwei Milliarden Euro Eigenkapital jährlich erhalten, Mieten zwischen sechs und zwölf Euro je Quadratmeter36. Die kooperative Baulandentwicklung soll auf mindestens zwei Drittel gebundene Wohnungen angehoben werden37, Schneller-Bauen-Gesetz und Bau-Turbo lehnt das Programm ab38. Ferienwohnungen in Wohnhäusern sollen verboten, Hausbesetzungen entkriminalisiert und Abrisse weitgehend gestoppt werden39. Das Tempelhofer Feld soll als Ganzes frei bleiben40.
- „Innerhalb der ersten 100 Tage der neuen Regierung wollen wir auf Grundlage eines Senatsbeschlusses einen Mietendeckel für die Landeseigenen Wohnungsunternehmen (LWU) einführen.“31
- „Dieses Votum bietet keinen Interpretationsspielraum: Berlin will vergesellschaften und 220.000 Wohnungen in öffentliche Hand überführen.“41
- „Wir wollen den Landeseigenen Wohnungsunternehmen jährlich bis zu 2 Milliarden Euro Eigenkapital zuführen, um damit den Bau von 7.500 kommunalen Wohnungen jährlich zu finanzieren.“36
Fundstelle: Kapitel „01 Mieten, Wohnen, Bauen“ (S. 14–40, mit dem Unterkapitel „Bauen“ ab S. 34); Tempelhofer Feld S. 52; Wohnungslosigkeit S. 117–121.
AfD — mehr Details
Das Kapitel „Bauen & Wohnen“ steht am Anfang des 99-seitigen Programms und umfasst die Seiten 5 bis 10. Als Ursache der angespannten Lage nennt die AfD einen durch unkontrollierte Migrationspolitik verursachten Bevölkerungszuwachs bei gleichzeitig erschwertem Neubau45. Zentrale Forderung ist ein Punktesystem, das bei der Vergabe geförderten Wohnraums die Wohnsitzdauer mit sozialen Kriterien wie Einkommen, Kinderzahl und Tätigkeit in systemrelevanten Bereichen kombiniert45; das Modell der kooperativen Baulandentwicklung soll entsprechend angepasst werden46. Regulierung wird abgelehnt: Enteignung und planwirtschaftliche Instrumente strikt, Milieuschutzgebiete sollen in ihrer Wirkung begrenzt und bauliche Veränderungen dort erleichtert werden4647. Statt neuer Sozialwohnungen setzt das Programm auf Subjektförderung – Mietzuschüsse für Inhaber eines Wohnberechtigungsscheins – und auf die Wiedereinführung der Fehlbelegungsabgabe46. Paragraf 246 BauGB soll durch ein Sonderbaurecht für Einheimische ersetzt werden47. Über den Bundesrat fordert die AfD die vollständige Abschaffung der Grundsteuer48. Ein Schwerpunkt liegt auf Wohneigentum: öffentliche Bürgschaften, Wegfall der Grunderwerbsteuer für einheimische Ersterwerber und ein Satz von 20 Prozent für Investoren außerhalb des EU-Raums49. Die Bauordnung soll entschlackt und energetische Standards auf das Niveau der frühen 2000er zurückgesetzt werden49. Genossenschaften sollen bei landeseigenen Baugrundstücken bevorzugt werden48.
- „Die beste Mietpreisbremse ist ein ausreichendes Wohnungsangebot. Deshalb wollen wir alle Hindernisse beseitigen, die das Angebot von Mietwohnungen einschränken.“46
- „Wir lehnen planwirtschaftliche Instrumente und die Enteignung von Wohnungsunternehmen strikt ab, da durch sie nicht nur keine einzige neue Wohnung entsteht, sondern darüber hinaus Unternehmen ebenso wie private Vermieter von Investitionen in den Neubau und in den Bestandserhalt abgeschreckt werden.“46
- „Wir treten deshalb dafür ein, dass Berliner, die hier geboren sind oder seit vielen Jahren in unserer Stadt leben, bei der Vergabe von gefördertem Wohnraum vorrangig berücksichtigt werden.“45
Fundstelle: Kapitel „Bauen & Wohnen“ (S. 5–10); Obdachlosigkeit im Kapitel „Wirtschaft & Soziales“ (S. 52) sowie im Kapitel „Natur & Umwelt“ (S. 83–84).
FDP — mehr Details
Das Kapitel „Stadtentwicklung und Wohnen“ umfasst im 121-seitigen Programm die Seiten 35 bis 48. Ausgangsdiagnose sind ein eingefrorener Markt und eine Eigentumsquote von 16 Prozent52. Die FDP setzt auf Angebotsausweitung: Wachstum entlang des Siedlungssterns und kleinteilige Eigentümerstrukturen53, Verkauf landeseigener Baugrundstücke im Höchstgebotsverfahren, wahlweise auch als Erbbaurecht54. Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften sollen sich auf ihre Bestände konzentrieren55; das kooperative Baulandmodell will sie durch öffentlich geförderte Sozialbauquoten ersetzen56. Die Mietregulierung wird weitgehend zurückgenommen: Kappungsgrenze zurück auf 20 Prozent, Ende der Mietpreisbremse, Ablehnung von Mietendeckel und Vergesellschaftung, Ende des bezirklichen Vorkaufsrechts und Abschaffung der Milieuschutzgebiete57. WBS-Quoten bei Neubauvorhaben lehnt sie ab und setzt auf Fehlbelegungsabgabe und Wohngeld als Subjektförderung57. Beim Bauen fordert das Programm eine entschlackte Bauordnung, eine Typenbaugenehmigung, die Aufhebung des Baunutzungsplans von 1958 und einen Mieten-TÜV für neue Gesetze58 sowie ein Regelwerk für mehr Hochhäuser59. Zur Eigentumsbildung nennt sie ein Mietkaufmodell und Mieterprivatisierung im landeseigenen Bestand60, einen Grunderwerbsteuer-Freibetrag von 750.000 Euro und die stadtweite Zulassung von Umwandlungen61. Für das ehemalige Flughafengelände Tegel fordert sie deutlich mehr als die geplanten 5.000 Wohnungen und eine U-Bahn-Anbindung56. Innerstädtische Kleingärten im Landeseigentum will sie im Interesse des Gemeinwohls teilweise kündigen62.
- „Wir sind für die Anwendung der üblichen Kappungsgrenze von 20 Prozent für Bestandsmieten (in Berlin derzeit 15 Prozent) innerhalb von drei Jahren bis zur Höhe der ortsüblichen Vergleichsmiete. Wir halten die Mietpreisbremse bei Neuvermietungen für ungeeignet und werden sie beenden.“57
- „Milieuschutzgebiete und die damit verbundenen Einschränkungen werden wir abschaffen, sie haben sich in der Vergangenheit als wirkungslos erwiesen.“57
- „Wir wollen sofort, ohne erneute Abstimmung, mit der Randbebauung des Tempelhofer Feldes beginnen.“61
Fundstelle: Kapitel „Stadtentwicklung und Wohnen“ mit den Abschnitten „Bürger bauen Berlin“, „Faire Verträge“, „Einfach mehr bauen“, „Eigentum“ und „Randbebauung Tempelhofer Feld“ (S. 35–48); Obdachlosigkeit S. 112–113.
BSW — mehr Details
Das Wohnkapitel umfasst im 66-seitigen Programm die Seiten 6 bis 9. Das BSW ordnet Wohnen der Daseinsvorsorge zu und fordert, den Volksentscheid „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ umzusetzen64. Für einen Mietendeckel nennt es ausdrücklich den Weg über eine Bundesratsinitiative – entweder bundesweit für angespannte Wohnungsmärkte oder als Öffnung für eigene Landesregelungen64. Ebenfalls über den Bundesrat soll der Bau von Mikroapartments eingeschränkt werden64. Beim Neubau enthält das Programm ein einziges quantitatives Ziel: mindestens 6.000 neue Sozialwohnungen pro Jahr, verbunden mit dauerhaften Mietpreis- und Belegungsbindungen65. In der Bodenpolitik soll landeseigener Grund grundsätzlich nicht mehr verkauft, sondern im Erbbaurecht vergeben werden, an Genossenschaften für 99 Jahre6566; das Vorkaufsrecht soll mit Preislimitierung ausgeweitet werden65. Im Bestand wendet sich das BSW gegen Abriss, Zwangsmodernisierung, überteuerte möblierte Vermietung und Zweckentfremdung; die Modernisierungsumlage soll auf den nachweisbaren Investitionsaufwand begrenzt werden und mit der Amortisation enden67. Bei längerem Leerstand soll eine treuhänderische Vermietung durch den Bezirk geprüft werden67. Bei der Vergabe geförderter Wohnungen soll neben den bisherigen Kriterien die Dauer des bisherigen Hauptwohnsitzes in Berlin berücksichtigt werden67. Ein eigener Abschnitt behandelt Wohnungslosigkeit und Housing First68.
- „Die Berliner Politik muss den Willen der Berliner Bevölkerung respektieren und den Volksentscheid „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ umsetzen. Wir brauchen außerdem einen weiteren Anlauf für einen Mietendeckel.“64
- „Wir setzen uns für ein verbindliches Ziel von mindestens 6.000 neuen Sozialwohnungen pro Jahr ein.“65
- „Wenn Eigentum seiner sozialen Verantwortung dauerhaft entzogen wird, darf der Staat nicht untätig bleiben. Als letztes Mittel bleibt auch die Vergesellschaftung vorbehalten.“67
Fundstelle: Kapitel „Wohnen in Berlin“ mit den Abschnitten „Bezahlbares Wohnen sichern“, „Bodenpolitik neu ordnen“ und „Gemeinnützigkeit und Genossenschaften stärken“ (S. 6–9); „Wohnungslosigkeit überwinden“ S. 11–12.
Verkehr & Mobilität
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Verkehr ist eines der Politikfelder, in denen das Land Berlin am meisten selbst entscheiden kann: Es bestellt und finanziert den Nahverkehr bei BVG und S-Bahn, plant Straßenbahn- und U-Bahn-Strecken, verantwortet Rad- und Gehwege, Parkraumbewirtschaftung und Tempolimits. Zugleich hängen zentrale Streitpunkte am Bund: Der 17. Bauabschnitt der A100 ist ein Bundesfernstraßenprojekt, und der Preis des Deutschlandtickets wird von Bund und Ländern gemeinsam ausgehandelt. Alle sieben hier ausgewerteten Programme reagieren auf dieselbe Ausgangslage – Ausfälle und Verspätungen bei BVG und S-Bahn, ein gestoppter Radwege- und Tramausbau, marode Brücken. Sie ziehen daraus unterschiedliche Schlüsse: beim Autobahnweiterbau, beim Verhältnis von U-Bahn und Straßenbahn und bei der Frage, ob ein konkreter Ticketpreis genannt wird.
Tempo 50 als Regelfall, A100 und TVO weiterbauen, Poller und Kiezblocks stoppen, sechs U-Bahn-Verlängerungen – kein Ticketpreis genannt.
Gegen den A100-Weiterbau, Tram-Ausbau in allen Bezirken, begonnene U-Bahn-Projekte weiter, Deutschlandticket zurück auf 49 Euro, höhere Anwohnerparkgebühren.
Konsequente Verkehrswende: Tram und S-Bahn ausbauen, U-Bahn nur prüfen; Klimaticket für neun Euro; A100-Weiterbau ablehnen; flächendeckendes Tempo-30-Netz.
Verkehrspolitik als Sozialpolitik: Sozialticket zurück auf 9 Euro, langfristig fahrscheinloser ÖPNV, 17. Bauabschnitt der A100 streichen, breiter Tram-Ausbau.
17. Bauabschnitt der A100 realisieren, beseitigte Parkplätze wiederherstellen, Vorrang des Umweltverbundes streichen; das Wort Straßenbahn fehlt im Programm.
U-Bahn zuerst: ein bis zwei Kilometer Neubau pro Jahr, Magnetbahn-Studie, A100-17 und TVO bauen, Tempo 50 halten; Qualität statt niedriger Fahrpreis.
Ausgleich statt Lagerkampf: ÖPNV-Ausbau in den Außenbezirken, zwei neue Seilbahnlinien, A100-Weiterbau bis Storkower Straße, Kiezblocks und City-Tax abgelehnt.
CDU — mehr Details
Das Kapitel „Berlin wird schneller“ umfasst im 128-seitigen Programm die Seiten 67 bis 75. Leitsatz ist ein Nebeneinander der Verkehrsmittel statt Priorisierung70. Für den Autoverkehr soll Tempo 50 auf Hauptstraßen der Regelfall sein, mit Ausnahmen vor Kitas, Schulen und Pflegeeinrichtungen71. Die Investitionen in den Straßenbau sollen steigen, wobei Erhalt vor Neubau geht und ein Sonderprogramm Brücken hinzukommt71. Die CDU unterstützt die Bundesplanung für den 17. Bauabschnitt der A100 und den Lückenschluss der TVO71. Parkplätze sollen erhalten, die Parkraumbewirtschaftung vereinfacht und digitalisiert, Quartiersgaragen ausgebaut und Scan-Cars eingesetzt werden72. Durchfahrtsbeschränkungen, Poller und Kiezblocks lehnt das Programm ab7071. Beim Rad hat die Sanierung bestehender Wege Vorrang; der Radverkehrsplan soll überprüft, neue Radwege nur bei tatsächlichem Bedarf und mit flexiblen Breiten gebaut, Fahrradschnellwege ausgebaut werden7374. Im Nahverkehr stützt sie den BVG-Kurs „Stabilität vor Wachstum“74 und nennt Teilautomatisierung per CBTC, die Verlängerungen von U2, U3, U6, U7, U8 und U9 sowie die planungsrechtliche Sicherung der U1075. Die S-Bahn soll dichtere Takte erhalten, i2030 mit Siemensbahn und S75 weiterlaufen75. Straßenbahnen will sie nur ergänzend erweitern75. Hinzu kommen ein geschlossenes U-Bahn-System mit Zugangskontrollen im Pilotversuch75, Public-Private-Partnerships samt Magnetschwebebahn nach Tegel7576 und der Ausbau des BER76.
- „Wir unterstützen die Planung des Bundes für den 17. Bauabschnitt der A100.“71
- „Wir stoppen den Poller-Irrsinn und streichen die Gelder für immer mehr Poller und Kiezblocks.“70
- „Straßenbahnen wollen wir dort erweitern, wo sie bestehende Netze sinnvoll ergänzen, neue Wohngebiete anbinden oder leistungsstarke Querverbindungen schaffen.“75
Fundstelle: Kapitel VI „Berlin wird schneller“ mit den Abschnitten „Auto verbieten verboten“, „Baustellen besser koordinieren“, „Sicher zu Fuß“, „Mit dem Rad durch die Stadt“, „Unsere Öffis für unser Berlin“, „Mobilität von morgen“ und „Der BER – unser Tor zur Welt“, PDF-Seiten 67–75 (Programm: 128 Seiten).
SPD — mehr Details
Die SPD ordnet ihr Verkehrskapitel dem Ziel unter, Alternativen zum eigenen Auto attraktiver zu machen, und bekennt sich ausdrücklich zu den Vorgaben des Mobilitätsgesetzes78. Als Erschließungsziel nennt sie eine ÖPNV-Haltestelle in maximal 300 beziehungsweise 400 Metern Entfernung und flächendeckend mindestens einen Zehn-Minuten-Takt in Innenstadt wie Außenbezirken78. Der Straßenbahnausbau soll in allen Bezirken vorangetrieben und gestoppte Vorhaben wieder aufgenommen werden; Vorrang haben unter anderem Turmstraße–Urban Tech Republic, Warschauer Straße–Hermannplatz und Alexanderplatz–Kulturforum79. Begonnene U-Bahn-Projekte – U3 zum Mexikoplatz, U7 zum BER und zur Heerstraße Nord, U8 ins Märkische Viertel – sollen weitergeführt und eine Verbindung vom Alexanderplatz nach Hohenschönhausen geplant werden80. Beim Preis richtet sich die SPD an Bund und Länder und verlangt die Rücknahme der Deutschlandticket-Erhöhung auf 49 Euro80; die Erweiterung des kostenlosen Schüler*innentickets zu einem kostenlosen Deutschlandticket will sie prüfen81, das Azubi-Ticket weiterfinanzieren82. Den Weiterbau der A100 lehnt sie zugunsten von Straßen- und Brückenerhalt ab und will die Autobahn am Treptower Park dauerhaft enden lassen83; die Tangentialverbindung Ost soll dagegen als Straße gebaut werden83. Parkraumbewirtschaftungszonen sollen ausgeweitet und die Gebühren für Anwohnerparkausweise erhöht werden, die Einnahmen zweckgebunden für den Umweltverbund83. Vision Zero, mehr Tempo 30 im Schulumfeld und temporäre Schulstraßen nach Pariser Modell schließen das Kapitel ab83.
Fundstelle: Kapitel „Sichere Mobilität für alle Berliner*innen“, PDF-Seiten 24–27; Einzelaussagen zu Tickets zusätzlich auf PDF-Seite 9 und 47 (Programm: 66 Seiten).
Bündnis 90/Die Grünen — mehr Details
Die Grünen überschreiben ihr Kapitel mit einer konsequenten Verkehrswende und verweisen darauf, dass bereits 80 Prozent der Wege innerhalb Berlins im Umweltverbund zurückgelegt werden84. Kern ist eine Mobilitätsgarantie mit dem Zehn-Minuten-Takt als Basisangebot in der ganzen Stadt84. Für BVG und S-Bahn kündigen sie eine beschleunigte Modernisierung der Signal- und Stellwerkstechnik, neue Fahrzeuge und eine Personaloffensive an85 sowie Investitionen in 1.500 U-Bahn-Wagen und eine emissionsfreie E-Bus-Flotte86. Beim Netzausbau ist die Reihenfolge deutlich: Straßenbahn und S-Bahn werden ausgebaut, der Tramstopp rückgängig gemacht und das Zielnetz des Bündnisses Pro Straßenbahn zur Grundlage erklärt87, während beim U-Bahn-Netz nur geprüft werden soll, welche Erweiterungen bei positivem Nutzen-Kosten-Verhältnis umsetzbar sind86. Tariflich fordern sie bundesweit die Rückkehr zum Neun-Euro-Preis und wollen als Landesschritt ein bundesweit gültiges Berliner Klimaticket für neun Euro einführen, für Schüler*innen und Freiwilligendienstleistende kostenlos88. Den Weiterbau der A100 lehnen sie ab und wollen den 16. Bauabschnitt bis zu einem Verkehrskonzept schließen89; auch die TVO in ihrer geplanten vierspurigen Form wird abgelehnt und der Rückbau von Autobahnschneisen angestrebt90. Sie teilen die Ziele der Initiative „Berlin autofrei“ und befürworten einen Volksentscheid darüber91. Für die Sicherheit setzen sie auf ein flächendeckendes Tempo-30-Netz92 und eine Verdopplung der stationären und mobilen Blitzer93.
- „Wir Bündnisgrüne lehnen den Weiterbau der Autobahn A 100 ab, denn der 17. Bauabschnitt würde für Ost-Berliner Kieze in Lichtenberg, Pankow und Friedrichshain noch mehr Stau, Lärm, Luftverschmutzung und Clubsterben bedeuten.“89
- „Wir Grüne werden uns auf Bundesebene für den Erhalt des Deutschlandtickets und eine dauerhafte Rückkehr zum Ursprungspreis von neun Euro im Monat einsetzen.“88
- „Wir teilen die Ziele der Initiative „Berlin autofrei“ für mehr Lebensqualität und Verkehrssicherheit in Berlin durch eine Reduktion des motorisierten Individualverkehrs und die Stärkung des Umweltverbundes.“91
Fundstelle: Kapitel 3.1 „Konsequente Verkehrswende – Mobilität für alle schaffen“, PDF-Seiten 80–92; A100 und Clubkultur zusätzlich PDF-Seite 69 (Programm: 256 Seiten).
Die Linke — mehr Details
Die Linke formuliert Verkehrspolitik ausdrücklich als Sozialpolitik94 und legt als Planungsziel fest, dass 2035 mindestens 90 Prozent aller Wege innerhalb Berlins im Umweltverbund zurückgelegt werden sollen94. Tariflich ist das Programm am detailliertesten: Das Sozialticket soll wieder 9 Euro kosten und die Pflicht zum Mitführen eines Transferleistungsbescheides ausgesetzt werden95; ein Deutschland-Sozialticket soll eingeführt und der Preis für Berechtigte nach Hamburger Vorbild auf 19 Euro gesenkt werden96. Wer sein Auto abgibt, soll ein Jahr lang ein Deutschlandticket erhalten95. Langfristig strebt sie eine solidarische Beitragsfinanzierung und einen fahrscheinlosen ÖPNV an, kurzfristig eine ÖPNV-Abgabe für Tourist*innen und die Prüfung eines Mobilitätspasses97. Beim Netz nennt sie eine lange Liste konkreter Straßenbahnstrecken und will den Planungsstopp unverzüglich aufheben97, während sie die U-Bahn-Erweiterung vor allem zur Schließung von Netzlücken für sinnvoll hält; im Bestandsnetz zielt sie auf einen 90-Sekunden-Takt und automatisierten Fahrbetrieb98. Die S-Bahn soll kommunalisiert werden99. Den 17. Bauabschnitt der A100 will sie aus dem Flächennutzungsplan streichen und den 16. Bauabschnitt auf eine Umwandlung in eine Stadtstraße prüfen100. Hinzu kommen Tempo 30 als innerörtliche Regelgeschwindigkeit101, höhere Parkgebühren für SUV nach Pariser Vorbild102, Unterstützung für Kiezblocks103 und eine neue Straßenkategorie „gemeinwohlorientierte Straße“104.
- „Den geplanten 17. Bauabschnitt der A100 werden wir aus dem Flächennutzungsplan streichen und uns gegenüber der Bundesregierung für die Streichung aus dem Fernstraßenausbaugesetz einsetzen.“100
- „Den Preis des Sozialtickets (Berlin S) werden wir wieder auf 9 Euro senken.“95
- „Wir entwickeln in der Legislaturperiode ein Modell zur Ablösung des bisherigen Tarifsystems durch eine solidarische Beitragsfinanzierung und setzen uns langfristig für einen fahrscheinlosen ÖPNV ein.“97
Fundstelle: Kapitel „03 Mobilität und Verkehr“, PDF-Seiten 55–71; Sozialrabatt beim Deutschlandticket zusätzlich PDF-Seite 115 (Programm: 336 Seiten).
AfD — mehr Details
Die AfD stellt ihr Verkehrskapitel unter die Überschrift „Freiheit statt Ideologie“ und versteht Verkehrspolitik als Teil der Stadtentwicklung, die Räume schaffen statt sie verengen soll105. Verkehrssicherheit benennt sie als höchste Priorität und beziffert die Ausgangslage mit 37 Verkehrstoten und über 1.800 Schwerverletzten; gefordert werden verbindliche Sicherheitsaudits, ein Programm „Sichere Schulwege 2030“ und der Ausbau intelligenter Verkehrssteuerung105. Beim ÖPNV setzt sie auf eine Personaloffensive bei BVG und S-Bahn105 sowie auf zügigen Schienenausbau, Seilbahnen als ressourcenschonendes System, digitale Zugleittechnik (CBTC), Vorrangschaltungen, Mobilitätskonten und Zugangsbeschränkungen für Personen ohne Fahrschein106. Für den Autoverkehr fordert sie die Realisierung des 17. Bauabschnitts der A 100 zur Entlastung der Elsenbrücke, die Wiederherstellung beseitigter Parkplätze und eine Rückführung der Parkraumbewirtschaftung auf das notwendige Maß106; das Anwohnerparken soll preisgünstig bleiben und Park-and-Ride am Stadtrand ausgebaut werden107. Der Radverkehr soll bedarfsgerecht und bevorzugt auf Nebenstraßen parallel zu Hauptstraßen geführt werden, mit Markierungslösungen statt Modalfiltern107. Für den Fußverkehr ist eine Initiative „Gehweg 2030“ vorgesehen108. Das Mobilitätsgesetz will die AfD in ein funktionales Infrastrukturgesetz umwandeln und den Vorrang des Umweltverbundes ersatzlos streichen109. Im Haushaltskapitel verlangt sie zudem, Preis- und Ticketmaßnahmen im ÖPNV strikt an Finanzierung und Folgekosten zu binden110.
- „Das Auto ist nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung für alle, die auf Flexibilität angewiesen sind.“106
- „Die Realisierung des 17. Bauabschnitts der A 100 zur Entlastung der Elsenbrücke und den Lückenschluss des inneren Autobahnrings.“106
- „Die ersatzlose Streichung des Vorrangs des Umweltverbundes zugunsten eines fairen Miteinanders.“109
Fundstelle: Kapitel „Verkehr“, PDF-Seiten 40–44; ÖPNV-Finanzierung zusätzlich im Kapitel „Haushalt & Finanzen“, PDF-Seite 97 (Programm: 99 Seiten).
FDP — mehr Details
Die FDP will die ÖPNV-Krise bei Bus, Straßenbahn, U- und S-Bahn beenden und Takte erhöhen111. Beim Netzausbau setzt sie eindeutig auf die U-Bahn: Sie stehe anders als Bus und Straßenbahn nicht im Stau, deshalb sollen jährlich ein bis zwei Kilometer zusätzlich gebaut werden112. Priorisiert werden – unter Vorbehalt einer positiven Kosten-Nutzen-Bewertung – Lückenschlüsse wie U8 ins Märkische Viertel, U1 zum Ostkreuz und nach Halensee sowie U7 zum BER, Verlängerungen von U2, U5 und U9 und eine neue U-Bahn-Express-Linie vom Alexanderplatz nach Marzahn-Mitte113. Hinzu kommen eine aufgeständerte, vollautomatische Magnetbahn vom Alexanderplatz über Lichtenberg mit Machbarkeitsstudie bis 2029, fahrerloser Betrieb (GoA4)114 und die vollständige Umsetzung von i2030 bis Ende der 2030er-Jahre112. Zur Straßenbahn äußert sich das Programm nur punktuell, etwa zur besseren Anbindung des Ostkreuzes115. Beim Tarif nennt die FDP keinen Preis, sondern erklärt Qualität ausdrücklich für wichtiger als einen niedrigen Fahrpreis116. Sie befürwortet den zügigen Weiterbau der A 100 im 17. Bauabschnitt bis Storkower Straße und die TVO und unterstützt die „Allianz gegen Poller und Kiezblocks“117. Tempo 50 soll auf Hauptverkehrsstraßen bleiben, eine City-Maut lehnt sie ab118. Beim Rad setzt sie auf Fahrradstraßen parallel zu Hauptstraßen, damit die Radinfrastruktur an den Hauptstraßen klein gehalten werden kann119. Für die BVG fordert sie eine Neuordnung des Streikrechts mit verbindlicher Schlichtung115.
- „Daher ist es erforderlich, das bestehende Netz nicht nur zu erhalten, sondern jährlich ein bis zwei Kilometer zusätzlich zu bauen.“112
- „Der zügige Weiterbau der A 100 durch den 17. Bauabschnitt bis Storkower Straße und der Fertigbau der Tangentialverbindung Ost (TVO) sowie neuer Straßenverbindungen, vor allem im Nordosten und Süden der Stadt, haben für uns daher weiterhin Priorität.“117
- „Wir setzen die Priorität klar auf eine höhere Qualität des ÖPNV (Schnelligkeit, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Sauberkeit, Sicherheit, Komfort und Barrierefreiheit) und nicht nur auf einen niedrigen Preis, denn dies ist die entscheidende Voraussetzung für einen attraktiven ÖPNV.“116
Fundstelle: Abschnitte „ÖPNV“, „Fußwege“, „Straßenverkehr“ und „Radverkehr“, PDF-Seiten 56–65; Luftverkehr PDF-Seite 55–56 (Programm: 121 Seiten).
BSW — mehr Details
Das BSW beschreibt Verkehrspolitik als Aufgabe, die nicht spalten dürfe, und lehnt einen ideologischen Gegensatz zwischen Auto, Fahrrad und Nahverkehr ab; in Außenbezirken, bei Schichtarbeit und für mobilitätseingeschränkte Menschen bleibe das Auto oft unverzichtbar120. Schwerpunkt ist der ÖPNV-Ausbau gerade in den Außenbezirken, wo Taktung, Erreichbarkeit und Zuverlässigkeit als unzureichend beschrieben werden120. Genannt werden der gezielte Ausbau von U-Bahn, S-Bahn, Straßenbahn und Bus, U-Bahn-Verlängerungen und Lückenschlüsse dort, wo sie klaren Nutzen bringen, sowie eine Tram-Erweiterung, wo sie Versorgungslücken schließt; ergänzend kommen Rufbusse und Oberleitungsbusse in Betracht120. Auffällig ist der Vorschlag zweier Seilbahnlinien in Treptow-Köpenick und Pankow Nord samt Integration der bestehenden Seilbahn in den ÖPNV-Verbund120, im weiteren Text konkretisiert als Verbindung von Friedrichshagen über die Müggelberge bis Grünau121. Tariflich bleibt das Programm allgemein: Die Tarifstruktur zwischen Berlin und Brandenburg soll neu geordnet und ein kostenloses Schülerticket für die gesamte Region eingeführt werden120. Beim Auto lehnt das BSW City-Tax-Modelle für Verbrenner ab und befürwortet den 17. Bauabschnitt der A100 bis zur Storkower Straße bei verbindlicher Bürgerbeteiligung122. Kiezblocks werden abgelehnt, soweit sie Verkehr in überlastete Hauptstraßen drängen; stattdessen Parkraummanagement und Quartiersgaragen122. Die TVO wird unterstützt121, ebenso die Sicherung des Luftverkehrsstandorts BER123.
- „Die Fortführung des 17. Bauabschnitts der A100 bis zur Storkower Straße befürworten wir.“122
- „Zudem setzen wir uns für den Bau von zwei Seilbahnlinien in Treptow-Köpenick sowie Pankow Nord ein.“120
- „Kiezblocks lehnen wir ab, wenn sie den Verkehr in bereits überlastete Hauptstraßen drängen, Lieferverkehre erschweren und die Akzeptanz im Quartier mindern.“122
Fundstelle: Kapitel „Verkehr“, PDF-Seiten 48–51; Hinweis zum Sozialticket im Digitalkapitel, PDF-Seite 65 (Programm: 66 Seiten).
Wirtschaft, Arbeit & Landeshaushalt
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Das Land Berlin verantwortet Wirtschaftsförderung, Gewerbeflächen- und Ansiedlungspolitik, das Vergabe- und Ausschreibungsrecht samt Vergabe- und Landesmindestlohn sowie die Aufsicht über rund ein Dutzend Landesunternehmen. Beim Geld sind die Hebel enger: Steuersätze liegen überwiegend beim Bund, eigenständig entscheiden kann Berlin vor allem über den Gewerbesteuerhebesatz, die Grunderwerbsteuer und kommunale Abgaben wie die City Tax. Der Landeshaushalt umfasst rund 45 Milliarden Euro und steht unter der Schuldenbremse, ergänzt um Sondervermögen von Land und Bund. Die sieben Programme unterscheiden sich vor allem darin, ob sie den Ausgleich über höhere Einnahmen, über Kreditspielräume oder über Ausgabenkürzungen suchen.
Bürokratieabbau nach „One in – two out“, Vergabegesetz durch Bundesrecht ersetzen, Schuldenbremse halten, keine Erhöhung landeseigener Steuern.
Investitionsjahrzehnt aus Sondervermögen, 80 Prozent Tarifbindung als Ziel, höhere Grunderwerbsteuer – und die Forderung, die Schuldenbremse abzuschaffen.
Klimaneutrale Transformation als Wachstumstreiber, Landesmindestlohn von 16,50 Euro, Arbeitnehmer*innenkammer, Abschaffung der Schuldenbremse.
Kassensturz und Konsolidierung ohne Ausgabenkürzung, Grunderwerbsteuer auf 8 Prozent, Industrie-Holding und Tariftreue als Bedingung jeder Förderung.
Gewerbesteuer senken, Vergabegesetz und Landesmindestlohn abschaffen, Schuldenbremse in die Landesverfassung, Haushaltsausgleich binnen vier Jahren.
Sonderwirtschaftszone auf dem Tempelhofer Feld, Vergabegesetz abschaffen, BER und Landesfirmen privatisieren, Schuldenbremse strikt einhalten.
Kleine Unternehmen entlasten, Gewerbesteuerhebesatz auf höchstens 460 Prozent, keine Rüstungsansiedlung, Sanktionen gegen Russland beenden.
CDU — mehr Details
Wirtschaft steht im Kapitel „Berlin wird spitze“ (S. 39–52), Haushalt, Personal und Landesunternehmen im Kapitel „Berlin wird funktionieren“ (S. 86–94) des 128-seitigen Programms. Die CDU bekennt sich zur Sozialen Marktwirtschaft und lehnt Enteignungen privaten Eigentums ab125; Arbeit und Wirtschaft sollen in einer Senatsverwaltung gebündelt werden125. Kern der Standortpolitik ist Entlastung: das Prinzip „One in – two out“, Genehmigungsfiktionen125126, die Abschaffung aller landesseitigen Berichts- und Dokumentationspflichten zu einem Stichtag mit Beweislastumkehr sowie der Ersatz des Berliner Ausschreibungs- und Vergabegesetzes durch Bundesvergaberecht126. Der Ausbildungsplatzförderungsfonds soll evaluiert und bei ausbleibender Wirkung wieder abgeschafft werden126. Für den Mittelstand nennt das Programm steuerliche Entlastung von Gewerbeneugründungen, eine vollständig digitale Gewerbeanmeldung und Gründungen binnen 24 Stunden127; Meister-, Techniker- und Fachwirtausbildung sollen kostenfrei werden127. Industriepolitisch stehen ein DefTech-Ökosystem127, Pharma und Medizintechnik128 sowie ein Berlin-Fonds mit der IBB und ein verdoppeltes Start-up-Stipendium im Vordergrund128. Hinzu kommen Olympia- und EXPO-Bewerbung sowie private Investitionen in die Messe129. Haushaltspolitisch gilt die Einhaltung der Schuldenbremse130; freiwillige Förderprogramme und die „Kostenlos-Stadt“ kommen auf den Prüfstand130, die vom Land beeinflussbaren Steuern sollen nicht steigen und die Gewerbesteuerhebesätze stabil bleiben131. In den Senatsverwaltungen sollen die Stellen jährlich um mindestens zwei Prozent sinken132, Liegenschaften grundsätzlich im Landeseigentum bleiben5.
- „Wir werden das Berliner Ausschreibungs- und Vergabegesetz (BerlAVG) durch das Vergaberecht des Bundes ersetzen, um Bürokratie abzubauen, Kosten zu senken und mehr Freiräume für Unternehmen zu schaffen.“126
- „Die durch das Land Berlin unmittelbar beeinflussbaren Steuern werden wir nicht erhöhen.“131
- „Solide Haushaltspolitik und die Einhaltung der Schuldenbremse sind für uns eine Frage der Generationengerechtigkeit und bleiben Eckpfeiler für unsere zukünftigen Gestaltungsmöglichkeiten.“130
Fundstelle: Kapitel IV „Berlin wird spitze“ mit den Abschnitten „Wohlstand für Berlin“, „Starker Mittelstand“, „Industriemetropole Berlin“, „Gründerhauptstadt Berlin“ und „The Place To Be“ (S. 39–52) sowie Kapitel VIII „Berlin wird funktionieren“ mit „Personal“, „Solide Finanzen“, „Starke landeseigene Unternehmen“ und „Neue Liegenschaftspolitik“ (S. 86–94).
SPD — mehr Details
Die SPD ordnet Wirtschaftspolitik dem Ziel der Bezahlbarkeit unter und koppelt Wachstum an Tarifbindung statt Lohndumping134. Kern ist ein „Jahrzehnt der Investitionen“, gespeist aus dem Landeshaushalt, dem Sondervermögen SIWA und dem Sondervermögen des Bundes135; sieben Schwerpunkte reichen vom Wohnungsneubau über Verkehr und Wärmewende bis zur Digitalisierung135. Arbeitsmarktpolitisch will die Partei 80 Prozent Tarifbindung erreichen, das Tarifregister ausbauen und Landesförderungen an Tarifbindung und Mitbestimmung koppeln82. Vergabe- und Landesmindestlohn sollen schärfer durchgesetzt und Local-Content-Regeln bevorzugt werden82. Jährlich 500 zusätzliche Arbeitsplätze im Programm „Soziale Betriebe“ sollen Langzeitarbeitslose einbinden136. Die Ausbildungsplatzumlage wird umgesetzt und ein Azubi-Werk mit Wohnraum geschaffen82. Industriepolitisch stehen Mobilität, Energietechnik sowie Pharma und Medizintechnik im Zentrum, ergänzt um Halbleiter, KI und Robotik137. Berlin Partner, gestärkte bezirkliche Wirtschaftsförderungen und drei weitere kommunale Gewerbehöfe sollen den Mittelstand stützen138. Haushaltspolitisch setzt die SPD auf höhere Einnahmen: Grunderwerbsteuer plus 0,5 Prozentpunkte, eine Verpackungssteuer sowie angepasste Bußgelder und Parkgebühren139. Die Spielräume der Schuldenbremse sollen ausgeschöpft und ihre Abschaffung beim Bund gefordert werden139. Eine Privatisierungsbremse soll in die Verfassung139, der Hauptstadtfinanzierungsvertrag überarbeitet werden140. Für Messe, Kongressgeschäft und das ICC sind Modernisierung und private Partner vorgesehen141, die CityTax-Einnahmen sollen verstärkt in nachhaltigen Tourismus fließen142.
- „Unser Ziel ist klar: In der nächsten Regierung werden wir ein Jahrzehnt der Investitionen gestalten.“135
- „Berlin setzt mit dem Vergabe- und Landesmindestlohn schon jetzt Maßstäbe für faire Bezahlung im öffentlichen Auftragswesen.“82
- „Wir nutzen die Spielräume der Schuldenbremse aus und fordern vom Bund ihre Abschaffung.“139
Fundstelle: Kapitel „Anpacken, damit alle profitieren“ mit den Abschnitten Investitionen, Gute Arbeit, Industrie- und Innovationsstandort, Wirtschaftsförderung vor Ort und Internationalisierung (PDF-S. 6–15) sowie „Verantwortungsvolle Haushaltspolitik“ (PDF-S. 63–64).
Bündnis 90/Die Grünen — mehr Details
Die Grünen verbinden Wirtschafts- mit Klimapolitik und wollen Fortschritt über einen Regionalen Wohlfahrtsindex messbar machen143. Bürokratieabbau soll ohne Absenkung von Standards erfolgen, flankiert von einem unabhängigen Entlastungsgremium, Praxis-Checks und dem Once-Only-Prinzip143. Die klimaneutrale Modernisierung gilt als Wirtschaftsbooster; die Investitionsbank Berlin soll ihre Förderprogramme konsequent an Klimazielen und Ressourceneffizienz ausrichten144. Das Vergaberecht soll reformiert werden – mit flexibleren Wertgrenzen, aber uneingeschränkter Tariftreue und Mindestlohnregelung sowie stärkerer Losaufteilung für KMU und Start-ups145. Vorgesehen sind ein Innovationsfreiheitsgesetz mit Reallaboren und Experimentierklauseln145, die Prüfung einer landeseigenen Innovationsagentur nach SPRIND-Vorbild146 und ein Start-up-Beauftragter des Landes147. Das Handwerk soll unter anderem über eine gebührenfreie Meister*innenausbildung gestärkt werden148. Arbeitspolitisch fordern die Grünen eine Fachkräftestrategie149, eine solidarische Ausbildungsplatzumlage samt Azubiwerk150, eine Arbeitnehmer*innenkammer nach Bremer Vorbild151 sowie einen Landesmindestlohn von mindestens 16,50 Euro und einen Maximallohn in Landesunternehmen150. Haushaltspolitisch sollen Kreditspielräume, der Berliner Anteil am Bundes-Sondervermögen und Transaktionskredite eine Investitionsoffensive tragen152. Bei den Einnahmen nennen sie eine Einwegverpackungssteuer, Parkgebühren und eine sozial gestaffelte Grunderwerbsteuer auf Brandenburger Niveau153; eine Privatisierungsbremse soll in die Verfassung154. Öffentlich-Private Partnerschaften kommen nur ohne neue Abhängigkeiten in Frage, der Verkauf öffentlicher Liegenschaften wird ausgeschlossen154.
- „Unsere Bürokratie ist ein massives Hemmnis für Innovation und Wachstum. Wir wollen Bürokratieabbau und Planungsbeschleunigung statt Deregulierung und Abbau von Standards.“143
- „Den Landesmindestlohn wollen wir deshalb armutsfest im Sinne der EU-Mindestlohnrichtlinie auf mindestens 16,50 Euro anheben und Tarifsteigerungen bei den Zuwendungsempfänger*innen refinanzieren.“150
- „Die Schuldenbremse verhindert weiterhin wichtige Zukunftsinvestitionen – besonders in den Ländern.“152
Fundstelle: Kapitel 3.2 „Fortschrittliche Wirtschaft“ (PDF-S. 93–103), 3.3 „Faire Arbeit“ (PDF-S. 104–111) und 3.7 „Starke Finanzen“ (PDF-S. 122–125).
Die Linke — mehr Details
Die Linke stellt die Haushaltsfrage voran und fordert einen Kassensturz direkt nach der Wahl156. Mittelfristig sollen Einnahmen und Ausgaben wieder zur Deckung kommen, ohne die Ausgaben insgesamt zu reduzieren157; Grundlage sei das über dem Bundesschnitt liegende Berliner Wirtschaftswachstum157. Geplant sind ausgeschöpfte Kreditspielräume, eine neu definierte Konjunkturkomponente und gestreckte Tilgungszeiträume158, Transaktionskredite über Landesunternehmen159 sowie eine landeseigene „Agentur Strategische Investitionen“160. Einnahmeseitig fordert sie die Grunderwerbsteuer von 6,0 auf 8,0 Prozent, die Prüfung eines Gewerbesteuerhebesatzes von 470 Punkten, eine Grundsteuer C und eine höhere Zweitwohnungsteuer161; zusätzlich sollen pro Jahr 100 neue Steuerprüfer*innen ausgebildet werden161. Wirtschaftspolitisch will die Linke Förderung strikt an Tarifbindung, ökologische Zukunftsfähigkeit und Beschäftigungssicherung binden162, Gewerbehöfe über die Landesgesellschaft WISTA ausbauen163 und eine Berliner Industrie-Holding aufbauen, die Krisenunternehmen über Landesbeteiligungen stützt164. Sie lehnt die Ansiedlung weiterer Rüstungsindustrie ab und will Konversion fördern165, prüft ein Moratorium für neue Rechenzentren166 und lehnt eine Privatisierung der Messe ab165. Arbeitspolitisch stehen die Rückführung ausgelagerter Servicetöchter167, die Verteidigung der Tariftreueklausel168, ein an die TV-L-Eingangsstufe gekoppelter Landes- und Vergabemindestlohn169 und ein zusätzlicher gesetzlicher Feiertag170 im Programm.
- „Wir fordern eine Steigerung der Grunderwerbsteuer von aktuell 6,0 Prozent auf 8,0 Prozent, mindestens aber auf das Brandenburger Niveau von 6,5 Prozent.“161
- „Wir setzen uns für den Aufbau einer Berliner Industrie-Holding ein. Diese soll branchenrelevante Industrieunternehmen, die in die Krise geraten, durch den Erwerb von Landesbeteiligungen stützen und so Wertschöpfungsketten in Berlin schützen.“164
- „Dank der von uns eingeführten Tariftreueklausel gilt: Öffentliches Geld geht nur an Auftragnehmer, die nach Tarif bezahlen.“168
Fundstelle: Kapitel 04 „Haushalt und Finanzen“ (PDF-S. 73–83), 05 „Wirtschaft“ (PDF-S. 84–98) und 06 „Arbeit“ (PDF-S. 99–111).
AfD — mehr Details
Die AfD verortet ihre Wirtschaftspolitik im Leitbild der sozialen Marktwirtschaft und führt Berlins Lage auf Jahrzehnte links-grüner Politik zurück171. Sie will die Verwaltung entpolitisieren, „Partner für Berlin“ zu einem One-Stop-Shop für Gründer und Investoren ausbauen und das Berliner Vergabegesetz aufheben172. Gefordert werden eine Senkung der Gewerbesteuer und die Abschaffung der CO2-Bepreisung für Gewerbeimmobilien sowie der schrittweise Abbau eines mit 35 Milliarden Euro bezifferten Investitionsrückstands ohne weitere Klima- oder Genderprojekte172. Industriepolitisch nennt das Programm Luft- und Raumfahrt, Gesundheitswirtschaft, Halbleiter, KI, Robotik, 3D-Druck, Quantencomputing und IT-Sicherheit172; ein öffentliches Gewerbeflächenkataster soll Ansiedlungen erleichtern173. Für das Handwerk sind eine Meistergründungsprämie und erleichterte Betriebsübernahmen vorgesehen174, für Tourismus und Gastronomie die Abschaffung der City Tax174. Den gesetzlichen Mindestlohn befürwortet die AfD, den Berliner Landesmindestlohn lehnt sie ab175; auch die Ausbildungsplatzumlage wird abgelehnt175. Haushaltspolitisch verlangt sie einen umfassenden Kassensturz mit Zusammenführung aller Nebenhaushalte und Sondervermögen176, die Reaktivierung der Schuldenbremse und ihre Verankerung in der Berliner Verfassung samt Verzicht auf die zusätzliche Kreditlinie von 0,35 Prozent177, einen ressortübergreifenden Spending Review177, das Ende der Finanzierung politisch agierender Vorfeldstrukturen178 und einen Haushaltsausgleich innerhalb von vier Jahren179.
- „Wir fordern eine Senkung der Gewerbesteuer und die Abschaffung ideologisch motivierter Zusatzlasten wie die CO2-Bepreisung für Gewerbeimmobilien.“172
- „Deshalb befürwortet die AfD den gesetzlichen Mindestlohn, lehnt den Berliner Landesmindestlohn aber ab.“175
- „Berlin hat kein primäres Einnahmenproblem, sondern ein Ausgaben- und Prioritätenproblem.“177
Fundstelle: Kapitel 7 „Wirtschaft & Soziales“ (PDF-S. 45–52) und Kapitel 15 „Haushalt & Finanzen“ (PDF-S. 93–98).
FDP — mehr Details
Die FDP will Berlin zu einem der freiesten Wirtschaftsstandorte Europas machen und vom Empfänger- zum Geberland entwickeln182. Gründungen sollen durch einfache Verfahren, ein „bürokratieloses“ erstes Jahr und eine fünfjährige Befreiung vom Kammerbeitrag erleichtert werden183,184; die IBB Venture Fonds sollen erhöht und auf weitere Branchen ausgeweitet werden185. Ein Bürokratieentlastungsgesetz, ein Normenkontrollrat, Verfallsdaten für Gesetze und die Regel „one in, two out“ bilden den Kern des Bürokratieabbaus186. Das Berliner Vergabegesetz will die FDP abschaffen und nur noch Bundes- beziehungsweise EU-Vergaberecht anwenden187. Auf unbebauter Fläche, etwa einem Teil des Tempelhofer Felds, soll die Sonderwirtschaftszone „Frei-Kiez“ entstehen, in der Berlin per Bundesgesetz von Arbeitszeit-, Ladenschluss-, Lieferketten- und Mindestlohngesetz abweichen darf184. Die Ausbildungsplatzumlage lehnt sie ab und will das Ausbildungsförderungsfondsgesetz ersatzlos streichen184. Cluster-, KI- und Rechenzentrumsstandort sollen ausgebaut und ein weiteres Kongresszentrum initiiert werden188. Steuerpolitisch lehnt die FDP Erhöhungen ab, will einen Grunderwerbsteuerfreibetrag von 750.000 Euro und die City Tax abschaffen189,190 und langfristig Grund- und Gewerbesteuer durch kommunale Zuschläge ersetzen190. Unter „Privat vor Staat“ sollen der BER veräußert sowie Stadtwerke, Digitalagentur, Bodenfonds und infraVelo abgewickelt werden191; die Schuldenbremse soll vollumfänglich gelten und Extrahaushalte einbeziehen192.
- „Das Berliner Vergabegesetz werden wir abschaffen und nur noch das Vergaberecht des Bundes (bzw. der EU) anwenden.“187
- „Gleichzeitig wirken wir auf Bundesebene darauf hin, dass Berlin durch ein Bundesgesetz ermächtigt wird, in dieser Zone von Arbeitszeitgesetz, Ladenschlussgesetz, Lieferkettengesetz und Mindestlohngesetz abzuweichen.“184
- „Der Flughafen Berlin Brandenburg soll mittelfristig an private Eigentümerinnen bzw. Eigentümer veräußert werden, ähnlich wie andere Flughäfen in Deutschland.“191
Fundstelle: Kapitel „Wirtschaft und Bürokratieabbau“ (PDF-S. 18–34) und „Haushalt und Finanzen“ (PDF-S. 49–53); Ausbildung PDF-S. 12, Streikrecht PDF-S. 60.
BSW — mehr Details
Das BSW rückt „Kleine Unternehmen“ – Familienbetriebe, Selbständige und Freiberufler – ins Zentrum seiner Wirtschaftspolitik194. Es will das Berliner Ausschreibungs- und Vergaberecht reformieren und Auftragsvolumina bis 50.000 Euro freihändig vergeben lassen, das Once-Only-Prinzip einführen, die Transparenzdatenbank abschaffen und die Genehmigungsfiktion stärker nutzen194. Eine Ausbildungsplatzumlage befürwortet es grundsätzlich, aber erst für Unternehmen ab 20 Beschäftigten; Forschungszulagen für kleine Unternehmen und verdoppelte Schülerpraktika sollen den Nachwuchs sichern194. In der Bauwirtschaft soll ein kommunales Bauunternehmen mit serieller und modularer Fertigung entstehen195; ein verbindlicher Sanierungsplan 2040 soll den Investitionsstau abarbeiten195. Energiepolitisch führt das BSW hohe Preise auf die Sanktionspolitik zurück und fordert deren Ende196. Die Ansiedlung von Rüstungsbetrieben lehnt es ab und verlangt zivile Produktion statt Kriegswirtschaft197. Haushaltspolitisch verweist es auf ein Volumen von 45 Milliarden Euro, eine Pro-Kopf-Verschuldung über dem doppelten Länderdurchschnitt und rund 10 Milliarden Euro geplante Neuverschuldung bis 2027198. Gefordert werden vollständige Kostenübernahme des Bundes bei Aufgabenübertragungen199, der Verzicht auf Prestigeprojekte wie die Olympiabewerbung199 und die Bindung von Fördermitteln an Tarifbindung und regionale Wertschöpfung199. Einziger eigenständiger Landeshebel sei die Gewerbesteuer200.
- „Mit einer Reform des Berliner Ausschreibungs- und Vergaberecht möchten wir kleinen Unternehmen in Berlin den Zugang zu Aufträgen der Öffentlichen Hand erleichtern, indem wir Auftragsvolumen bis zu 50.000 € freihändig vergeben lassen.“194
- „Die Einführung einer Ausbildungsplatzumlage in Berlin wird vom BSW grundsätzlich befürwortet für Unternehmen ab 20 Mitarbeitern.“194
- „Das BSW setzt sich daher dafür ein, den Gewerbesteuer-Hebesatz in Berlin dem Niveau der anderen Großstädte anzupassen, allerdings höchstens auf 460 Prozent festzulegen.“200
Fundstelle: Kapitel „Arbeit und Soziales, Familie“ (PDF-S. 10–13), „Wirtschaft“ (PDF-S. 42–44), „Energie“ (PDF-S. 45–47) und „Finanz- und Steuerpolitik“ (PDF-S. 52–55).
Bildung, Kita & Hochschule
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Berlin verantwortet Kitas, Schulen, berufliche Bildung und Hochschulen weitgehend selbst. Strittig sind vor allem die Schulstruktur, der Umgang mit dem Lehrkräftemangel, der Personalschlüssel in Kitas und Ganztag sowie die Finanzierung von Schulbau und Hochschulen. Auch Sprachförderung, Inklusion, Handynutzung und die Rolle freier Träger und Privatschulen werden unterschiedlich beantwortet. Die Programme unterscheiden sich dabei weniger in den Themen als in den genannten Zielzahlen.
Gegliedertes Schulsystem und Gymnasium stärken, Klassen auf 20 und 25 begrenzen, Vorschule ausbauen, Schulnoten bleiben, begrenzte Studienbeiträge.
Gemeinschaftsschulen verdoppeln, besserer Kita-Schlüssel, ndH-Zuschlag zurück, Handyverbot an Grundschulen, Schulbauoffensive mit Schwerpunkt Sanierung.
Gemeinschaftsschulen verdoppeln, Ganztag bis 14:30 Uhr, inklusive Schwerpunktschulen statt Förderschulen, Hochschulverträge neu und verlässlich erhöht.
Gegliedertes Schulsystem überwinden, Ziffernnoten bis Klasse 9 abschaffen, Kita-Schlüssel 1:3 und 1:7,5, 3.000 Lehramtsabschlüsse pro Jahr.
Differenziertes Schulsystem erhalten, Lehrerausstattung 110 Prozent, Deutsch als Schulsprache, Förderschulen sichern, nachgelagerte Studiengebühren.
Verpflichtende Vorschule und Sprachtests, 110 Prozent Personalausstattung, Verbeamtung abschaffen, Förderschulen zurück, Bildungsgutscheine, G9-Option.
Kitapflicht ab vier Jahren, Vorschule zurück, entschlackte Lehrpläne mit Noten, Detox-Klassen ohne Bildschirme, Hochschulen mit 2 Prozent des BIP.
CDU — mehr Details
Die CDU stellt ihr Bildungskapitel unter den Leitsatz, weniger zu gendern und Lesen, Schreiben und Rechnen in den Mittelpunkt zu stellen202. Sie bekennt sich zum gegliederten Schulsystem und lehnt Experimente mit einzelnen Schulformen oder Schulträgern ab203. Das Gymnasium will sie erhalten, die Begabtenförderung ausbauen und das Angebot grundständiger Gymnasialplätze erhöhen204. Förderzentren nennt sie unverzichtbar; Eltern sollen zwischen Förderzentrum und inklusiver Schule wählen können, der Ausbau inklusiver Beschulung soll an Regel- und Förderschulen zugleich erfolgen203. Mit dem Kita-Chancenjahr sieht sie die Vorschule wieder eingeführt und will sie mit Schwerpunkt Sprachförderung ausbauen204; für die Kitas kündigt sie eine Qualitätsoffensive, 24-Stunden-Kitas und mehr Kita-Sozialarbeit an205. Die Klassengrößen sollen schrittweise auf höchstens 20 in der Grundschule und 25 an weiterführenden Schulen sinken und gesetzlich verankert werden204. Eine Abschaffung der Schulnoten schließt sie aus und verweist auf die Regelstandards der Kultusministerkonferenz206. Beim Personal nennt sie den Rückgang offener Stellen von knapp 1.000 auf 207, die Verbeamtung als zentralen Baustein, Quereinstieg sowie eine multiprofessionelle Ausstattung nach dem Prinzip „100 Prozent plus X“207. Die Schulbauoffensive mit rund 62.000 Plätzen soll fortgeführt und um einen zentralen Landesdienstleister und öffentlich-private Partnerschaften ergänzt werden208. Ein neues 11. Pflichtschuljahr soll Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz eine Perspektive geben202. Für die Hochschulen fordert sie begrenzte Studienbeiträge und enger gefasste Kompetenzen der Studierendenschaften209.
- „Wir stehen zum bewährten gegliederten Schulsystem Berlins.“203
- „Deshalb wird es mit uns keine Abschaffung der Schulnoten geben.“206
- „Wir wollen den Hochschulen zusätzliche finanzielle Spielräume eröffnen und dazu in klar begrenztem Umfang Studienbeiträge für bestimmte Gruppen ermöglichen – etwa bei deutlicher Überschreitung der Regelstudienzeit oder für Studierende aus Nicht-EU-Staaten.“209
Fundstelle: Kapitel V „Berlin wird smart.“ mit den Abschnitten Guter Start mit guter Bildung, Für unsere Kinder nur die Besten, Bildung braucht Raum, Digitalisierung, Schule als Lern- und Lebensort, Praktische Bildung, Werte vermitteln und Lebenslanges Lernen (PDF-Seiten 54–66); Hochschule und Wissenschaft im Kapitel IV „Berlin wird spitze.“ (PDF-Seiten 48–50), Kita im Kapitel X „Berlin wird einig.“ (PDF-Seite 108).
SPD — mehr Details
Die SPD bezeichnet die Gemeinschaftsschule als ihr Schulmodell der Zukunft und will ihre Zahl verdoppeln; eine Ausweitung grundständiger Gymnasien lehnt sie ab, jede Schule soll allein oder im Verbund eine gymnasiale Oberstufe anbieten212. Die Zahl sonderpädagogischer Förderzentren soll nicht wachsen, sondern über einen verbindlichen 10-Jahres-Plan zugunsten inklusiver Lösungen umgebaut werden; für rund 2.500 nicht beschulte Schüler*innen soll eine Strategie entstehen213. In der Kita will die SPD den Betreuungsschlüssel weiter verbessern, die mittelbare pädagogische Arbeit deutlich erhöhen und den Schlüssel künftig nur nach tatsächlich anwesendem Personal berechnen214. Der Kita-Gutschein soll zum ersten Geburtstag antragslos zugestellt, der Personalzuschlag „nicht deutscher Herkunftssprache“ wieder eingeführt und verpflichtende Sprachstandfeststellungen sollen eingeführt werden215. Für Grundschulen kündigt die SPD ein Handyverbot an, dazu einen Rahmenlehrplan Digitales und ein Modell „Endgerät-als-Service“216. Die Schulbauoffensive – nach eigenen Angaben deutlich über 50.000 zusätzliche Schulplätze – soll in gleicher Intensität fortgesetzt, der Schwerpunkt auf Sanierung verlagert und der Kreditdeckel der HOWOGE angehoben werden; Public-Private-Partnerships lehnt sie ab217. Bei den Lehrkräften setzt sie auf Arbeitszeiterfassung, die Rücknahme der erhöhten Unterrichtsverpflichtung im Referendariat und mehr nichtpädagogisches Personal217. Für die Hochschulen fordert sie eine ausfinanzierte Hochschulbaugesellschaft, unbefristete Beschäftigung promovierter Wissenschaftler*innen als Regelfall und eine Verdopplung der Quote an Studierendenwohnungen218.
- „Die Gemeinschaftsschule ist unser Schulmodell der Zukunft. Daher verdoppeln wir die Zahl der Gemeinschaftsschulen.“212
- „Für besseren Gesundheits- und Kinderschutz setzen wir ein Handyverbot an allen Grundschulen durch.“219
- „Für die Sprachförderung führen wir den Personalzuschlag „nicht deutscher Herkunftssprache“ (ndH) wieder ein.“214
Fundstelle: Kapitel „Aufsteigen mit gleichen Chancen“: Frühkindliche Bildung/Kita, Schule und berufliche Bildung, Hochschule und Wissenschaft, PDF-Seiten 36–45.
Bündnis 90/Die Grünen — mehr Details
Die Grünen wollen die Zahl der Gemeinschaftsschulen verdoppeln, langes gemeinsames Lernen auch an Grundschulen stärken und den Übergang auf die Oberschule reformieren221. Sie benennen, dass mehr als 8 Prozent der Schüler*innen die Schule ohne Abschluss verlassen und über 16 Prozent trotz Abschluss keinen Ausbildungsplatz finden; beide Gruppen sollen ein Perspektivenjahr erhalten222. Statt neuer Förderschulen sollen inklusive Schwerpunktschulen entstehen; mehr als 3.000 Kinder mit Behinderungen oder Erkrankungen würden kaum oder gar nicht beschult222. Der Ganztag soll für Kinder ohne Hortvertrag um mindestens eine Stunde bis 14:30 Uhr verlängert werden, das Schulessen auch ab Klasse 7 kostenfrei sein223. Für die mehr als 30.000 Lehrkräfte fordern sie systematische Arbeitszeiterfassung, ein neues Arbeitszeitmodell, die Rücknahme der erhöhten Unterrichtsverpflichtung im Referendariat und wieder eingeführte Einstellungskontingente; ein Stipendium soll Lehramtsstudierende für fünf Jahre an Schulen mit unterdurchschnittlicher Personalausstattung binden224. Einschränkungen der privaten Handynutzung unterstützen sie dort, wo die einzelne Schule sie für die beste Lösung hält225. In der Kita sollen Betreuungsschlüssel und Sprachbildung verbessert und nach der Sprachstandserhebung bei Vierjährigen verbindliche Förderangebote folgen226; der Kitagutschein soll automatisch zum ersten Geburtstag kommen227. Für den Wissenschaftsstandort mit 13 Hochschulen und über 70 außeruniversitären Einrichtungen fordern sie partizipativ neu verhandelte Hochschulverträge, mehr Dauerstellen, einen Tarifvertrag für studentische Beschäftigte228 und eine Hochschulbaugesellschaft mit der WISTA229.
- „Gleichzeitig rechnet der Senat den gravierenden Lehrkräftemangel schön.“230
- „Wir stärken die Gemeinschaftsschulen als Orte gemeinsamen Lernens und verdoppeln ihre Zahl berlinweit, um in allen Bezirken weitere gute Gemeinschaftsschulen zu haben.“231
- „Wir Grüne verlängern die Zeiten der verlässlichen Betreuung auch für Kinder ohne Hortvertrag in der Grundschule um mindestens eine Stunde auf 14:30 Uhr.“232
Fundstelle: Kapitel 3.4 „Einzigartige Wissenschaft“ (PDF-Seiten 112–117) sowie Kapitel 5.1 Familie/Kita, 5.2 „Gerechte Bildungschancen“ und 5.3 „Berufsbildung und Studium“ (PDF-Seiten 180–200); Inklusion zusätzlich Kapitel 4.5 (PDF-Seite 154).
Die Linke — mehr Details
Die Linke will das gegliederte Schulsystem mittelfristig überwinden: Die Bezirke sollen verpflichtet werden, bis 2031 jeweils mindestens zwei neue Gemeinschaftsschulen auf den Weg zu bringen, Schulneubauten sollen vorrangig Gemeinschaftsschulen sein233. Ziffernnoten sollen bis einschließlich Klasse 9 durch Rückmeldungen ersetzt, Hausaufgaben abgebaut und das Sitzenbleiben auch an Gymnasien abgeschafft werden234235. Beim Lehrkräftemangel fordert sie einen Paradigmenwechsel von Unterrichtsquantität zu Bildungsqualität, beziffert die unbezahlte Mehrarbeit auf zwei Millionen Stunden jährlich und will die Streichung von 470 Vollzeitstellen rückgängig machen236. Angestrebt werden 3.000 Lehramtsabsolvent*innen pro Jahr237, ein deutlich erweiterter Quereinstieg sowie Referendariatsbezüge von mindestens 1.800 Euro bei sieben Unterrichtsstunden238. Für Schulsozialarbeit peilt sie perspektivisch einen Schlüssel von 1:150 an, für Schulpsychologie 1:800239. Aus- und Neubau sonderpädagogischer Förderzentren lehnt sie ab und will die geplanten 36 inklusiven Schwerpunktschulen realisieren240. Im Ganztag soll eine Fachkraft rechnerisch für 15 statt 22 Kinder zuständig sein241. In der Kita ist das Ziel eine Fachkraft auf drei Kinder unter drei bzw. 7,5 Kinder über drei Jahren; der Eigenanteil der Träger von 5 Prozent soll abgeschmolzen, der Anteil der Eigenbetriebe auf ein Drittel erhöht werden242243. Kooperationen zwischen Bundeswehr und Schulen will sie beenden244, an Hochschulen Zivilklauseln ausweiten237.
- „Unser Ziel ist, dass auf eine Fachkraft rechnerisch drei Kinder unter drei Jahren bzw. 7,5 Kinder über drei Jahren entfallen.“242
- „Ziffernnoten wollen wir an allen Schularten bis einschließlich Klasse 9 durch mündliche und schriftliche Rückmeldungen zum Leistungsstand ersetzen.“235
- „Wir streben eine Zielzahl von 3.000 Lehramtsabsolvent*innen jährlich an, da auch in den kommenden Jahren durchgehend ein Einstellungsbedarf in dieser Höhe besteht.“237
Fundstelle: Kapitel 10 „Bildung“ (PDF-Seiten 152–174), Kapitel 11 „Kinder, Jugend, Familie“ mit dem Kita-Teil (PDF-Seiten 184–189) und Kapitel 15 „Hochschulen, Wissenschaft, Lehrkräftebildung“ (PDF-Seiten 219–229).
AfD — mehr Details
Die AfD stellt ihr Bildungskapitel unter die Überschrift „Bildung statt Ideologie“, will die Rahmenlehrpläne überarbeiten, Grundfertigkeiten und einen verbindlichen Kanon deutscher Werke festschreiben und an Grundschulen Heimatkunde und Werken wieder einführen246. Sie hält am differenzierten Schulsystem fest, will die Vergabe von 30 Prozent der Schulplätze per Los abschaffen, die Deckelung grundständiger Gymnasien aufheben und sieben bestehende Gymnasien zu Eliteschulen für hochbegabte Kinder entwickeln247. Deutsch soll als Schulsprache im Schulgesetz verankert und der Schulversuch „Deutsch-Garantie-Klassen“ ausgeweitet werden248; in Kitas soll Deutsch als verpflichtende Sprache durchgesetzt und die klassische Vorschule ermöglicht werden249. Gegen Unterrichtsausfall fordert sie ein Unterrichtsgarantiegesetz, eine Lehrerausstattung von 110 Prozent und eine maximale Klassengröße im Schulgesetz250. Für Brennpunktschulen schlägt sie statt einer Zulage Entlastung bei den Unterrichtsstunden sowie ein Online-Portal mit schulscharfen Daten vor250. Grundschulen sollen bildschirmfrei bleiben, Smartphones dort verboten sein250. Förderschulen sollen erhalten bleiben, Inklusionspflicht nur bei Aussicht auf Erreichen des Bildungsziels gelten251. Freien Schulen verspricht sie ein bedingungsloses Vollkostenmodell statt 93 Prozent der Personalkosten251. In der Kita will sie ein Landeserziehungsgeld in Höhe der Kosten eines Kitaplatzes einführen252. Für die Hochschulen schlägt sie eine zusätzliche Forschungsmilliarde und nachgelagerte Studiengebühren vor253, dazu Gebühren für Nicht-EU-Bürger254.
- „Die AfD fordert ein Unterrichtsgarantiegesetz und eine Lehrerausstattung von 110 %.“250
- „Für die gezielte Förderung von Hochbegabten (2 % der Bevölkerung) wollen wir sieben bestehende Gymnasien zu Eliteschulen für hochbegabte Kinder weiterentwickeln.“247
- „Deutsch muss als verpflichtende Sprache in Kitas durchgesetzt werden.“249
Fundstelle: Kapitel „Schule & Bildung“ (PDF-Seiten 27–32) und „Hochschulen, Wissenschaft & Forschung“ (PDF-Seiten 34–39); Kita-Aussagen im Kapitel „Kinder, Jugend & Familie“ (PDF-Seiten 59–60), Integration in der Schule auf PDF-Seite 26.
FDP — mehr Details
Die FDP will die Schulpflicht um ein qualifizierendes Schulvorbereitungsjahr in den Kitas erweitern und verbindliche Sprachstandstests für alle Kinder im Alter von drei bis vier Jahren einführen; Kinder ohne ausreichende Deutschkenntnisse sollen zusätzlichen Deutschunterricht in den Ferien erhalten257. Freie Kitaträger, die knapp 80 Prozent der Plätze stellen, sollen den landeseigenen Kitas finanziell gleichgestellt werden und für Zusatzleistungen Beiträge erheben dürfen258; der Betreuungsschlüssel soll deutlich verbessert werden259. Schulen sollen mehr Eigenverantwortung samt eigener Personalauswahl bekommen, die bezirkliche Schulaufsicht soll entfallen259. Gegen Unterrichtsausfall fordert die FDP eine Personalausstattung von 110 Prozent und eine Exzellenzinitiative, bei der 10 Prozent der Schulen zu Leuchtturmschulen werden260. Die Verbeamtung von Lehrpersonal will sie abschaffen, den Einsatz mit nur einem studierten Fach ermöglichen und Lehramtsstudiengänge langfristig dual gestalten261. Quereinsteigende sollen gleichmäßiger verteilt und Brennpunktschulen mit Aufstiegsanreizen ausgestattet werden261. Sie will Förderschulen wieder einführen und ein Elternwahlrecht zu jedem Zeitpunkt sichern262, Gymnasien die Rückkehr zu G9 eröffnen sowie mittelfristig Bildungsgutscheine und freie Schulwahl ohne Einzugszwang nach Postleitzahlen einführen263. Generelle Smartphoneverbote auf Landes- oder Bezirksebene lehnt sie ab und überlässt Regeln der Schulautonomie264. Die Hochschulen sollen über ein Berliner Hochschulfreiheitsgesetz mehr Autonomie erhalten und Tenure-Tracks zum Standard machen265; Zivilklauseln lehnt die FDP ab266.
- „Die Verbeamtung von Lehrpersonal schaffen wir ab.“261
- „Indem wir Förderschulen wieder einführen und bedarfsgerechte Inklusionsklassen stärken, kann den Interessen und Bedürfnissen aller Schülerinnen und Schüler Rechnung getragen werden.“262
- „Wir werden den Gymnasien die Möglichkeit eröffnen, zu G9 (Abitur nach 13 Jahren) zurückzukehren.“262
Fundstelle: Kapitel „Bildung“ mit den Abschnitten Mission Deutsch, Kita, Schulische Bildung, Ausbildung, Hochschule und Medienkompetenz (PDF-Seiten 6–17).
BSW — mehr Details
Das BSW fordert eine „Bildungswende“ mit verbindlichen Inhalten, klaren Leistungsstandards und überprüfbaren Ergebnissen268. Frühkindlich verlangt es eine verpflichtende Teilnahme an der Kita spätestens ab dem vierten Lebensjahr, regelmäßige Sprachdiagnostiken ab dem dritten Lebensjahr und die Wiedereinführung einer verbindlichen Vorschulphase268. Für Schulen in Brennpunktlagen soll ein mehrjähriges Förderprogramm mit zusätzlichen Mitteln, Fortbildungen und voll ausgebildetem Personal entstehen; Verteilungsquoten beim Übergang in die Grundschule sollen Segregation verringern268. Neben Gymnasien soll es ein breites Angebot an Gemeinschaftsschulen geben269. Die Lehrpläne sollen deutlich entschlackt werden, Diktate, Kopfrechnen sowie Fehlerquotienten und Schulnoten bleiben erhalten269. Schülerpraktika sollen auf drei Blockpraktika von je zwei Wochen ausgeweitet werden269. Sonderpädagogische Förderzentren sollen dauerhaft erhalten bleiben, Schulpsychologen flächendeckend eingesetzt und multiprofessionelle Teams gestärkt werden270. Digital fordert das BSW „Detox-Klassen“ ohne Bildschirme an Grundschulen, das Wegschließen von Smartphones vor dem Unterricht und einen verbindlichen digitalen Führerschein am Ende der 10. Klasse271. Schulen sollen nach klaren Fristen saniert und die Schulreinigung perspektivisch rekommunalisiert werden272. Die Landeszuschüsse für die Hochschulen sollen auf mindestens zwei Prozent des Berliner Bruttoinlandsprodukts steigen; zugleich hält das BSW den Anteil an Hochschulabsolventen für tendenziell zu hoch und will den Zugang zu Nicht-MINT-Studiengängen begrenzen273. Für alle Berliner Hochschulen soll eine verpflichtende Zivilklausel gelten273.
- „Das BSW Berlin fordert deshalb eine verpflichtende Teilnahme an der Kita spätestens ab dem vierten Lebensjahr.“268
- „In Grundschulen sollen sogenannte „Detox-Klassen“ ohne Bildschirme eingerichtet werden, um Aufmerksamkeit, Gedächtnisleistung und Lesekompetenz zu fördern.“271
- „Der Anteil an Hochschulabsolventen ist darüber hinaus tendenziell zu hoch.“273
Fundstelle: Kapitel „Bildung“ einschließlich Hochschulteil (PDF-Seiten 14–17); Zivilklausel und Friedensbildung zusätzlich auf PDF-Seite 5, Ausbildungsförderung im Wirtschaftskapitel (PDF-Seite 42).
Innere Sicherheit & Justiz
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Innere Sicherheit und Justiz sind in Berlin Landessache, soweit es um Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz, Gerichte, Staatsanwaltschaft und Strafvollzug geht. Strafrecht, Strafprozessrecht, Waffen-, Betäubungsmittel- und Aufenthaltsrecht setzt dagegen der Bund. Die Programme unterscheiden sich vor allem darin, wie viel Personal und welche Befugnisse sie der Polizei zuschreiben, wie sie Überwachungstechnik bewerten und welchen Stellenwert Prävention, Kontrolle der Sicherheitsbehörden und Resozialisierung haben.
Polizeigesetz umsetzen: Videoüberwachung und Taser ausbauen, verdachtsunabhängige Kontrollen, Verbotszonen halten, Referat Linksextremismus zurück.
Prävention vor Härte, Landessicherheitsrat, mehr Mittel für Justiz und Polizei; Messerverbotszonen als Ausnahme, Palantir abgelehnt, AfD-Verbotsantrag.
Sicherheit ohne anlasslose Überwachung: Gesichtserkennung, Vorratsdatenspeicherung und Palantir abgelehnt, Verfassungsschutz in zwei Säulen neu geordnet.
Polizeipersonal auf Stadtstaaten-Niveau prüfen, kriminalitätsbelastete Orte und Waffenverbotszonen abschaffen, Taser begrenzen, Verfassungsschutz auflösen.
Mehr Personal und eine Bezirkspolizei, vollständige Videoüberwachung in Brennpunkten, anlasslose Kontrollen, Strafmündigkeit ab 12, Remigration als Sicherheitsziel.
Mehr Präsenz und Sanierung, Kriterien für kriminalitätsbelastete Orte im ASOG präzisieren, Quick-Freeze statt Massendaten, Verfassungsschutz-Fusion mit Brandenburg.
Staat, der schützt, ohne übergriffig zu werden: Einstellungsoffensive, Besoldung auf Bundesniveau, Videoüberwachung an belasteten Orten, Polizei entpolitisieren.
CDU — mehr Details
Die CDU behandelt Innere Sicherheit und Justiz in zwei Kapiteln und knüpft an die Reform des Berliner Polizeirechts an: Taser, intelligente Videoüberwachung, die elektronische Fußfessel und der Einsatz Künstlicher Intelligenz bei der Auswertung polizeilicher Daten seien rechtlich ermöglicht und sollen nun praktisch umgesetzt werden275. Die Videoüberwachung soll an allen kriminalitätsbelasteten Orten ausgebaut und um ein Anti-Diebstahl-Programm an hochfrequentierten Orten ergänzt werden276. Kriminalitätsbelastete Orte sollen kurzfristiger festgelegt werden können, damit die Polizei dort verdachtsunabhängig kontrolliert; operativ eingesetzte Dienstbereiche sollen vollständig mit Tasern ausgestattet werden277. Das Landesantidiskriminierungsgesetz will sie überarbeiten, damit die Landesregelungen nicht über Bundesregelungen hinausgehen277. Genannt werden ferner neue Wege der Personalgewinnung, Bürokratieabbau, die Sanierung von Dienststellen und eine Wache am Leopoldplatz275, ein anonymes Hinweisgebersystem und ein Verbot der Straßenprostitution278. Im Katastrophenschutz prüft sie ein Landesamt für Bevölkerungs- und Katastrophenschutz und baut die Sireneninfrastruktur aus279. Gegen Organisierte Kriminalität setzt sie auf Vermögensabschöpfung mit Beweislastumkehr, ein Zentrum für Finanzermittlungen und Verbundeinsätze280. Das Versammlungsfreiheitsgesetz soll überarbeitet und um den Begriff der Öffentlichen Ordnung ergänzt werden281. Der Verfassungsschutz soll erweiterte Befugnisse und ein wiedereingerichtetes Referat Linksextremismus erhalten282. Justizseitig nennt sie beschleunigte Verfahren als Regelfall bei Straßenkriminalität und mehr Haftplätze283, migrationspolitisch Bezahlkarte, zentrale Unterbringung und einen erweiterten Ausreisegewahrsam284.
- „Wir werden die Videoüberwachung an allen kriminalitätsbelasteten Orten weiter ausbauen und setzen dabei auch auf intelligente Systeme, die im Rahmen der bestehenden Rechtsgrundlagen einen wirksamen Beitrag zur Gefahrenabwehr leisten.“276
- „Neben der konsequenten Nutzung der neuen Befugnisse der Polizei zur Kontrolle öffentlicher Räume durch Videoüberwachung muss die Polizei auch verdachtsunabhängig Personenkontrollen durchführen können.“277
- „Wir wollen das Berliner Versammlungsfreiheitsgesetz überarbeiten und den Begriff der Öffentlichen Ordnung wieder aufnehmen.“281
Fundstelle: Kapitel I „Berlin wird sicher.“ mit Starke Polizei, Leistungsfähige Feuerwehr, Sicherheit überall, Gewalt gegen Frauen, Kinder- und Jugendschutz und Krisenfestigkeit, PDF-Seiten 6–16, und Kapitel II „Berlin wird knallhart.“ mit Organisierter Kriminalität, Steuerkriminalität, Extremismus und Antisemitismus, Justiz und Migration, PDF-Seiten 18–27 (Programm insgesamt 128 Seiten).
SPD — mehr Details
Die SPD ordnet Innere Sicherheit dem Leitsatz „Prävention vor Härte“ zu und denkt sie mit sozialer Sicherheit zusammen288. Angekündigt werden ein Landessicherheitsrat, eine Strategie zum Schutz kritischer Infrastruktur und ein landeseinheitliches Krisenmanagementsystem für alle Katastrophenschutzbehörden289. Berlin soll Standort kriminologischer Forschung samt regelmäßiger Dunkelfeldforschung werden290. Bei Polizei und Feuerwehr nennt das Programm ein Sonderinvestitionsprogramm für Wachen, ausgeweitete Fuß- und Fahrradstreifen, „Community Policing“ und ein Drohnen-Modellprojekt zur Erstaufklärung291. Waffen- und Messerverbotszonen sollen die Ausnahme bleiben, die Einstufung kriminalitätsbelasteter Orte regelmäßig parlamentarisch kontrolliert werden292. Am Verbot von Racial Profiling hält die Partei fest, verdachtsunabhängige Kontrollen sollen auf das notwendige Minimum beschränkt werden290. Software von Herstellern wie Palantir lehnt sie für Berlin ab und strebt bei automatisierten Massendatenauswertungen eine europäische Lösung an291. Eine Einheit „Interne Ermittlungen“ und ein weiterentwickeltes Disziplinarrecht sollen verurteilte Extremisten schneller aus dem Staatsdienst entfernen291. Für die Justiz nennt sie kürzere Verfahren, zusätzliche Stellen, Schwerpunktabteilungen der Staatsanwaltschaft und ein Justizportal293. Im Strafvollzug sollen Intensivtäter im geschlossenen Vollzug bleiben und Ersatzfreiheitsstrafen schrittweise durch soziale Arbeit ersetzt werden293. Hinzu kommen ein AfD-Verbotsantrag und ein Kompetenzzentrum für Deradikalisierung in den Bereichen Islamismus und Rechtsextremismus, ergänzt um Maßnahmen im Bereich Linksextremismus294.
Fundstelle: Kapitel „Sicherheit für ein gutes Leben“, PDF-Seiten 28–33; Suchtpolitik PDF-Seite 51 (Programm insgesamt 66 Seiten).
Bündnis 90/Die Grünen — mehr Details
Die Grünen stellen ihrer Innenpolitik den Satz voran, Sicherheit entstehe nicht allein durch Polizeipräsenz und erst recht nicht durch anlasslose Überwachung296. Vorgesehen sind „Community Policing“, mehr Kontaktbereichsbeamt*innen, mobile Wachen und Kiezläufer*innen297 sowie ein prioritärer Abbau des Sanierungsstaus bei Polizei und Feuerwehr, die Fertigstellung der Feuerwehr- und Rettungsdienstakademie und ein Neubau des Kriminaltechnischen Instituts298. Neben die Polizeiliche Kriminalstatistik soll ein Berliner Periodischer Sicherheitsbericht treten299. Biometrische Gesichtserkennung, eine erneute Vorratsdatenspeicherung, eine polizeiliche Superdatenbank und Datenauswertung mit Software von Palantir werden abgelehnt; Videoüberwachung soll nur zielgerichtet dem Schutz kritischer Infrastruktur dienen300. Eine digitale Kontrollquittung, die Wiederinbetriebnahme des Funkzellentransparenzsystems und eine Evaluation des ASOG sind angekündigt, kriminalitätsbelastete Orte sowie Messer- und Waffenverbotszonen sollen überprüft und gegebenenfalls abgeschafft werden301. Bodycams sollen auf die Polizei beschränkt bleiben und auf Verlangen eingeschaltet werden301. Eine Verschärfung des Versammlungsfreiheitsgesetzes lehnen sie ab302. Als Schwerpunkte politisch motivierter Kriminalität nennen sie rechtsextremistische und islamistische Gefährdungen sowie Sabotage und Anschläge303. Der Verfassungsschutz soll in zwei Säulen neu geordnet und durch ein Kontrollgesetz begleitet werden304. Für die Justiz nennen sie eine Personaloffensive, Digitalisierung, den Ausbau des offenen Vollzugs und die Abschaffung der Ersatzfreiheitsstrafe305.
- „Anlasslose Massenüberwachung wie die biometrische Gesichtserkennung lehnen wir ab.“299
- „Wir werden die bestehenden kriminalitätsbelasteten Orte und Messer- und Waffenverbotszonen auf ihre Sinnhaftigkeit überprüfen und werden sie, wo erforderlich, wieder abschaffen.“301
- „Eine Verschärfung des Versammlungsfreiheitsgesetzes lehnen wir deshalb entschieden ab.“302
Fundstelle: Kapitel 6.1 „Innere Sicherheit“, 6.2 „Bevölkerungs- und Katastrophenschutz“ und 6.3 „Starke Justiz“, PDF-Seiten 223–242; Drogenpolitik PDF-Seiten 208–211 (Programm insgesamt 256 Seiten).
Die Linke — mehr Details
Die Linke ordnet Sicherheit zuerst sozialen Ursachen zu und nennt Drogenpolitik, Jugendarbeit, soziale Sicherung und Rassismusprävention als Instrumente außerhalb der Innenpolitik308. Sie will die aus ihrer Sicht teure Aufrüstung der Polizei stoppen und prüfen, wie der Personalbestand an das Niveau anderer Stadtstaaten zuzüglich hauptstadtbedingter Mehrbedarfe angepasst werden kann; frei werdende Mittel sollen in Not- und Krisendienste sowie Straßensozialarbeit fließen309. Den Zaun um den Görlitzer Park lehnt sie ab und setzt auf aufsuchende Sozialarbeit, Suchthilfe und Parkläufer*innen309. Kriminalitätsbelastete Orte und Waffenverbotszonen sollen abgeschafft, Kontrollquittungen bei Identitätsfeststellung und Durchsuchung verpflichtend werden310. Der Polizei- und Bürgerbeauftragte soll ausgebaut, der Zugang zu Bodycam-Aufzeichnungen gesetzlich garantiert und die Aktivierung auf Verlangen möglich werden311. Staatstrojaner, biometrischer Abgleich mit öffentlich zugänglichen Daten und KI-gestützte Analyse in Polizeidatenbanken, wie sie Palantir anbietet, werden abgelehnt, ebenso Taser außerhalb von Spezialkräften312. Gegen die jüngste ASOG-Reform kündigt sie rechtliche und politische Mittel an313. Der Verfassungsschutz soll als Geheimdienst aufgelöst und durch eine quellenoffene Informations- und Dokumentationsstelle ersetzt werden314. Im Versammlungsrecht fordert sie die Streichung des Vermummungs- und Schutzwaffenverbots und die Herauslösung der Versammlungsbehörde aus der Polizei315. Justizpolitisch nennt sie offenen Vollzug, Mindestlohn für Gefangene und die Entkriminalisierung von Armutsdelikten316.
- „Der Zaun um den Görlitzer Park ist Sinnbild einer autoritären Symbolpolitik, die Probleme nicht löst, sondern sie nur verdrängt.“309
- „Wir lehnen den Einsatz von Tasern außerhalb von Spezialkräften ab.“312
- „Die Linke ist deshalb dafür, den Berliner Verfassungsschutz als Geheimdienst aufzulösen und eine alternative, selbstständige Institution außerhalb der Senatsverwaltung für Inneres zu schaffen.“317
Fundstelle: Kapitel 21 „Inneres“, PDF-Seiten 286–299, und Kapitel 22 „Justiz- und Rechtspolitik“, PDF-Seiten 303–311; Drogenpolitik PDF-Seiten 144–146 (Programm insgesamt 336 Seiten).
AfD — mehr Details
Die AfD führt Innere Sicherheit, Justiz und Datenschutz in einem Kapitel320 und verknüpft die Kriminalitätslage mit Migration: Die Belastung sei zu erheblichem Teil Folge der Migrationspolitik, dauerhafte Sicherheit nur durch Remigrationspolitik herstellbar321. Gefordert werden mehr Personal bei Polizei, Justiz und Feuerwehr, leistungsgerechte Alimentierung, die Sanierung der Liegenschaften und die Ablehnung von Quotenregelungen322. Eine bei den Ordnungsämtern angesiedelte Bezirkspolizei soll Identitätsfeststellung, Durchsuchung, Platzverweise und unmittelbaren Zwang übernehmen322. Auf der Forderungsliste stehen vollständige Videoüberwachung in allen Brennpunktbereichen, mehr Polizeikontrollen ohne Anlass in Problemvierteln, mobile und zusätzliche stationäre Wachen, nächtliche Ausgangssperren für jugendliche Intensivtäter, ein absolutes Vermummungsverbot und die Aufhebung des Landesantidiskriminierungsgesetzes323. Der Migrationshintergrund von Tatverdächtigen sowie deutsch- und christenfeindliche Hintergründe sollen gesondert erfasst werden324. Zur organisierten Kriminalität benennt sie Clanstrukturen, eine Sondereinheit bei der Ausländerbehörde und eine Arbeitsgruppe „Ident“325. Justizseitig fordert sie ein Strafmündigkeitsalter von zwölf Jahren, Erwachsenenstrafrecht ab 18, die Ausweitung des „Neuköllner Modells“, schärfere Strafrahmen bei Messerangriffen und die Streichung des § 188 StGB; Messerverbotszonen lehnt sie ab326. Bei Extremismus nennt sie Islamismus, Linksextremismus und die Beobachtung linksextremistischer Kampagnen327. Datenschutzseitig lehnt sie die „Chatkontrolle“ ab328.
Fundstelle: Kapitel „Innere Sicherheit, Justiz & Datenschutz“, PDF-Seiten 11–19; ergänzend Zuwanderungskapitel PDF-Seiten 24 und 26 (Programm insgesamt 99 Seiten).
FDP — mehr Details
Die FDP fasst Innen, Recht und saubere Stadt in einem Kapitel zusammen und nennt Prävention vor Repression bei zugleich konsequenter Rechtsdurchsetzung331. Gefordert werden ein Sanierungsprogramm für Polizei- und Feuerwehrwachen, dauerhafte Präsenz im öffentlichen Raum, die Entlastung des Vollzugsdienstes von Verwaltungsaufgaben und Wachen nach Vorbild der „Kotti-Wache“331. An kriminalitätsbelasteten Orten soll die Polizei verdachtsunabhängig Identitäten feststellen und durchsuchen dürfen; zugleich sollen die Einstufungskriterien im ASOG aufgelistet, regelmäßig evaluiert und wissenschaftlich überprüft werden332. „Security by Design“ mit Beleuchtung, offenen Sichtachsen und temporärer Videoüberwachung soll an Risikoorten greifen332. Die Vermutungsregelung des § 7 Landesantidiskriminierungsgesetz will sie abschaffen332. Abgelehnt werden die anlasslose massenhafte Verknüpfung personenbezogener Daten sowie ausufernde Funkzellenabfragen und Quellen-TKÜ, an deren Stelle ein Quick-Freeze-Verfahren treten soll333; ebenso abgelehnt werden Onlinedurchsuchung, Staatstrojaner, stille SMS und IMSI-Catcher, und die Novelle zur verdeckten Durchsuchung von Räumen soll rückgängig gemacht werden334. Die Landesämter für Verfassungsschutz Berlins und Brandenburgs sollen fusionieren335, die Datei „Szenekunde Sport“ gelöscht und anlasslose Videoüberwachung evaluiert werden334. Justizseitig nennt sie mehr Personal, ausreichende Haftplätze auch über ÖPP, das „Neuköllner Modell“, Opferschutz und die Abschaffung des Einzelfallweisungsrechts336. Antisemitismusbekämpfung und Katastrophenschutz nehmen breiten Raum ein337.
- „Die anlasslose, massenhafte Verknüpfung personenbezogener Daten mit dem Ziel, präventiv individuelle Risikoprofile zu erstellen, zum Beispiel durch den Einsatz grundrechtseinschränkender Überwachungssoftware, lehnen wir ab.“332
- „Die Landesämter für Verfassungsschutz von Berlin und Brandenburg wollen wir fusionieren, um ihre Schlagkraft in der Metropolregion zu erhöhen.“335
- „Dazu erhält die Polizei an solchen kriminalitätsbelasteten Orten die Sonderbefugnisse der verdachtsunabhängigen Identitätsfeststellung und der Durchsuchung von Personen und Sachen.“332
Fundstelle: Kapitel „Innen, Recht und saubere Stadt“ mit den Abschnitten Sicherheit, Sauberkeit, Justiz, Katastrophenschutz, Bürgerrechte und Jüdisches Leben, PDF-Seiten 66–79; Drogenpolitik PDF-Seiten 117–118 (Programm insgesamt 121 Seiten).
BSW — mehr Details
Das BSW formuliert als Ziel einen Staat, der schützt, ohne übergriffig zu werden; grundrechtsintensive Maßnahmen sollen verhältnismäßig, zeitlich begrenzt und richterlich kontrolliert sein340. Es verknüpft öffentliche mit sozialer Sicherheit und fordert zugleich, die Berliner Polizei zu entpolitisieren und einem Missbrauch von Polizei, Staatsschutz und Verfassungsschutz für politische Zwecke entgegenzutreten340. Angekündigt werden eine Einstellungsoffensive bei Polizei und Feuerwehr nach Bestenauslese statt Quoten, die Angleichung der Besoldung an das Bundesniveau, bessere Ausstattung und der Abbau des Investitionsstaus341. Deeskalationsstrategien bei Demonstrationen sollen unabhängig von der politischen Ausrichtung angewandt und unverhältnismäßige Gewalt disziplinarisch verfolgt werden342. An Schulen setzt das Programm auf Prävention vor Repression, mehr Sozialarbeiter und bei nachgewiesener hoher Gefährdung temporären Wachschutz in zivil343. Gegen Messerangriffe nennt es Abschiebung straffällig gewordener Asylsuchender und zugleich Integrations-, Sprach- und Jugendangebote343. Videoüberwachung soll an nachweislich besonders kriminalitätsbelasteten Orten mit parlamentarischer Genehmigung erfolgen, BVG- und DB-Kameras sollen 96 Stunden speichern dürfen; Quellen-TKÜ und KI sollen auf organisierte Kriminalität sowie Extremismus- und Terrorismusbezug beschränkt bleiben344. Für die Justiz fordert es mehr Richter- und Staatsanwaltsstellen, beschleunigte Verfahren und Vermögensabschöpfung344 sowie bessere Bedingungen für Schöffinnen und Schöffen345. Software von US-Konzernen wie Palantir lehnt es ab346.
- „Wir wollen einen Staat, der schützt, ohne übergriffig zu werden.“340
- „Dazu setzen wir Videoüberwachung an nachweislich besonders kriminalitätsbelasteten Orten ein – mit parlamentarischer Genehmigung und Echtzeit-Auswertung durch ausreichend Personal.“344
- „Problematische Software von US-Techkonzernen wie z.B. Palantir lehnen wir ab.“346
Fundstelle: Kapitel „Innere Sicherheit“, PDF-Seiten 38–41; „Justiz und Verbraucherschutz“, PDF-Seiten 60–61; Drogenpolitik PDF-Seite 12, Palantir PDF-Seite 63 (Programm insgesamt 66 Seiten).
Migration & Integration
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Migration und Integration berühren in Berlin sehr unterschiedliche Zuständigkeiten: Asyl-, Aufenthalts- und Staatsangehörigkeitsrecht sowie der Arbeitsmarktzugang sind Bundes- beziehungsweise EU-Recht, während das Land für Erstaufnahme und Unterbringung, die Ausländerbehörde, Sprach- und Beratungsangebote und den Vollzug von Ausreisepflichten zuständig ist. Berlin betreibt dafür das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten und das Landesamt für Einwanderung; hinzu kommen das Landesantidiskriminierungsgesetz und das Partizipations- und Migrationsgesetz. Die Programme unterscheiden sich vor allem darin, ob sie Zuwanderung stärker begrenzen oder Zugänge stärker öffnen wollen, wie sie Unterbringung, Leistungen und Rückführungen ordnen und welchen Stellenwert sie Einbürgerung, Antidiskriminierung und politischer Teilhabe geben.
Migration ordnen, steuern, begrenzen: Bezahlkarte dauerhaft, zentrale Unterbringung, Ausreisepflicht durchsetzen; Integration als Fördern und Fordern.
Recht auf Asyl nicht verhandelbar, Landesaufnahmeprogramme, Bezahlkarte abgelehnt, City-ID, Abbau von Gemeinschaftsunterkünften; Rückführung bei schweren Straftaten.
Sicherer Hafen, Bezahlkarte abgelehnt, eigener Wohnraum statt Massenunterkunft, LEA als Willkommensbehörde; Ausreise nur nach individueller Prüfung.
Globale Bewegungsfreiheit als Leitbild, Bezahlkarte abschaffen, Tegel auflösen, City ID, Wahlrecht unabhängig vom Pass, keine Abschiebungen.
Kein Einwanderungsland; Remigration, Aufnahmestopp, Abschiebezentrum, Sachleistungen, Einbürgerungsmoratorium; Leitkultur, Neutralitätsgesetz an Schulen.
Einwanderung als Chance, Integration als Pflicht; Bezahlkarte einführen, mehr Abschiebungen, Schul- und Kitapflicht, Mehrstaatlichkeit und schnellere Einbürgerung.
Strenge Regulierung, Asylverfahren in Drittstaaten, Grenzkontrollen; Fluchtursachen im Fokus; Verteilung mit Infrastrukturzuschuss, verbindliche Integrationskurse.
CDU — mehr Details
Die CDU überschreibt ihren Abschnitt mit „Migration ordnen, steuern und begrenzen“ und bekennt sich zum Grundrecht auf Asyl bei gleichzeitiger staatlicher Kontrolle über Migration284. Das Gemeinsame Europäische Asylsystem soll konsequent umgesetzt werden, Asylbewerber und illegal Eingereiste bis zur Entscheidung zentral untergebracht werden284. Die Bezahlkarte will die Partei dauerhaft etablieren284. Zur Durchsetzung der Ausreisepflicht nennt das Programm eine engere Zusammenarbeit von Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten, Landesamt für Einwanderung, Sozialämtern und Polizei, die zentrale Erfassung von Aufenthaltsdaten, die konsequente Prüfung von Duldungen, Rückführungen bereits beim ersten Versuch und ganzjährig sowie eine deutliche Erweiterung des Ausreisegewahrsams und eine Ausweitung der Abschiebungshaft284. Wer die Durchsetzung der Ausreisepflicht gezielt behindert, soll von öffentlicher Förderung ausgeschlossen werden349. Gegen unseriöse Vermittlungsagenturen sind eine Untersuchung und eine Liste seriöser Anbieter vorgesehen349. Bei Einbürgerungen verlangt die Partei das Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung und die Anerkennung des Existenzrechts Israels349 sowie den Widerruf bei falschen Angaben350. Integration beschreibt sie als Fördern und Fordern351: Sprachkursangebote der Volkshochschulen sollen berufsbezogen weiterentwickelt, Arbeitsgelegenheiten nach § 5 AsylbLG ausgebaut und in allen Bezirken zentrale staatliche Integrationszentren geschaffen werden352. Die Unterbringung in Sporthallen lehnt sie ab und setzt bei ungeklärtem Aufenthaltsstatus auf zentrale Großunterkünfte353. Das Partizipationsgesetz will sie überarbeiten130, weitere öffentlich finanzierte Sonderstrukturen für einzelne Gruppen lehnt sie ab353.
- „Wir stehen zu unserer humanitären Verantwortung und zum Grundrecht auf Asyl. Zugleich gilt: Der Staat muss jederzeit die Kontrolle über die Migration behalten.“284
- „Wir stehen zur Einführung der Bezahlkarte und wollen diese dauerhaft etablieren.“284
- „Für uns besteht Integration aus Fördern und Fordern. Integration ist ein Angebot, aber auch eine Verpflichtung zu eigener Anstrengung.“351
Fundstelle: Abschnitt „Migration ordnen, steuern und begrenzen“, PDF-Seiten 25–26; „Integration braucht Werte und Regeln“, PDF-Seiten 117–119; Partizipationsgesetz PDF-Seite 91; Arbeitsgelegenheiten bei der BSR PDF-Seite 79 (Programm insgesamt 128 Seiten).
SPD — mehr Details
Die SPD stellt das Thema unter die Überschrift „Zusammenhalt in der Einwanderungsmetropole“ und bezeichnet das individuelle Recht auf Flüchtlingsschutz als nicht verhandelbar17. Das Gemeinsame Europäische Asylsystem soll menschenrechtskonform umgesetzt werden; beim Bund will die Partei erreichen, dass Landesaufnahmeprogramme wieder zugelassen werden17. Für Menschen ohne Schutzanspruch nennt sie den Spurwechsel, ein neues Chancenaufenthaltsrecht, die Fortsetzung der Härtefallkommission und ein transparentes Anerkennungsverfahren für Staatenlose354. Zugleich sollen Rückkehrhilfen früh greifen, Vorrang habe die freiwillige Rückkehr; Rückführungen will die Partei bei schweren Straftaten ohne Bleiberecht und bei Gefährdern priorisieren355. Beim Arbeitsmarkt kündigt sie eine deutliche Vereinfachung der Anerkennung ausländischer Abschlüsse, gezielte Anwerbung internationaler Pflegekräfte, ein Unternehmensgründungsvisum und den Abbau von Beschäftigungsverboten an355. Das Einbürgerungszentrum soll fortgeführt und digitalisiert, eine Einbürgerungskampagne gestartet und die Zahl der Einbürgerungen gesteigert werden355. Bei der Unterbringung nennt das Programm den schrittweisen Abbau von Gemeinschaftsunterkünften, dezentrales Wohnen mit Beiträgen aller Bezirke, den Ausbau des Geflüchtetenwohnens und eine Gemeinschaftspauschale je Geflüchtetem und Bezirk; Sekundärmigrationszentren und Ausgangssperren lehnt sie ab355. Für Teilhabe sind der Ausbau des Willkommenszentrums, flächendeckende Sprachmittlung, ein professionalisiertes Integrationslots*innen-Programm und mehr Deutschkurse vorgesehen356. Eine Bezahlkarte lehnt die SPD ab und wirbt für eine Berliner Stadtkarte (City-ID)356. Hinzu kommen die Öffnung des öffentlichen Dienstes und ein Integrations- und Teilhabemonitoring mit halbjährlichen Kennzahlen356.
- „Das individuelle Recht auf Flüchtlingsschutz ist deshalb mit uns nicht verhandelbar. Berlin steht fest zum Recht auf Asyl.“17
- „Wir priorisieren Rückführungen bei schweren Straftaten ohne Bleiberecht.“355
- „Eine Bezahlkarte für Geflüchtete lehnen wir ab. Sie schränkt Teilhabe am öffentlichen Leben stark ein.“356
Fundstelle: Kapitel „Zusammenhalt in der Einwanderungsmetropole“, PDF-Seiten 51–53; Antidiskriminierung PDF-Seite 48 (Programm insgesamt 66 Seiten).
Bündnis 90/Die Grünen — mehr Details
Die Grünen behandeln das Thema im Kapitel „Humanität für Geflüchtete“ und formulieren, Berlin solle sicherer Hafen sein und Teilhabe am ersten Tag beginnen357. Genannt werden dauerhaft finanzierte Beratungsstellen, unabhängige Asylverfahrensberatung sowie ein Ausbau der psychosozialen und psychotherapeutischen Versorgung357. Eine Taskforce „Anerkennung“ soll ausländische Berufsabschlüsse schneller anerkennen, bürokratische Hürden bei Arbeitserlaubnissen sollen abgebaut werden358. Die Bezahlkarte lehnt die Partei ab und setzt auf unbürokratische Auszahlungen und ein Basiskonto unabhängig vom Aufenthaltsstatus; im Bund will sie das Asylbewerberleistungsgesetz abschaffen358. Bei der Unterbringung ist eigener Wohnraum das oberste Ziel, ergänzt um WBS-Berechtigung bei langjährigem Aufenthalt oder Duldung, ein soziales Unterbringungsgesetz mit Mindeststandards, ein Ankunftszentrum und eine Senatskommission „Unterbringung“; die Massenunterkunft in Tegel wird als Beispiel angeführt359. Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten soll gestärkt, das Landesamt für Einwanderung zu einer Willkommensbehörde mit digitalem Antragssystem und Ombudsstelle weiterentwickelt werden360. Die GEAS-Umsetzung soll menschenrechtskonform erfolgen und von einem unabhängigen Menschenrechtsmonitoring begleitet werden; das Konzept sicherer Dritt- und Herkunftsstaaten, Abschiebehaft und Abschiebungen nach Afghanistan, Syrien oder Iran lehnt die Partei ab361. Unbegleitete minderjährige Geflüchtete sollen ab Tag eins eine unabhängige Vertretung erhalten361. Wer kein Aufenthaltsrecht hat und dem keine Abschiebungshindernisse entgegenstehen, soll zügig ausreisen, Vorrang habe die freiwillige Ausreise362. Landesaufnahmeprogramme und Familiennachzug sollen wieder ermöglicht werden362.
- „Berlin soll sicherer Hafen und eine Stadt der Chancen sein. Teilhabe beginnt am ersten Tag; mit Zugängen, die funktionieren, und Strukturen, die Menschen stärken.“357
- „Wir lehnen die vom schwarz-roten Senat geplante Bezahlkarte ab, weil sie Geflüchtete diskriminiert und ihre Selbstbestimmung einschränkt.“358
- „Gleichzeitig gilt: Wer nach individueller Prüfung der asyl- und aufenthaltsrechtlichen Voraussetzungen sowie ggf. nach Ausschöpfung aller Rechtsmittel kein Aufenthaltsrecht hat und bei dem keine Abschiebungshindernisse entgegenstehen, muss zügig wieder ausreisen. Die freiwillige Ausreise hat für uns Vorrang.“362
Fundstelle: Kapitel 4.3 „Humanität für Geflüchtete – Ankommen und Teilhabe sichern“, PDF-Seiten 143–148; Fachkräfte und Anerkennung PDF-Seiten 105–107; LADG und PartMigG PDF-Seiten 136–137; Wahlrecht PDF-Seite 173 (Programm insgesamt 256 Seiten).
Die Linke — mehr Details
Die Linke behandelt das Thema im Kapitel „Flucht und Migration“ und nennt als Ziel einen Politikwechsel in Richtung globale Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte für alle365. Ein städtischer Ausweis nach dem Vorbild der New York City ID soll Menschen ohne Papiere den Zugang zu städtischen Ressourcen verbessern366. Beim Wahlrecht will die Partei alle landesrechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um aktives und passives Wahlrecht spätestens nach fünf Jahren Aufenthalt unabhängig vom Pass einzuführen366. Die Einbürgerung soll unabhängig vom Einkommen sowie von Einbürgerungs- und Sprachtests möglich werden, der Einbürgerungsrückstau enden und das Partizipationsgesetz um eine verbindliche Einstellungsquote ergänzt werden367. Die Bezahlkarte will sie nicht einführen beziehungsweise wieder abschaffen, das Asylbewerberleistungsgesetz auf Bundesebene abschaffen lassen368. Für Bleibeperspektiven nennt das Programm eine Stichtagsregelung, die Ausweitung des Chancenaufenthaltsrechts, ein Bleiberecht für Opfer rechter Gewalt und temporäre Abschiebestopps; Haft, Bewegungseinschränkungen und Familientrennungen lehnt sie ab368. Landesaufnahmeprogramme sollen unter anderem für Syrien, Irak, Afghanistan, Sudan, Gaza und Libanon aufgelegt werden369. Das Landesamt für Einwanderung soll nicht mehr der Innenverwaltung unterstehen369. Beim Zugang zu Arbeit nennt sie die Weiterentwicklung der Ausbildungsduldung und den Ausbau kostenloser, auch berufsbezogener Sprachkurse370. Bei der Unterbringung fordert sie die Auflösung der Unterkunft in Tegel, Zugang zu Wohnungen, ein soziales Unterbringungsgesetz, einen Landesbetrieb für Soziales Wohnen und die Aufhebung der Wohnpflicht im Asylverfahren371.
- „Unser Ziel ist ein grundlegender Politikwechsel – in Richtung globale Bewegungsfreiheit, gleiche Rechte für alle und einer solidarischen Migrationsgesellschaft.“365
- „Außerdem werden wir die diskriminierende Bezahlkarte nicht einführen bzw. wieder abschaffen.“368
- „Für uns ist ganz klar, dass niemand abgeschoben wird, insbesondere nicht in Kriegs- und Krisengebiete.“368
Fundstelle: Kapitel „20 Flucht und Migration“, PDF-Seiten 275–285; Antidiskriminierung und LADG PDF-Seiten 269–272 (Programm insgesamt 336 Seiten).
AfD — mehr Details
Die AfD führt ein eigenes Kapitel „Zuwanderung, Asyl & Staatsangehörigkeit“ und hält fest, Deutschland definiere sich nicht primär über Zuwanderung374. Gefordert werden eine Trennung von Einwanderung nach Qualifikation und Bedarf einerseits und Asyl als Schutz auf Zeit andererseits, die Überprüfung des Schutzstatus syrischer und afghanischer Schutzberechtigter sowie diplomatische Initiativen für Rückkehrmöglichkeiten374. Einwanderung soll ausschließlich in staatlich definierte Bedarfsbereiche erfolgen, mit vorherigem Sprachnachweis und Anerkennung der deutschen Leitkultur374. Das Programm nennt eine Politik der Remigration mit Rückführungsoffensive, freiwilligen Rückkehrprogrammen, Rückübernahmeabkommen und Drittstaaten-Kooperationen375. Weiter genannt werden ein sofortiger Aufnahmestopp für Asylbewerber, kein Winterabschiebestopp, die sofortige Abschiebung der bis zu 20.000 Ausreisepflichtigen, die Abschaffung der Härtefallkommission, ein Berliner Abschiebezentrum und der Umbau des Landesamts für Einwanderung zu einem Landesamt für Einwanderung, Asyl und Remigration375. Bei Leistungen sollen reine Sachleistungen gelten, Berliner Zusatzleistungen gestrichen und Sprach- oder Integrationskurse für nicht bleibeberechtigte Asylbewerber entfallen; vorgesehen ist eine Pflicht zu gemeinnütziger Arbeit376. Neue Modulare Unterkünfte lehnt die Partei ab376. Integration wird als Bringschuld beschrieben, verbunden mit Sanktionen bei Verweigerung377. Beim Neutralitätsgesetz fordert sie die Wiedergeltung an Schulen378. Für Einbürgerungen verlangt sie ein Moratorium samt Überprüfung aller seit 2024 zentralisierten Verfahren und die Aberkennung der Staatsbürgerschaft bei Doppelstaatlern nach schweren Straftaten379.
- „Deutschland ist eine historisch gewachsene Nation und kein Land, das sich primär über Zuwanderung definiert.“374
- „Die AfD verfolgt eine umfassende Politik der Remigration, die sowohl Rückführungen von Ausreisepflichtigen als auch freiwillige Rückkehrprogramme umfasst, und dabei Rückübernahme- bzw. Drittstaaten-Kooperationen stärkt.“375
- „Für uns gilt die deutsche Leitkultur als verbindlicher Maßstab für das Zusammenleben in Berlin. Integration bleibt eine Bringschuld jedes Zugewanderten.“376
Fundstelle: Kapitel „Zuwanderung, Asyl & Staatsangehörigkeit“, PDF-Seiten 21–26; Ausländerkriminalität PDF-Seiten 13–14; Fachkräfte PDF-Seite 50 (Programm insgesamt 99 Seiten).
FDP — mehr Details
Die FDP überschreibt ihr Kapitel mit „Integration und Migration“ und ordnet Einwanderung als Chance und Integration als Pflicht ein380. Sammelunterkünfte sollen klaren Standards unterliegen und nur als Not- und Erstaufnahme dienen, Containerdörfer nur Zwischenlösung sein; die Kostensätze angemieteter Unterkünfte bewertet die Partei als nicht akzeptabel und will Mietverträge kurzfristiger abschließen380. Vulnerable Personen sollen nicht in gemischten Erstaufnahmeeinrichtungen untergebracht werden, bei guter Bleibeprognose ist dezentrales Wohnen nach dem „Leverkusener Modell“ vorgesehen381. Genannt werden zudem ein Vermögenscheck für Asylbewerber, die unverzügliche Einführung der Bezahlkarte für Neuankommende und Bestandsfälle, eine Erweiterung des Ein- und Ausreisezentrums am Flughafen BER sowie mehr Abschiebungen und häufigere Prüfung von Duldungsvoraussetzungen381. Im Bildungsteil nennt das Programm die schnellere Anerkennung von Abschlüssen, eine Schulpflicht für junge Geflüchtete unter 25 Jahren ohne Berufsausbildung, eine strafbewehrte Kitapflicht ab drei Jahren für Kinder von Asylbewerbern und verpflichtende Sprachkurse unterhalb des Niveaus B1382. Deutschkurse sollen an Aufenthaltsstatus und staatliche Hilfen gebunden werden, ausgenommen Fachkräfte mit qualifiziertem Arbeitsvertrag383. Für Fachkräfte werden Verfahren binnen sechs Wochen und ein beschleunigter Weg zur unbefristeten Aufenthaltsgenehmigung genannt384. Das Arbeitsverbot für Asylbewerber soll sofort abgeschafft werden384. Beim Pass tritt die Partei für Mehrstaatlichkeit, beschleunigte Einbürgerung, aktive Ansprache Berechtigter und Einbürgerungsfeiern ein385.
Fundstelle: Kapitel „Integration und Migration“, PDF-Seiten 95–99; Business Immigration Service PDF-Seite 19; queere Geflüchtete PDF-Seite 82 (Programm insgesamt 121 Seiten).
BSW — mehr Details
Das BSW widmet dem Thema das Kapitel „Zuwanderung und Integration“ und verbindet die Forderung nach strenger Regulierung mit gleichen Bildungs- und Berufschancen für alle deutschen Staatsbürger unabhängig von Herkunft und Religion387. Die bisherige Praxis ungeregelter Zuwanderung lehnt es ab und begründet dies mit Überlastung von Kommunen, Sozialstaat, Justiz und Wohnungsmarkt sowie mit der Entstehung von Parallelgesellschaften387. Das Programm verweist auf die Zustimmung von BSW-Abgeordneten im Europäischen Parlament, Asylverfahren in sicheren Drittstaaten außerhalb der EU zu ermöglichen, und fordert die zügige Umsetzung in Deutschland387. Als Fluchtursachen benennt es Kriege, Militäreinsätze, Regimewechsel-Provokationen und Wirtschaftsblockaden und fordert einen Stopp deutscher Rüstungsexporte sowie aktive Entwicklungshilfe388. Wer aus einem sicheren Drittstaat einreist, soll nach Auffassung der Partei kein Recht auf ein Asylverfahren und auf soziale Leistungen haben; unterstützt werden Grenzkontrollen und Zurückweisungen mit Ausnahme besonders schutzbedürftiger Personen389. Berlin soll bei der Aufnahme entlastet, Asylbewerber auch auf Nachbarländer verteilt und Ansiedlungen mit einem Infrastrukturzuschuss für den Bezirk verbunden werden389. Für Menschen mit Aufenthaltsrecht nennt das Programm eine an den Aufenthalt gebundene Arbeitserlaubnis, erleichterte Anerkennung ausländischer Abschlüsse und beschleunigte Verfahren in Mangelberufen390. Integrationskurse sollen Rechte und Pflichten verbindlicher vermitteln, Kinder mit Zuwanderungshintergrund gleichmäßiger auf Kitas und Grundschulen verteilt werden390. Gegen rassistische Stimmungsmache setzt die Partei Nachbarschaftsprojekte, interkulturelle Feste und Sportvereine391.
- „Die bisherige Praxis der ungeregelten Zuwanderung lehnen wir grundsätzlich ab. Ungeregelte Zuwanderung ist ungerecht und unvernünftig.“387
- „Wer aus einem sicheren Drittstaat einreist, hat nach unserer Ansicht kein Recht auf ein Asylverfahren und auf soziale Leistungen.“389
- „Rassistischer und ausländerfeindlicher Stimmungsmache stellen wir uns mit aller Kraft entgegen.“391
Fundstelle: Kapitel „Zuwanderung und Integration“, PDF-Seiten 34–37; frühkindliche Förderung PDF-Seite 14; Kosten der Aufnahme PDF-Seiten 52–53 (Programm insgesamt 66 Seiten).
Gesundheit, Pflege & Soziales
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Berlin plant seine Krankenhäuser, finanziert deren Investitionen, betreibt mit Charité und Vivantes zwei große öffentliche Träger und verantwortet den Öffentlichen Gesundheitsdienst, die Pflegestrukturplanung sowie die Wohnungslosen-, Sucht- und Sozialhilfe. Die ambulante Versorgung dagegen steuert die Kassenärztliche Vereinigung, die Kranken- und Pflegeversicherung ist Bundesrecht. Strittig sind vor allem die Höhe der Krankenhausinvestitionen, die Rolle öffentlicher gegenüber privater Trägerschaft, der Umgang mit Ärztemangel in den Außenbezirken, die Entlastung pflegender Angehöriger sowie die Frage, ob Armut über Leistungsansprüche oder über Arbeitsanreize bekämpft wird.
Krankenhausreform mit den Trägern umsetzen, Charité auskömmlich finanzieren, Pflegekammer und Pflegenotfall-Telefon, Kliniken krisenfest machen.
Auskömmliche Krankenhausfinanzierung, neue Kinderklinik mit der Charité, integrierte Gesundheitszentren, Altenhilfestrukturgesetz, Obdachlosigkeit bis 2030 beenden.
Transformationsfonds ausschöpfen, flächendeckend integrierte Gesundheitszentren, Landespflegegesetz und Pflegekammer, pflegende Angehörige in die Verfassung.
Krankenhausinvestitionen bedarfsgerecht steigern, Rekommunalisierung, Sonderprogramm für öffentliche MVZ, Pflegewohngeld, Militarisierung ablehnen.
Investitionskostenzuschüsse deutlich erhöhen, Fallpauschalen ersetzen, KV-Notdienstpraxis je Bezirk, 40.000 Euro je neuem Pflegeplatz, Pflegegeld plus 23 Prozent.
Maximalversorger stärken, Krankenhausfinanzierung neu ordnen, private Träger gleichbehandeln, Pflegekammer ablehnen, Reisegutschein für auswärtige Obdachlose.
Bürgerversicherung anstreben, Investitionsstau von hunderten Millionen beenden, öffentliche Primärversorgungszentren, Charité- und Vivantes-Töchter zurückführen.
CDU — mehr Details
Die CDU will Gesundheitsversorgung besser vernetzen und wohnortnah ausrichten; gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung sollen sich Hausärzte, Kinderärzte und Hebammen dort niederlassen, wo sie gebraucht werden, und Neubauten der städtischen Wohnungsbaugesellschaften Praxisräume vorsehen393. Die Notfallversorgung will sie über Portalpraxen an Kliniken und eine gestärkte 116117 mit telefonischer Ersteinschätzung steuern393. Die Krankenhausreform soll mit einem gemeinsam erarbeiteten Konzept umgesetzt und durch gezielte Investitionen in Infrastruktur und Ausstattung begleitet werden; eine Summe nennt sie nicht, der Charité sagt sie auskömmliche Investitionsmittel zu393. Berlin soll als Gesundheitsstandort zum „Boston an der Spree“ mit einem Future Health Campus ausgebaut werden394. In der Pflege gilt „ambulant vor stationär“: Pflegestützpunkte sollen ausgebaut, ein rund um die Uhr erreichbares Pflegenotfall-Telefon eingeführt, eine Pflegekammer mit staatlicher Anschubfinanzierung eingerichtet und ein Pflege-Masterstudiengang für Community Health Nurses geschaffen werden395. Hitzeschutz wird feste Aufgabe des Öffentlichen Gesundheitsdienstes396. Sozialpolitisch gilt ihr Arbeit als bester Schutz vor Armut; gegen Kinderarmut plant sie einen „Berliner Chancenpass“ als App397. Bei Obdachlosigkeit setzt sie auf ein „Haus der Hilfe“, Safe Places als Landesprogramm sowie auf Rückkehrprogramme und die Einschränkung des Sozialleistungszugangs für EU-Ausländer11.
- „Wir setzen uns für die Einrichtung einer Pflegekammer in Berlin ein.“398
- „Wir werden die Berliner Krankenhäuser krisenfest machen und ihre Resilienz nachhaltig stärken, damit sie auch bei Katastrophen, Cyberangriffen, Stromausfällen oder im Verteidigungsfall funktionsfähig bleiben.“398
- „Die Empfehlung der Kommission zur Sozialstaatsreform zur Einschränkung des Zugangs von EU-Ausländern zu Sozialleistungen unterstützen wir ausdrücklich und fordern eine schnelle Umsetzung auf nationaler und europäischer Ebene.“11
Fundstelle: Kapitel IX „Berlin wird gerecht“ mit Gesundheit, Pflege, sozialem Netz, Armut und Wohnungslosigkeit (PDF-Seiten 97–104); Gesundheitswirtschaft im Kapitel „Berlin wird spitze“ (PDF-Seite 50); Familie, Alleinerziehende und Senioren im Kapitel X „Berlin wird einig“ (PDF-Seiten 107–110).
SPD — mehr Details
Die SPD nennt Gesundheit ein Menschenrecht und will ambulante, stationäre und psychosoziale Angebote enger verzahnen399. Für die Krankenhäuser kündigt sie eine auskömmliche Finanzierung an und will die Landesmittel bereitstellen, damit Berlin die Bundesmittel der Krankenhausreform voll nutzen kann; eine konkrete Investitionssumme nennt sie nicht399. Gemeinsam mit der Charité soll eine neue Kinderklinik entstehen, der staatliche Zuschuss an das Universitätsklinikum steigen, die Zusammenarbeit von Charité und Vivantes ausgebaut werden399. In der ambulanten Versorgung will sie mit der Kassenärztlichen Vereinigung die Bedarfsplanung reformieren, Facharzttermine binnen 14 Tagen für alle Überweisungen durchsetzen, integrierte Gesundheitszentren – wenn nötig kommunal – ausbauen und in allen Bezirken Community Health Nurses einsetzen399. Für psychische Gesundheit soll ein Masterplan Wartezeiten verkürzen400. In der Pflege plant sie wohnortnahe Pflege- oder Sozialstationen, ein Altenhilfestrukturgesetz, das Altenhilfe zur Pflichtaufgabe macht, ein Demenz-Kompetenzzentrum, ein Pflegenottelefon und gedeckelte Eigenanteile400. Bei Geburten bleibt die Eins-zu-eins-Betreuung Ziel, dazu ein Masterstudiengang für Hebammen400. Sozialpolitisch kündigt sie eine Gesamtstrategie gegen Armut mit zentraler Koordinierungsstelle an401, hält am Ziel fest, Wohnungs- und Obdachlosigkeit bis 2030 zu überwinden, gründet ein SozialWohnWerk und strebt 2.500 Wohnungen im geschützten Wohnungsmarkt nach dem Prinzip Housing First an17. Drogenkonsumräume will sie ausbauen und dafür Landesgebäude bereitstellen17.
Fundstelle: Kapitel „Gute Gesundheitsversorgung für alle“ (PDF-Seiten 33–35) sowie „Soziales Berlin“ mit Armut, Wohnungslosigkeit und Sucht (PDF-Seiten 50–51); Senior*innen, Queeres Berlin und Inklusion auf PDF-Seiten 49–50.
Bündnis 90/Die Grünen — mehr Details
Die Grünen ordnen Gesundheit dem Prinzip „präventiv vor ambulant vor stationär“ unter und wollen eine urbane Gesundheitsstrategie403. Sie beschreiben ungleiche Gesundheitschancen zwischen den Bezirken und fehlende Haus-, Fach- und Kinderärzt*innen vor allem am Stadtrand und im Osten404. Flächendeckend sollen integrierte Gesundheitszentren entstehen, Community Health Nurses nach dem Vorbild Köpenick in allen Bezirken arbeiten405. Für die Kliniken nennen sie keine Landessumme, wollen aber die Krankenhausreformpläne des Bundes und den Transformationsfonds ausschöpfen, die Transparenzberichterstattung je Standort wieder aufnehmen und Integrierte Notfallzentren schaffen405. Psychische Gesundheit soll durch aufsuchende Krisenangebote, mehr Schulpsycholog*innen und systematische Suizidprävention gestärkt werden406. Hitze und Klimafolgen behandeln sie als Gesundheitsthema mit Hitzeschutzkonzepten für Kliniken und Pflegeeinrichtungen407. In der Drogenpolitik fordern sie Konsumräume, Drug-Checking mit Frühwarnsystem, Modellprojekte kontrollierter Abgabe und eine Cannabis-Modellregion408. Die Pflege wollen sie mit einem Landespflegegesetz, verbindlicher Personalbemessung, einer Pflegekammer und einem Pflegenottelefon neu ordnen; pflegende Angehörige sollen nach Vorbild Schleswig-Holsteins in die Berliner Verfassung aufgenommen werden409. Sozialpolitisch planen sie eine „One-Stop-Agency“, den BerlinPass, ein Zwangsräumungsmoratorium im Winter, ein „Haus der Hilfe“, ganzjährige Kältehilfe rund um die Uhr und den Ausbau von Housing First410.
- „Wir wollen flächendeckend integrierte Gesundheitszentren aufbauen, die ärztliche, therapeutische, psychosoziale und präventive Angebote unter einem Dach vereinen.“405
- „Daher werden wir alle Möglichkeiten bestmöglich nutzen, die uns die Krankenhausreformpläne des Bundes und der damit zusammenhängende Transformationsfonds bieten, um Berlins Krankenhäuser moderner, besser und digitaler aufzustellen und gleichzeitig die ambulante Gesundheitsversorgung zu stärken.“405
- „Nach dem Vorbild von Schleswig-Holstein wollen wir pflegende Angehörige in die Berliner Verfassung aufnehmen, um so ihre Rechte als immer größer werdende Gruppe in den Fokus zu nehmen.“411
Fundstelle: Kapitel 5.4 „Gesundheit in allen Lebenslagen“ (PDF-Seiten 200–208), 5.5 „Neue Drogenpolitik“ (208–211), 5.6 „Gute Pflege“ (211–216) und 5.7 „Selbstbestimmte Senior*innen“ (216–218); Armut, Wohnungslosigkeit und soziale Infrastruktur in Kapitel 2.5 (PDF-Seiten 70–75).
Die Linke — mehr Details
Die Linke begreift Gesundheitsfürsorge als öffentliche Daseinsvorsorge und will Profitorientierung zurückdrängen414. Den Öffentlichen Gesundheitsdienst will sie als dritte Säule der Versorgung ausbauen und alle gesetzlichen Aufgaben mit Stellen und Infrastruktur absichern415. Sie beziffert die Lücke zwischen ermitteltem Investitionsbedarf der Berliner Krankenhäuser und verfügbaren Mitteln kumulativ auf Hunderte Millionen Euro, nennt aber keine Jahressumme; die Kürzungen des Senats will sie zurücknehmen und die Krankenhausinvestitionen auf ein bedarfsgerechtes Niveau steigern, auch über das Sondervermögen Klima und Infrastruktur416. Charité und Vivantes sollen ausgebaut, ausgelagerte Bereiche eingegliedert und die Häuser mit Mitbestimmung von Beschäftigten, Patient*innen und Bezirken demokratisiert werden; wo Private aufgeben, strebt sie Rekommunalisierung an417. Gegen den Ärztemangel plant sie ein Sonderprogramm für medizinische Versorgungszentren in öffentlicher oder gemeinnütziger Trägerschaft, eine Taskforce bei Vivantes MVZ, einen Sonderfonds zur Anschubfinanzierung und einen geprüften Gewerbemietendeckel für die Primärversorgung418. Für Obdachlose fordert sie zwei eigene Versorgungszentren419. In der Psychiatrie will sie Kriseninterventionszentren in jedem Bezirk und eine möglichst gewaltfreie Psychiatrie420. In der Pflege setzt sie auf ein Pflegewohngeld, mehr öffentliche Einrichtungen, ein Pflegenottelefon und langfristig eine solidarische Pflegevollversicherung421. Sozialpolitisch fordert sie ein Landesprogramm gegen Einsamkeit, Kiezkantinen und ein Altenhilfestrukturgesetz422; Housing First soll Leitmotiv der Wohnungsnotfallhilfe werden423.
- „Wir werden die vom jetzigen Senat verursachten Kürzungen nicht nur zurücknehmen, sondern die Krankenhausinvestitionen auf ein bedarfsgerechtes Niveau steigern.“416
- „Daher setzen wir uns für die Einführung eines Pflegewohngelds ein, dass die Heimbewohner*innen unmittelbar entlastet.“424
- „Die Gesundheitsberufe müssen der Erhaltung des Friedens dienen, nicht der Kriegsvorbereitung.“425
Fundstelle: Kapitel „08 Gesundheit und Pflege“ (PDF-Seiten 127–146) und „09 Senior*innenpolitik“ (147–151); Armut, Wohnungslosigkeit und Inklusion in Kapitel „07 Soziales und Inklusion“ (PDF-Seiten 112–126).
AfD — mehr Details
Die AfD stellt ihr Gesundheitskapitel unter Eigenverantwortung, Prävention und Daseinsvorsorge426. Sie beschreibt Berliner Krankenhäuser als von Insolvenz und Schließung bedroht, fordert, die unzureichenden Investitionskostenzuschüsse dem tatsächlichen Bedarf anzupassen und deutlich zu erhöhen, nennt dafür aber keine Summe; die Abrechnung nach Fallpauschalen will sie durch ein leistungsgerechtes, bürokratiearmes System ersetzen und Vergütungen zwischen Häusern und Sozialleistungsträgern vereinbaren426. In der ambulanten Versorgung fordert sie das Ende des Budgetzwangs, eine Einzelleistungsvergütung, an Bezirken ausgerichtete Zulassungsbereiche und eine KV-Notdienstpraxis je Bezirk zur Entlastung der Rettungsstellen; die Zahl der Medizinstudienplätze soll steigen statt Ärzte im Ausland abzuwerben427. Für Apotheken verlangt sie eine Rückverlagerung der pharmazeutischen Produktion und eine Zwei-Monats-Bevorratung versorgungsrelevanter Arzneimittel428. In der Pflege setzt sie auf die häusliche Pflege: Das Pflegegeld soll an die Vergütung ambulanter Dienste angeglichen und inflationsbedingt um 23 Prozent erhöht werden; jeder neu geschaffene stationäre Platz soll mit 40.000 Euro bezuschusst, der Investitionskostenzuschuss des Landes auf 300 Euro pro Person und Monat angehoben werden429. Den Öffentlichen Gesundheitsdienst will sie auf Katastrophenschutz, Seuchenbekämpfung, Sozialpsychiatrischen Dienst und Hygienekontrolle fokussieren430. Sozialpolitisch fordert sie freiwillige Rückkehrprogramme für Obdachlose ohne deutschen Pass50. Werkstätten für Menschen mit Behinderung will sie als Schutzraum erhalten und gezielt modernisieren, den Ausbau der Barrierefreiheit dagegen mit Augenmaß und am tatsächlichen Bedarf orientiert betreiben431.
- „Die Inflation der letzten Jahre muss zu einer Erhöhung des Pflegegeldes um 23 % führen.“429
- „Analog den staatlichen Zuschüssen in anderen Bundesländern für neu geschaffene Pflegeheime wollen wir jeden neugeschaffenen Platz, der modernen Anforderungen genügt, mit 40.000 Euro bezuschussen.“429
- „Die AfD setzt sich für die Schaffung einer KV-Notdienstpraxis pro Bezirk ein, um eine angemessene ambulante Versorgung für akute aber nicht potentiell lebensbedrohliche Erkrankungsfälle zu gewährleisten und damit gleichzeitig die Rettungsstellen der Krankenhäuser zu entlasten.“427
Fundstelle: Kapitel „Gesundheit“ (PDF-Seiten 69–73); Seniorenpolitik, Behindertenwerkstätten und Obdachlosigkeit im Kapitel „Wirtschaft & Soziales“ (PDF-Seiten 51–52); Familie und Schwangerschaft im Kapitel „Kinder, Jugend & Familie“ (PDF-Seiten 57–62).
FDP — mehr Details
Die FDP versteht soziale Sicherung als Trampolin und will Menschen rasch in Eigenverantwortung und Arbeit bringen; bei Missbrauch und verweigerter Mitwirkung fordert sie spürbare Konsequenzen434. Im Krankenhausbereich setzt sie auf die Stärkung der Maximalversorger und die Spezialisierung der stationären Versorgung, will den Rettungsdienst modernisieren und Notaufnahmen durch telefonische Vorberatung entlasten435. Die Krankenhausfinanzierung soll neu geordnet werden und sich am tatsächlichen Patientenbedarf orientieren; eine Ungleichbehandlung privater gegenüber öffentlichen und konfessionellen Trägern lehnt sie ebenso ab wie eine Planungshoheit der Krankenkassen435. Eine Investitionssumme des Landes nennt sie nicht. Niederlassungshemmnisse und die Trennung von ambulant und stationär will sie vor allem auf Bundesebene beseitigen436. Berlin soll Modellregion für digitale Gesundheitslösungen werden, zentrale staatliche Datensammelstellen lehnt sie ab436. Den Öffentlichen Gesundheitsdienst will sie in einer Landesoberbehörde für öffentliche Gesundheit und Infektionsschutz bündeln437. In der Pflege setzt sie auf Digitalisierung, Pflegeroboter und einen digitalen Marktplatz; eine Pflichtmitgliedschaft in einer Pflegekammer lehnt sie ab437. In der Geburtshilfe will das Land die Versicherung geburtshilflich tätiger Hebammen übernehmen und sich am Eins-zu-eins-Standard der WHO orientieren437. Gegen Obdachlosigkeit fordert sie Housing First, Konsumräume, Drug-Checking und einen einmaligen Reisegutschein ins Heimatland438.
- „Wir unterstützen den freiwilligen Zusammenschluss von Pflegekräften zur Vertretung ihrer Interessen. Eine verpflichtende Mitgliedschaft, zum Beispiel in einer Pflegekammer, lehnen wir jedoch entschieden ab.“437
- „Eine Ungleichbehandlung von privaten gegenüber öffentlichen und konfessionellen Trägern lehnen wir genauso entschieden ab wie eine Planungshoheit der Krankenkassen für die Versorgungsstrukturen.“435
- „Dafür soll die Stadt pro Person einmalig einen Reisegutschein in das Heimatland anbieten.“439
Fundstelle: Kapitel „Soziales“ und „Familie“ (PDF-Seiten 112–114), „Gesundheit“ (114–117), „Sucht und Drogen“ (117–118) sowie „Potenziale des Alters“ und „Barrierefreiheit“ (118–120).
BSW — mehr Details
Das BSW will das solidarische Gesundheitswesen stärken und die Zwei-Klassen-Medizin beenden; als einheitliches System strebt es eine Bürgerversicherung an, in die auch Beamte und Besserverdiener einzahlen442. Krankenhausversorgung gehört für die Partei in öffentliche oder gemeinnützige Hand; sie fordert eine gemeinwohlorientierte Krankenhausplanung unter Einbeziehung der Bevölkerung und beziffert den Investitionsstau auf mehrere hundert Millionen Euro, ohne einen Jahresbetrag zu nennen442. Die DRG-Finanzierung hält sie für gescheitert, Strukturanpassungen sollen mit Arbeitsplatzsicherung verbunden werden442. Gegen den Ärztemangel fordert sie eine gezielte Umverteilung von Arztsitzen, neue landeseigene Primärversorgungszentren in unterversorgten Bezirken und sozialen Brennpunkten sowie eine Hausarztquote bei Studienplätzen443. Die Terminvergabe soll über die 116117 statt über kommerzielle Plattformen laufen, Notdienstpraxen und Integrierte Notfallzentren sollen die Rettungsstellen entlasten443. In der Pflege fordert es gedeckelte Eigenanteile und ein frei verfügbares Budget statt eines unübersichtlichen Leistungswirrwarrs444; ausgegliederte Betriebe von Charité und Vivantes sollen zurückgeführt und Leiharbeit eingedämmt werden445. Den Öffentlichen Gesundheitsdienst will es personell, finanziell und organisatorisch deutlich stärken und Prävention umfassend verstehen445. Sozialpolitisch verweist es darauf, dass etwa jedes vierte Kind auf Grundsicherung angewiesen ist, fordert Housing First als flächendeckende Regelmaßnahme sowie mehr Drogenkonsumräume und Unterkünfte für Suchtkranke446.
- „Deshalb strebt das BSW eine Bürgerversicherung als einheitliches Krankenversicherungssystem an, in die alle Bürger einzahlen, auch Beamte und Besserverdiener.“442
- „Der Investitionsstau von mehreren hundert Millionen Euro muss beendet werden – das Land Berlin muss seiner gesetzlichen Pflicht zur Investitionsfinanzierung nachkommen.“442
- „Ausgegliederte Betriebe der Charité und von Vivantes werden wieder rückgeführt.“445
Fundstelle: Kapitel „Gesundheitswesen“ mit Krankenhäusern, ambulanter Versorgung, Pflege und ÖGD (PDF-Seiten 21–25); Armut, Wohnungslosigkeit, Drogenpolitik und Einsamkeit im Kapitel zu Arbeit und Sozialem (PDF-Seiten 11–12).
Klima, Energie & Umwelt
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Berlin hat sich gesetzlich zur Klimaneutralität verpflichtet; das Berliner Energiewendegesetz nennt dafür das Jahr 2045. Der größte Hebel liegt in der Wärmeversorgung: Fernwärme und Gasnetz sind noch weitgehend fossil, während Strom- und Fernwärmenetz inzwischen wieder in Landeshand sind. Umstritten sind das Zieljahr, das Verhältnis von verbindlichen Vorgaben und Technologieoffenheit, die Zukunft des Erdgasnetzes und Windkraft im Stadtgebiet. Dazu kommen Klimaanpassung und Hitzeschutz, Stadtgrün nach dem BaumEntscheid, der Wasserhaushalt sowie Abfall und Sauberkeit.
Bezahlbarer Klimaschutz ohne Zieljahr: Dekarbonisierung der Fernwärme, Tiefengeothermie, keine Stilllegung des Gasnetzes, Abschaffung des Solargesetzes.
Klimaneutralität möglichst vor 2045, Wärmewende über die landeseigene BEW, 25 Prozent Solarstrom bis 2035 und langfristig der Rückkauf der GASAG.
Klimaneutralität bis 2040 statt 2045, Stilllegung des Erdgasnetzes, Solaranlagen auf allen öffentlichen Gebäuden bis 2030 und eine Million neue Bäume.
Klimaneutralität bis spätestens 2040, Klimaschutz in die Landesverfassung, Sanierungsrate von zwei Prozent und Rekommunalisierung oder Vergesellschaftung der GASAG.
Abschaffung des Klimaschutz- und Energiewendegesetzes, Rückkehr zu Kohle- und Gaskraftwerken, Wiedereinstieg in die Kernenergie und keine Windräder in Berlin.
Klimaneutral ja, aber kostengünstig: Technologieoffenheit statt Ordnungsrecht, Wasserstoff und Geothermie, keine Solarpflicht, Schwerpunkt Klimaanpassung.
Energiepolitik mit Augenmaß: Abschaffung des CO2-Preises, Ende des Boykotts russischen Gases, Fernwärmeausbau, keine Windräder in Berlin.
CDU — mehr Details
Klima und Energie verteilen sich im 128-seitigen Regierungsprogramm auf mehrere Kapitel. Ein Zieljahr für Klimaneutralität nennt die CDU nicht; sie kündigt wirksamen und bezahlbaren Klimaschutz dort an, wo er große Wirkung entfalte, und benennt als Schwerpunkt Ausbau und Dekarbonisierung der Fernwärme9. Über den Klimapakt sind jeweils rund eine halbe Milliarde Euro für die Fernwärme und für das Stromnetz vorgesehen9452. Erdgas soll wegen der saisonalen Speicherfähigkeit des Netzes weiter eine Rolle spielen; eine Stilllegung des Gasnetzes schließt das Programm aus9. Für die Tiefengeothermie stellt es 45 Millionen Euro für stadtweite Messungen bereit und will wasserrechtliche Restriktionen bei oberflächennaher Geothermie überprüfen9. Die kommunale Wärmeplanung bleibt Instrument, Maßstab sollen Versorgungssicherheit und bezahlbare Energie sein9. Energiepolitisch setzt die CDU auf Technologieoffenheit statt ideologischer Vorgaben126. Beim Solarausbau lehnt sie eine Solarpflicht ab, will das Berliner Solargesetz abschaffen und hält zusätzliche Förderprogramme für den privaten Solarausbau für entbehrlich453. Großtechnische Windenergieanlagen im Stadtgebiet lehnt sie ab und will die Flächenziele für Stadtstaaten reformieren453. Regional strebt sie einen Energie-Staatsvertrag mit Brandenburg an454. Bei der Klimaanpassung stehen verbindlicher Hitzeschutz im Bauen, eine Million Straßenbäume bis 2040, ein neuer Stadtwald auf Teilen des Tempelhofer Feldes, blau-grüne Infrastruktur und die Schwammstadt455453454. Beim Abfall gelten Vermeidung vor Recycling und rund 30.000 Papierkörbe bis 2030456457.
- „Statt teurer Symbolpolitik setzen wir auf wirksamen und bezahlbaren Klimaschutz dort, wo er tatsächlich große Wirkung entfaltet.“9
- „Klar ist für uns aber auch: Eine Stilllegung des Gasnetzes kommt für uns aus Gründen der Versorgungssicherheit nicht infrage.“9
- „Eine Solarpflicht lehnen wir jedoch ab. Das Berliner Solargesetz wollen wir abschaffen, da entsprechende Vorgaben bereits durch die Umsetzung der EU-Gebäudeenergie-Richtlinie geregelt werden.“453
Fundstelle: Wärme und Energiepreise im Kapitel „Berlin wird größer“ (S. 31–32), Energiepolitik und Wasserstoff im Kapitel „Berlin wird spitze“ (S. 40–43); Hitzeschutz, erneuerbare Energien, Wasser, Tier- und Umweltschutz sowie Abfall im Kapitel „Berlin wird sauber“ (S. 78–84).
SPD — mehr Details
Das Klimakapitel steht am Ende des 66-seitigen Programms unter der Überschrift „Verantwortung durch Klimaschutz und Energiewende“. Als Ziel nennt die SPD Klimaneutralität möglichst vor 2045 und bekennt sich zur Umsetzung des Berliner Energiewendegesetzes458459. Drei Hebel werden benannt: Umstellung des fossil betriebenen Verkehrs, Ersatz fossiler Heizsysteme und Transformation der Strom- und Wärmekraftwerke459. Die Wärmewende soll über die Wärmeplanung und den Fernwärmeausbau des landeseigenen Anbieters Berliner Energie und Wärme laufen, ergänzt um dezentrale und genossenschaftliche Wärmenetze, Förderdarlehen, eine zentrale Anfragestelle und eine Berliner Energie- und Wärmeberatung459. Für Gebäude ohne Fernwärmeperspektive setzt das Programm auf Quartierslösungen mit Wärmepumpen, Speichern und oberflächennaher Geothermie459. Beim Gasnetz wird ein Wasserstoff-Kernnetz für Großverbraucher angestrebt, Wasserstoff in einzelnen Wohnungen hält die SPD für technisch nur begrenzt möglich459. Beim Solarausbau nennt sie das Ziel, bis 2035 ein Viertel des in Berlin erzeugten Stroms aus Sonnenlicht zu gewinnen, gestützt auf Masterplan Solarcity und SolarPlus460. Nach den Rückkäufen von Strom- und Fernwärmenetz strebt sie langfristig den Rückkauf der GASAG als Ganzes an und will eine Privatisierungsbremse in der Verfassung verankern460139. Die BSR soll Abwärme aus Abfallverwertung für Strom und Fernwärme nutzbar machen460. Im Umweltteil stehen 70 Prozent mehr Stadtbäume bis 2040, Entsiegelung, Schwammstadt-Maßnahmen, Baden in der Spree, Zero Waste, eine Verpackungssteuer und zweimal jährlich Sperrmüllabholung1846178.
Fundstelle: Kapitel „Verantwortung durch Klimaschutz und Energiewende“ (S. 58–60); Stadtgrün, Wasser, Tierschutz und Abfall im Kapitel „Unser Berlin wird sauber, grün und lebenswert“ (S. 22–24).
Bündnis 90/Die Grünen — mehr Details
Klima und Umwelt bilden das erste Kapitel des 256-seitigen Programms. Die Grünen wollen Berlin auf den Weg zur Klimaneutralität bis 2040 zurückbringen und verweisen dabei auf Hamburg462463. Das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm soll unter Einbeziehung des Klimabürger*innenrates zügig verabschiedet werden, hinzu kommt ein Klima-Check für alle Gesetze und Maßnahmen464. Die Wärmewende gilt als Fundament: Rund 90 Prozent der Fernwärme stammten weiterhin aus Erdgas- und Steinkohlekraftwerken464. Gefördert werden sollen Nahwärmegenossenschaften, Wärmepumpen, oberflächennahe Geothermie und Wärmewende-Manager*innen in den Bezirken464465466. Holzheizkraftwerke, zusätzliche Müllverbrennung am Standort Klingenberg und Wasserstoff in der Wärmeversorgung lehnt das Programm ab; die Dekarbonisierung der Fernwärme soll Vorrang vor der Netzerweiterung haben466. Das Erdgasverteilnetz soll schrittweise stillgelegt und der GASAG-Anteil von 25 Prozent an die Berliner Energieagentur überführt werden467. Bei der Sanierung sind ein Stufenmodell für die schlechtesten Gebäude, eine stärkere Deckelung der Umlagen und Warmmietenneutralität vorgesehen467. Alle öffentlichen Gebäude sollen bis 2030 Solaranlagen tragen, Windenergiegebiete vorrangig auf Gewerbe- und Industrieflächen entstehen468469. Zur Anpassung nennt das Programm Hitzeaktionsplan, Klimainseln, Netto-Null-Versiegelung, eine Million neue Bäume samt Pflegebudget, die Umsetzung des BaumEntscheids und die Schwammstadt470. Hinzu kommen eine Novelle der Baumschutzverordnung sowie eine Steuer auf Einwegverpackungen471472.
- „Mit verbindlichen Zielen und klaren Zuständigkeiten machen wir Klimaschutz zur zentralen Aufgabe und bringen Berlin zurück auf den Weg zur Klimaneutralität bis 2040.“463
- „Wir setzen uns für eine perspektivische Stilllegung des Erdgasnetzes ein und werden dazu mit der GASAG ins Gespräch gehen.“467
- „Wir setzen uns dafür ein, dass alle öffentlichen Gebäude - soweit technisch möglich - bis 2030 mit Solaranlagen ausgestattet sind.“468
Fundstelle: Kapitel 1 „Berlin bleibt lebenswert“ mit den Abschnitten „Gerechte Wärmewende – Klimaschutz stärken“, „Stromwende für Berlin“, „Klimafeste Stadtnatur“ und „Lebendige Umwelt“ (S. 11–32).
Die Linke — mehr Details
Kapitel 12 des 336-seitigen Programms heißt „Klima, Umwelt, Tierschutz“. Die Linke will Berlin bis spätestens 2040 klimaneutral machen und das im Klimaschutzgesetz verankerte CO2-Budget einhalten473. Klimaschutz soll als Ziel in die Landesverfassung, die Klimafolgenabschätzung zu einem Klimavorbehalt ausgeweitet und Sektorbudgets mit Einhaltungsmechanismen verankert werden473. Das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm soll endlich beschlossen, der Klimapakt über seine gesamte Laufzeit umgesetzt und Mittel aus dem Infrastruktursondervermögen des Bundes herangezogen werden474. Die Sanierungsrate soll auf mindestens zwei Prozent im Jahr steigen, mit Schwerpunkt auf den energetisch schlechtesten Gebäuden und ohne steigende Warmmieten474475. Kommunale Wärmeplanung und Dekarbonisierungsfahrplan gelten als zentrale Steuerungselemente; ab 2027 soll festgelegt werden, wo ein Wärmenetzanschluss möglich ist476. Holz- und Müllverbrennung sollen begrenzt, Großwärmepumpen, Abwasserwärme und tiefe Geothermie erschlossen werden476477. Bis spätestens 2030 sollen alle geeigneten öffentlichen Dächer Solaranlagen tragen, Windenergieanlagen bevorzugt in Industriegebieten entstehen478. Gegen Energiearmut nennt das Programm einen Preisdeckel für die Fernwärme, Energieschuldenberatung und ein Verbot von Energiesperren479. Die Berliner Stadtwerke sollen aus den Wasserbetrieben herausgelöst, die GASAG rekommunalisiert oder vergesellschaftet werden479. Zur Anpassung sind eine Million Straßenbäume bis 2040, die Umsetzung des BaumEntscheids, ein sozialräumlicher Hitzeschutzplan und der Schutz von Kaltluftgebieten wie dem Tempelhofer Feld vorgesehen480.
- „Wir wollen, dass Berlin bis spätestens 2040 zu einer klimaneutralen Stadt wird, das im Klimaschutzgesetz verankerte CO2-Budget einhält und so seinen Beitrag zur Einhaltung der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens leistet.“473
- „Bis spätestens 2030 setzen wir die Installation von Solaranlagen auf allen geeigneten Dächern öffentlicher Gebäude um, überprüfen die Einhaltung und versehen die Nichtbeachtung mit angemessenen Konsequenzen.“478
- „Um die Wärmewende und den Erdgasausstieg vor allem sozialverträglich, aber auch effizient und infrastrukturell abgestimmt umzusetzen, setzen wir uns, sofern der Kaufpreis angemessen ist, für die Rekommunalisierung oder Vergesellschaftung der GASAG ein.“479
Fundstelle: Kapitel 12 „Klima, Umwelt, Tierschutz“ (S. 192–200 und folgende); Verkehrsemissionen S. 60 und S. 71, Industrieumbau S. 91–92.
AfD — mehr Details
Energie behandelt das 99-seitige Programm im Kapitel „Alle Energie für Berlin“. Die AfD lehnt das Ziel „Berlin klimaneutral 2045“ ab und nennt kein eigenes Zieljahr482. Das Berliner Klimaschutz- und Energiewendegesetz soll abgeschafft und durch ein Sichere-Energie-Gesetz ersetzt werden, dessen Maßstäbe Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Netzstabilität sind482. Über eine Bundesratsinitiative sollen die Energiesteuern deutlich gesenkt und die CO2-Abgabe abgeschafft werden483. Berlin brauche weiterhin Kohle- und Gaskraftwerke sowie Importstrom, um Spitzenlasten abzufangen und Blackouts zu verhindern483. Windräder im Stadtgebiet lehnt die AfD strikt ab, ebenso das Flächenziel von 0,5 Prozent483484. Sie fordert den Wiedereinstieg in die Kernenergie, verweist auf Reaktoren der dritten und vierten Generation und will Berlin wieder zu einem Zentrum der Kernforschung machen483. Im Haushaltskapitel verlangt sie, die schuldenfinanzierte Dekarbonisierung der Berliner Wärmeversorgung in der vorgesehenen Dimension zu beenden110. Das Kapitel „Natur & Umwelt“ setzt auf Eigenverantwortung statt Verboten: Nachpflanzpflicht für gefällte Bäume mit transparenten Baumbilanzen, naturgemäße Waldwirtschaft, weniger Flächenverbrauch und Anreize zur Entsiegelung485484. Hinzu kommen eine vierte Reinigungsstufe in Klärwerken, die Umstellung auf Trennsysteme, die Rückdrängung invasiver Arten sowie im Tierschutz ein zweites landeseigenes Tierheim und die Abschaffung der Hundesteuer48648751. Gegen Vermüllung sollen Müll-Sheriffs, mobile Einsatzteams und Videoüberwachung an Hotspots wirken51.
- „Das Ziel "Berlin klimaneutral 2045" ist ein ideologisches Prestigeprojekt ohne Einfluss auf das Weltklima.“482
- „Das Berliner Klimaschutz- und Energiewendegesetz muss deshalb abgeschafft und durch ein Sichere-Energie-Gesetz ersetzt werden, das Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Netzstabilität zum Maßstab macht.“482
- „Denn der Wiedereinstieg in die Kernenergie ist unverzichtbar, wenn Versorgungssicherheit, Netzstabilität und bezahlbare Preise gewährleistet werden sollen.“483
Fundstelle: Kapitel „Alle Energie für Berlin“ (S. 53–55) und „Natur & Umwelt“ (S. 78–84); Fernwärmefinanzierung im Kapitel „Haushalt & Finanzen“ (S. 97); Heizkostenabrechnung S. 7.
FDP — mehr Details
Das Kapitel „Energie-, Umwelt- und Klimapolitik“ umfasst im 121-seitigen Programm rund vier Seiten. Ein Zieljahr nennt die FDP nicht; ihre Formel lautet, Berlin solle klimaneutral werden, vor allem aber kostengünstig, verlässlich und innovativ488. Klimaschutz und Ressourceneinsparung sollen dort stattfinden, wo sie am wirtschaftlichsten sind; weitere Verschärfungen der energetischen Anforderungen an Gebäude lehnt sie für Neubau und Bestand ab488. Auf der Erzeugungsseite setzt sie auf Wasserstoff, den massiven Ausbau der Geothermie, intelligente Wärmenetze sowie Solarenergie mit leistungsfähigen Speichern488. Die Fernwärme soll durch Technologieoffenheit defossilisiert und für die Einspeisung Dritter, etwa Abwärme aus Rechenzentren, geöffnet werden488. Versorgungssicherheit soll über Back-up-Kraftwerke, Speicher und Redundanzen gesichert werden488. Den Solarausbau begrüßt die FDP, den Zwang zu Solaranlagen im Neubau und im Bestand lehnt sie ab489. Vorgesehen sind eine gemeinsame Wasserstoffstrategie mit Brandenburg, ein privat betriebener Wasserstoff-Entwicklungspark nach EUREF-Vorbild und Pilotprojekte zur Wasserstoffmobilität489. Einen eigenen Schwerpunkt legt das Programm auf Klimaanpassung: Stadtdurchlüftung, Verschattung, Wassermanagement, Vorbereitung auf Extremwetter und Monitoring490. Hinzu kommen Biotopverbund, Nachpflanzung und Bewässerung von Straßenbäumen, eine zusätzliche Klärstufe in allen Klärwerken und dezentrales Regenwassermanagement mit Pilotgebieten490491. Beim Abfall stehen gebührenfreie Sperrmüllabholung, Füllstandssensoren, Reinigungsroboter und mehr Recyclingbaustoffe im öffentlichen Bau492.
- „Während andere auf ideologische Experimente setzen, die die Versorgungssicherheit gefährden und die Preise in die Höhe treiben, setzen wir auf eine gesamthafte Vision: klimaneutral, ja - aber vor allem kostengünstig, verlässlich und innovativ.“488
- „Zudem setzen wir auf den massiven Ausbau der Geothermie in Berlin, um die Wärmeversorgung klimaneutral zu gestalten.“488
- „Den Zwang zur Errichtung von Solaranlagen im Neubau und auf Bestandsgebäuden lehnen wir ab.“489
Fundstelle: Kapitel „Energie-, Umwelt- und Klimapolitik“ mit den Abschnitten „Energie“ sowie „Umwelt und Klima“ (S. 87–90); Sauberkeit und Abfall S. 71–72.
BSW — mehr Details
Das Energiekapitel des 66-seitigen Programms beginnt mit den Sanktionen gegen Russland, die das BSW als wesentliche Ursache gestiegener Energiepreise benennt196. Ein Zieljahr für Klimaneutralität nennt es nicht. Leitbild ist eine sichere, wettbewerbsfähige, technologieoffene und umweltverträgliche Energieversorgung; unrealistische Zielstellungen bei der Umrüstung auf regenerative Energien lehnt das Programm ab196. Gefordert werden die Abschaffung des CO2-Preises, ein Ende des Boykotts von russischem Gas und Öl sowie die Wiederinbetriebnahme des noch nutzbaren Nord-Stream-Stranges196495. Kohlekraftwerke sollen erst abgeschaltet werden, wenn wettbewerbsfähige Alternativen bereitstehen; den Rückbau des Erdgasnetzes lehnt das BSW ab, die Rekommunalisierung der GASAG unterstützt es495. Ausbauen will es die Fernwärme, gesteuert über die kommunale Wärmeplanung, dazu Netze, Speicher, Elektrolyseure und Power-to-Heat-Anlagen495. Wärmepumpen sollen in Fernwärmesysteme mit Speichern integriert, Geothermie über Demonstrationsanlagen erprobt werden496. Das BSW befürwortet Technologien zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid und fordert den Verzicht auf Windräder in Berlin samt Abschaffung der Flächenvorgaben496. Im Umweltkapitel stehen dauerhafter Schutz von Grünflächen und Kleingärten, Begrünungspflichten für Neubauten, Entsiegelung, das Schwammstadt-Prinzip und eine verlässlich finanzierte Umsetzung des Baumbegehrens497. Für Sauberkeit fordert das Programm eine Abfallwirtschaft aus einer Hand, kostenlose Sperrmüllabfuhr, mobile Recyclingstationen und Kiezreinigungsteams498.
- „Wir wollen eine Abschaffung des CO2-Preises.“495
- „Wir werden Energieanlagen, wie z.B. Kohlekraftwerke, erst dann außer Betrieb nehmen, wenn ausreichend wettbewerbsfähige und sichere Alternativen zur Verfügung stehen.“495
- „Wir fordern den Verzicht auf die Errichtung von Windrädern in Berlin und eine Initiative zur Veränderung des Wind-an-Land-Gesetzes, um die Flächenvorgaben für Windenergieanlagen abzuschaffen.“496
Fundstelle: Kapitel „Energie“ (S. 45–47) und „Natur, Umwelt, Sauberkeit und Tierschutz“ (S. 56–59); Energiepreise im Wirtschaftskapitel S. 42.
Verwaltung, Bezirke & Digitalisierung
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Verwaltungsorganisation ist reine Landessache: Berlin entscheidet allein über den Zuschnitt von Haupt- und Bezirksverwaltung, über die Finanzierung der zwölf Bezirke und über die Digitalisierung seiner Ämter. Zum 1. Januar 2026 ist das neue Landesorganisationsgesetz samt der dazugehörigen Verfassungsänderung in Kraft getreten; es trennt gesamtstädtische Steuerungsaufgaben von den Durchführungsaufgaben der Bezirke und verankert das Konnexitätsprinzip. Beim zweiten Dauerthema, den Bürgeramtsterminen, meldete der Senat im März 2026, die Zusage eines Termins binnen 14 Tagen werde zu 100 Prozent erreicht. Die sieben Programme unterscheiden sich vor allem darin, ob sie die gerade beschlossene Reform fortführen, nachjustieren oder durch eine weitergehende Umorganisation ersetzen wollen – und ob sie beim Personal konkrete Zahlen nennen.
Reform als eigene Bilanz fortsetzen, Doppelstrukturen und Beauftragtenwesen abbauen, Stellen in den Senatsverwaltungen um mindestens zwei Prozent pro Jahr senken.
Verwaltungsreform zentral gesteuert umsetzen, Bezirksfinanzierung und Konnexität neu regeln, Berlin-App und Once-Only-Prinzip, Transparenzgesetz mit Datenportal.
Reform als eigenes Werk fortführen: Einigungsstelle stärken, zwei zentrale Flex:Units, Personalbestand stabilisieren, Softwareaufträge nur noch Open Source.
Konnexität in der Verfassung als Teilerfolg, aber Bezirksfinanzierung grundlegend ändern; Hauptstadtzulage für alle, Public Money Public Code, Transparenzgesetz.
Kein eigenes Verwaltungskapitel; Sonderausschuss Bürokratieabbau, Vergabegesetz aufheben, Direktwahl der Bezirksbürgermeister, Klagerecht für die Bezirke.
Bezirksverwaltungen in die Landesebene überführen und die Bezirksbürgermeister abschaffen; Arbeitslast um 30 Prozent senken, „one in, two out“, digitales Rathaus.
Landesorganisationsgesetz als gute Grundlage, Stellenbesetzung binnen eines Monats, Antwortpflicht der Stadträte, Palantir abgelehnt, freie Software und Open Data.
CDU — mehr Details
Die CDU führt die Reform als eigene Bilanz: Mit dem Landesorganisationsgesetz, den Verfassungsänderungen, dem Konnexitätsausführungsgesetz und dem Aufgabenkatalog seien die Voraussetzungen geschaffen, die Umsetzung sei eine Daueraufgabe499. Im Kapitelvorspann nennt sie mehr als 450 digitale Angebote, zusätzliche Mitarbeiter, einen Springerpool und neue Bürgeramtsstandorte als Grund dafür, dass es oft schon am nächsten Tag einen Termin gebe und viele Leistungen ganz ohne Termin verfügbar seien500. Fortsetzen will sie den Abbau von Doppelstrukturen und der im Zuge der Reform offengelegten Mehrfachzuständigkeiten, etwa bei Diskriminierungsstellen, behördlichen Datenschutzbeauftragten und der Dreigliedrigkeit des Denkmalschutzes133. Berliner Sonderwege wie das Landesantidiskriminierungsgesetz, das Ausschreibungs- und Vergabegesetz und das Versammlungsfreiheitsgesetz sollen zurückgefahren, Beauftragtenwesen und Beirätestrukturen auf den Prüfstand gestellt werden133. Beim Personal ist die Ansage quantitativ: mindestens zwei Prozent Stellenabbau pro Jahr in allen Senatsverwaltungen, Begründungspflicht bei Neuausschreibungen, weniger Staatssekretäre, Führungspositionen nur auf Zeit132. Ein Leistungswettbewerb mit jährlichen Hauptzielen, Kennzahlen und Prämien für die besten drei Bereiche soll die Verwaltung antreiben499. Die Bezirke nennt sie das Rückgrat einer bürgernahen Verwaltung und will ihre Finanzierung über das Konnexitätsausführungsgesetz sichern, eine entsprechende Regelung auch gegenüber dem Bund499. Sie bekennt sich zur Berliner Open-Source-Strategie, lehnt Gendersprache in Behörden ab499 und will das Partizipationsgesetz überarbeiten130.
- „Mit der großen Verwaltungsreform setzen wir um, woran Vorgängersenate 25 Jahre gescheitert sind: klare Verantwortung, starke Bezirke, kein Behörden-Pingpong mehr.“500
- „Mit dem Landesorganisationsgesetz, den Verfassungsänderungen, dem Konnexitätsausführungsgesetz und dem Aufgabenkatalog sind die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Berliner Verwaltung besser funktioniert.“499
- „Wir streben an, die Stellen in allen Senatsverwaltungen um mindestens 2 Prozent pro Jahr zu reduzieren.“132
Fundstelle: Kapitel VIII „Berlin wird funktionieren“ mit den Abschnitten „Mut zu neuem Denken!“, „Personal“, „Solide Finanzen“, „Starke landeseigene Unternehmen“ und „Neue Liegenschaftspolitik“, PDF-Seiten 87–93; Bürgeramtstermine zusätzlich im Vorwort, PDF-Seite 4 (Programm: 128 Seiten).
SPD — mehr Details
Die SPD überschreibt ihren Abschnitt mit „Verwaltungsreform umsetzen“ und hält fest, dass ein neues Gesetz zwar vorliege, die Umsetzung und Bereiche wie Verwaltungsdigitalisierung, Personal, Finanzen und Verwaltungskultur aber bislang fehlten501. Die Reform soll professionell und zentral gesteuert werden: Die Senatsverwaltungen tragen die gesamtstädtische Verantwortung, die Bezirke übernehmen bürgernah die operativen Aufgaben; weitere Reformen der Verwaltungsstrukturen schließt das Programm ausdrücklich nicht aus501. Das Finanzierungsmodell der Bezirke will sie reformieren, das Konnexitätsprinzip konsequent umsetzen und ein neues Budgetierungssystem anstreben501. Beim Personal nennt sie ein Altersgeld bei freiwilligem Ausscheiden aus dem Beamtenverhältnis, Jobsharing in Führungspositionen, den Ausbau der Führungsakademie, die Bündelung von Personalaufgaben und den Bau von Beschäftigtenwohnungen501. Digital setzt sie auf eine Berlin-App nach Wiener Vorbild, Digitallotsen, ein Portal „Berlin besser machen“ und Digitalkurse in Bibliotheken501 sowie auf eine proaktive Verwaltung nach dem Once-Only-Prinzip502. Der zentrale Digitalhaushalt soll auf alle IT-Ausgaben von Land und Bezirken erweitert, ein „Digitaler Zwilling“ aufgebaut und Künstliche Intelligenz mit klaren Leitplanken genutzt werden502. Open-Source-Software und offene Standards sollen die digitale Souveränität stärken; zugleich steht die SPD mehr Zentralisierung auf Bundesebene offen gegenüber502. Für Daten gilt „Open by default“, angestrebt werden ein umfassendes Transparenzgesetz und ein zentrales Transparenzportal502. Im Haushaltskapitel verspricht sie Entbürokratisierung und KI-Einsatz zur Verkürzung von Bearbeitungszeiten139.
- „Deshalb treiben wir die Verwaltungsreform konsequent voran – mit klaren Zuständigkeiten, zentraler Steuerung und starken Bezirken.“501
- „Ein neues Gesetz liegt vor, doch die Umsetzung und die Betrachtung weiterer wichtiger Bereiche wie Verwaltungsdigitalisierung, Personal, Finanzen und Verwaltungskultur fehlt bislang.“501
- „Wir streben ein umfassendes Transparenzgesetz und ein zentrales Transparenzportal an.“502
Fundstelle: Kapitel „Verwaltungsreform umsetzen“ mit den Abschnitten „Verlässliche Finanzierung der Bezirke“, „Attraktive Arbeit im öffentlichen Dienst“, „Digitale Verwaltungsleistungen“, „Zentrale Digitalisierungskompetenz“ und „Für Transparenz und Datenschutz“, PDF-Seiten 61–62; Entbürokratisierung im Kapitel „Verantwortungsvolle Haushaltspolitik“, PDF-Seite 63 (Programm: 66 Seiten).
Bündnis 90/Die Grünen — mehr Details
Die Grünen reklamieren die beschlossene Reform als eigenes Werk: Sie hätten einen Plan für die klare Zuordnung von Steuerungs- und Durchführungsaufgaben und für die Verankerung des Konnexitätsprinzips in der Verfassung vorgelegt, beides sei aufgenommen worden503. Nun gehe es um die Umsetzung: Die begonnene Aufgabenerfassung soll zügig zur Aufgabensortierung weitergeführt werden, Senatsverwaltungen sollen die gesamtstädtische Steuerung, die Bezirke die Durchführungs- und bezirklichen Steuerungsaufgaben übernehmen504. Ein professionelles Ideenmanagement soll den Kulturwandel tragen504. Die Bezirksverordnetenversammlungen wollen sie weiterentwickeln, indem mehr ihrer Beschlüsse bindende Wirkung erhalten505. Der im Rahmen der Reform geschaffenen Einigungsstelle geben sie eine zentrale Rolle im Abstimmungsprozess zwischen Land und Bezirken, die Rolle der Bezirksbürgermeister*innen soll gestärkt werden, ohne die Ressortverantwortlichkeit aufzuweichen; als konkretes Ziel nennen sie den Aufbau von zwei zentralen Flex:Units als Springer*innenpools506. Beim Personal lautet das Ziel, den bis 2023 aufgebauten Personalbestand zu stabilisieren507; das Landesverwaltungsamt soll zentraler Personaldienstleister werden und die Nichtverbeamtung aufgrund des Gewichts enden508. Digital wollen sie das Digitalgesetz vollenden, das Onlinezugangsgesetz in Landesrecht überführen, ein „digitales Konnexitätsprinzip“ einführen und Softwareaufträge nur noch an Open-Source-Projekte vergeben509. KI soll auf eine Rechtsgrundlage gestellt, das ITDZ zum landeseigenen Plattformanbieter ausgebaut werden510. Als Zukunftsprojekt ist ein digitales Bürger*innenamt mit Videoberatung und Echtzeit-Statusanzeigen ausgewiesen511.
- „Die schwarz-rote Koalition hat in ihrem Prozess der Verwaltungsmodernisierung, bei dem wir uns als Bündnisgrüne von Beginn an aktiv eingebracht haben, diese beiden zentralen Elemente aufgenommen; die verabschiedete Verwaltungsreform trägt eine deutliche bündnisgrüne Handschrift.“503
- „Aufträge zur Softwareentwicklung werden wir deshalb nur noch für Open-Source-Projekte vergeben.“509
- „Unser Ziel ist, den durch die rot-grün-rote Regierung bis 2023 aufgebauten Personalbestand im Land Berlin zu stabilisieren.“507
Fundstelle: Kapitel 6 „Berlin funktioniert zuverlässig“ mit den Abschnitten 6.4 „Funktionierende Verwaltung“, 6.5 „Kommunale Demokratie“, 6.6 „Sicheres Personal“ und 6.7 „Digitale Verwaltung“, PDF-Seiten 242–250; Zukunftsprojekt „Ein digitales Bürger*innenamt für Berlin“ auf PDF-Seite 253 (Programm: 256 Seiten).
Die Linke — mehr Details
Die Linke behandelt das Thema im Kapitel „18 Verwaltung, Demokratie, Bezirke“ und wertet die Reform als Teilerfolg: Im Rahmen der Verwaltungsreform sei endlich das Konnexitätsprinzip in der Verfassung verankert worden, das Grundproblem der Unterfinanzierung der Bezirke für die bereits bestehenden Aufgaben sei damit aber nicht gelöst512. Das Finanzierungssystem der Bezirke soll grundsätzlich geändert werden: Die Globalsumme müsse bedarfsgerecht und transparent ermittelt werden, soziale Lage, Bevölkerungsentwicklung und Flächenfaktoren stärker einfließen; umfassendere Reformen einschließlich Verfassungsänderungen schließt sie nicht aus512. Die mit der Reform entstandene Steuerungsverantwortung des Senats begrüßt sie ausdrücklich513. Beim Personal fordert sie die Umsetzung der bereits tarifierten Hauptstadtzulage für alle, ein Besoldungsniveau im Mittel aller Länder, Entfristungen sowie die Prüfung einer Vier-Tage- beziehungsweise 30-Stunden-Woche in Modellprojekten und ein Ende des ungeordneten Stellenabbaus und -aufbaus514. Ein AusbildungsLAB bei der Senatsverwaltung für Finanzen soll die Ausbildung modernisieren515, eine einheitliche Bewertungsstelle die Schlechterstellung der Bezirke beenden513. Digital priorisiert sie die 15 meistgebuchten Dienstleistungen, den flächendeckenden BerlinPC und ein professionelles IT-Projektmanagement516 sowie die EUDI-Wallet und die Unabhängigkeit von nicht-europäischen IT-Großunternehmen512. Im Kapitel „17 Medien und Digitalisierung“ verlangt sie „Public Money, Public Code“517, ein verbindliches Qualitätsmanagement im ITDZ mit öffentlicher IKT-Architekturliste518 und ein Transparenzgesetz mit Fristen und maschinenlesbaren Formaten519.
- „Im Rahmen der Verwaltungsreform haben wir endlich das Konnexitätsprinzip in der Verfassung verankert, sodass die Bezirke zukünftig die entsprechenden finanziellen, personellen und räumlichen Ressourcen erhalten, wenn sie neue Aufgaben übernehmen müssen.“512
- „Prioritär sollen die 15 meistgebuchten Dienstleistungen digitalisiert werden.“516
- „Wir wollen das Berliner Informationsfreiheitsrecht orientiert an den zivilgesellschaftlichen Entwürfen für ein Transparenzgesetz ersetzen.“520
Fundstelle: Kapitel „18 Verwaltung, Demokratie, Bezirke“, PDF-Seiten 259–266; Digitalisierungsteil des Kapitels „17 Medien und Digitalisierung“, PDF-Seiten 252–257; Informationsfreiheit im Kapitel „21 Inneres“, PDF-Seite 287 (Programm: 336 Seiten).
AfD — mehr Details
Die AfD hat kein eigenes Verwaltungskapitel; ihre Aussagen verteilen sich über mehrere Kapitel. Der Abschnitt „Unsere Vision für ein digitales Berlin“ steht im Kapitel Innere Sicherheit, Justiz & Datenschutz und umfasst gut eine Seite: Eine effiziente Verwaltung sei das Fundament einer zukunftsfähigen Stadt, gesetzt wird auf strategische Digitalisierung, vernetzte IT-Infrastruktur, Partnerschaften mit der Privatwirtschaft und eine bundesweite Digitalisierungsstrategie; konkret gefordert wird eine Befreiung kleiner Betriebe von der E-Rechnungspflicht328. Es folgen Forderungen gegen die Chatkontrolle und eine Landesdatenschutzverordnung, die KI-Scanning auf privaten Geräten verbietet521. Im Wirtschaftskapitel steht die Forderung, die Verwaltung zu entpolitisieren171; genannt werden ein Sonderausschuss „Bürokratieabbau“, die Anmeldung entbehrlicher Gesetze zur Streichung, die Aufhebung des Berliner Vergabegesetzes und der Ausbau von „Partner für Berlin“ zu einem zentralen digitalen One-Stop-Shop172. Den Investitionsrückstand bei Schulen, Verkehr, Verwaltung und Infrastruktur beziffert sie mit 35 Milliarden Euro172. Im Demokratiekapitel fordert sie die Direktwahl der Bezirksbürgermeister am Tag der Abgeordnetenhauswahl mit Stichwahl sowie eine Stärkung der Rechtsstellung der Bezirke durch eigene Einnahmequellen und ein eigenes Klagerecht; das reine Prinzip der Globalsummenzuweisung führe zu Abhängigkeit und Unselbständigkeit522. Für ältere Menschen verlangt sie die Sicherung analoger Behördenzugänge als Alternative zur Digitalisierung431. Im Haushaltskapitel zählt sie Verwaltungsmodernisierung178 und Verwaltungsdigitalisierung110 zu den prioritären Investitionen.
- „Wir setzen auf Kooperation, kluge Investitionen, vernetzte IT-Infrastruktur, Partnerschaften mit der Privatwirtschaft und eine bundesweite Digitalisierungsstrategie.“328
- „Mit einem Sonderausschuss „Bürokratieabbau“ ist eine effektive Systematik zum Abbau des Bürokratiedschungels zu entwickeln und zu begleiten.“172
- „Darüber hinaus setzten wir uns für eine Stärkung der Rechtsstellung der Bezirke etwa durch eigene Einnahmequellen und ein eigenes Klagerecht ein.“522
Fundstelle: Abschnitt „Unsere Vision für ein digitales Berlin“ im Kapitel „Innere Sicherheit, Justiz & Datenschutz“, PDF-Seiten 18–19; Abschnitte „Verwaltung entpolitisieren“ und „Bürokratieabbau forcieren“ im Kapitel „Wirtschaft & Soziales“, PDF-Seiten 46–47; Bezirke im Kapitel „Demokratie & Rechtsstaatlichkeit“, PDF-Seite 76; Investitionsprioritäten im Kapitel „Haushalt & Finanzen“, PDF-Seiten 96–97 (Programm: 99 Seiten).
FDP — mehr Details
Die FDP geht als einzige Partei über die beschlossene Reform hinaus und stellt die zweigliedrige Struktur selbst infrage: Die bezirklichen Verwaltungen sollen in die Landesebene überführt und die Funktion der Bezirksbürgermeisterinnen und -bürgermeister abgeschafft werden; bis dahin fordert sie das politische Bezirksamt523. Im Abschnitt „Verwaltungsmodernisierung“ steht daneben die Forderung nach Direktwahl der Bezirksbürgermeisterinnen und -bürgermeister sowie ein digitales Portal „Bestes Bezirksrecht“, über das Bürger und Unternehmen die großzügigste Auslegung berlinweiten Rechts wählen können sollen524. Der Staatssekretär für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung (CDO) soll zur durchsetzungsstarken Steuerungsinstanz mit Taskforce, gebündelten Digitalbudgets und landesweiten IT-Standards werden523. Beim Personal nennt sie eine zentrale Personalstelle nach Hamburger Vorbild und eine eigene Besoldung für IT-Personal525 sowie leistungsabhängige Besoldung und eine Zustimmungsfiktion für Mitbestimmungsgremien nach zwei Wochen524. Weil bis Ende der Wahlperiode rund 30 Prozent der Landesbeschäftigten altersbedingt ausscheiden, soll die Arbeitslast um mindestens 30 Prozent sinken524. Beim Bürokratieabbau verlangt sie ein Bürokratieentlastungsgesetz187, einen Normenkontrollrat, einen Bürokratiekostenindex, Verfallsdaten für Gesetze, Genehmigungsfiktionen und „one in, two out“526. Digital sollen alle Behördengänge über ein „digitales Rathaus“ laufen527, ein KI-System Termin-Slots im Bürgeramt in Echtzeit optimieren und ein öffentliches Register automatisierte Entscheidungssysteme ausweisen528. Die Digitalagentur Berlin will sie abschaffen191.
- „Die bezirklichen Verwaltungen wollen wir in die Landesebene überführen, um Doppelzuständigkeiten abzuschaffen und konsequentes Verwaltungshandeln zu ermöglichen. Die Funktion der Bezirksbürgermeisterinnen und -bürgermeister schaffen wir ab.“523
- „Stattdessen muss die Arbeitslast in den Behörden durch Prozessoptimierung, Bürokratieabbau, Digitalisierung und Nutzung von KI um ebenfalls mindestens 30 Prozent reduziert werden.“524
- „Für jede neue bürokratische Last sind mindestens zwei bestehende Belastungen mit spürbarer Entlastungswirkung abzuschaffen.“526
Fundstelle: Abschnitte „Digitale Verwaltung“ und „Verwaltungsmodernisierung“, PDF-Seiten 30–33; Abschnitt „Bürokratieabbau“, PDF-Seiten 20–21; Landesbeteiligungen PDF-Seite 51; Kapitel „Digitalisierung“ mit dem Abschnitt zu Künstlicher Intelligenz, PDF-Seiten 91–92 (Programm: 121 Seiten).
BSW — mehr Details
Das BSW widmet der Verwaltung ein eigenes Kapitel am Programmende. Ausgangspunkt ist die Kürzungspolitik der Sarrazin-Zeit, deren Nachwirkungen bis heute im Personalbestand spürbar seien; besonders die Bezirksverwaltungen litten unter Personalmangel, hinzu komme ein Fachkräftemangel bei Stadtplanern, Gärtnern und Ingenieuren529. Kernforderung ist ein schnelleres Stellenbesetzungsverfahren: Bürokratische Regularien und Beteiligungsvorgaben sollen gesetzlich auf ein Minimum reduziert werden, unterstützend soll Künstliche Intelligenz eingesetzt werden529. Zugleich will das BSW den Personalräten stärkere Mitbestimmungsrechte einräumen sowie Leistungsprämien und Beförderungen zum Regelfall machen529. Papierakten und Faxgeräte sollen verschwinden, Software von US-Techkonzernen wie Palantir wird abgelehnt346. Beim Behörden-Ping-Pong nennt es das neue Landesorganisationsgesetz beim Namen und bewertet es als gute Grundlage, fordert aber ein regelmäßiges Monitoring, den Vorrang des übergeordneten Stadtinteresses in Streitfällen und ein verbindliches Votum des Abgeordnetenhauses, wenn der Senat Bauprojekte von Bezirken an sich zieht346. Eine Antwortpflicht der politisch verantwortlichen Stadträte und Bürgermeister gegenüber Bürgern soll im Bezirksverwaltungsgesetz verankert werden346. Das Digitalkapitel setzt auf freie und offene Software, Open Data, ein Recht auf Reparatur und gleichwertig zugängliche analoge Angebote über Bürgerämter530, auf überprüfbare automatisierte Entscheidungen124 und auf gelockerte Eingruppierungskriterien für EDV-Personal347. Im Finanzkapitel sieht es Einsparpotenzial bei externen Beratungsleistungen und ineffizienten Verwaltungsstrukturen199.
- „Mit dem neuen Landesorganisationsgesetz wurde eine gute Grundlage geschaffen, allerdings muss bei Streitfällen das übergeordnete Interesse der Stadt vorrangig sein.“346
- „Ziel muss sein, dass binnen eines Monats ein Stellenbesetzungsverfahren abgeschlossen ist und ein Arbeitsvertrag unterzeichnet werden kann.“529
- „Problematische Software von US-Techkonzernen wie z.B. Palantir lehnen wir ab.“346
Fundstelle: Kapitel „Verwaltung“ mit den Abschnitten „Schnellere Stellenbesetzungen“, „Verwaltung modernisieren“, „Personal gewinnen“ und „Behörden-Ping-Pong stoppen“, PDF-Seiten 62–63; Kapitel „Digitalisierung, die wirklich nützt“, PDF-Seiten 64–66; Verwaltungseffizienz im Finanzkapitel, PDF-Seite 53 (Programm: 66 Seiten).
Demokratie, Kultur & Zusammenhalt
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Demokratie, Kultur und gesellschaftlicher Zusammenhalt sind Politikfelder, in denen Berlin weitgehend selbst entscheidet: Das Land regelt Wahl- und Abstimmungsrecht, finanziert Kultureinrichtungen, Gedenkstätten, Bibliotheken und Sportstätten und fördert Ehrenamt und Zivilgesellschaft. Die zu Ende gehende Wahlperiode hat dieses Feld stark geprägt: Im Dezember 2023 senkte eine Verfassungsänderung das Wahlalter für die Abgeordnetenhauswahl auf 16 Jahre, der Kulturetat wurde ab dem Nachtragshaushalt 2024 deutlich gekürzt, zwei Kultursenator:innen traten zurück, und ein Untersuchungsausschuss befasste sich mit der Fördermittelvergabe. Hinzu kommt die bundesweite Debatte über ein Verbotsverfahren gegen die AfD, zu der sich die sieben Programme sehr unterschiedlich verhalten – von der ausdrücklichen Forderung bis zum vollständigen Schweigen.
Hochkultur und Opernsanierungen sichern, Förderung an Bekenntnis zum Grundgesetz binden, Straßennamen bewahren, Neutralitätsgesetz halten, Olympiabewerbung.
Verbotsantrag gegen die AfD, Demokratiefördergesetz, Kulturkürzungen zurücknehmen, Museumssonntag und Kulturfördergesetz, Olympia-Bewerbung.
Verbotsverfahren gegen die AfD, Wahlrecht unabhängig von der Staatsangehörigkeit, Wahlalter 14, Kulturfördergesetz, Kürzungen zurücknehmen, gegen Olympia.
Antifaschismus als Staatsziel der Landesverfassung, Verbot der AfD, niedrigere Quoren für Volksbegehren, Kulturetat auf 3 Prozent, gegen Olympia.
Volkseinwand nach Schweizer Vorbild, Direktwahl des Regierenden Bürgermeisters, Corona-Untersuchungsausschuss, Rundfunkbeitrag abschaffen, gegen Postkolonialismus.
Kunstfreiheit und Selbstfinanzierung, alle Kultureinrichtungen in privatrechtliche Formen, Rundfunkbeitrag senken, Antisemitismusbekämpfung, für Olympia 2036.
Gegen ein AfD-Verbotsverfahren, Corona-Untersuchungsausschuss, Kulturkürzungen komplett zurücknehmen, Kulturfördergesetz, rbb-Reform ohne höhere Beiträge.
CDU — mehr Details
Das Regierungsprogramm der CDU führt Zusammenhalt, Sport, Ehrenamt, Religion, Integration sowie Kultur und Medien im Kapitel „Berlin wird einig“ zusammen. Kulturpolitisch bekennt es sich zur Hochkultur, die kein Luxus sei, und nennt die Sanierungen von Komischer Oper, Staatsoper und Philharmonie531; das Arbeitsraumprogramm soll fortgeführt350 und der Transformationsfonds genutzt werden, um Synergien etwa bei Depotflächen und Ticketverträgen zu heben531. Die Förderung von Projekten für demokratische Werte knüpft es an ein eindeutiges Bekenntnis zum Grundgesetz und will die Wirkung einzelner Projekte stärker erfassen531. Bei den Musikschulen strebt es eine Festanstellungsquote von 90 Prozent an, die Zentral- und Landesbibliothek soll an den Alexanderplatz ziehen532. Erinnerungspolitisch nennt es die Singularität der Shoa sowie die Aufarbeitung von Nationalsozialismus und SED-Diktatur533, die Gedenkstätte Hohenschönhausen, die Keibelstraße und den Campus für Demokratie533 und will historisch gewachsene Straßennamen bewahren statt umbenennen534. Beim rbb verweist es auf den neuen Staatsvertrag und will den Reformkurs fortsetzen534. Am Neutralitätsgesetz hält es fest285 und will es um eine staatliche Schutzpflicht an Schulen erweitern206; den Aktions- und Gedenktag gegen Islamfeindlichkeit schafft es wieder ab351. Ehrenamt, Sportstättensanierung und eine Olympiabewerbung mit starker Beteiligung Berlins bilden weitere Schwerpunkte535536.
- „Dazu gehört für uns selbstverständlich auch, dass sich die geförderten Projekte eindeutig zum Grundgesetz bekennen und Extremismus, Antisemitismus sowie jeder Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entschieden entgegentreten.“531
- „Ebenso gehört dazu, historisch gewachsene Straßennamen mit Bezug zu dieser Zeit zu bewahren, anstatt sie umzubenennen.“534
- „Den Aktions- und Gedenktag gegen Islamfeindlichkeit schaffen wir wieder ab.“351
Fundstelle: Kapitel 10 „Berlin wird einig“ mit den Abschnitten „Verantwortung in Vielfalt“, „Sporthauptstadt Berlin“, „Ehre dem Ehrenamt“, „Kirchen und Religionen“ und „Kultur und Medien“, PDF-Seiten 107–125; Neutralitätsgesetz zusätzlich PDF-Seiten 24 und 57; Negativliste PDF-Seite 126 (Programm: 128 Seiten).
SPD — mehr Details
Die SPD behandelt den Schutz der Demokratie im Sicherheitskapitel, Kultur, Sport und Zusammenhalt in eigenen Kapiteln. Sie will die wehrhafte Demokratie mit einem Demokratiefördergesetz stärken, das der Arbeit der Zivilgesellschaft und der Demokratiebildung einen gesetzlichen Rahmen und langfristige Finanzierung geben soll294. Unter der Zwischenüberschrift „Ein Verbotsantrag gegen die AfD“ fordert sie, dass die AfD vom Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig eingestuft wird, und will einen entsprechenden Antrag mit einer Bundesratsinitiative vorantreiben294. Hinzu kommen ein Kompetenzzentrum für Deradikalisierungs-, Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit in den Bereichen Islamismus und Rechtsextremismus, die Weiterentwicklung der Beteiligungsplattform „Mein Berlin“ und die Absicherung der Büros für Bürgerbeteiligung294. In der Kulturpolitik benennt sie die starken Kürzungen als Gefährdung der Strahlkraft und will den Museumssonntag wieder einführen356; ein Kulturfördergesetz und ein Stadtentwicklungsplan Kultur sollen Kultur in der Stadtplanung verankern, ein Bibliotheksgesetz die Bibliotheken sichern539. Erinnerungspolitisch nennt sie den Ausbau des Campus für Demokratie und eine Ausstellung zu Opposition und Widerstand in der DDR539 sowie die dauerhafte Verankerung des Konzepts „Kolonialismus erinnern“ mit einem zentralen Gedenk- und Lernort540. Beim Ehrenamt setzt sie auf Ehrenamtskarte, vergünstigte BVG-Tickets und Entbürokratisierung401, queere Politik erhält ein eigenes Kapitel mit Queerbeauftragten in allen Bezirken541. Olympische und Paralympische Spiele will sie nach Berlin holen542.
- „Deshalb wollen wir, dass die AfD vom Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig eingestuft wird.“294
- „Wir schützen unsere wehrhafte Demokratie vor ihren Feind*innen und stärken sie mit einem Demokratiefördergesetz.“294
- „Kostengünstige oder kostenlose Angebote wie den Museumssonntag führen wir deshalb wieder ein.“356
Fundstelle: Kapitel „Unsere wehrhafte Demokratie schützen“, PDF-Seiten 28–31; „Vielfalt leben“, „Queeres Berlin“ und „Engagement weiter stärken“, PDF-Seiten 48–51; „Kulturmetropole Berlin“ und „Zuhause in der Sportmetropole“, PDF-Seiten 53–56 (Programm: 66 Seiten).
Bündnis 90/Die Grünen — mehr Details
Die Grünen bündeln Demokratie, Vielfalt, Kultur und Medien im Kapitel „Berlin lebt Vielfalt“. Sie wollen ein Landesdemokratiefördergesetz einführen und die Landeszentrale für politische Bildung stärken, deren Unabhängigkeit sie durch die CDU angegriffen sehen543. Beim Wahlrecht fordern sie, dass Menschen mit Lebensmittelpunkt in Berlin unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit an Volksbegehren und Wahlen teilnehmen können, und nach der Absenkung des Wahlalters auf 16 einen weiteren Schritt auf 14 Jahre in Land und Bezirken364. Die direkte Demokratie wollen sie um ein fakultatives Referendum ergänzen, Bürger*innenentscheide auf Bezirksebene verbindlich machen und geloste Bürger*innenräte unterstützen544. Gegen Rechtsextremismus setzen sie auf ein erweitertes Landesprogramm, digitale Präventionsangebote und den Schutz Betroffener545546; sie wollen alle Hebel in Bewegung setzen, damit das Bundesverfassungsgericht über ein Verbot der AfD entscheiden kann547. In der Kultur stellen sie sich an die Seite des Bündnisses gegen die Kürzungen der schwarz-roten Koalition548, fordern ein Kulturfördergesetz, verbindliche Mindesthonorare und den Einsatz von City-Tax-Einnahmen für die Freie Szene549, die Rücknahme der Kürzungen beim Arbeitsraumprogramm550 und den kostenfreien Museumssonntag551. Erinnerungspolitisch nennen sie „Kolonialismus erinnern“, Decolonize Berlin und die Städtepartnerschaft mit Windhoek552. Clubs sollen eine eigene Förderkulisse und einen Notfallfonds erhalten553554. Eine Olympia-Bewerbung lehnen sie ab555.
- „Wir werden alle Hebel in Bewegung setzen, damit das Bundesverfassungsgericht über ein Verbot der AfD entscheiden kann.“556
- „In einem nächsten Schritt setzen wir uns auf Landes- und Bezirksebene für eine Absenkung des Wahlalters auf 14 Jahre ein.“364
- „Gemeinsam mit der Kulturszene streiten wir deshalb auch für ein Berliner Kulturfördergesetz.“549
Fundstelle: Kapitel 4 „Berlin lebt Vielfalt“ mit den Abschnitten 4.7 „Kampf gegen Rechtsextremismus“, 4.8 „Berlin ist Kultur“, 4.9 „Presse und Medien“ und 4.11 „Demokratische Teilhabe“, PDF-Seiten 158–177; Clubkultur PDF-Seiten 68–70, Sport und Olympia PDF-Seiten 35–39 (Programm: 256 Seiten).
Die Linke — mehr Details
Die Linke behandelt Demokratie, Kultur, Erinnerung, Medien und Antifaschismus in getrennten Kapiteln. Sie schlägt einen dauerhaften gelosten Bürger*innendialog vor; ein Bürgerdialog-Gesetz soll das Abgeordnetenhaus verpflichten, sich fristgebunden mit dessen Empfehlungen zu befassen557. Bei der direkten Demokratie will sie die Quoren für Volksbegehren senken, das Zustimmungsquorum abschaffen, den zulässigen Gegenstandsbereich auf Tarife öffentlicher Unternehmen ausweiten und ein Einspruchsreferendum einführen557558. Sie fordert ein Wahlrecht für Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit nach fünf Jahren, die Abschaffung der Sperrklauseln und eine Kommission zur Reform der Berliner Verfassung558559. Im Kulturkapitel beschreibt sie den auf unter 2 Prozent des Gesamthaushalts geschrumpften Kulturetat und will diesen Anteil auf 3 Prozent anheben, kurzfristig auf 2,5 Prozent560; ein fester Anteil der City Tax soll in Bibliotheken, Musikschulen und Soziokultur fließen560. Sie unterstützt den Beteiligungsprozess für ein Kulturfördergesetz und will Jurybeschlüsse für die Politik bindend machen561; Kunstfreiheit stellt sie gegen staatliche Gesinnungsprüfung562. Erinnerungspolitisch nennt sie NS und Holocaust, den 8. Mai als arbeitsfreien Gedenktag, die DDR-Geschichte und eine Kommission zum kolonialen Erbe563564. Antifaschismus soll Staatsziel der Berliner Verfassung werden, ein Konsens der demokratischen Fraktionen jede Zusammenarbeit mit der AfD ausschließen565. Eine Olympia-Bewerbung lehnt sie ab und unterstützt einen Volksentscheid darüber566.
- „Wir sprechen uns für ein Verbot der AfD aus und wirken darauf hin, dass Berlin seiner verfassungsrechtlichen Pflicht nachkommt und die Initiative für einen entsprechenden Antrag im Bundesrat ergreift.“565
- „Wir wollen das benötigte Quorum für Volksbegehren und auch das höhere Quorum für verfassungsändernde Volksbegehren senken und das Zustimmungsquorum abschaffen.“557
- „Wir wollen, dass in den kommenden Jahren dieser Anteil auf 3 Prozent ansteigt – kurzfristig auf 2,5 Prozent.“560
Fundstelle: Kapitel „16 Kultur“ (PDF-Seiten 230–243), „17 Medien und Digitalisierung“ (244–251), Abschnitt „Demokratie“ im Kapitel „18 Verwaltung, Demokratie, Bezirke“ (299–301), „23 Sportpolitik“ (312–324) und „24 Antifaschismus“ (325–331) (Programm: 336 Seiten).
AfD — mehr Details
Die AfD behandelt das Thema in den Kapiteln „Demokratie und Rechtsstaatlichkeit“ sowie „Kunst, Kultur, Medien und Erinnerungspolitik“. Sie will die Volksgesetzgebung erweitern: Jede vom Abgeordnetenhaus beschlossene Verfassungsänderung soll dem Volk zur Abstimmung vorgelegt werden, und ein „Volkseinwand“ nach Schweizer Vorbild soll Gesetze binnen 100 Tagen zur Abstimmung bringen können, mit halbierten Quoren; das Haushaltsgesetz nimmt sie davon aus567522. Hinzu kommen die Direktwahl des Regierenden Bürgermeisters und der Bezirksbürgermeister mit Stichwahl sowie eine Stärkung der Bezirke522, das Verbot von Doppelmandaten und die Ablehnung eines Parité-Gesetzes522568. Sie fordert einen Untersuchungsausschuss „Corona“ und eine Bundesratsinitiative für eine Amnestie568 sowie das Ende der öffentlichen Förderung von aus ihrer Sicht linksradikalen NGOs und von Meldestellen wie dem Berliner Register568. Kulturpolitisch beruft sie sich auf das christlich-abendländische Erbe und lehnt Gendersprache ab569; die Kulturförderung soll verpflichtet werden, keine Projekte zu finanzieren, die gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung gerichtet sind569. Sie fordert Rekonstruktionen wie die Bauakademie und die Berolina570, eine Festanstellungsquote von mindestens 80 Prozent an Musikschulen571, die Kündigung des Rundfunkstaatsvertrages572 und den Ausbau von Erinnerungsorten zum SED-Unrecht573. Den Postkolonialismus lehnt sie ab und will dessen Förderung beenden574.
- „Deshalb schlagen wir vor, dass, wie in anderen Bundesländern auch, jede vom Abgeordnetenhaus beschlossene Verfassungsänderung dem Volk im Rahmen einer Volksabstimmung zur endgültigen Entscheidung vorgelegt werden muss.“567
- „Wir fordern die Kündigung des Rundfunkstaatsvertrages sowie die Befreiung aller Bürger von Zwangsgebühren.“572
- „Wir fordern, die öffentliche Förderung postkolonialer Initiativen zu beenden und zu einer differenzierten Betrachtung des Kolonialzeitalters zurückzukehren.“574
Fundstelle: Kapitel 12 „Demokratie & Rechtsstaatlichkeit“, PDF-Seiten 74–77; Kapitel 14 „Kunst, Kultur, Medien & Erinnerungspolitik“, PDF-Seiten 85–92; Kapitel 10 „Sport“, PDF-Seiten 64–66; Neutralitätsgesetz im Zuwanderungskapitel, PDF-Seite 24 (Programm: 99 Seiten).
FDP — mehr Details
Die FDP behandelt Kultur, Sport und Medien in eigenen Abschnitten; ein Kapitel zu Demokratie oder Bürgerbeteiligung enthält das Programm nicht. Kulturpolitisch stellt sie die Kunstfreiheit voran und formuliert zugleich, Kultur solle sich durch wirtschaftlichen Tatendrang weitestgehend selbst finanzieren, auch wenn sie in Teilen ohne Förderung nicht auskomme575. Sie fordert eine grundlegende Überprüfung der institutionellen und der Projektförderung mit klaren Kriterien576, die Überführung aller Kultureinrichtungen in privatrechtliche Organisationsformen577, eine Jahreskarte für möglichst viele Berliner Museen577 und will Zuschüsse an die digitale Zugänglichkeit der Bestände koppeln576. Öffentliche Zuschüsse sollen sich am tatsächlich erreichten Inklusionsstandard orientieren577. Erinnerungspolitisch nennt sie eine Fortschreibung des Gedenkstättenkonzepts578 sowie die Aufarbeitung von NS-Raubkunst, DDR-Enteignungen und kolonialen Aneignungen579. Einen breiten Raum nimmt die Bekämpfung von Antisemitismus ein: die IHRA-Arbeitsdefinition in den Behörden, eine bessere Ausstattung der Antisemitismus-Ansprechstelle, die Förderung von JFDA und RIAS und verbindliche Bildungsprogramme580581. Einen staatlichen Gedenktag gegen Islamfeindlichkeit lehnt sie ab582. Zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk bekennt sie sich grundsätzlich, fordert aber eine deutliche Senkung des Rundfunkbeitrags und kritisiert die Erhöhung auf 18,36 Euro583. Die Clubkultur will sie über schnellere Genehmigungen und einen zentralen Ansprechpartner stärken584, eine Olympia-Bewerbung für 2036, alternativ 2040, unterstützt sie585.
- „Kultur soll sich durch wirtschaftlichen Tatendrang weitestgehend selbst finanzieren, auch wenn wir anerkennen, dass sie in Teilen ohne Förderung nicht auskommt.“575
- „Respekt und Fairness dem Gebührenzahler gegenüber gebieten es, den Rundfunkbeitrag deutlich zu senken.“583
- „Die Einführung eines staatlichen Gedenktags gegen Islamfeindlichkeit lehnen wir ab.“582
Fundstelle: Abschnitt „Kultur“, PDF-Seiten 101–114; „Sport“ und „Medien“, PDF-Seiten 83–86; „Am Beat der Zeit – Clubkultur stärken“, PDF-Seite 34; Meinungsfreiheit und Antisemitismus im Sicherheits- und Justizkapitel, PDF-Seiten 76–79 (Programm: 121 Seiten).
BSW — mehr Details
Das BSW verhandelt Kultur, Medien und Mitbestimmung in getrennten Abschnitten. Kulturpolitisch fordert es ein verbindliches und transparentes Kulturfördergesetz nach dem Vorbild von Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt587 sowie die vollständige Rücknahme der Kürzungen – beziffert mit 12 Prozent des Kulturetats bei einem Anteil von 2 Prozent am Gesamtetat – und eine signifikante Erhöhung587. Genannt werden die Wiedereinführung des eintrittsfreien Museumssonntags und die Rücknahme gestrichener Förderprogramme588, die kulturgebundene Verwendung der City Tax588, ein Kulturpass für 15- bis 18-Jährige588 und ein Stadtkurator, der freien Künstlern Räume im Stadtraum zuweist589. Beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk stellt es den rbb-Skandal von 2022 in den Mittelpunkt, lehnt Beitragserhöhungen ab, will Rundfunkratsmitglieder losen oder von den Beitragszahlern wählen lassen und die „Drehtür zwischen Politik und Rundfunk“ schließen590590. Zentrales parlamentarisches Vorhaben ist ein Corona-Untersuchungsausschuss im Abgeordnetenhaus591592. Bei der direkten Demokratie fordert es Volksbefragungen durch Senat oder Abgeordnetenhaus, die zwingende Volksabstimmung über Verfassungsänderungen und ein Referendum bei 20.000 Unterschriften binnen 100 Tagen593. Die Debatte der anderen Parteien über ein AfD-Verbot bezeichnet es als antidemokratisch593. Meldeportale für nicht strafbare Äußerungen will es abschaffen590, eine Olympia-Bewerbung lehnt es als Prestigeprojekt ab594199.
- „Wir fordern deshalb die vollständige Zurücknahme der Kürzungen und eine signifikante Erhöhung des Kulturetats.“587
- „Die Ergebnisse legen dringend nahe, dass das Berliner Abgeordnetenhaus einen Untersuchungsausschuss braucht.“591
- „Alle Änderungen an der Landesverfassung müssen zwingend von der Bevölkerung abgestimmt werden.“593
Fundstelle: Abschnitt „Kulturhauptstadt Berlin“, PDF-Seiten 18–20; „Sport für alle“, PDF-Seiten 26–27; Corona-Aufarbeitung, PDF-Seiten 28–29; „Meinungsfreiheit, ÖRR, Gendersprache“ und „Direkte Demokratie“, PDF-Seiten 30–32 (Programm: 66 Seiten).
Was in den Programmen fehlt
Was ein Programm nicht sagt, ist oft so aufschlussreich wie das, was es sagt. Die Tabelle zählt, wie oft ein Begriff im jeweiligen Gesamtprogramm vorkommt — maschinell über den vollständigen PDF-Text, Wortstamm, Groß- und Kleinschreibung egal. Eine Null bedeutet: Der Begriff kommt im ganzen Programm kein einziges Mal vor. Die Zahlen sagen nichts über die Qualität einer Position aus und sind immer im Verhältnis zur Programmlänge zu lesen: Linke 336 S., CDU 128 S., AfD 99 S., Grüne 256 S., SPD 66 S., BSW 66 S., FDP 121 S..
| Begriff | Themenfeld | Linke | CDU | AfD | Grüne | SPD | BSW | FDP |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mietendeckel | 🏠 Wohnen | 9 | 1 | 0 | 1 | 1 | 4 | 1 |
| Vergesellschaftung | 🏠 Wohnen | 13 | 0 | 0 | 2 | 0 | 1 | 3 |
| Tempelhofer Feld | 🏠 Wohnen | 10 | 4 | 0 | 4 | 1 | 1 | 4 |
| Zweckentfremdung | 🏠 Wohnen | 7 | 3 | 0 | 6 | 2 | 3 | 0 |
| Wohnungslosigkeit | 🏠 Wohnen | 46 | 8 | 0 | 11 | 4 | 6 | 3 |
| Wohneigentum | 🏠 Wohnen | 1 | 7 | 11 | 0 | 1 | 1 | 3 |
| A100 | 🚇 Verkehr | 2 | 3 | 1 | 2 | 1 | 1 | 1 |
| Straßenbahn / Tram | 🚇 Verkehr | 14 | 2 | 0 | 10 | 3 | 3 | 4 |
| Deutschlandticket | 🚇 Verkehr | 7 | 0 | 0 | 5 | 2 | 0 | 0 |
| Tempo 30 | 🚇 Verkehr | 3 | 1 | 0 | 6 | 2 | 0 | 0 |
| Vision Zero | 🚇 Verkehr | 1 | 0 | 0 | 1 | 2 | 0 | 1 |
| Kiezblock | 🚇 Verkehr | 4 | 2 | 1 | 0 | 0 | 1 | 2 |
| Schuldenbremse | 💼 Wirtschaft | 6 | 1 | 3 | 2 | 1 | 0 | 4 |
| Tariftreue | 💼 Wirtschaft | 5 | 0 | 0 | 2 | 2 | 0 | 0 |
| Gewerkschaft | 💼 Wirtschaft | 18 | 0 | 0 | 7 | 7 | 3 | 0 |
| Gewerbesteuer | 💼 Wirtschaft | 1 | 2 | 1 | 0 | 1 | 5 | 4 |
| Bürokratieabbau | 💼 Wirtschaft | 0 | 1 | 3 | 2 | 0 | 1 | 6 |
| Start-up | 💼 Wirtschaft | 6 | 24 | 2 | 18 | 6 | 4 | 15 |
| Gemeinschaftsschule | 🏫 Bildung | 11 | 0 | 0 | 9 | 4 | 2 | 0 |
| Zivilklausel | 🏫 Bildung | 3 | 1 | 0 | 0 | 0 | 5 | 1 |
| Quereinstieg | 🏫 Bildung | 15 | 3 | 1 | 2 | 0 | 2 | 6 |
| Lehrkräftemangel | 🏫 Bildung | 5 | 4 | 1 | 5 | 0 | 1 | 0 |
| Betreuungsschlüssel | 🏫 Bildung | 3 | 1 | 1 | 1 | 4 | 0 | 2 |
| Brennpunktschule | 🏫 Bildung | 0 | 0 | 3 | 0 | 0 | 0 | 1 |
| Verbeamtung | 🏫 Bildung | 2 | 3 | 0 | 2 | 0 | 1 | 1 |
| Palantir | 👮 Innere Sicherheit | 1 | 0 | 0 | 1 | 1 | 1 | 0 |
| Bodycam | 👮 Innere Sicherheit | 3 | 2 | 0 | 2 | 0 | 0 | 0 |
| Videoüberwachung | 👮 Innere Sicherheit | 1 | 12 | 3 | 1 | 0 | 1 | 2 |
| Racial Profiling | 👮 Innere Sicherheit | 2 | 0 | 0 | 2 | 1 | 0 | 0 |
| Clan | 👮 Innere Sicherheit | 0 | 8 | 12 | 0 | 0 | 0 | 1 |
| Görlitzer Park | 👮 Innere Sicherheit | 1 | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Antisemitismus | 👮 Innere Sicherheit | 22 | 15 | 3 | 22 | 4 | 0 | 15 |
| Bezahlkarte | 🌍 Migration | 1 | 2 | 0 | 2 | 1 | 0 | 1 |
| Ausreisepflicht | 🌍 Migration | 0 | 5 | 3 | 0 | 0 | 0 | 2 |
| Remigration | 🌍 Migration | 1 | 0 | 6 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Einbürgerung | 🌍 Migration | 7 | 2 | 9 | 0 | 6 | 0 | 5 |
| Rassismus | 🌍 Migration | 35 | 1 | 0 | 30 | 9 | 1 | 0 |
| Fluchtursachen | 🌍 Migration | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 5 | 0 |
| Leitkultur | 🌍 Migration | 1 | 0 | 2 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kinderarmut | 🏥 Gesundheit | 6 | 2 | 0 | 1 | 0 | 0 | 0 |
| Vivantes | 🏥 Gesundheit | 5 | 0 | 0 | 0 | 1 | 2 | 0 |
| Pflegekammer | 🏥 Gesundheit | 0 | 1 | 0 | 5 | 0 | 0 | 1 |
| Gesundheitszentrum | 🏥 Gesundheit | 4 | 2 | 0 | 4 | 1 | 0 | 0 |
| Endometriose | 🏥 Gesundheit | 2 | 0 | 0 | 0 | 1 | 0 | 2 |
| Bürgerversicherung | 🏥 Gesundheit | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 0 |
| Klimaneutralität | ⚡ Klima | 1 | 1 | 1 | 6 | 3 | 1 | 0 |
| Energiewendegesetz | ⚡ Klima | 0 | 0 | 2 | 0 | 1 | 0 | 0 |
| Wärmeplanung | ⚡ Klima | 9 | 2 | 0 | 2 | 1 | 1 | 0 |
| Solarpflicht | ⚡ Klima | 0 | 1 | 0 | 2 | 0 | 0 | 0 |
| Rekommunalisierung | ⚡ Klima | 8 | 0 | 0 | 1 | 0 | 1 | 0 |
| Klimaanpassung | ⚡ Klima | 3 | 4 | 0 | 9 | 3 | 0 | 1 |
| Verwaltungsreform | 🖥️ Verwaltung | 4 | 5 | 0 | 7 | 4 | 0 | 0 |
| Landesorganisationsgesetz | 🖥️ Verwaltung | 0 | 2 | 0 | 0 | 0 | 1 | 0 |
| Konnexität | 🖥️ Verwaltung | 2 | 3 | 0 | 3 | 2 | 0 | 0 |
| Bürgeramt / Bürgerämter | 🖥️ Verwaltung | 6 | 5 | 0 | 7 | 0 | 1 | 1 |
| Open Source / Public Money, Public Code | 🖥️ Verwaltung | 10 | 1 | 0 | 6 | 2 | 1 | 2 |
| Transparenzgesetz | 🖥️ Verwaltung | 2 | 0 | 0 | 0 | 1 | 0 | 1 |
| Bürokratieabbau | 🖥️ Verwaltung | 0 | 2 | 4 | 4 | 0 | 1 | 10 |
| AfD (wörtlich, Groß-/Kleinschreibung beachtet) | 🗳️ Demokratie | 4 | 0 | 92 | 3 | 3 | 2 | 0 |
| Volksentscheid | 🗳️ Demokratie | 17 | 0 | 4 | 5 | 1 | 2 | 1 |
| rechtsextrem (Wortstamm) | 🗳️ Demokratie | 1 | 3 | 0 | 36 | 3 | 0 | 0 |
| Kulturfördergesetz | 🗳️ Demokratie | 2 | 0 | 0 | 5 | 1 | 3 | 0 |
| Erinnerungskultur | 🗳️ Demokratie | 10 | 3 | 1 | 6 | 1 | 0 | 2 |
| queer (Wortstamm) | 🗳️ Demokratie | 44 | 1 | 1 | 68 | 28 | 0 | 9 |
| Ehrenamt (Wortstamm) | 🗳️ Demokratie | 25 | 21 | 13 | 20 | 14 | 2 | 4 |
Quellenverzeichnis
Die sieben ausgewerteten Wahlprogramme
- Die Linke: „Berlin bezahlbar machen. Wahlprogramm von Die Linke für die Abgeordnetenhauswahlen 20. September 2026“, 336 Seiten. PDF öffnen.
- CDU: „Der Anfang ist gemacht. Regierungsprogramm 2026–2031 („Berlin wird.“)“, 128 Seiten. PDF öffnen. Die gedruckte Seitenzählung ist gegenüber der PDF-Seite um 1 verschoben; beide Angaben stehen in jeder Fußnote.
- AfD: „Programm der AfD Berlin für die Wahlen am 20. September 2026 („Berlin. Stark. Machen.“)“, 99 Seiten. PDF öffnen.
- Bündnis 90/Die Grünen: „Politik ändern. Berlin bleiben. Wahlprogramm zur Abgeordnetenhauswahl 2026“, 256 Seiten. PDF öffnen.
- SPD: „Wahlprogramm der SPD Berlin 2026 zur Abgeordnetenhauswahl“, 66 Seiten. PDF öffnen.
- BSW: „Berlin – Mit uns endlich vernünftig und gerecht. Wahlprogramm BSW Berlin AGH-Wahl 2026“, 66 Seiten. PDF öffnen.
- FDP: „Berlin geht besser. Das Wahlprogramm zur Abgeordnetenhauswahl 2026“, 121 Seiten. PDF öffnen. Die gedruckte Seitenzählung ist gegenüber der PDF-Seite um 2 verschoben; beide Angaben stehen in jeder Fußnote.
Einzelbelege
Jede Belegzahl im Text steht für eine Stelle in einem der sieben Programme. Der Titel-Link führt in das Original-PDF an genau diese Seite, der Pfeil ↑ zurück zur Textstelle. Mehrfach belegte Stellen tragen dieselbe Nummer und mehrere Rücksprungmarken (↑a, ↑b …).
- 1 Amtsblatt für Berlin Nr. 36/2026 vom 27. August 2026, S. 2276: Verzeichnis der Nummernfolge der Wahlvorschläge, beschlossen vom Landeswahlausschuss am 24. Juli 2026 ↑
- 2 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 29 (gedruckte S. 28) ↑
- 3 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 34 (gedruckte S. 33) ↑a ↑b ↑c ↑d
- 4 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 35 (gedruckte S. 34) ↑a ↑b ↑c ↑d
- 5 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 93 (gedruckte S. 92) ↑a ↑b
- 6 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 36 (gedruckte S. 35) ↑a ↑b ↑c ↑d
- 7 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 30 (gedruckte S. 29) ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e
- 8 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 31 (gedruckte S. 30) ↑a ↑b ↑c
- 9 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 32 (gedruckte S. 31) ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f ↑g ↑h ↑i ↑j ↑k
- 10 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 33 (gedruckte S. 32) ↑
- 11 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 103 (gedruckte S. 102) ↑a ↑b ↑c ↑d
- 12 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 17 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 13 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 18 ↑a ↑b
- 14 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 19 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 15 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 20 ↑a ↑b
- 16 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 21 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f
- 17 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 51 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f ↑g ↑h
- 18 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 22 ↑a ↑b
- 19 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 46 ↑
- 20 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 48 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e
- 21 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 49 ↑
- 22 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 50 ↑
- 23 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 54 ↑a ↑b
- 24 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 55 ↑a ↑b
- 25 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 52 ↑
- 26 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 59 ↑a ↑b
- 27 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 60 ↑
- 28 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 57 ↑
- 29 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 65 ↑a ↑b
- 30 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 53 ↑a ↑b
- 31 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 14 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 32 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 15 ↑a ↑b
- 33 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 19 ↑a ↑b
- 34 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 23 ↑a ↑b ↑c
- 35 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 24 ↑
- 36 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 35 ↑a ↑b ↑c
- 37 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 36 ↑
- 38 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 37 ↑
- 39 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 21 ↑
- 40 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 52 ↑
- 41 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 18 ↑
- 42 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 33 ↑
- 43 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 30 ↑
- 44 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 31 ↑
- 45 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 5 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 46 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 6 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e
- 47 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 7 ↑a ↑b
- 48 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 8 ↑a ↑b
- 49 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 9 ↑a ↑b ↑c
- 50 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 52 ↑a ↑b ↑c
- 51 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 83 ↑a ↑b ↑c
- 52 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 35 (gedruckte S. 33) ↑a ↑b
- 53 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 36 (gedruckte S. 34) ↑
- 54 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 37 (gedruckte S. 35) ↑a ↑b
- 55 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 38 (gedruckte S. 36) ↑
- 56 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 39 (gedruckte S. 37) ↑a ↑b
- 57 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 42 (gedruckte S. 40) ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f
- 58 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 44 (gedruckte S. 42) ↑
- 59 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 45 (gedruckte S. 43) ↑
- 60 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 46 (gedruckte S. 44) ↑
- 61 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 47 (gedruckte S. 45) ↑a ↑b ↑c
- 62 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 41 (gedruckte S. 39) ↑
- 63 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 48 (gedruckte S. 46) ↑
- 64 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 6 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e
- 65 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 7 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f
- 66 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 9 ↑
- 67 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 8 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e
- 68 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 11 ↑
- 69 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 64 ↑
- 70 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 68 (gedruckte S. 67) ↑a ↑b ↑c
- 71 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 69 (gedruckte S. 68) ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f ↑g
- 72 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 70 (gedruckte S. 69) ↑
- 73 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 71 (gedruckte S. 70) ↑
- 74 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 72 (gedruckte S. 71) ↑a ↑b
- 75 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 73 (gedruckte S. 72) ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f ↑g
- 76 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 74 (gedruckte S. 73) ↑a ↑b
- 77 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 75 (gedruckte S. 74) ↑
- 78 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 24 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 79 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 24–25 ↑
- 80 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 25 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e
- 81 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 47 ↑
- 82 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 9 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f
- 83 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 26 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f ↑g ↑h
- 84 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 80 ↑a ↑b
- 85 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 83 ↑
- 86 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 84 ↑a ↑b ↑c
- 87 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 85 ↑a ↑b
- 88 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 82 ↑a ↑b ↑c
- 89 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 90 ↑a ↑b ↑c
- 90 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 90–91 ↑
- 91 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 81 ↑a ↑b ↑c
- 92 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 87 ↑
- 93 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 88 ↑
- 94 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 55 ↑a ↑b ↑c
- 95 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 57 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 96 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 115 ↑
- 97 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 58 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e
- 98 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 59 ↑
- 99 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 62 ↑
- 100 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 69 ↑a ↑b ↑c
- 101 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 63 ↑
- 102 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 64 ↑
- 103 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 67 ↑
- 104 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 68 ↑
- 105 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 41 ↑a ↑b ↑c
- 106 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 42 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f
- 107 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 43 ↑a ↑b
- 108 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 43–44 ↑
- 109 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 44 ↑a ↑b
- 110 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 97 ↑a ↑b ↑c
- 111 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 56 (gedruckte S. 54) ↑
- 112 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 57 (gedruckte S. 55) ↑a ↑b ↑c ↑d
- 113 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 57–58 (gedruckte S. 55–56) ↑
- 114 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 58 (gedruckte S. 56) ↑a ↑b
- 115 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 60 (gedruckte S. 58) ↑a ↑b ↑c
- 116 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 59 (gedruckte S. 57) ↑a ↑b
- 117 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 62 (gedruckte S. 60) ↑a ↑b ↑c ↑d
- 118 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 62–63 (gedruckte S. 60–61) ↑
- 119 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 65 (gedruckte S. 63) ↑
- 120 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 48 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f ↑g
- 121 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 50 ↑a ↑b
- 122 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 49 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e
- 123 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 51 ↑
- 124 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 65 ↑a ↑b
- 125 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 41 (gedruckte S. 40) ↑a ↑b ↑c
- 126 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 42 (gedruckte S. 41) ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f ↑g ↑h
- 127 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 43 (gedruckte S. 42) ↑a ↑b ↑c
- 128 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 44 (gedruckte S. 43) ↑a ↑b
- 129 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 48 (gedruckte S. 47) ↑
- 130 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 91 (gedruckte S. 90) ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f ↑g ↑h
- 131 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 92 (gedruckte S. 91) ↑a ↑b ↑c
- 132 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 90 (gedruckte S. 89) ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f
- 133 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 88 (gedruckte S. 87) ↑a ↑b ↑c
- 134 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 6 ↑
- 135 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 7 ↑a ↑b ↑c
- 136 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 8 ↑
- 137 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 11–12 ↑
- 138 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 12–13 ↑
- 139 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 63 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f ↑g ↑h ↑i
- 140 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 64 ↑
- 141 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 14–15 ↑
- 142 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 15 ↑
- 143 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 94 ↑a ↑b ↑c
- 144 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 95 ↑
- 145 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 96 ↑a ↑b ↑c
- 146 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 98 ↑
- 147 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 99 ↑
- 148 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 102 ↑
- 149 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 105 ↑
- 150 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 107 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 151 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 109 ↑
- 152 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 122 ↑a ↑b
- 153 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 124 ↑a ↑b ↑c
- 154 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 125 ↑a ↑b
- 155 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 123 ↑
- 156 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 73 ↑
- 157 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 74 ↑a ↑b
- 158 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 75 ↑a ↑b
- 159 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 76 ↑
- 160 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 78 ↑
- 161 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 79 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e
- 162 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 86 ↑
- 163 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 89 ↑
- 164 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 92 ↑a ↑b
- 165 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 96 ↑a ↑b
- 166 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 95 ↑
- 167 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 99 ↑
- 168 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 101 ↑a ↑b ↑c
- 169 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 109 ↑
- 170 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 102 ↑
- 171 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 46 ↑a ↑b
- 172 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 47 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f ↑g ↑h ↑i
- 173 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 47–48 ↑
- 174 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 48 ↑a ↑b
- 175 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 50 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 176 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 94 ↑
- 177 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 95 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 178 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 96 ↑a ↑b
- 179 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 98 ↑
- 180 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 3 ↑
- 181 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 49 ↑
- 182 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 18 (gedruckte S. 16) ↑
- 183 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 19–20 (gedruckte S. 17–18) ↑
- 184 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 22 (gedruckte S. 20) ↑a ↑b ↑c ↑d
- 185 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 19 (gedruckte S. 17) ↑
- 186 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 20–21 (gedruckte S. 18–19) ↑
- 187 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 20 (gedruckte S. 18) ↑a ↑b ↑c ↑d
- 188 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 25–26 (gedruckte S. 23–24) ↑
- 189 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 29 (gedruckte S. 27) ↑
- 190 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 50 (gedruckte S. 48) ↑a ↑b ↑c
- 191 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 51 (gedruckte S. 49) ↑a ↑b ↑c
- 192 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 52 (gedruckte S. 50) ↑
- 193 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 3–5 (gedruckte S. 1–3) ↑
- 194 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 42 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e
- 195 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 43 ↑a ↑b
- 196 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 45 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f
- 197 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 44 ↑
- 198 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 52 ↑
- 199 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 53 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e
- 200 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 54 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e
- 201 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 55 ↑
- 202 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 54 (gedruckte S. 53) ↑a ↑b
- 203 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 55 (gedruckte S. 54) ↑a ↑b ↑c ↑d
- 204 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 56 (gedruckte S. 55) ↑a ↑b ↑c
- 205 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 108 (gedruckte S. 107) ↑
- 206 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 57 (gedruckte S. 56) ↑a ↑b ↑c
- 207 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 58 (gedruckte S. 57) ↑a ↑b
- 208 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 59 (gedruckte S. 58) ↑
- 209 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 49 (gedruckte S. 48) ↑a ↑b
- 210 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 15 (gedruckte S. 14) ↑
- 211 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 64 (gedruckte S. 63) ↑
- 212 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 39 ↑a ↑b ↑c
- 213 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 40 ↑
- 214 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 37 ↑a ↑b
- 215 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 37–38 ↑
- 216 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 41–42 ↑
- 217 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 42 ↑a ↑b
- 218 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 43–45 ↑
- 219 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 41 ↑a ↑b
- 220 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 44–45 ↑
- 221 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 187–188 ↑
- 222 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 188 ↑a ↑b ↑c
- 223 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 191–192 ↑
- 224 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 193–194 ↑
- 225 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 190 ↑a ↑b
- 226 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 182–183 ↑
- 227 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 182 ↑
- 228 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 112–115 ↑
- 229 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 198 ↑
- 230 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 186 ↑
- 231 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 187 ↑a ↑b ↑c
- 232 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 191 ↑
- 233 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 153 ↑a ↑b
- 234 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 162 ↑
- 235 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 168 ↑a ↑b
- 236 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 154–157 ↑
- 237 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 225 ↑a ↑b ↑c
- 238 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 228 ↑
- 239 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 158–159 ↑
- 240 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 159–160 ↑
- 241 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 170 ↑
- 242 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 184 ↑a ↑b
- 243 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 186 ↑
- 244 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 169 ↑a ↑b
- 245 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 167 ↑a ↑b
- 246 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 27 ↑
- 247 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 28 ↑a ↑b ↑c
- 248 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 28–29 ↑
- 249 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 60 ↑a ↑b
- 250 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 30 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f
- 251 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 31 ↑a ↑b
- 252 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 59 ↑
- 253 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 36 ↑
- 254 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 38 ↑
- 255 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 29 ↑
- 256 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 26 ↑a ↑b ↑c
- 257 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 6–7 (gedruckte S. 4–5) ↑
- 258 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 7 (gedruckte S. 5) ↑
- 259 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 8 (gedruckte S. 6) ↑a ↑b
- 260 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 9 (gedruckte S. 7) ↑a ↑b
- 261 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 10 (gedruckte S. 8) ↑a ↑b ↑c
- 262 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 11 (gedruckte S. 9) ↑a ↑b ↑c ↑d
- 263 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 11–12 (gedruckte S. 9–10) ↑
- 264 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 17 (gedruckte S. 15) ↑
- 265 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 13 (gedruckte S. 11) ↑
- 266 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 15 (gedruckte S. 13) ↑
- 267 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 13–14 (gedruckte S. 11–12) ↑
- 268 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 14 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 269 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 15 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 270 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 15–16 ↑
- 271 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 16 ↑a ↑b
- 272 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 16–17 ↑
- 273 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 17 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 274 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 5 ↑a ↑b
- 275 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 7–8 (gedruckte S. 6–7) ↑a ↑b
- 276 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 10 (gedruckte S. 9) ↑a ↑b ↑c
- 277 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 8 (gedruckte S. 7) ↑a ↑b ↑c
- 278 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 11 (gedruckte S. 10) ↑
- 279 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 14 (gedruckte S. 13) ↑a ↑b
- 280 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 19–20 (gedruckte S. 18–19) ↑
- 281 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 21 (gedruckte S. 20) ↑a ↑b ↑c
- 282 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 21–22 (gedruckte S. 20–21) ↑
- 283 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 23–24 (gedruckte S. 22–23) ↑
- 284 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 25 (gedruckte S. 24) ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f ↑g ↑h ↑i ↑j ↑k
- 285 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 24 (gedruckte S. 23) ↑a ↑b
- 286 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 9 (gedruckte S. 8) ↑
- 287 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 20 (gedruckte S. 19) ↑
- 288 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 28 ↑a ↑b ↑c
- 289 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 29–30 ↑
- 290 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 30 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e
- 291 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 31 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 292 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 30–31 ↑
- 293 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 32 ↑a ↑b ↑c
- 294 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 29 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f ↑g ↑h
- 295 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 32–33 ↑
- 296 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 223 ↑
- 297 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 225 ↑
- 298 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 226 ↑
- 299 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 227 ↑a ↑b ↑c
- 300 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 227–228 ↑
- 301 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 228 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 302 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 229 ↑a ↑b
- 303 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 229–230 ↑
- 304 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 231 ↑a ↑b
- 305 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 238–241 ↑
- 306 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 238 ↑
- 307 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 241 ↑
- 308 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 286 ↑
- 309 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 288 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 310 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 289–290 ↑
- 311 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 289 ↑a ↑b
- 312 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 290 ↑a ↑b
- 313 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 291 ↑
- 314 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 294–295 ↑
- 315 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 293 ↑
- 316 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 305–311 ↑
- 317 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 294 ↑
- 318 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 311 ↑
- 319 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 145 ↑
- 320 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 12–18 ↑
- 321 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 12 ↑a ↑b
- 322 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 12–13 ↑a ↑b
- 323 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 13 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 324 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 13–14 ↑
- 325 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 14–15 ↑
- 326 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 15–16 ↑
- 327 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 16–17 ↑
- 328 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 18 ↑a ↑b ↑c
- 329 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 15 ↑a ↑b
- 330 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 16 ↑
- 331 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 66 (gedruckte S. 64) ↑a ↑b
- 332 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 67 (gedruckte S. 65) ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f
- 333 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 67–68 (gedruckte S. 65–66) ↑
- 334 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 75 (gedruckte S. 73) ↑a ↑b
- 335 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 68 (gedruckte S. 66) ↑a ↑b ↑c ↑d
- 336 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 72–74 (gedruckte S. 70–72) ↑
- 337 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 74–79 (gedruckte S. 72–77) ↑
- 338 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 73 (gedruckte S. 71) ↑
- 339 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 74 (gedruckte S. 72) ↑a ↑b
- 340 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 38 ↑a ↑b ↑c
- 341 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 38–39 ↑
- 342 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 39 ↑
- 343 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 40 ↑a ↑b ↑c
- 344 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 41 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e
- 345 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 61 ↑
- 346 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 63 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f ↑g ↑h ↑i ↑j
- 347 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 66 ↑a ↑b
- 348 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 6 (gedruckte S. 5) ↑
- 349 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 26 (gedruckte S. 25) ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e
- 350 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 119 (gedruckte S. 118) ↑a ↑b
- 351 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 117 (gedruckte S. 116) ↑a ↑b ↑c ↑d
- 352 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 117–118 (gedruckte S. 116–117) ↑
- 353 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 118 (gedruckte S. 117) ↑a ↑b ↑c ↑d
- 354 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 51–52 ↑a ↑b
- 355 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 52 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f
- 356 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 53 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f ↑g ↑h
- 357 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 143 ↑a ↑b ↑c
- 358 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 144 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 359 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 145 ↑
- 360 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 146 ↑
- 361 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 147 ↑a ↑b
- 362 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 148 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e
- 363 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 106 ↑
- 364 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 173 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 365 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 275 ↑a ↑b
- 366 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 276 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 367 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 276–277 ↑
- 368 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 278 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f ↑g
- 369 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 279 ↑a ↑b
- 370 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 280 ↑
- 371 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 282–284 ↑
- 372 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 277 ↑a ↑b
- 373 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 285 ↑
- 374 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 21 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 375 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 22 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e
- 376 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 23 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 377 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 23–24 ↑
- 378 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 24 ↑a ↑b
- 379 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 25–26 ↑
- 380 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 95 (gedruckte S. 93) ↑a ↑b ↑c ↑d
- 381 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 96 (gedruckte S. 94) ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f
- 382 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 96–97 (gedruckte S. 94–95) ↑
- 383 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 97–98 (gedruckte S. 95–96) ↑
- 384 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 98 (gedruckte S. 96) ↑a ↑b ↑c
- 385 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 99 (gedruckte S. 97) ↑a ↑b ↑c
- 386 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 97 (gedruckte S. 95) ↑
- 387 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 34 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e
- 388 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 34–35 ↑
- 389 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 35 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f
- 390 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 36 ↑a ↑b ↑c
- 391 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 37 ↑a ↑b
- 392 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 25 ↑
- 393 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 97 (gedruckte S. 96) ↑a ↑b ↑c
- 394 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 50 (gedruckte S. 49) ↑
- 395 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 98–100 (gedruckte S. 97–99) ↑
- 396 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 99 (gedruckte S. 98) ↑
- 397 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 102–103 (gedruckte S. 101–102) ↑
- 398 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 100 (gedruckte S. 99) ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e
- 399 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 33 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f
- 400 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 34 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 401 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 50 ↑a ↑b
- 402 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 33–34 ↑
- 403 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 200–201 ↑
- 404 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 201 ↑
- 405 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 202 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 406 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 204 ↑
- 407 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 203 ↑
- 408 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 209–211 ↑
- 409 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 211–214 ↑
- 410 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 71–74 ↑
- 411 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 214 ↑
- 412 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 200 ↑
- 413 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 205–214 ↑
- 414 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 127 ↑
- 415 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 128–129 ↑
- 416 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 135 ↑a ↑b
- 417 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 135–136 ↑
- 418 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 131–132 ↑
- 419 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 130 ↑
- 420 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 136–137 ↑
- 421 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 140–141 ↑
- 422 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 113–148 ↑
- 423 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 118 ↑
- 424 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 140 ↑
- 425 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 146 ↑a ↑b ↑c
- 426 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 69 ↑a ↑b
- 427 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 70 ↑a ↑b
- 428 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 70–71 ↑
- 429 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 71 ↑a ↑b ↑c
- 430 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 73 ↑
- 431 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 51 ↑a ↑b
- 432 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 72 ↑
- 433 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 62 ↑
- 434 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 112 (gedruckte S. 110) ↑a ↑b
- 435 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 114 (gedruckte S. 112) ↑a ↑b ↑c ↑d
- 436 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 115 (gedruckte S. 113) ↑a ↑b
- 437 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 116 (gedruckte S. 114) ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e
- 438 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 112–118 (gedruckte S. 110–116) ↑
- 439 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 113 (gedruckte S. 111) ↑
- 440 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 112–113 (gedruckte S. 110–111) ↑
- 441 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 120 (gedruckte S. 118) ↑
- 442 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 21 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f ↑g
- 443 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 22 ↑a ↑b
- 444 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 23 ↑
- 445 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 24 ↑a ↑b ↑c
- 446 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 11–12 ↑
- 447 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 21–24 ↑
- 448 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 136 ↑
- 449 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 25 ↑
- 450 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 212 ↑
- 451 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 74 ↑
- 452 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 40 (gedruckte S. 39) ↑
- 453 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 81 (gedruckte S. 80) ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e
- 454 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 82 (gedruckte S. 81) ↑a ↑b
- 455 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 80 (gedruckte S. 79) ↑
- 456 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 79 (gedruckte S. 78) ↑
- 457 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 83 (gedruckte S. 82) ↑
- 458 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 58 ↑a ↑b ↑c
- 459 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 59 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f ↑g
- 460 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 60 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f ↑g
- 461 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 23 ↑
- 462 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 11 ↑
- 463 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 12 ↑a ↑b ↑c
- 464 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 13 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 465 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 14 ↑
- 466 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 15 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 467 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 16 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 468 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 18 ↑a ↑b
- 469 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 19 ↑
- 470 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 21 ↑
- 471 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 22 ↑
- 472 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 28 ↑
- 473 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 192 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 474 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 193 ↑a ↑b
- 475 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 194 ↑
- 476 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 195 ↑a ↑b
- 477 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 196 ↑
- 478 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 197 ↑a ↑b
- 479 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 198 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f
- 480 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 200 ↑a ↑b
- 481 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 199 ↑
- 482 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 54 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f
- 483 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 55 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f
- 484 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 80 ↑a ↑b ↑c
- 485 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 79 ↑
- 486 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 81 ↑
- 487 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 82 ↑
- 488 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 87 (gedruckte S. 85) ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f ↑g ↑h
- 489 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 88 (gedruckte S. 86) ↑a ↑b ↑c ↑d
- 490 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 89 (gedruckte S. 87) ↑a ↑b ↑c
- 491 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 90 (gedruckte S. 88) ↑
- 492 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 71 (gedruckte S. 69) ↑
- 493 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 54 (gedruckte S. 52) ↑
- 494 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 55 (gedruckte S. 53) ↑
- 495 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 46 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f
- 496 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 47 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 497 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 56 ↑
- 498 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 58 ↑
- 499 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 89 (gedruckte S. 88) ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e
- 500 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 87 (gedruckte S. 86) ↑a ↑b ↑c
- 501 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 61 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f ↑g ↑h ↑i
- 502 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 62 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e
- 503 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 242 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 504 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 243 ↑a ↑b
- 505 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 244 ↑
- 506 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 245 ↑
- 507 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 246 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 508 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 247 ↑
- 509 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 249 ↑a ↑b
- 510 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 250 ↑
- 511 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 253 ↑
- 512 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 263 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f
- 513 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 264 ↑a ↑b
- 514 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 260 ↑a ↑b
- 515 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 261 ↑
- 516 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 262 ↑a ↑b
- 517 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 254 ↑
- 518 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 253 ↑
- 519 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 257 ↑
- 520 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 287 ↑
- 521 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 19 ↑
- 522 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 76 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f ↑g
- 523 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 31 (gedruckte S. 29) ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e
- 524 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 33 (gedruckte S. 31) ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f
- 525 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 32 (gedruckte S. 30) ↑
- 526 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 21 (gedruckte S. 19) ↑a ↑b
- 527 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 30 (gedruckte S. 28) ↑
- 528 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 91 (gedruckte S. 89) ↑
- 529 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 62 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e
- 530 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 64 ↑
- 531 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 120 (gedruckte S. 119) ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e
- 532 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 121 (gedruckte S. 120) ↑
- 533 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 122 (gedruckte S. 121) ↑a ↑b
- 534 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 123 (gedruckte S. 122) ↑a ↑b ↑c
- 535 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 114 (gedruckte S. 113) ↑
- 536 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 116 (gedruckte S. 115) ↑
- 537 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 22 (gedruckte S. 21) ↑
- 538 CDU, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 126 (gedruckte S. 125) ↑
- 539 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 54 ↑a ↑b
- 540 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 55 ↑
- 541 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 49 ↑
- 542 SPD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 56 ↑
- 543 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 172 ↑
- 544 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 174 ↑a ↑b
- 545 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 159 ↑
- 546 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 160 ↑
- 547 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 174–175 ↑
- 548 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 161 ↑a ↑b
- 549 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 162 ↑a ↑b
- 550 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 163 ↑
- 551 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 165 ↑
- 552 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 166 ↑
- 553 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 69 ↑
- 554 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 70 ↑
- 555 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 38 ↑
- 556 Grüne, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 175 ↑a ↑b
- 557 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 299 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 558 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 300 ↑a ↑b ↑c
- 559 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 301 ↑
- 560 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 232 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 561 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 233 ↑
- 562 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 231 ↑
- 563 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 241 ↑
- 564 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 242 ↑
- 565 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 325 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f
- 566 Linke, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 319 ↑
- 567 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 75 ↑a ↑b ↑c
- 568 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 77 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 569 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 86 ↑a ↑b
- 570 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 88 ↑
- 571 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 89 ↑
- 572 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 90 ↑a ↑b
- 573 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 91 ↑
- 574 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 92 ↑a ↑b
- 575 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 101 (gedruckte S. 99) ↑a ↑b ↑c
- 576 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 102 (gedruckte S. 100) ↑a ↑b
- 577 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 103 (gedruckte S. 101) ↑a ↑b ↑c
- 578 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 107 (gedruckte S. 105) ↑
- 579 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 108 (gedruckte S. 106) ↑
- 580 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 78 (gedruckte S. 76) ↑
- 581 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 79 (gedruckte S. 77) ↑
- 582 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 76 (gedruckte S. 74) ↑a ↑b
- 583 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 86 (gedruckte S. 84) ↑a ↑b
- 584 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 34 (gedruckte S. 32) ↑
- 585 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 83 (gedruckte S. 81) ↑
- 586 FDP, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 25 (gedruckte S. 23) ↑
- 587 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 18 ↑a ↑b ↑c ↑d
- 588 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 19 ↑a ↑b ↑c
- 589 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 20 ↑
- 590 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 31 ↑a ↑b ↑c
- 591 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 28 ↑a ↑b
- 592 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 29 ↑
- 593 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 32 ↑a ↑b ↑c ↑d ↑e ↑f
- 594 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 26 ↑
- 595 BSW, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 4 ↑
- 596 AfD, Wahlprogramm 2026, PDF-S. 87 ↑